Beiträge von Selbstbestimmung

    Zitat

    und jüdische und muslimische Gemeinden haben verunsichert reagiert.

    Wie ist das denn mit den Babys, wenn ihre Beine gespreizt fixiert werden und ihnen dann Schmerzen in direkter Nähe ihrer Hoden zugefügt werden?

    Ob die dann wohl verunsichert sind? Oder brüllen die nur aus Jux?

    Oder die Jungen, wenn sie nach dem Eingriff resp. Übergriff das blutige, geschwollene Etwas sehen, das von ihrem Penis übrig geblieben ist? Verunsichert?

    Dreht sich eigentlich alles nur noch um die Interessen Erwachsener?

    Ist das nicht schön?

    Aber wirklich alle Menschen, oder nur besondere Menschen?


    Sich in allen Dingen, die den Körper, die Sexualität und die Familienplanung betreffen, selbstbestimmt und ohne Zwang entfalten zu können, ist ein wichtiges Menschenrecht: Alle Menschen haben das Recht auf körperliche Unversehrtheit. ...
    Und alle haben das Recht, lebenslang ein befriedigendes Sexualleben führen zu können und dabei vor Diskriminierung, Missbrauch und sexuell übertragbaren Krankheiten geschützt zu sein.

    Wow! Besser hätte ich es auch nicht formulieren können!

    Wobei - für den Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten hat jeder auch selbst Verantwortung, der Staat kann nicht an jeder Bettkante aufpassen.


    Oder, oh Schreck! - ist damit die Genitalverstümmelung von Jungen in Afrika zwecks vermeintlicher HIV-Prevention gemeint? Finanziert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung so etwas gar?


    Zitat

    Doch noch sind diese Menschenrechte bei Weitem nicht für alle gesichert. Diskriminierende Gesetze [wie z.B. der §1631d BGB?], ungerechte soziale Normen und Praktiken sowie tradierte Geschlechterrollen wirken sich negativ auf die Gesundheit und das Wohlbefinden ... von ...Personen aus.

    Wie wahr! Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit ist bei Weitem nicht für alle gesichert.


    Aber ihr ahnt sicher, was in den Auslassungen stand: "insbesondere von Mädchen, Frauen und LSBTIQ+ -Personen " - aha, da sind sie, die "besonderen Menschen"

    Jungen müssen das abkönnen. Die gehören nicht zu den besonderen Menschen.


    "Die feministischen Entwicklungspolitik des BMZ stärkt die Rechte von Mädchen und Frauen, selbstbestimmt über ihren Körper und ihr Leben zu entscheiden"


    Und jungen lässt das BMZ im Regen stehen. Die würden aber auch gerne selbstbestimmt über ihren Körper entscheiden.

    Zitat

    Im Mittelpunkt der Entscheidung standen drei Grundrechte:das Kind hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit, die Religionsfreiheit steht im Grundgesetz sowie das Erziehungsrecht der Eltern.

    Ja wenn es auch um ein Kinderrecht ging hätte man in die Sendung vielleicht besser nicht nur eine Rabbinerin und einen Moslem sondern auch z.B. Matthias Franz, Holm Putzke, Jörg Scheinfeld, Josef Isensee, oder Wolfgang Hartmann oder negativ Betroffene einladen können.

    Aber Widerspruch war wohl nicht erwünscht. Denn der Tenor der Sendung ist ja: Kritik an "Beschneidung" ist böse, böse, böse! Die verletzt! Nicht etwa das Messer am Kindergenital...

    Geiger?


    Warte mal, da war doch auch schon mal ein Abraham Geiger:


    Zitat von Abraham Geiger

    I am unable to support circumcision with any conviction, just because it has always been so highly regarded. It remains a barbaric, bloody act which fills the father with anxiety and subjects the mother to morbid stress. The idea of sacrifice which once consecrated the procedure has certainly vanished among us, as it should. It is a brutal practice that should not continue no matter how much religious sentiment may have clung to it in the past. Today, it is perpetuated only by custom and fear, to which we surely do not want to erect temples.

    Zitat von Katarina Geiger

    ...zum ersten mal in Frage gestellt - juristisch - was jahrzehntelang geduldet und Praxis war.

