Beiträge von Koko1316

    Ich hab gestern mal eine E-Mail, mit sagen wir mal: konstruktiver Kritik an die neue Praxis des Kinder chirurgen geschickt und eben darauf hingewiesen bzw. gefragt ob sich die zwei neuen Ärzte mit der neuen Leitlinie aus 2017 befasst haben und diese auch umsetzen!!

    Das ist immer noch das was mir am meisten aufstößt: also mein Sohn operiert wurde, gab es die neue Leitlinie bereits seit 1 1/2 Jahren und sie wurde einfach übergangen, missachtet .. aus welchen gründen auch immer.. ich kann es einfach nicht verstehen!?? :evil: :/

    Wie gesagt, es wird wohl richtig beworben und ich hab im Internet Kommentare gefunden wo Frauen erzählen, dass sie nach der Geburt mehrfach angsprochen wurden ob sie beschneiden wollen, obwohl sie mehrfach schon gesagt haben, sie wollen es nicht! Die eine meinte sogar, sie hatte zum Sclhuss richtig Angst ihr Baby nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen weil sie die Befürchtung hatte die ne3hmen es einfach und beschneiden es!!! einfach krank!!
    In den USA hängt da wohl auch viel damit zusammen das es eine gute Einnahmequelle für die Krankenhäuser und Ärzte ist und darum läuft die Aufklärung und das Umdenken nur ganz schleppend voran.

    Meine Freundin aus Kalifornien meinte , für sie war es einfach normal , sie haben es nicht groß hintefragt weil es einfach der Standard ist.. dort bist du komisch wenn du es nicht machen lässt!
    Mittlerweile bereut sie es wie gesagt und hinterfrägt auch den zweck dahinter... sie kennt jetzt auch im erwachsenen Alter Männer die nicht beschnitten sind und oh wunder... alles ok und sie haben keine probleme...
    das hat bei hr zu einem umdenken geführt und das erlebnis eben als ihre zwillinge beschnitten wurden!
    hoffen wir mal das sich da über die nächsten Jahre was zum positiven wendet!

    Man bekommt da ja wirklcih garnichts mit.. ich hab noch nie etwas negatives zum Thema Beschneidung gehört außer mal nen bericht das ein Säuglin dabei gestorben wäre oder so...
    aber allgemeine Aufklärung dazu..... was es für spätfolgen haben kann ...

    Oder auch in den USA 75% der Babys direkt nach der Geburt beschnitten.. warum?? ich hab eine bekannte aus amerika die ich mal über ein forum vor 18 Jahren kennen gelernt habe , sie hat mittlerweile auch 3 Söhne und ich hab sie natürlich gleich mal gefragt als ich erfahren habe was eigentlich abgeht....wir haben dann gestern mal sprachnachrichten ausgetauscht und sie meinte, dass es in Amerika von den Kidnerärzten und Frauenärzten richtig beworben wird, standard ist: beschnitten! es wir aber nicht so wirklcih gesagt warum , wieso , weshalb und auch keine Nachteile oder langzeitfolgen genannt.

    Sie hat auch ihren ersten sohn beschneiden lassen weil sie eben dem Kinderarzt vertraut habne... der wurde 2 Tage nach der Geburt von den Krankenschwestern mitgenommen, sie mussten draußen bleiben un dann wurde er beschnitten zurück gebracht.. ich war total entsetzt.
    bei Ihren Zwillingen waren sie dann dabei und sie meinte das war ein ganz schreckliches Erlebnis und sie hben es dann hintherauch total bereut es gemacht zu haben... und sie wünschte auch sie könnte die zeit zurück drehen und dann würde sie sich dagegen entscheiden!

    Da gibts echt türkische Ärzte die da ganz fröhlich mit werben wie sie täglich kleine Jungs verstümmeln.. dann ein tolles hübsches Foto mit den "stolzen" Eltern *Kotz* *Kotz*
    https://www.instagram.com/aydinsunnetmerkezi/

    was läuft da verkehrt in unserer Welt :-(( :D ;( ;(

    Ich gebe auch offen zu, mir war das nie sooo krass bewusst, ich war schon immer gegen religiöse beschneidung weil ich als liebenede Mutter meinen Kindern nie unnötigen Schmerz zufügen wollen würde,
    aber mit dem Hintergrund wissen , dass ich jetzt zu dem Thema habe, finde ich es einfach nur noch pervers und sehe keinen großen Unterschied ob das Genital eines Mädchen oder einens Jungens verstümmelt wird ;( ;(

    Hallo LiLi1316,

    Gerade ältere Ärzte sind oft nicht mehr ganz up to date mit ihrem Wissen und setzen oft noch veraltete Lehrinhalte um. Die aktualisierte Leitlinie aus 2017 war natürlich ein riesiger Fortschritt, aber leider ist sie nicht verbindlich. Sie wird leider immer noch regelmäßig ignoriert.

