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    Hallo beschnitten93,

    es gibt zumindest bei Frauen ein Frenulum clitoridis, das die Clitoriseichel mit den kleinen Schamlippen erbindet.
    Eine Übergangszone zwischen innerer und äußerer Clitorisvorhaut muss es prinzipiell auch geben. Ob diese so sensibel ist wie das gefurchtes Band, weiß ich nicht.

    Selbstbewusstsein ist von vielen Faktoren abhängig, egal ob man Beschnitten ist oder nicht.
    Dass bei Männern in Folge der Beschneidung Hemmungen, Komplexe und möglicherweise ein schwächeres Selbstbewusstsein auftreten können, halte ich für möglich. Es gibt allerdings auch viele andere Gründe, die zu Komplexen beitragen können. Und die gute Nachricht ist, am Selbstbewusstsein kann man arbeiten und sich weiterentwickeln.

    Wenn es nicht alleine gelingt, dann gibt die Möglichkeit sich Unterstützung durch einen Psychotherapeuten zu suchen.

    So generell würde ich das nicht sehen.

    Bei mir war das Kopfkino auch wichtig, als ich noch nicht beschnitten war. Soooo viel hat die Vorhaut bei mir nicht gebracht.

    Wenn du schreibst "sooo viel hat dir die Vorhaut nicht gebracht", verkennst du dabei, dass es hier Männer gibt, die 30 Jahre nach der Beschneidung so abgestumpft sind, dass sie fast nichts mehr beim Sex spüren.
    Du hast dieses Problem offensichtlich nicht: Du schreibst an anderer Stelle, dass du erst vor 3 Jahren beschnitten wurdest und die Stimulation für dich immer noch gefühltmäßig sehr intensiv ist - wenn auch mit Gleitgel.
    Du hast vermutlich das Glück, dass du sehr sparsam beschnitten wurdest und noch viel von der inneren Vorhaut vorhanden ist.
    Außerdem ist bei dir die Desensibilierung nach nur 3 Jahren noch nicht weit fortgeschritten.
    Ich kann mir vorstellen, dass ein Mann, für den gefühlstechnisch beim Sex alles gut läuft, sich kaum vorstellen kann, dass viele Jahre nach der Beschneidung tatsächlich ein Zustand eintreten kann, bei dem man quasi fast nichts mehr spürt. Und einen Organsmus quasi nur noch durch intensives Kopfkino - und ohne viel Gefühl auf dem Weg dahin (also ziemlich unbefriedigend) - erreichen kann.
    Aber es ist nach meiner Erfahrung (und vieler anderer hier) leider keine Verschwörungstheorie, sondern bittere Realität!
    Fazit: Für den Unbeschnittenen ist das Kopfkino ein "Plus" für ein intensiveres Sexerlebinis - aber für den desensibilisierten Beschnittenen ist es der einzige Weg um überhaupt noch Spass beim Sex haben zu können.... denn das "Gefühl" bei der Stimulation ist ja fast nicht mehr vorhanden.

    @Weguer:

    Ich finde super dass Prof. Franz eine Studie zu der psychischen Thematik durchführt.

    Allerdings glaube ich, dass die Beschneidung im Kindesalter nicht nur Einfluss auf die psycho-physiologischen Reaktionsmuster hat, sondern schlicht und einfach zu Hemmungen, Minderwertigkeitsgefühlen und somit sogar zu sozialen Ängsten führen kann.

    Das fängt doch schon damit an, wenn man sieht, dass es viele beschnittene Jungs vermeiden mit Gleichaltigen nach dem Sport nackt unter der Dusche zu stehen. Und im Jugendalter geht es dann weiter mit verstärkten Hemmungen gegenüber Mädchen, weil man da unten anders aussieht als "normale" Jungs.
    Ich bin kein Psychologe, aber ich denke, dass das alles, die ohnehin bei einem Kind/Teenager vorhandene Unsicherheit in Bezug auf den eigenen Körper noch erheblich verstärkt. Möglicherweise kann das zu extremer Schüchternheit und generell zu einem geringeren Selbstbewusstsein führen.