    Geduldet? Es gab schlicht keine Anzeige. Dafür braucht es ja Mut, um nicht als Antisemit oder Islamhasser angeprangert zu werden.

    Wo kein Kläger, da kein Richter!

    In Kölle am Rhing hatte eine Staatsanwältin lobenswerterweise diesen Mut. Und das Landgericht hat völlig korrekt befunden, dass die Genitalverstümmelung (den Mut, den einzig treffenden Ausdruck zu benutzen hatte das Gericht nicht) eines unmündigen, wehrlosen Kindes strafbar ist. Sein muss.

    Zitat von Rabbi

    My son cried more at his first hair cut than he did at his bris

    Sind in Haaren Nerven und Blutgefäße?

    OMG, hat er seinen Sohn skalpiert?

    Zitat von Rabbi

    Statistically the only log term effect it seems to have on people is that it increases their chance of winning a Nobel Prize.

    Wurde der Genitalstatus von Nobelpreisgewinnern tatsächlich systematisch statistisch erfasst? Mussten die vor dem Nobelpreiskomitee die Hosen runterlassen?

    Ach klar, deswegen haben so überproportional viele Muslime, Philippinos und Afrikaner den Nobelpreis gewonnnen! (Ironie)


    Lasst eure Söhne verstümmeln, dann gewinnen sie den Nobelpreis oder wenigstens den Jackpot im Lotto oder sie heiraten eine Milliardärin! Und sie werden niemals Bettnässen, einen Klumpfuß, Epilepsie, Rückenmarkslähmung, Augenprobleme, Blasenlähmung, Neuralgien, Schielen, Blind- oder Taubheit bekommen!


    Heilsversprechungen und andernfalls Strafversprechungen, das ist das übliche Schema.

    Hach, ist doch nur ein kleiner Schnitt!

    Zitat

    Kleiner Schnitt, große Debatte

    Ist ja bei der Klitorisspitze von Mädchen sogar nur ein noch kleinerer Schnitt - und was für eine Riesen-Debatte! Und bis zu 15 Jahre Haft!

    Es geht um immerhin rund 50% der sensiblen Oberfläche des Penis. Die wird durch den Schnitt nämlich kaputt gemacht.


    Für Juden und Muslime ist die Beschneidung wichtig - seit 2012 ist die Praxis in Deutschland auch juristisch geschützt. Kritik gibt es trotzdem noch.

    Kritik an einer Genitalverstümmelung? Immer noch? So eine Frechheit aber auch!

    Leute, nun schluckt das doch mal endlich! Jungen sind doch juristisch entschützt! :S

    Man könnte deine Ausführungen zum Verfassungsrecht noch ergänzen:

    Art. 2 GG:

    Zitat

    (1) Jeder hat das Recht auf eine freie Entfaltung seiner Persönlichkeit...

    Der Körper des Menschen ist Teil seiner Persönlichkeit. Ist die Vorhaut amputiert, kann sie sich nie mehr entfalten. Außerdem wird dem Mann lebenslang die freie Entscheidung genommen ob er sich aus freien Stücken von seiner Vorhaut trennt oder ein vollständiges Genital bevorzugt. "Freie Entfaltung der Persönlichkeit" bedeutet, solche Entscheidungen über seinen Körper und seine Sexualität selbst treffen zu können.


    Art 3. GG "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" - also sind auch Jungen und Mädchen gleichberechtigt

    "Niemand darf wegen seines Geschlechts bevorzugt oder benachteiligt werden."

    Der §1631d ist eindeutig ein geschlechtsspezifisches Gesetz. Das Jungen gegenüber Mädchen benachteiligt. Denn Mädchen haben ein Recht auf vollständige Genitalien, Jungen durch den 1631d nicht. Da beißt keine Maus einen Faden von ab.


    Art. 12 Berufsfreiheit - dass der Absatz (2) des §1631d gegen die Verfassung verstößt wurde ja schon vielfach von Juristen angemerkt. Z.B. gegen die Berufsfreiheit.