    Wie gesagt, unser Kinderarzt hat schon mit 4 Jahren gemeint, da passt was nicht und uns sofort an den Chirurgen überwiesen! Der war wohl auch noch vom alten Schlag.... ich dachte damals sogar ehrlich gesagt, dass ist positiv, der hat viel Erfahrung und kennt sich aus!! Das schlimme ist ja, dass wir aus dem Nürnberger Raum kommen und somit Dr.Stehr an der Cnopfschen Kinderklinik auch eine Anlaufstelle gewesen wäre.... aber ich hab natürlich auf die Empfhelung meines Kinderarztes vertraut!
    Ich frag mich halt, wenn die Leitlinie schon seit 2017 bestanden hat, warum ein Arzt diese dann einfach völlig ignoriert und bei einem 6-Jährigen altesgerecht entwickelten Jungen dann zur Beschneidung rät!? Gehts da um Profit?? Oder weil man an dem alten Denken festhält und wirklich davon überzeugt ist, dass es richtig ist was man da tut???


    Leider handelt es sich bei der Vorhautamputation um einen Eingriff, der immer noch von großen Teilen der Bevölkerung normalisiert bzw. bagatellisiert wird. Dadurch, dass Eltern glauben, dass eine Beschneidung sowieso "kein großes Ding" ist, gehen sie oft ohne großes Hinterfragen der ärztlichen Empfehlung nach. Deswegen ist Aufklärung zu dem Thema das A und O. Wenigstens bist du in der Lage dazu, zu erkennen, dass eine Vorhautamputation alles andere als eine Nichtigkeit ist und sie schwerwiegende Konsequenzen auf die künftige Sexualität des betroffenen Jungen hat. Meine Eltern konnten das leider nicht. Sie kommen immer noch mit den üblichen Ausflüchten wie "Nur du beschwerst dich", "Muslime und Juden machen das doch auch", "hat Vorteile" und "wir wollten nur das Beste für dich" etc. Auf den Hinweis, dass die Vorhaut der empfindsamste Teil des Penis ist, meine mein Vater nur "ja, da hast du recht". Trotzdem habe ich keine Vorhaut mehr.

    Menschen machen nun mal Fehler. Sie einzusehen zeugt aber von wahrer Größe. Du kannst leider jetzt nichts mehr rückgängig machen, aber durch Aufklärung kannst du wenigstens andere Jungs vor dem gleichen Schicksal bewahren. Es kann gut sein, dass es irgendwann auch möglich sein wird, mittels Methoden der regenerativen Medizin vollständig wieder herzustellen. Wenn wir Glück haben und alles nach Plan läuft, kommt dein Sohn dann gerade erst ins sexuelle Alter.


    Natürlich seh ich meinen Fehler ein! Ich hätte noch eine weitere Meinung einholen sollen oder selbst nochmal genauer im Internet recherchieren können.....anstatt der OP so schnell zu zu stimmen... wobei uns da ganze damals nicht als "schnell" und "übereilt" vorkam weil wir ja schon 2 Jahr gewartet haben, gecremt, beobachtet ....für uns, waren laut Arzt, alle Mittel ausgeschöpft und das Alter erreicht, wo dann einfach gehandelt werde muss. Wir wollten ihm ja Probleme ersparen und wussten nicht das es 1. zu dem zeitpunkt noch nicht nötig gewesen wäre zu opererieren und 2. was für schwerwiegende Konsequenzen das ganze mit sich bringen kann!!


    Für mich ist es gerade wirklich ganz schwer anzunehmen, dass uns das so passiert ist und ich es einfach nicht mehr rückgängig machen kann. Meine Gedanken kreisen durchgehend zwischen : was wäre wenn es anders gelaufen wäre, was hätte ich anders machen können... und zwischen der Zukunft... was wird mit ihm passieren, wie wird es ihm damit gehen....
    ich guck ihn an und hab das gefühl wir haben ihm damit seine ganze zukunft versaut...
    Ich hoffe meine Psychologin kann mir MIttel und Wege aufzeigen, wie ich das ganze besser annehmen kann...wie gesagt, damit tu ich mich gerade total schwer.. bin in einem richtigen Loch...fühlt sich an als wäre jemand gestorben..trauer, wut , schuldgefühle, keinen antrieb...