    Wenn dann im späteren Alter Empfindungsstörungen als Spätfolge der Beschneidung hinzukommen, kommt eine weitere Problematik für die Psyche dazu. Man muss ja damit psychisch umgehen lernen.

    Auffällig finde ich auch, dass man in der Sauna kaum beschnittene Männer sieht. Liegt das möglicherweise daran, dass sogar viele erwachsene Beschnittene es meiden sich anderen nackt zu zeigen? Oder täusche ich mich mit dieser Beobachtung?

    Und mal ganz erhlich: Wenn man beschnitten ist, ist "da unten" etwas sehr intimes freigelegt, was man einem anderen Menschen normalerweise nur in einer intimen Situation (Sex) zeigt. Man ist da unten als beschnittener Mann einfach ein Stück nackter - ein Stück entblößter, als ein intakter Mann. Leider!!

    Urolüge:
    Ich bin Beschnittener und habe jetzt 30 Jahre nach der Beschneidung einen Zustand erreicht, bei dem ich fast nichts mehr beim Sex spüre.
    Da ich als Kind recht sparsam beschnitten wurde, und sich die Desensibilisierung bei mir erst über Jahre und Jahrzente hinweg so stark entwickelt hat, habe ich eine gewisse Vergleichsmöglichkeit. Wenige Jahre nach der Beschneidung, als Teenager war bei mir die Gefühlsintensität sehr stark, mit den Jahren wurde es dann immer schwächer. Bei intakten Männern ist - nach dem was ich gelesen und gehört haben - diese hohe Gefühlsintensität bis ins hohe Alter vorhanden. Bei Beschnittenen wird das wohl selten der Fall sein.
    Für mich persönlich ist der kausale Zusammenhang mit der Beschneidung eindeutig, und darüber will ich mich auch nicht hinwegtäuschen.

    Aus psychologischer Sicht ("Mindset") gebe ich dir allerdings Recht: Wenn man sich nur noch permanent auf ein Problem fokussiert und sich ständig mit anderen vergleicht, denen es in dieser Hinsicht besser geht, ist das unter Umständen der klassische Weg in eine Depression.

    Was die Messbarkeit der Gefühlsintensität und von Orgasmen betrifft, kann man indirekt über Fragebögen die Zufriedenheit statistisch erfassen. Ich meine, dass diese dänische Studie, die zu dem Ergebnis kam, es gebe signifikante Unterschiede bei der Zufriedenheit beschnittener u. unbeschnittener Männer, mit dieser Methode gearbeitet hat. Rein von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus, glaube ich, dass man die Gefühlsintensität oder das Erregungsniveau auch direkt messen könnte, z.B. über physiologische Paramter wie Hirnströme, Nervenströne, Aktivität in bestimmten Hirnarealen mittels spezieller MRT-Aufnahmen in Echtzeit, Leitfähigkeit der Haut, Puls usw. Und ich bin der Meinung, dass solche Studien auch notwendig sind, um auf harten Fakten basiert gegen Beschneidungen argumentieren zu können. Ich hoffe, da wird noch viel mehr geforscht.

    Ich würde sagen, du hast an der Unterseite noch gut 5 mm und an der Oberseite 1cm des inneren Vorhautblatts. Ein Rest des Frenulums scheint vorhanden zu sein und ist logischerweise an der Beschneidungsnarbe beschädigt.

    @Risingstar:
    Auf deinen Fotos ist die Beschneidungsnarbe nicht so eindeutig erkennar. Ich würde jetzt beim zweiten Blick eher sagen, dass deine Beschneidung sehr ungleichmäßig ist und stellenweise an der Seite vielleicht 1 cm innere Vorhaut vorhanden ist, an der Oberseite vielleicht auch nur wenige Millimeter, an der Unterseite vielleicht noch so 5 mm. Das Fremulum ist wohl noch ansatzweise vorhanden. Richtig toll erkennen, kann man es nicht auf den Fotos. Aber, die Erkenntnis wieviel es genau ist, bringt doch eigentlich nichts. Oder?