    Anzumerken ist auch, dass der Staat sein Wächteramt gegenüber Kindern nicht an Religionsgemeinschaften delegieren kann, weil das Aufgabe des Staates ist.

    Er müsste als die Qualifikation der Verstümmler selbst kontrollieren und auch, ob die Anästhesie tatsächlich angemessen ist.


    Art. 14 "Das Eigentum und und das Erbrecht werden gewährleistet"


    Der Penis ist unbestreitbar Eigentum des Jungen und nicht seiner Eltern. Und somit auch die Vorhaut, die ein Teil des Penis ist. Eltern dürfen nicht das Eigentum ihres Kindes vernichten. Ist ja auch so, wenn ein Kind ein Vermögen erbt.


    Art. 19: Einschränkung von Grundrechten

    Zitat von Art 19 GG

    Soweit nach diesem Grundgesetz ein Grundrecht durch Gesetz [z.B. §1631d BGB] eingeschränkt werden kann muss das Gesetz allgemein und nicht nur für den Einzelfall gelten.

    Das Gesetz gilt aber nicht allgemein. Es gilt nicht für Mädchen, es gilt nicht für Kinder mit nicht eindeutigen Geschlechtsmerkmalen, es gilt nicht für einsichts- oder urteilsfähige Jungen, es gilt nicht für Frauen und nicht für Männer. Und Beschneider darf auch nicht jeder entsprechend ausgebildete werden sondern nur ein von einer Religionsgesellschaft "Vorgesehener".

    Zitat von Art 19 GG

    Außerdem muss das Gesetz das Grundrecht unter Angabe des Artikels nennen.

    Macht der §1631d BGB aber nirgends:


    Zitat

    § 1631d Beschneidung des männlichen Kindes

    (1) Die Personensorge umfasst auch das Recht, in eine medizinisch nicht erforderliche Beschneidung des nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen Kindes einzuwilligen, wenn diese nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt werden soll. Dies gilt nicht, wenn durch die Beschneidung auch unter Berücksichtigung ihres Zwecks das Kindeswohl gefährdet wird.

    (2) In den ersten sechs Monaten nach der Geburt des Kindes dürfen auch von einer Religionsgesellschaft dazu vorgesehene Personen Beschneidungen gemäß Absatz 1 durchführen, wenn sie dafür besonders ausgebildet und, ohne Arzt zu sein, für die Durchführung der Beschneidung vergleichbar befähigt sind.


    Zitat von Art 19 GG

    In keinem Fall darf ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden

    Genau das macht der §1631d BGB aber kackfrech . Und nicht nur eins!


    Art. 33 GG:


    Zitat

    (3)...Niemand darf aus seiner Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einem Bekenntnis oder einer Weltanschauung ein Nachteil erwachsen.

    Art. 140 via Art. 136 WV "Niemand darf zu einer kirchlichen Handlung oder Feierlichkeit oder zur Teilnahme an religiösen Übungen ...gezwungen werden"

    Der erste Fehler, na, wo schon? Gleich im ersten Satz!

    Zitat von Moderator

    Wenn wir in Deutschland von der Beschneidung reden dann geht es vor allem um Islam und judentum.

    Ist das einfach nur Unwissenheit? Es gibt hier wahrscheinlich mehr nicht-jüdisch-nicht muslimische Männer, die in Deutschland als Kind wegen einer Fehldiagnose ihrer Vorhaut beraubt wurden. War jahrzehntelang gang und gäbe und gibt es vermutlich immer noch.

    Dümmliches Framing bis zum Abwinken.

    Vinde di fielen phalschen Veler!

    Diesseits von Eden Ganze Sendung (01.01.2026)
    1. Beschneidung Jesu: Das letzte Stück vom Heiland. 2. Beschneidungsdebatte: Als die Wogen hoch gingen. 3. Interview: Judentum und Islam / Teil I + II: 4.…
    www1.wdr.de

    Ich hatte jetzt Einblick in diese Doktorarbeit.


    1. Berichterstatter war der "nicht ganz unbekannte" Prof. Dr. Matthias Franz, der auch an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf tätig ist.