    Man kann in Foren Videos und Infos Posten und gleiches auf FB Twitter und Co Aufklärung betreiben. Aber, das sollte man nur machen, wenn einen Anfeindungen nicht zu sehr belasten. Es wird einem immer wieder falsche Motivation vorgeworfen und der Wille Kinder zu schützen abgesprochen. Ich habe mir angewöhnt, Abends nicht mehr zu antworten auf FB und Co, sonst drohen oft schlaflose Nächte. Wir sind auf Instagram,FB und Twitter.

    Es gibt auf FB auch diverse Gruppen z. B. Mogis e. V. ,Intaktiv, diverse Gruppen aus Amerika, Dänemark....
    Ich kann unmöglich alle hier aufzählen.

    Ärzte darauf aufmerksam zu machen ist super. Aber bitte tu dir und deiner Familie den Gefallen und übernimm dich nicht. Es kann sehr aufwühlend sein. Mitunter ist die Belastung recht hoch.

    Ich hab auch in Urbia gepostet und bis auf 2 Antworten waren alle sehr anfeinend bzw. sie meinente alle ich übertreibe.. natürlich vorwiegend von muslimischen Frauen oder Frauen deren Männer und Söhne beschnitten sind und wo ja angeblich alles so top ist.. und immer dieses hygiene Argument *Kotz*

    Ich war auch schockiert, dass es echt MÜtter gibt die Ihre Söhne genau aus solchen Gründen ohne medizinische Gründe beschneiden lassen wollen :FP01 *Kotz* ;( ;(

    Ich möchte auf jeden Fall noch mit unserem ehemaligen Kinderarzt sprechen bzw. ihm eine E-Mail schreiben.. ich hab aber noch nciht den richtigen O-Ton gefunden.. ich bin gerade zu emotional dazu.

    Hallo,

    ich bins nochmal ...wie ihr wisst bin ich eine "betroffene " Mutter deren Sohn unnötig und verfrüht beschnitten wurde.....

    Mein Weg akutell damit um zu gehen ist die Information und die Aufklärung an andere weiter zu geben!

    Ich mach mir weiterhin große Vorwürfe, dass wir den Ärzten so blind vertraut haben... bin aber auch wirklich, jetzt wo ich in der Materie eingelesen bin, wahnsinnig schockiert , dass so wenig ordentliche Aufklärung statt findet...
    Hätte einmal, der Kinderarzt oder der Chirurg nur ansatzweise erwähnt, dass so eine Verengung in dem Alter noch ganz normal ist .. oder mir mal so einen Flyer in die Hand gedrückt.. ich finde sowas sollte es standardmäßig bei den U-Untersuchungen geben...
    Man kann als Eltern ja nur eine "richtige" durchdachte Entscheidung treffen, wenn man alle fakten kennt....

    Wie kann das sein, das "Problem" ist seit Jahren bekannt und trotzdem geht der Infofluss und das Umdenken der Ärzte nur so schleppend voran, woran liegt das???? ich bin wirklich entsetzt ....viele Dinge die ich nie wusste z.b. das in Amerika 50-75% der Jungs standardmäßig beschnitten werden =O ?( :FP02 oder eben das die Vorhaut soviele Nervenzellen hat die wichtig für das Empfinden sind.... meine Mutter probiert mich immer auf zubauen und sagt auch: da hat man ja noch NIE was avon gehört, woher hättest du das wissen sollen!

    Kann man irgendwas tun um die Aufkärung hier voran zu bringen.... ich muss mich mit irgenwas ablenken.. ich hab echt das Gefühl sonst durch zu drehen vor Schuldgefühlen und Wut!!!

    Ich hab bereits meine ehemalige Hebamme angeschrieben mit der Bitte um Unterstützung bie Aufklärung.
    Jetzt würde ich gerne noch den Kinderarzt anschreiben der uns bei der U8 überhaupt erst auf die Phimose aufmerksam gemacht hat und die überweisung zum Kinder chirurgen empfohlen hat... habt ihr eine Idee was ich ihm genau schreiben kann, ich will natürliczh nicht vorwurfsvoll rüber kommen, sondern nur fragen was ihn dazu bewegt hat meinen Sohn als "krankhaft" anzusehen und ob er mittlerweile besser "Aufgeklärt" ist... und ihm eben empfehlen doch mal ein paar Examplare von dem "Mann oh Mann" - Flyer mit raus zugeben, z.b. Standardmäßig an alle Jungsmamas ab der U8 oder eben bei Bedarf bei fragen oder problemen zu dem Thema.