    Erstaunlich finde ich aber deine oben geäußerte Vermutung, dass sich deine Eltern mit den Eltern deiner Klassenkameraden über Eure Beschneidung damals abgestimmt haben. Warum sprichst du deine Eltern nicht direkt darauf an, warum Sie dich beschneiden ließen? Und wie das damals genau gelaufen ist?

    Mit den unterschiedlichen Beschneidungsstilen bin ich nicht ganz sattelfest.
    Mir fällt aber auf, dass die Beschneidung bei Dir recht straff ist. Es fehlt wohl recht viel vom inneren Vorhautblatt und auch vom äußeren.
    Ich würde sagen, du hast an der Unterseite noch gut 5 mm und an der Oberseite 1cm des inneren Vorhautblatts. Ein Rest des Frenulums scheint vorhanden zu sein und ist logischerweise an der Beschneidungsnarbe beschädigt.
    Rein gefühlstechnisch ist auch bei mir so, dass ich am Frenulum nichts viel spüre, meine Beschneidung ist etwas lockerer (ich habe noch fast 1 cm an Unterseite und 2 cm ann der Oberseite). Bei mir hat sich der Gefühlsverlust über die letzten 30 Jahr erst "entwickelt". Da manche Männer direkt nach der Beschneidung einen erheblichen Gefühlsverlust haben, könnte das damit zusammenhängen, wie viel vom inneren Vorhautblatt entfernt wird. Je mehr, desto gravierender der unmittelbare Gefühlsverlust. Wenn weniger entfernt wird entwickelt sich nach meiner Erfahrung der gleiche Gefühlsverlust über die Jahre/Jahrzehnte hinweg, bis man fast nichts mehr beim Sex spürt.
    Was die Resensibilisierung betrifft habe ich selbst mit mäßigem Erfolg versucht mit Manhood oder besser Senslip zu arbeiten und die Eichel/Vorhautrest regelmäßig mit einer Feuchtigkeitscreme zu pflegen. Bei mir funktionieren Manhood und Senslip allerdings nicht, weil ich diese Teile durch sehr starke Größenänderungen meines Penis im Tagesverlauf (Blutpenis) sehr schnell verliere.
    Aber ich würde dir raten beides mal zu probieren.
    Vorhaut-Restoring ist natürlich umso schwieriger je weniger Vorhautrest du hast - aber es ist nicht unmöglich. Es gibt Webseiten auf denen manuelle Dehnmethoden für den Anfang erklärt werden. Irgendwann hast du dann ggf. genug Vorhautrest um die typischen Tugging-Methoden anzuwenden. Aber auch da bin ich nicht der richtige Ratgeber, da ich mit dem Thema noch ganz am Anfang stehe und sondiere, welche Metode bei mir selbst am besten funktionieren wird. Was das betrifft ist mein Penis eine Diva.... Er hat bei Tugging-Versuchen mal mit massiven Durchblutungsstörungen reagiert. Viele andere hier haben aber sehr positive Erfahrungen damit. Ich kann dir noch ein paar Links raussuchen. Aber ich gehe davon aus, dass es hier bessere Ratgeber für dich gibt als ich. ;)

    P.S.: Auch ich habe i.d.R. keine Lust auf die 2. Runde, auch wenn die erste sehr unbefriedigend war.

    Hi Aspect,

    den Vergleich des "beschnittenen Orgasmus" mit dem "ruined orgasm" eines Intakten finde ich schon zuftreffend.
    Aber der Vergleich bezog sich nur auf das Ende der Plateauphase und die Orgasmusphase. (Der Unterschied ist natürlich, dass bei uns Beschnittenen die Plateauphase bis kurz vor ihrem Ende quasi ohne Gefühl bleibt.)