    Zitat

    Nachfolgend wurden in einem kontrollierten
    Wahrnehmungsexperiment (oddball Paradigma) Unterschiede des affektiven Erlebens
    zwischen 64 beschnittenen und 79 genital unversehrten Kontrollprobanden in Reaktion auf das Stimulusmaterial gemessen.

    Ist doch ganz interessant, dass es da messbare Unterschiede gibt.


    Es gibt auch Betroffenenberichte, z.B.:


    Zitat

    Herr X. habe sich mit Mitte 20 aufgrund einer rezidivierenden Vorhautentzündung für
    eine Beschneidung entschieden.

    Zitat

    Es sei keine umfassende Aufklärung erfolgt und der Vorgang sei durch den Arzt
    als folgenlos beschrieben worden, die Operation habe eigentlich nur Vorteile.

    Es ist schon übelst, dass von manchen Ärzte die Risiken heruntergespielt oder völlig ausgeblendet werden. Mit der ärztlichen Anästhesie klappt es offenbar auch nicht immer:


    Zitat

    Ich schrie, schnappte nach
    Luft, klammerte mich fest und konnte kaum still liegen bleiben und atmen....

    Diese Schmerzen waren das Schlimmste, was ich jemals
    erlebt habe. Nicht auszudenken, wie sich ein Kind fühlen muss, das zu so einem Vorgang gezwungen wird.

    Nicht auszudenken - passiert aber immer wieder - und niemand schert sich drum.

    Zitat

    Durch den
    Gewebsverlust des stark enervierten Vorhautgewebes fehle es darüber hinaus maßgeblich an Empfindsamkeit. Oftmals sei es ihm nicht möglich gewesen, sexuelle Befriedigung zu
    erreichen.

    Auch damit ist er bestimmt nicht alleine unter den Betroffenen.


    Zitat

    Herr X. rate jedem Mann dazu sich, sofern nicht zwingend
    medizinisch indiziert, unter keinen Umständen beschneiden zu lassen.

    Damit tritt er bei mir offene Türen ein. Das ist Einbahnstraße, da gibt es keine Rückgabe bei Nichtgefallen innerhalb von 14 Tagen gegen volle Erstattung.


    Zitat

    Den Transfer in die Moderne erfuhr die Beschneidung einerseits durch das Festhalten an religiösen und kulturellen Traditionen, andererseits durch eine funktionelle Umdeutung.

    So wird die Beschneidung heutzutage im westlichen Kulturkreis vor allem unter hygienischen,
    kosmetischen oder präventiven Gesichtspunkten betrachtet....

    Ich denke, das ist in aller Regel nur vorgeschoben, Rechtfertigungsversuch, versuchte Rationalisierung. Der Grund ist in aller Regel: "Weil Papi auch so ist", bzw bei Mädchen: "weil Mami auch so ist". Man würde ja sonst am eigenen Trauma kratzen!

    Wem gegenüber ist diese Position moderat? Den zirkumzisionsbehegehrenden Erwachsenen gegenüber oder gegenüber den betroffenen Kindern?

    Vernachlässigbar? Wenn einem Kind 50% der sensiblen Oberfläche des Penis geraubt werden? Das ist keine moderate Position, das ist eine Frechheit!

    Bloß, was "Adequate anaesthesia" bei Säuglingen sein soll - die Lösung dieses Rätsels bleibt Kling uns schuldig.

    Adäquat für eine medizinisch indizierte OP wäre Narkose + PWB + Schmerzmedikation. Aber Narkose ist bei Säuglingen zu riskant. Die Zirkumzision muss also aufgeschoben werden bis eine adäquate Schmerzbehandlung möglich ist. Und, da sie nicht medizinisch indiziert ist kann und sollte sie dann aufgeschoben bis der Betroffene selbst entscheiden kann. Der wird sich dann in aller Regel dagegen entscheiden und genau deshalb machen die interessierten Kreise das mit Säuglingen/Kindern um die eigene Entscheidung des Betroffenen zu verhindern.

    Und das hat mit Ethik nichts mehr zu tun.

    Die NZZ legt noch mal nach: das bekannte, immer wieder repetierte, unbelegte Märchen, dass ein Viertel der Mädchen an den Folgen verstürben.