    Warum gibt es so einen Flyer schon seit 2012 bei dem Verband für Kinderärzte aber die Leitlinien und die Verteilung bei den Kinderärzten findet kaum statt???
    https://www.bvkj-shop.de/infomaterial/broschuere-mann-oh-mann.html#

    ich versteh das einfach nicht????
    KÖnnt ihr mir mal erklären warum.... ich bin so völlig baff....

    ach nochmal was anderes:

    Der Pendelhoden, den hatte er schon seit er ganz klein war.... Das letzte Mal wurde das bei ihm eben 2019 bei besagtem Kinderchirugen kontrolliert...da hat er auch nciht viel zu gesagt... der kinderarzt hatt es mir nur mal kurz erklärt, soland der hoden immer wieder runter kommt ist es kein problem, ist nicht zu verwechseln mit einem hodenhoschstand und verwächst sich bei den meisten jungs.... für mich sieht es aktuell auch so aus als hätte es sich ganz gut verwachsen....

    Wir haben nächste Woche U10 vielleicht lasse ich den Kinderarzt nochmal drauf gucken?

    Der Arzt der meinen Sohn unnötigerweise beschnitten hat, praktiziert seit Anfang 2021 zum Glück nicht mehr, allerdings weiß ich nicht inwieweit seine Nachfolger sich an die aktuellen Leitlinien halten, dass würde ich auf jeden Fall mal probieren in Erfahrung zu bringen.

    https://diekinderchirurgen.de/

    Die richtige Adresse in Nürnberg ist wohl auf jeden Fall Herr Dr.Stehr in der Cnopfschen Kinderklinik:

    https://www.klinik-hallerwiese.de/de/cnopfsche-k…echpartner.html


    Wären wir nun mal an ihn gekommen, der hätte uns ziemlich sicher wieder heimgeschickt und mein Sohn wäre noch intakt ;(

    Es ist grundsätzlich ein Kampf gegen Windmühlen aus zwei Gründen:
    1. Wie man seit 2012 deutlich weiß steht das Thema in direktem Konflikt mit zwei gewichtigen Religionen/Kulturen.
    2. Betroffene Männer empfinden es meistens nicht als Nachteil weil ihnen ja der direkte Vergleich fehlt wenn sie als Kind beschnitten wurden. Damit das so bleibt muss das Thema so gut es geht totgeschwiegen werden.


    Mich macht das ganze Thema wahnsinnig betroffen... und das nciht nur weil wir jetzt selbst betroffen sind... hätte ich das vorher gewusst... ich war ja schon IMMER gegen religiöse Beschneidung (noch mehr nach dem ich ja mitbekommen habe was mein Sohn für starke schmerzen nach der OP hatte) aber mit dem jetztigen wissen finde ich es einfach nur noch barbarisch!!!

    Aber ich denke ihr habt recht, viel wichtiger ist die Aufklärung um die medizinisch indizierten Eingriffe zu reduzieren..... weil geben Glauben/Religion hast kaum chancen!!!

    Mit dem Arzt in Rente...was sagen seine Praxisnachfolger dazu? Wäre es dir und deinem Sohn dort gleich ergangen? Haben die noch Kontakt zu dem Arzt, würden die dem eine Mail weiterleiten, wo du deine Fragen loswerden könntest? Alles als Ich-Botschaft...ohne Vorwürfe und Anklagen...
    Und vielleicht trotzdem an Krankenkasse und Kassenärztliche Vereinigung?

    Zu dem Gefühl versagt zu haben...werden wir Eltern immer wieder haben...wir wollen immer das beste für unsere Kinder...und doch werden wir immer wieder Entscheidungen treffen, Sachen machen (meist sogar unbewusst...) , die nicht das beste für sie sind...rückgängig machen können wir NICHTS...nur versuchen Verantwortung zu übernehmen...

    Da kommt bei dir grad eine Menge zusammen...ich hoffe du schaffst es, das ganze aufzudröseln, zu trennen und zu bearbeiten/einzusortieren...auch mit Hilfe deiner Therapeutin


    Das mit der Krankenkasse oder Kassenärztlichen Vereinigung ist eine gute Idee! Kann es sein, dass soviele Ärzte im Kindesalter immer noch beschneiden weil es die Kasse halt so leicht bezahlt? Schnell verdientes Geld???