    Es wird aber in beiden Fällen kein intensives, befriedigendes Gefühlsmaximum erreicht. Es ist nur ein "Druckabbau" und keine echte Befriedigung. Und die Erektion geht, wie beim "ruined orgasm" danach nicht schnell zurück. Was mitunter sogar etwas unangenehm und leicht schmerzhaft sein kann. Daher könnte ich mir vorstellen, dass der Orgasmus von Beschnittenen sogar auf physiologischer Ebene mit dem "ruinded orgasm" eines Intakten identisch ist.

    Bei intakten Männern geht die Erektion ja nach einem richtig intensiven Orgasmus sehr schnell zurück.
    Viele intakte Männer sind dann so empfindlich, dass Sie sich gar nicht weiter stimulieren können.

    Das ist bei uns Beschnittenen nicht das Problem - aber man weiß halt, dass es beim zweiten Mal "gefühlsmäßig" nicht besser wird.
    Trotzdem kann die zweite Runde die fehlende Befriedigung etwas kompensieren, wenn sie denn gelingt.
    Danach schmerzt aber der gesamte Penis. Nicht im Sinne von empfindlich (wie beim intakten Mann) sondern eher dumpf schmerzhaft.

    Ich kann natürlich nur für mich sprechen.

    Ob es jetzt 10 oder sogar 30 % der Weltbevölerung sind? Bin ich mir gerade nicht sicher.

    Hallo Risingstar,

    ich hoffe, ich gehe mit meinem Post hier nicht zu sehr off-topic, aber deine Beschreibung der (Spät-)Folgen einer Breschneidung ist meines Erachtens geradezu mustergültig. Solche Beschreibungen sollten zur Pflichtlektüre für jeden Urologen werden und jeden der meint er müsse Beschneidungen bewerben.

    Entschuldigt bitte, dass ich dazu auch meine Gedanken loswerden muss:

    Der sexuelle Reaktionszyklus besteht ja im Normalfall aus Erregungsphase, Plateauphase, Orgasmus und Rückbildungsphase. So lässt es sich sogar bei Wikipedia nachlesen.
    Bei intakten Männer beginnt meines Erachtens das angenehme warme Gefühl im Körper kurz nach Beginn der sexuellen Stimulation und man kommt dann in die Plateauphase, bei der für einige Zeit ein intensives Gefühls-Niveau (=Plateau) gehalten wird, das sich in Wellen immer mehr bis zu einem Maximuma (=Orgasmus) steigert, das dann einer Gefühlsexplosion gleichkommt.

    Ich als Beschnittener (nach 30 Jahren zunehmender Abstumpfung) würde sagen, dass man bis kur vor der Ejakulation so gut wie nichts mehr spürt. Es baut sich nur noch zunehmend ein Druckgefühl auf und kurz vor der Ejakulation spürt man noch einen kleinen Rest des Gefühls, wie es sein sollte und dann ist es auch schon vorbei. Der Orgasmus verkommt zu einer bloßen Ejakulation. Die ganze Plateauphase scheint zu fehlen.
    Aber gerade diese Plateauphase ist ja eigentlich das reizvolle beim Sex. Intakte Männer können diese Plateauphase lustvoll verlängern indem sie immer wieder die Stiumulation unterbrechen und dann nach einer Weile fortsetzen. Die Intensität des Organsmus wird dadurch gesteigert.
    Bei uns Beschnittenen macht das natürlich keinen Sinn, da man ohnehin nichts dabei spürt. Man ist also nur noch auf der Jagt nach dem "Abschluss", weil man kurz vor der Ejakulation wenigstens noch ein bisschen was spürt.
    Den Orgasmus würde ich als Beschnittener eher als reine Ejaktulation bezeichnen, nicht als Orgasmus.
    Bei intakten Männern gibt es ja den Begriff "ruined orgasm". Das passiert wohl, wenn die Stimulation kurz vor dem Höhepunkt so ungünstig unterbrochen wird, dass die Ejaktulation ausgelöst wird ohne dabei ein gefühlsmäßiges Maximum zu erreichen. Ich glaube bei uns Beschnittenen ist genau diese Form von "Orgasmus" der Normalfall, weil einfach nicht mehr genug "Gefühl" erreicht werden kann um einen intensiven Orgamus auszulösen. Als Ausgleich für das fehlende bzw. reduzierte Gefühl in der Plateau- und Orgasmusphase braucht man dann vermehrt psychische Stimulation - also vermehrter Pornokonsum und vielleicht sogar häufigen Partnerwechsel.
    Kein Wunder, dass die Pornoindustrie im "Lande der Routine-Beschneidung" (USA) geboren wurde.