    Ein Viertel der Mädchen stirbt

    Wäre es so, wären entsprechende Kulturen durch Selektionsdruck längst ausgestorben.


    Zitat

    Die Forderung nach einem Verbot der weiblichen Genitalverstümmelung sei rassistisch und ungerecht. Das schreibt eine Gruppe von Anthropologen und Soziologen in einer seltsam verhedderten Schrift.

    Wie verheddert sind denn die Rechtfertigungsversuche für die Jungenverstümmelung - an der in Afrika zu Hauf verstorben wird?


    Zitat

    Besonders eindrücklich in dem Essay sind zwei Aussagen: Die Forschung von Gynäkologen und anderen habe ergeben, dass verstümmelte Frauen in der Regel keine Einschränkungen ihrer sexuellen Lust erführen. Darüber hinaus seien die medizinischen Berichte über die stark erhöhte Müttersterblichkeit und Komplikationsrate bei Geburt übertrieben und nicht wissenschaftlich erwiesen....

    Quellenangabe? Keine.

    Haben Judith Blage und Georg Rüschemeyer die Studie überhaupt gelesen?


    Da gibt es 65 Quellenangaben! Von Gruenberg bis Earp. Z.B. "‘Female genital mutilation’ in Europe: Public discourse versus empirical evidence." oder "Rethinking the Anti-FGM Zero-Tolerance Policy: from Intellectual Concerns to Empirical Challenges."


    Offenbar die selbe Verharmlosungskampage wie bei der Jungenverstümmelung. *Brech*


    Zitat

    Experten vermuten sogar hohe Dunkelziffern von Todesfällen und Komplikationsraten, weil es in vielen der betroffenen Länder weder ein Gesundheitssystem noch Bevölkerungsstatistiken gibt.

    Tja, wenn es um JUNGEN geht wird dann argumentiert, die Verstümmelung müsse halt nur "medikalisiert" werden.


    Zitat

    Dafür aber liefern sie viele Schlagworte, die aus dem woken Denkuniversum entlehnt sind: Die Verbotskampagne gegen Genitalverstümmelung sei eine Art «racial profiling». Also eine Art Rassenkampagne gegen Migranten und Afrikaner.Dafür aber liefern sie viele Schlagworte, die aus dem woken Denkuniversum entlehnt sind: Die Verbotskampagne gegen Genitalverstümmelung sei eine Art «racial profiling». Also eine Art Rassenkampagne gegen Migranten und Afrikaner.

    Ja, oder halt gegen Muslime und Juden. Wenn es um JUNGEN geht.


    Zitat

    Brian Earp, einer der Koautoren, will die Praxis der Genitalverstümmelung nicht verteidigen, er lehne sie sogar ab. «Im Gegenteil. Wir sollten jede Form von Genitalbeschneidung ablehnen, die nicht medizinisch notwendig ist. Egal ob bei Mädchen, Knaben oder im Fall von geschlechtsangleichenden Operationen.»

    Da hat er einfach Recht. Allerdings muss man das dann auch verbieten. Denn Kinder haben ein Recht auf staatlichen Schutz vor Verletzungen, insbesonders Verstümmelungen.


    Zitat

    In den meisten sind Operationen an Minderjährigen ohnehin verboten.

    Was für ein Quatsch! Das wäre ja verheerend, so manche Operation ist lebensrettend.

    Was geboten wäre: Elternwunsch-Operationen an Kindern zu verbieten. Da gibt es leider einen fetten blinden Fleck.


    Zitat

    In einer Sache hat der Essay allerdings recht: Auch die männliche Beschneidung wäre nach der gängigen Definition eine Körperverletzung.

    Was soll der Konjunktiv? "Wäre"? Sie ist eine Körperverletzung, das ist auch unter Juristen völlig unstrittig. Jede Operation, auch eine medizinisch notwendige ist eine Körperverletzung. Leider wurde diese Körperverletzung 2012 in Deutschland explizit legalisiert. Jungen wurde entrechtet.


    Zitat

    Doch auch hier lässt die Schrift eine entscheidende Differenzierung aus.