    Ich frage mich, um so mehr ich recherchiere, dass Problem ist seit vielen Jahren bekannt, warum spricht sich das nur so langsam rum bzw. ändern die Ärzte ihre Vorgehensweise nicht oder klären die Eltern besser auf?
    Oder hatten wir wirklich einfach soviel Pech und sind an den Arzt geraten der sich dachte: naja ich mach das jetzt seit 40 Jahren so, so kurz vor der Rente interessieren mich die neuen Leitlinien jetzt auch nicht mehr!!!??? ?(

    Das ist leider so, der "Wert" der Vorhaut ist in der Breite der Gesellschaft noch nicht wirklich angekommen. Es ist zwar grundsätzlich die Einstellung zurückhaltender zu sein mit medizinischen Eingriffen aber das die Vorhaut viele wichtige Funktionen hat ist immer noch nicht sehr verbreitet.
    Bei uns hatten wir mehr Glück mit dem Arzt, als wir noch unter den "Unwissenden" waren haben wir eine Beschneidung vorgeschlagen als unser Sohn so um die 10 Jahre alt war weil er noch Verklebungen und einen leichten Schnürring hatte. Das hat unser Kinderarzt aber gleich abgelehnt und gesagt das Problem löst sich von selbst. Und so war es auch.

    Ich war ja auch "unwissend" und man hat Sorge was zu verpassen und geht deswegen zu einem Arzt um sich Rat zu holen... und ein guter Arzt hätte mir aber die Sorgen nehmen müssen und mich richtig aufklären sollen und nicht die Beschneidung vorschlagen! :( Da hattet ihr echt Glück das ihr an einen guten Arzt geraten seit!!!!

    Der betreffende Arzt ist seit letztem Jahr in Rente, weiß ich auch nur weil ich die Woche probiert habe alle Berichte / OP Berichte etc. zusammen zu trommeln und mich gewundert habe, dass sein Name auf der Seite nicht mehr auftaucht sondern jetzt zwei ganz andere Ärzte in der Praxis sind, die Arzthelferin am Telefon hat es mir dann gesagt. Auf die OP Berichte warte ich übrigens immer noch, hab sie sogar letzte woche nochmal erneut per Mail angefordert .... weiß zwar auch nicht was mir das bringen soll... alleine die anderen Berichte haben mich wieder so sehr in ein psychisches Tief geworfen weil jetzt hab ich es schwarz auf weiß , das der Eingriff völlig unnötig war!

    Ich fühl mich einfach als hätte ich als Mutter absolut versagt ....mein Mann sagt ja auch ihn trifft genau so schuld, wir beide haben das ganze "abgenickt" ....
    Ich hab ja bewusst nicht gegoogelt, ich hab seit Jahren ein "googel-Verbot" von meiner psychologin weil ich eine Angststörung habe und weil das googeln mich eine zeitlang immer in negative Gedankenspiralen gebracht hat (passiert ja hier jetz tim prinzip auch gerade wieder) .... und wir haben auch einfach auf die jahrelange Erfahrung des Kinder-Chirug vertraut... ich hatte keinerlei Zweifel das er nicht das Richtige tut ....


    ich könnte jetzt höchsten noch meinem ehemaligen Kinderarzt bescheid sagen.... allerdings wird er ja eh nicht mehr an Dr.Deindl weiterverweisen weil er in Rente ist...

    Gibt es eine Möglichkeit solche Prospekte Standardmäßig an alle Kinderärzte zu verteilen:

    https://www.kinderaerzte-im-netz.de/fileadmin/pdf/…ann_oh_Mann.pdf

    Sowas sollte jede Jungsamama standardmäßig bei den U-Untersuchungen bekommen... wir kriegen bei jeder U ein haufen Zettel zur Unfallverhütung , zum impfen etc. aber sowas wichtigs
    wie zum Thema Vorhaut... da werden wir komplett im dunkeln gelassen.. und das kann doch nciht sein...


    Ich hab jetzt mal einen Termin bei meiner psychologin ausgemacht.. dauert leider noch 8 Wochen... ich war vor dem ganzen psychisch schon relativ instabil durch Corona und die Belastung die wir dadurch haben... und das hat dem Ganzen jetzt noch das I-Tüpfelchen augesetzt.... ich hab das Gefühl ich schlitter in eine Depression :(

    Mich macht das alles so wütend... mir war das nicht bewusst... die Beschneidung von Jungen aus medizinischen Gründen, wird in der Gesellschaft und auch bei den meisten Ärzten als "standard-OP" hingestellt.. ich glaub den meisten Müttern/Eltern ist , wie uns, nicht bewusst, dass 1. Ihr Söhne meistens zeitgerecht entwickelt und nicht krankhaft sind und 2. das die Vorhaut eben kein gefühlloser unnützer Hautlappen ist und desen Entfernung zu gefühlseinbußen beim Sex führen kann....