    Wenn man sich überlegt, dass 10% der männlichen Weltbevölkerung beschnitten ist, wird einem bewussst, was für ein unfassbares Ausmaß diese Form von Genitalverstümmelung hat. Und in manchen Kulturen schon seit Jahrtausenden.... Unfassbar!

    Verstehe Folgendes nicht:
    Was hindert dich daran gegenüber dem Krankenhauspersonal dein Problem zu schildern und kurzfristig um ein Gespräch mit einem Arzt zu bitten? Dir hat doch vorhin jemand eine Infusion angelegt. Spricht man dabei nicht mit dem Krankenhauspersonal?

    Und wenn sonst niemand bei dir vorbeischaut und du nicht aufstehen kannst um das Krankenhauspersonal aktiv anzusprechen, dann gibt's da doch diese Klingel. Spätestens dann muss ja jemand kommen und mit dir sprechen.

    P. S.: Ob es ratsam ist, bei einer massiven Entzündung der Vorhaut diese gewaltsam zurückzuziehen, würde ich hinterfragen. Könnte künftig zu einer Vernarbung der Vorhaut führen (erworbene Phimose). Der Arzt muss dir konkrete Vorschläge zur weiteren Behandlung machen.

    Ich will dich nicht beunruhigen. Ich kann mir aber vorstellen, dass bei einer Immunsuppression harmlose lokale Infektionen systemisch werden könnten. D.h. eine Infektion unter deiner Behandlung ist nicht nur ein rein urologisches Thema.

    Wochenende hin oder her.... Irgendein diensthabender Arzt muss ja für dich trotzdem am Wochenede zuständig sein.
    Bei ihm alles ansprechen und der muss dann ja auch entscheiden, ob er den Urologen hinzuzieht.
    Bzw. würde ich das in deiner Situation verlangen.

    Ansonsten Kopf hoch und gesund werden! :)

    Hallo!
    Colitis Ulcerosa begünstigt wohl Eichelentzündungen, habe ich gelesen. Und dazu noch deine immunsupprimierenden Medikamente und ggf. Kortison gegen die Damrerkrankung begünstigen Infektionen, auch Pilzinfektionen.

    Wenn dein Problem so akut ist, würde ich unverzüglich (!!!) das Gespräch mit dem Urologen suchen.

    Dessen Aufgabe ich eine eindeutrige (!!) Diagnose zu stellen und Behandlungsoptionen vorzuschlagen!

    Hat er denn bereits gesagt, dass eine Beschneidung unumgänglich sei?
    Ist es eindeutig gesichert, dass es eine Pilzinfektion ist, die sich auf Eichel und Vorhaut begrenzt?
    Ist untersucht worden, ob die Infektion auf andere Bereiche übergegriffen hat (Harnröhre, Blase)?
    Welche Behandlungsoptionen werden dir konkret vorgeschlagen?
    Weiß dein Arzt, dass du Probleme beim Wasserlassen hast und BLut kommt?

    Dein Anpsrechpartner ist m. E. jetzt dringend und sofort der Urologe.

