Posts by Schwelli

    Ich denke du solltest in einer Notaufnahme vorstellig werden. Es sieht so aus als würde der eine Faden sonst einwachsen. Ein Chirurg kann beurteilen ob man den ziehen sollte. Allemal ist eine Desinfektion der offenen Stellen nötig, und der ICD Komplikationscode "Aufreißen einer Operationswunde" sollte dokumentiert werden.

    Durch die Injektionen hat sich an der Empfindsamkeit nicht wirklich was geändert. Nur das schmerzhafte Empfinden der Narbe ist verschwunden.
    Meine Eichel ist auch noch empfindlich genug, ich benutze hin und wieder ein (medizinisches) Gleitgel mit Jojobaöl, bei der SB, das hat mir die Dermatologin empfohlen, das verschreibt sie sonst Patientinnen mit Vaginaltrockenheit.
    Außerdem habe ich mir Ultra-Soft Unterwäsche mit "Pouch" aus Kanada mitgebracht. Normale Baumwolltrunks mit der Naht vorne finde ich nach-wie-vor unangenehm überreizend. Beim Sex ("selbst" mit Kondom) bin ich immer noch so empfindlich das ich dabei kopfrechne, weil ich sonst nach 30 Sekunden kommen würde. Die angenehmsten Gefühle gehen dabei von der inneren Vorhaut und dem Eichelkranz aus. Der Rest innere Vorhaut (etwa 1cm) ist auch meist bedeckt. (Laut Bericht hat man mit 1,5cm Schaft- und 2,5cm innere Vorhaut entfernt.) Da hat sich auch kein bisschen Empfindlichkeit über die Zeit abgebaut.

    Es sieht etwas aus als wäre ich unbeschnitten, aber mit zu kurzer/dauerhaft zurückgezogener Vorhaut. Ich mag das Ergebnis inzwischen.

    Wollte mal ein Update geben, nach 2 Kortison-Injektionen insgesamt, die letzte davon Anfang September, ist die Narbe relativ flach, komplett weich und schmerzlos geworden. Eine dritte Injektion hält weder der Plastiker noch ich für notwendig. Schade das diese Art der Narbenbehandlung bei Urologen vollkommen unbekannt ist. Das ich in meinem Leben mal zum plastischen Chirurg gehe, hätte ich auch nicht gedacht. 8|

    Die erste Kortisoninjektion hat bereits geholfen! Sie ist jetzt gute drei Wochen her. Mein Schmerz ist wesentlich besser, und die Narbe ist weicher geworden.

    Letztendlich wurde die Injektion doch vom plastischen Chirurgen durchgeführt, die Dermatologen haben sich das nicht getraut. Es war aber faszinierend mit welcher Präzision dieser die Nadel durch die Narbe geführt hat. Die ersten Tage nach der Injektion sah mein Penis dann fast aus wie frisch operiert, geschwollen und mit Blutergüssen. Dann wurde es besser.

    Von der Krankenkasse habe ich eine Zusage zur Kostenübernahme der Privatärzte bekommen. Der MDK hat Mängel in der OP-Dokumentation festgestellt, und man prüft einen Regress. Auch die angebotene Nachoperation wurde im Gutachten kritisiert:


    Quote from MD

    Diese vorschnelle und falsche Indikationsstellung (...) stellt aus Sicht des Medizinischen Dienstes einen schweren ärztlichen Beurteilungsfehler dar. (...)

    Hallo Hulk,

    Das tut mir leid. Aber hat der Gutachter denn hier wirklich "alles gut" festgestellt? Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, sofern er die Bilder gesehen hat.

    Es geht in solchen Gutachten generell um die folgenden Fragen:
    - Wurde der Facharztstandard eingehalten?
    - War die Indikation korrekt gestellt?
    - Wurden Fehler gemacht oder handelt es sich um "schicksalhafte" Komplikationen?
    - Und wenn es Fehler gab, stehen die dann in einem Zusammenhang mit den Beschwerden des Begutachteten? (Kausalität)

    Problematisch an diesen Gutachten ist das sie meist komplett auf der in Arztbriefen geschilderten Befundsituation bzw. der Aktenlage basieren. Eine körperliche Untersuchung durch den Gutachter ist meist nie vorgesehen.

    Ich möchte dich ermutigen einen plastisch-rekonstruktiven Chirurgen aufzusuchen, die operative Durchführung einer Zirkumzision ist jedem Plastiker bekannt. Dieser kann dich untersuchen und einen Befund ausstellen, welcher vor Gericht ein weiteres Beweismittel wäre.

    Zudem kann er Vorschläge machen, was gegen deine Einrisse und verhärteten Narben helfen könnte. Bezüglich einer eventuellen Revisionsoperation solltest du dir vielleicht jemanden suchen der komplexe Transgender-OPs durchführt.

    Glansie hatte ich auch mal probiert, das war schlecht verarbeitet. Sonst hatte ich Phimocure (aus UK), sind billiger als die Phimostop-Ringe. Bei mir war es aber zu vernarbt, mein Penis scheint aber generell zu exzessiver Narbenbildung zu neigen, warum weiß keiner.