    Wir leben nur für unsere Kinder, stecken unsere gesamt Liebe, Aufmerksamkeit und Engerie in sie... sie sind beide absolute Wunschkinder und für uns einfach so wundervolle Menschen... ich tu mich wirklich sehr sehr schwer damit diese ganze Situation jetzt so anzunehmen und zu verkraften.... ich hab so starke Schuldgefühle meinem Sohn gegenüber.... ich möchte aber auf keinen Fall das er davon irgenwas mitbekommen..akutell sieht er es sehr neutral das er beschnitten ist und das ist auch erstmal gut so und soll im besten Fall so bleiben.. ich möchte keine negativen Gedanken pflanzen wo keine sind.. wisst ihr was ich meine?

    Ich hab mir noch nie so sehr gewünscht etwas ungeschehen machen zu können... mir wurde dieser kleine Mensch anvertraut und wir probieren immer das Beste für ihn und seine Schwester rauszuholen, handeln immer mit den besten Gedanken... aber hier hat uns einfach ein wichtiges Stück Information gefehlt um objektiv eine gute Entscheidung treffen zu können... und das macht mich so hilflos..wweil ich jetzt nichts mehr dran ändern kann...

    Hallo LiLi1316

    und Willkommen hier im Forum.

    Vielen Dank, das Du uns Deine Geschichte erzählt hast. Viele hier, haben erlebt, das von Seiten der Ärzte oft schlecht aufgeklärt wird. Dein Beitrag ist wichtig, denn vielleicht liest ihn ja auch mal ein Arzt und jede dieser Einzelschicksale kann dazu Beitragen, das ein Umdenken stattfindet. Das dauert lange, doch auch mit kleinen Schritten kommen wir voran.

    Viele Grüße

    Ich bin schon seit meinen Schwangerschaften in einem Mami Forum unterwegs und dort habe ich die Info geteilt. Was positivi war: fast alle Jungsmamas haben berichtet , bei deren Söhnen ähnliche Probleme da waren, haben die Kinderärzte zum abwarten geraten! Da hat man schon das Gefühl die neue Leitlinie hat sich "rumgesprochen" .... leider hatten wir da wohl wirklich einfach großes großes Pech! :(

    gerade hab ich meine E-Mails gecheckt weil ich bei unserem alten Kinderarzt alle Berichte von Herrn Deindl angefordert habe...

    Diagnose März 2017: Phimose, Frenulum breve3, Vorhautverklebung, Schnürrig, Pendelhoden
    Therapie: derzeit keine dringliche OP Indikation , 4 Wochen 2x täglich Dexamethason

    Diagnose Juni 2017: Befundbesserung, noch komplette Vorhautverklebung, Pendelhoden
    Therapie: Weiterhin keine dirngliche OP Indikation, regelmäßige Kontrolle

    Diagnose Januar 2019: nach absetzen der Salben Therapie jeweils wieder sehr eng, mit leichter Ballonierung
    Meatus kanpp einsehbar, Präputium eng
    Therapie: ambulante komplette oder subtotale Circumcision


    Also ich bin jetzt ja noch Leihe auf dem Gebiet aber selbst ich versteh hier nicht warum bei der Diagnose im Januar dann so schnell doch zur OP geraten wurde???

    Ich bin so wütend das einfach nicht klar kommuniziert wurde... eigentlich hätte er ja sagen müssen: solang er keine Entzündungen und Schmerzen hat, müssten wir hier auf jeden FAll nochmal ein bisschen abwarten, der Befund ist an sich so erstmal altersgerecht!
    Oder wie seht ihr das????

    ich hab natürlich die letzten tage auch das : was wäre wenn spiel 1000x im meinen kopf durch gespielt...

    was wäre wenn uns der Kinderarzt nicht an dr.deindl sondern Prof. Stehr verwiesen hätte, sind ja beide in Nürnberg.

    was wäre wenn ich selbst nochmal im Internet recherchiert hätte (ich wollte bewusst nicht googeln weil ich keine Horror Stories von nach der OP lesen wollte, ich dachte ja sie ist einfach nötig und darum ändert das auch nichts mich vorher total verrückt zu machen und ich hab Dr.Deindl mit seiner langjährigen Erfahrung natürlich auc hschlichtweg einfach vertraut, dass gebe ich offen zu)


    Worauf micht das ganze Thema übrigengs zusätzlich aufmerksam gemacht hat: unnötige behandlungen und ops ... da gibts ja auch stories...

    ich war ja ech schon immer etwas skeptisch und vorsichtig.. wir sind auch sehr mit alternativer medizien / naturheilkunde unterwegs ...aber das was uns jetzt da passiert ist... ich vertraue keinem arzt mehr so schnell :thumbdown:

    hallo zusammen,

    ich wusste nicht so recht wo ich schreiben soll, dachte jetzt mal unter dem Eltern Forum ist ok.... besser wäre aber wohl unter: wie geht ich damit um ....

    wie geh ich damit um, dass mein Sohn vor zwei Jahren unnötigerweiße beschnitten wurde....