    Grundsätzlich vertrete ich (und die meisten negativ von einer Beschneidung betroffenen im Forum) die Auffassung, dass das Amputieren der Vorhaut nur dann erfolgen sollte, wenn die Beschwerden nicht anders gelöst werden können. Aber ich bin keine Arzt.

    Die Abhandlung von Frau Bell vergleicht die weibliche und die männliche Beschneidung.
    Aber ich frage mich, was die Kernaussage der Arbeit ist.

    Die Autorin vertritt die Auffassung, dass sich sexuelle Zufriedenheit nicht nur über die Physiologie sondern auch über die kulturelle Vorstellungen von Sexualität definiert.

    In diese Sinne legt Sie dar, dass einige Männer in den USA sich über den Sensibilitätsverlust infolge der Beschneidung zwar im Klaren sind, die Beschneidung aber trotzdem als Verbesserung der Sexualität empfinden, weil diesen Männern kulturell bedingt der "Performance-Gedanke" (das "länger Können") in Ihrer Sexualität wichtiger sei.
    Es gebe genauso Frauen, die ihre Genitalverstümmelung als Verbesserung ihrer Sexualität empfinden.

    Lautet das Fazit demnach:
    Die sexuelle Zufriedenheit wird weniger durch die Physiologie als vielmehr durch die Kultur bestimmt?

    Ich bin mir nicht sicher, ob die Autorin mit Ihrer Arbeit sogar die Auswirkungen der weiblichen Beschneidung (und letzlich auch der männlichen Beschneidung) relativiert.

    Denn die Autorin schreibt unter anderem, dass die sexuelle Zufriedenheit nicht objektivierbar sei. Das halte ich für schlichtweg falsch.
    Dazu gibt es ja auch inzwischen Studien.

    @Mit Mütze ist es kalt:
    Bitte meine kritische Sichtweise zu dem Artikel nicht persönlich nehmen. ;) Natürlich kann ich mich in meinem Verständnis des Artikels auch irren....

    Wenn Du schon vor der OP schmerzen hattest, könnte ich mir vorstellen, dass die Entzündung schon vor der OP vorhanden war und ggf. jetzt noch fortbesteht.
    Trotzdem würde ich DIr raten, dass du das nochmal einer ärztlichen Bereitschaft zeigst! Die können die eitrigen Stellen entsprechend behandeln.

    Was mich sonst noch wundert, ist die Verletzung deiner Eichel.
    Ich dachte immer, dass eine Verklebung zwischen Eichel und Vorhaut nur bei Kindern entwicklungsbedingt auftritt.
    Und dass diese Verklebung durch "Wegschneiden" eines Stücks der Eichel gelöst wird, ist mir neu.
    Ein Missgeschick des Arztes war es ja hoffentlich nicht.

    Ich nehme an du hattest eine erworbene Phimose (Verengung durch Vernarbung) mit häufigen Entzündungen, richtig?
    Oder war bei Dir die Vorhaut schon immer zu eng?

    Wenn es "nur" eine einmalige Entzündung war, wäre das sicherlich keine medizinische Rechtfertigung für eine Beschneidung gewesen.
    Grundsätzlich sollte man bei einer Verengung (wenn es nicht ein Lichen Sclerosus ist) zuerst konservativ (mit steroidhaltigen Salben und Dehnübungen) behandeln, bevor man ein Skalpel an die Vorhaut lässt. Ich nehme an du hast dich vor dem Eingriff mit Alternativen auseinandergesetzt und wurdest entsprechend aufgeklärt.

    1. Ist Eiter gut oder schlecht oder in Ordnung an der Wunde? soll ich versuchen die grüne dicke Eiterschicht abzutragen oder zu lößen oder den Wundheilungsprozess in Ruhe lassen und nur vorsichtig tupfend die Wunde 3x täglich reinigen wie empfohlen?
    Nur mit den Schleimhautantiseptikum löst sich dieser Eiter nicht.