    Es herrscht keineswegs moralische Einigkeit darüber.

    Ist ja bei der Mädchenverstümmelung auch so. Da gibt es auch keine "moralische Einigkeit".

    Zitat

    Selbst in religiösen Kreisen wird diskutiert, ob man sie abschaffen sollte.

    Seit tausenden von Jahren.

    Und? Ist sie "abgeschafft"? Keineswegs, jedes Jahr werden in Deutschland zehntausende Jungen aus religiösen oder Traditionsgründen genitalverstümmelt.

    Wie viel Mädchen werden denn in Deutschland jedes Jahr genitalverstümmelt? Ist überhaupt ein einziger Fall bekannt?

    Und in den entsprechenden Kulturen wird nicht diskutiert die Mädchenverstümmelung abzuschaffen?

    interessant ist doch auch, dass die Mädchenverstümmelung nur in Kulturen gibt, wo es auch die Jungenverstümmelung gibt. Wenn schon, muss man logischerweise beides bekämpfen.


    Zitat

    Betroffenenverbände fordern ein Verbot

    Das haben Betroffenenverbände bzgl der Mädchenverstümmelung auch. So what?


    Zitat

    Nur weil diese Form der Gewalt noch geduldet ist, bedeutet es nicht, dass eine andere - die weibliche Genitalverstümmelung - deshalb nachsichtiger betrachtet werden sollte.

    Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Weil die Mädchenverstümmelung in praktisch allen Ländern verboten und hierzulande aufs schärfste bekämpft wird sollte endlich auch geschlechtergerechterweise die Jungenverstümmelung verboten und bekämpft werden!


    Was für ein Niveau bei der NZZ!


    Man merkt aber, dass die Parallele zwischen Mädchen- und Jungenverstümmeliung die Autoren ganz schön getriggert hat! ^^

    Das musste aber subito "differenziert" werden. Allerdings mit einem Bumerang nach dem anderen.

    Axel Fischer? Warte mal...

    Passt scho!

    Oooch! Jetzt ist er in Haft! Dumm gelaufen! :P


    Fischer war schon lange zuvor wegen seines Einsatzes für die Belange Aserbaidschans aufgefallen....

    In der Parlamentarischen Versammlung des Europarats in Straßburg hatten Strenz und Fischer oft im Sinne Aserbaidschans an einem Strang gezogen.

    Zitat

    Beide haben daran mitgewirkt, dass die Versammlung im Jahr 2013 einen Bericht über politische Gefangene in Aserbaidschan ablehnte.

    Nicht nur das, nicht nur das!


    Zitat

    Es stellt sich die Frage, welche Lehren Deutschland aus der Geschichte gezogen hat. Das Bild sei gemischt, sagt der SPD-Abgeordnete Frank Schwabe, der im Europarat gemeinsam mit dem Christdemokraten Andreas Nick maßgeblich zur Aufarbeitung der Affäre beigetragen hat: „Unser Bewusstsein ist gewachsen, dass autoritäre Länder uns unterwandern wollen.“

    Was nützt das? Wird die BGM-absichernde Resolution auf die Edelstein so stolz ist jetzt widerrufen?

    Circumcision and forced disability: Routine male neonatal circumcision and the consequences of amputation within a critical disability studies framework


    Through the lens of critical disability studies, this article analyzes the discourse surrounding routine neonatal male circumcision in Canadian and Western contexts. The function of the foreskin is explored, and the functional limitation inflicted by the act of routine neonatal male circumcision is presented. In a critical disability studies framework, it is argued that the act of amputating healthy erogenous tissue and the consequences of that amputation cause disability, particularly from a counter-hegemonic lens. Various principlesof critical disability studies are employed, including: recognizing the expertise of disabled people in their own lives; centering the lived experiences of people; factoring in social and political definitions; accounting for the intersections of gender and sexuality; addressing accommodation and equity; and the overall reinterpretation of disability. Through the lens of critical disability studies, considerations include: the intactivist movement; social justice initiatives; foreskin restoration movements; structural violence; the Accessibility for Ontarians with Disabilities Act; and support for men who live with an amputation due to forced genital cutting.

    Mit Volltext