    Erstmal zu unserer Vorgeschichte: Es fing vor 4 Jahren bei der U Untersuchung an, unser damaliger Kinderarzt (mittlerweile haben wir zum Glück gewechselt,aber aus anderen Gründen)
    wies mich darauf hin, das die Vorhaut unseres Sohnes wohl etwas verengt sei (bis dato war mir nur aufgefallen das er einen leichten Rüssel hat, aber da er keine Probleme damit hatte, hatte ich dem ganzen keine weitere Beachtung geschenkt, mein Bauchgefühl war also eigentlich richtig)....Viel hat er mir dazu nicht wirklcih erklärt, er schrieb nur eine Creme auf und eine Überweisung zum Kinderchirug (Dr.Deindl in Nürnberg) ....Ich wollte mit der Creme noch warten bis wir beim Kinderchirug waren, zweite Meinung und so....
    Er machte an sich erstmal einen sehr netten und kompetenten Eindruck, sagte im Prinzip das gleiche wie der Kinderarzt und meinte auch das eine Creme hier das erste Mittel der Wahl wäre... ok gut... wir cremten also fleißig und konnten auch schnell Verbesserungen sehen! Wir sollten nach Beendigung der Creme Therapie uns erneute zur Nachkontrolle blicken lassen... dr.Dreindl war auch mit der Wirkung der Creme soweit zufrieden und meinte wir sollten in einem Jahr zur Kontrolle kommen oder falls sich in der Zwischenzeit Problem ergeben...soweit so gut...
    Das JAhr 2018 war bei uns sehr chaotisch und stressig (Hauskauf und umbau, unser Tochter war häufig krank inklusive mehrfacher Krankenhaus besuche) .. und nach dem der Kinderarzt bei der jährlichen U-Untersuchung die vorhaut kontrollierte und nichts weiter dazu sagte und mein Sohn auch weiterhin keinerlei Probleme hatte, sind wir in diesem Jahr nicht zu Kontrolle zu Dr.Deindl gegangen...
    Ende 2018 / Anfang 2019 fiel mir jedoch auf, dass er beim pinkeln plötzlich ballonierte und auch öffters nach dem urinieren an seinem Penis rumzupfte (ich vermutete das sich im Rüssel Urinreste sammelten die ihn dann juckten!?) ... außerdem konnte man die Eichel beim vorsichtigen zurück schieben der vorhaut nun garnicht mehr sehen, es war nur ein stecknadel großes Loch übrig .... darauf hin machte ich mir doch etwas Sorgen und vereinbarte einen erneuten Kontrolltermin beim Kinderchirug...
    Dort ging dann irgendwie alles ganz schnell, er meinte das wäre schon alles sehr eng und er ist ja jetzt auch schon 6 und gecremt hätten wir ja auch schon und das hätte ja dann wohl dauerhaft nichts gebracht.. da müsste man wohl leider jetzt doch beschneiden.... im ersten Moment war ich natürliczh etwas geschockt und traurig aber dachte mir: ok wenn es sein muss, er ist der Experte, dann muss es halt sein... wenn er dadurch dann später weniger Probleme hat.... so wurde es mir im Prinzip vermittelt.. heute ärger ich mich sehr über mich selbst, dass ich nicht genauer nachgefragt habe etc. ... aber ich finde, auch wenn ich als Mutter unsicher bin und mir Sorgen mache, ein guter Arzt muss in dem Moment trotzdem richtig aufklären und hätte in dem Fall sagen müssen: ich versteh, dass sie Angst haben wir verpassen hier was , aber aus medizinischer Sicht gibt es keinen Grund dazu und übereilt brauchen wir hier jetzt erstmal garnicht handeln solang er keine größeren Probleme hat wie dauerhaften Entzündungen etc. ..
    Uns hat einfach das entscheinende Stück Information gefehlt: Ihr Sohn ist altersgerecht entwickelt, wir können ruhig noch abwarten!!! das wurde in keinem der Gespräche jemals nur anssatzweise erwähnt...
    Also ihr könnt es euch schon denken: zwei Monate später wurde unserem Sohn die vorhaut komplett entfernte... auch hier auf Anraten des Arztes: eine komplette Beschneidung ....
    AUch hier hätte ich auf meine Mama Bauchgefühl hören sollen: ich war eher für die Teilbeschneidung weil ich dachte: warum mehr weg schneiden als nötig, es reicht doch der verengte Teil....Ich hab tagelang mit meinem Mann hin und her überlegt, ausschlaggebend war für uns dann letztendlich die Aussage des Arztes: das Risiko für eine erneute Verenung ist groß und somit auch das Risiko für eine zweite OP ....
    Wir will seinem Kind schon freiwillig eine zweite OP zumuten... langt ja schon die eine....