    Ich bin kein Mediziner und möchte dich nicht beunruhigen.
    Wenn es sich allerdings wirklich um Eiter handelt, dann spricht das für eine bakterielle Infektion der Wunde. Bei einer normalen Abheilung sollte meines Erachtens kein Eiter auftreten.
    Ich bin der Meinung, Du solltest daher kurzfrsitig ( heute noch!) einen ärztlichen Bereitschaftsdienst aufsuchen!
    Die können die Wunde ggf. reinigen und antibiotisch/antiseptisch behandeln und Dir sagen was weiter zu tun ist. Du selbst wirst das Problem nicht in den Griff bekommen, wenn es Eiter ist.
    Wie schon mein Vorredner geschrieben hat: Lieber ein Mal zu viel bei einem Arzt vorbeischauen, als längerfristig ein Problem zu riskieren.

    2. in welcher Position heilt die Naht und die Wunder besser

    A: wenn Penisvorhaut zurück gezogen wurde und die Eichel frei liegt oder in

    B: normaler Form mit vorgezogener Vorhaut (Eichel bedeckt)


    Ich wurde als Kind beschnitten und die Eichel lag nach der OP zur Hälfe frei, d.h. der Vorhautrest und die Beschneidungsnaht lag auf der Eichel. Das wäre dann also Variante B. Bis sich irgendwann die Fäden aufgelöst hatten und der Vorhautrest von alleine hinter die Eichel gewandert ist. Und dann auch nie mehr vorne geblieben ist. Ich kann hier allerdings nur beschreiben wie es bei mir war.

    Zu deinen weiteren Fragen habe ich leider keine konkrete Antwort.
    Bei mir wurde es damals im Krankenhaus gemacht und ich glaube, dass ich nach ein paar Tagen sogar Baden MUSSTE. Ich meine mich zudem zu erinnern, dass damals Baby-Öl (also irgend ein Pflege-Öl) daraufgeträufelt wurde.
    Aber ich bin mir da nicht mehr sicher und würde das an deiner Stelle nicht tun, ohne mit dem Arzt darüber gesprochen zu haben! Das Problem deiner vermutlich bakteriellen Wundinfektion lässt sich dadurch ohnehin nicht lösen! Geh zum Arzt!

    P.S.: Was war die maßgebliche Diagnose für die Beschneidung? Wie alt bist du (ungefähr)?

    Übel ist vor allem, dass sich diese Website als unabhängiges Info-Portal mit fundierten Informationen um das Thema Beschneidung darstellt, sogar mit einem "Beschneidungsforum". Da kann so mancher im guten Glauben arglos darauf reinfallen und glauben, dass die Infos "lege arte" sind.

    Wer dann sieht, dass als Sitz der Organisation "Indonesien" angegeben ist, der wird hoffentlich nachdenklich.....

    Krass ist, dass diese Website sogar Eltern grundlos die Beschneidung von Kindern u. Jugendlichen empfiehlt - wegen der vielen "Vorteile".
    (Und dieser besch*#!ene Beschneidungsparagraph macht's möglich!! Der erlaubt ja nicht nur die Beschneidung aus religösen Gründen, sondern grundsätzlich Eltern - als Teil der Personensorge - in medizinisch nicht indizierte Beschneidungen einzuwilligen. Mal abgesehen davon, dass er den Gleichheitsgrundsatz unserer Verfassung verletzt - weil weibliche Beschneidungen auch in der mildesten Form nach StGB verboten sind. Ist doch nur eine Frage der Zeit ,bis jemand vor dem Bundesverfassungsgericht die Klitoris-Vorhautbeschneidung seiner Tochter mit Verweis auf den Gleichheitsgrundsatz einfordern wird.)

    <edit der Forenleitung: Um einen anderen Thread nicht zu verfälschen, wurden dieser und der folgende Beitrag abgetrennt und ein neues Thema eröffnet>

    Zumindest die Leitlinie von 1997 habe ich gefunden:
    https://web.archive.org/web/2003033113…ll/urol-006.htm

    Diese Leitlinie ist noch deutlich übler als die von 2003.