    Es gibt ansonsten noch Novoglan, das orientiert sich im Grunde an der plastischen Chirurgie, wo man Ballonextender einsetzt um Gewebe zu vermehren: https://tau.amegroups.org/article/view/115945/html

    Das ist die Phimostop-Studie: https://tau.amegroups.org/article/view/82535/html

    Schwelli: kann ich, ehrlich gesagt, auch nicht verstehen. Mir hat sie damit auch Angst gemacht! Danke für die Anleitung! Ich werde mal, mit dem Kinderarzt zu sprechen. Sollte ich Phimostop in Betracht ziehen? Danke!

    Ich würd's erstmal ohne Phimocure oder andere Geräte probieren, kann man später immer noch benutzen. Es geht letztlich vor allem darum was dein Sohn will. Mit einer relativen Phimose kann er sich auch ganz normal waschen, daher besteht kein akuter Zeitdruck.

    Scheint ein Arzt zu sein, der weiß wovon er spricht und jemand, der nicht gleich herumschneidet! Klingt plausibel
    Bleibt zu hoffen, dass die Kortison Injektionen in deinem Fall helfen.....

    Danke, ein wirklich guter Chirurg zeichnet sich immer dadurch aus, das er weiß wann ein Skalpell mehr schadet als nützt. Er ist zudem Gutachter bei der Ärztekammer und hat schon einige Behandlungsfehler bei Keloiden gesehen/festgestellt. Gut das ich dem Chefarzt vor ein paar Wochen nicht vertraut habe...

    Ich würde nochmal zum ersten Chirurgen gehen, oder zum ganz normalen Kinder-und Jugendarzt. Letztere wissen meist mehr über die konservative Therapie als Chirurgen. Bei einer relativen Phimose kann sich das ganze - vor allem in dem Alter - auch noch "ganz natürlich" weiten. Zudem würde sich bei einer relativen Phimose auch eine Triple-Inzision anbieten. Ärzte die durch Angstmache, zu einer Operation drängen wollen, kann ich persönlich überhaupt nicht ausstehen.

    Hier habe ich eine Anleitung zur Cortisontherapie gefunden: https://www.dr-raacke.de/wp-content/upl…utverengung.pdf

    Hallo,
    Wenn es tatsächlich ein Keloid ist, würde ich bei weiteren chirurgischen Eingriffen sehr vorsichtig sein, denn Keloide können nach Entfernung wieder kommen!
    Aber ein spezialisierter Chirurg kann dich bestimmt fachmännisch beraten!
    Hast du ein Foto davon?

    Der Plastiker kann ein Keloid auch nicht ausschließen, er ist genauso unsicher wie die Dermatologin wo überhaupt die Grenzen verlaufen. Also was eventuell ein Ödem ist und welcher Bereich ein tatsächliches Keloid ist.
    Ein Keloid müsste er extramarginal exzidieren, danach wäre soviel Haut weg, das er gleichzeitig eine YV-Plastik in der Schafthaut zum Gewinn von Länge machen müsste, die im ungünstigsten Fall ebenfalls schlecht verheilt. Dann stände man ziemlich blöd da.
    Auch wäre das Risiko eines Wiederauftretens eines mitunter größeren Keloids selbst bei Kortison-Injektion postoperativ bei 50%. Könnte man anderswo mit Bestrahlung auf 20% reduzieren, aber nicht in dem Bereich. Zusammenfassend sieht er die chirurgische Therapie als absolut kontraindiziert. Er rät zu Kortison-Injektionen durch die Dermatologen und der Einnahme von Curcuma.

    Missempfindungen könnten auch ein neurologisches Problem sein, du könntest deine Narbe mal mit Emla-Salbe betäuben, wenn die Missempfindungen dann verschwinden wäre das ein Zeichen dafür.
    Wegen der Narbe selbst und der Wulst ab zum Dermatologen. Die Wulst könnte Hypergranulationsgewebe sein, das kann man konservativ therapieren.

    Dass sie keine Biopsie gemacht hat, spricht sehr für diese Ärztin, denn "jedes Herumschneiden" an einem Keloid kann zu einem "Wuchern" desselbigen führen!
    Leider auch die Entfernung, kann dann erst recht wieder zu einem erneuten Auftreten führen....

    Wünsche dir, dass es vielleicht doch kein Keloid ist!

    Jep, über die Empfehlung des Chefarztes, das einfach mal rauszuschneiden, schüttelte sie auch nur den Kopf. Der nannte im Aufklärungsgespräch eine Erfolgschance von 80%, realistisch wäre aber laut der Literatur tatsächlich das zu 50-100% sofort ein größeres Keloid wuchere.

    Ob es ein Keloid ist oder nicht, lässt sich eigentlich nur durch Biopsie klären, mit dem selben Risiko, aktuell gilt daher: Diagnosis ex juvantibus -Diagnose durch Heilerfolg. Und die Therapie schlägt an, meine Narbenschmerzen sind schon etwas besser, und es wird sogar weicher.

    Ja, das hat sie mir auch so kommuniziert. Der Chefarzt hat im übrigen mit seiner vermeintlichen Empfehlung ihrer Meinung nach gleich einen Befunderhebungs- und Aufklärungsfehler gemacht.
    Sie fand es auch schwierig zu beurteilen, aber sie hat ein paar Keloide im weiblichen Intimbereich gesehen, und da bestände eine gewisse Ähnlichkeit.
    Biopsie wollte sie erstmal auch nicht machen, weil das auch ein Trauma wäre, was ein Keloid zum wachsen anregen könnte.
    Wenn sie das mit Kyrotherapie und Kortisoninjektionen zumindest schmerzfrei bekommt, könnte ich mich damit abfinden.