Über diesen Satz werde ich jetzt wohl den ganzen Abend philosophieren:
Zitat
Doch eine Einschränkung des Schutzbereichs der Religionsfreiheit ist abzulehnen, weil sie dem Schutzversprechen der Religionsfreiheit nicht gerecht wird.
Eine absolute Nullaussage.
Und wenn Mädchen nicht am Schwimmunterricht teilnehmen sollen, dann ist die Autorin auf einmal dafür, die Religionsfreiheit einzuschränken:
Zitat
Die Gleichberechtigung von Mädchen verlangt, dass auch sie in vollem Umfang an dem Teil haben dürfen und müssen, was unsere Gesellschaft für notwendige Erziehung hält.
Das die Gleichberechtigung evtl. auch verlangt, dass auch Jungen an ihren Genitalien nicht verletzt werden dürfen, ist der Autorin natürlich egal. Aber "Beschneidung ist [ja auch wirklich] ein äußerst schwieriges Thema".
Völlig daneben auch, wie sie dann das Urteil von Köln versucht anzugehen, welches nur "auf den ersten Blick plausibel" sei.
Zitat
Eltern und Kinderrechte sind nicht ein Gegensatz.
führt sie da als Argument an. Natürlich sind sie das nicht und deshalb dürfen Eltern nur im Sinne ihrer Kinder und deren Wohl handeln. Und das Abschneiden von gesunden Körperteilen liegt eben nicht im Kindeswohl.
Und dann Feuer frei für Tätowierungen, Brandmale, Tellerlippen und anderes:
Zitat
Religiöse Zeichen der Zugehörigkeit können für religiöse Menschen zentral sein. Für Gläubige erscheint eine Verschiebung auf das Erwachsenenal-ter eben nicht als adäquate Alternative: Das Leben des Kindes stünde dann nicht von Anbeginn an „im Zeichen des Bundes“.
Aber wir können uns sicher sein, sobald jemand das Anritzen von Schamlippen von Mädchen religiös begründet, ist ihre Toleranz ganz schnell vorbei.
Ach ist das aber auch schwierig.