    jetzt hab ich eben vor zwei Wochen durch Zufall erfahren das sich die Leitlinien geändert haben.. eine BEschneidung in dem Alter fast immer verfrüht und unnötig ist usw.
    Ihr könnt euch bestimmt vorstellen wie ich aus allen Wolken gefallen bin....

    ich hätte mir einfach gewünscht das der Kinderarzt und der kinder chirug mehr dazu gesagt hätten... mich aufgeklärt , dass es in dem Alter völlig normal so ist, solang er keine schmerzen etc. hat... auch wenn ich mir Sorgen gemacht habe, hätten sie mir versicheren müssen das es keinen Grund zur sorge und schon garkeinen zur op gegeben hätte zu dem damaligen zeitpunkt.... und das war halt nicht so... dadurch war ich unwissend und hab mich realtiv schnell auf die OP eingelassen weil mir vermittelt wurde das es schon nötig ist.....

    Ich mach mir jetzt sehr große vorwürfe das ich nicht selbst nochmal im Internet rechechiert habe sondern den Ärzten vertraut habe!

    Die ersten Tage nach dieser Info waren wirklich schwer für mich, ich hab mir schwere Vorwürfe gemacht, hatte so eine Wut in mir.... ich konnte tagelang nichts essen und hab jede freie Minute wo meine Kinder nicht anwesend waren nur geweint... was habe ich meinem wundervollen, klugen, einfühlsamen , hübschen Jungen da angetann... völlig unnötig.... ich war in einem psychischen tief.....

    Natürlich haben wir in dem Moment mit den besten Absichten gehandelt, mit dem Wissen das wir hatten.... nichts destotrotz bin ich einfach total wütend auf die Ärzte und trotzdem auch ein Stück weit auf mich selbst, ich glaube jede Mama hätte in dem Fall Schuldgefühle.
    Wir haben ihm halt völlig unnötig die starken schmerzen, das OP Risiko und die Folgeschäden zugemutet ... und das nagt wirklich sehr an mir!!

    Mittlerweile konnte ich mich , mit Hilfe meines Mannes und meiner Mutter wieder etwas aus dem Tief rausholen ...
    Ich probier positiv zu bleiben im dem ich mir sage: aktuell geht es ihm gut und er hat keine Probleme.

    Er selbst hat auch schon gesagt, es stört ihn nicht das es bei ihm anders ist als bei den meisten anderen jungs...


    Nichts destotrotz bleibt die Wut und auch die Betroffenheit wie wenig hier augeklärt wird... verfrüht gehandelt.... Eltern unwissend gelassen werden... das kann doch nicht sein.... dieser Eingriff wird in der Gesellschaft und auch leider noch bei vielen Ärzten als "Standard" hingestellt.. und dem ist einfach nicht so.... wir haben falsch gehandelt weil wir einfach von den Ärzten nicht richtig informiert wurden... und das in der modernen Zeit in der wir leben.. ich bin echt erschüttert!

    Traurige Grüße, LiLi1316 ;( ;(

    Hallo,

    super , danke, jetzt konnte ich mich anmelden :)

    ganz kurz nur zu mir: ich bin Franzi 33 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern und mein Sohn wurde vor zwei Jahren (wie ich heute weiß) unnötiger weiße beschnitten.

    Ich werde die Tage, wenn ich mal Zeit habe, geht bei uns durch Corona gerade auch alles drunter und drüber mit Home schooling etc., unsere Geschichte erzählen,
    meine Befürchtungen, Schuldgefühle und Ängste die damit verbunden sind!

    Mein größter Wunsch wäre natürlich, ich hätte dieses Forum vor seiner Beschneidung entdeckt, aber hätte hätte hilft leider nichts und macht es nicht ungeschehen, darum
    muss ich probieren positiv in die Zukunft zu gucken und das best möglichste für ihn rauszuholen falls es zu Problemen kommen sollte!

    Wie gesagt ,ich melde mich die Tage mal ausführlich.

    lg, LiLi1316