Um noch mal auf jenes total einseitige Framing-Manual zurückzukommen, mit dem 12-Jährige Schüler an unseren Schulen "bearbeitet" werden:
Es ist offensichtlich, dass man neuerdings unter "Kampf gegen den Antisemitismus" hauptsächlich den "Kampf gegen das Einsetzen für das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit (von kleinen Jungen)" versteht.
Dazu erscheint es den Machern solcher Propagandawerke - ähnlich wie in "Simon macht Quatsch wegen einer schönen Frau" notwendig, die "Beschneidungsgegner" resp. Kinderschützer in einem möglichst hässlichen Licht darzustellen.
Die Beschneidungsgegner werden dazu exemplarisch als brüllender Mann in der Straßenbahn präsentiert. That's all folks! Sachlich argumentierende BGM-Gegner gab/gibt es nicht.
Und dann werden die Kinder aufgefordert aus diesem angeblichen Vorfall heraus auszuarbeiten, welche Vorurteile es gegen über der Beschneidung gibt . Toller Trick! 
Was wird den 12-Jährigen nun beigebracht?
1. Über "Beschneidung" auch nur zu debattieren sei "verletzend", eine solche Debatte muss also unterbleiben. Schnauze halten! Stattdessen werden wehrlose Kinder mit Absicht verletzt, tagtäglich.
2. Die "Beschneidung" ist - man staune! - ein völlig unblutiger Akt! Ja, wirklich, das erschreckende Wort "BLUT" taucht im ganzen Kapitel über BGM nicht einmal auf!
Dabei nannte Abraham Geiger BGM doch einen "barbarisch blutenden Akt".
Nee, Kinners, da fließt kein Blut! Das geht alles ganz elastisch. Von daher braucht man sich auch nicht über die Varianten der Entsorgung des Blutes zu unterhalten.
Aber Herr Fleischmann kennt sich da aus....
3. Die "Beschneidung" ist - man staune! - völlig schmerzlos für das Baby. Ja, wirklich, das unangenehme Wort "SCHMERZEN" taucht im ganzen Kapitel über BGM nicht einmal auf!
Dann ist ja auch logisch, dass keinerlei Schmerzbehandlung erwähnt wird.
Und das berühmte Zitat von Paul Spiegel aus seinem Buch "Was ist koscher?" (das vom Zentralrat als "gute Einstiegslektüre" empfohlen wurde) "[Das Baby] erhält nicht einmal eine örtliche Narkose, denn den Bund mit Gott muss man sozusagen bei vollem Bewusstsein vollziehen. Natürlich schreit das Baby, natürlich tut ihm der Eingriff weh." findet man da nicht.
Nee ist klar,das wäre ja viel zu schockierend, es soll doch gerade Verständnis für Genitalverstümmelung geweckt werden!
4. BGM wurde in den USA gar nicht eingeführt, weil Kellog et al. in dem puritanischen Land suggerierten, dass diese Genitalverstümmelung die Jungen vor der teuflischen Sünde der Selbstbefleckung (welche wiederum unweigerlich zur Gehirnerweichung führen sollte) bewahren würde und obendrein noch Lähmungen heilen und allerlei andere wundersame Dinge bewirken würde. Nee, nee! Das Framing-Manual weiß es besser! Wegen "medizinisch-hygienischen Gründen". 
5. Die Vorhaut ist völlig sinn- und funktionslos. Ein Fehler der Evolution. Müssen die Kinder aus dem Framing Manual schließen. Das Wort "Vorhaut" taucht tatsächlich immerhin dreimal in diesem Traktat auf, zweimal in dem Zusammenhang, dass diese bei der "Beschneidung" "entfernt" würde und einmal, dass diese nach Meinung eines Rabbiners von einem anderen Rabbiner nicht radikal genug entfernt worden sei. Dass die Vorhaut aber der Eichel die Umwelt bietet für die die Eichel geschaffen ist, feucht, warm und vor Reizen geschützt, dass die Vorhaut selbst sehr sensibel und ein natürlicher Teil des männlichen Erregungssystems ist, dass sie die Einführung in die Vagina erleichtert, dass sie die Friktion beim Verkehr vermindert - all das wird den Schülern vorenthalten. Das würde nicht in das Konzept passen. Nämlich Genitalverstümmelung als harmlose und von allen zu achtende Tradition zu vermitteln.
6. Das Judentum ist modern, liberal, progressiv:
Zitat
So gibt es immer mehr Rabbinerinnen und mohelot sowie Frauen, die wie Männer
die Kopfbedeckung Kippa tragen. Auch jüdische Perspek-
tiven auf Feminismus und Queerness werden vor diesem
Hintergrund diskutiert. Und immer häufiger verbinden
Familien auch die Bekanntgabe der Namen von Mädchen mit großen Feiern.
Keine Rede davon, dass ca. 90% der Juden in Deutschland in orthodoxen Gemeinden organisiert sein sollen. Und angeblich 2,5% in ultraorthodoxen.
Genitalverstümmelung ist weder modern noch liberal noch progressiv. Sondern archaisch, regressiv und illiberal.
https://slub.qucosa.de/api/qucosa%3A94758/attachment/ATT-0/