    Da steht:

    "Ist die Vorhaut nicht oder nur teilweise retrahierbar oder zeigt sich beim Zurückstreifen über die Glans penis ein Schnürring, so ist von einem korrekturbedürftigen Mißverhältnis zwischen Vorhautweite und dem Durchmesser der Glans penis auzugehen."

    "[...] Therapie der kindlichen Vorhautverengung besteht in der plastischen oder nach Wunsch der Eltern in der radikalen Zirkumzision nach Abschluß des 2. Lebensjahres. Liegen neben der Vorhautverengung zusätzliche Befunde wie rezidivierende Balanoposthitiden, rezidivierende Harnwegsinfekte oder eine Aufballonierung der Vorhaut bei der Miktion vor, erfolgt die plastische Zirkumzision unabhängig vom Alter des Kindes umgehend. Das plastische Operationsverfahren hat zum Ziel, bei optischem Erhalt der Vorhaut eine Erweiterung der Vorhautzirkumferenz und eine vollständige Retrahierbarkeit der Vorhaut zu erreichen. Gleichzeitig werden Adhäsionen gelöst und ein assoziiertes Frenulum breve durch Frenulotomie mit Ligatur der Arteria frenularis korrigiert. [...]"

    Fazit:
    Nicht retrahierbare Vorhaut nach Abschluss des 2. Lebensjar bedeutete - auch wenn sie keine Beschwerden verursachte - Zirkumzision.
    Zusätzlich irgendwelche Beschwerden (z.B. auch nur das Aufballonieren der Vorhaut beim Pissen) bedeutete sofortige Beschneidung, egal in welchem Alter. Ein zusätzliches Fenulum breve bedeutete Frenulum rausschneiden (Frenulutomie).

    Da hatte ich ja noch Glück, dass ich erst im Alter von 9 Jahren beschnitten wurde!

    Auf der Website steht:

    EURO CIRC c/o Guntur Maulana
    Jl. Gotong Royong I No. 21, RT004/RW006,
    Gandaria Utara, Kby. Baru, Kota Jakarta Selatan,
    DKI Jkt 12140, Indonesia

    Also Sitz in Indonesien????
    Wer ist Guntur Maulana?

    Außerdem:

    EURO CIRC Website

    Copyright © 2002 - 2020

    by U. Klesper, N. Cochems,

    M. Holzapfel (V.i.S.d.P.)

    Wer sind Klepser, Cochems und Holzapfel? Was ist der Background dieser Menschen? Mit welcher Intention promoten Sie die Beschneidung?

    Die alte Leitlinnie gibt inhaltlich nicht so viel her, wenn das der gesamte Text ist.

    Ich fasse den Text mal nach meinem Verständnis zusammen:

    Angeborene Phimose:
    - bis zum 3. Lebensjahr physiologisch normal [Wir wissen ja, dass dies veraltetes Wissen ist!]
    - Behandlungsbedürftig bei:
    - wiederkehrenden Eichel-Vorhautentzündungen (Balanoposthitis)
    - erheblichen Beschwerden beim Wasserlassen (Mikrionsbeschwerden) durch Verengung (Ballonieren der Vorhaut)

    Vorhautverklebung:
    - nicht identisch mit Phimose
    - physiologisch normal, spontane Lösung erfolgt durch Wachstum, Erektion und allg. Körperhygiene
    - Behandlungsbedürftigkeit bei:
    - infizierten Smegmaretentionszysten

    Erworbene Phimose:
    - narbige Phimose: durch wiederkehrende Entzündungen oder gewaltsame Manipulation mit narbiger Abheilung entstanden
    - Lichen sclerosus et atrophicus [Das ist nach der heutigen Leitlinie tatsächlich noch einer der wenigen echten Beschneidungsgründe]

    Behandlungszeitraum:
    - Ab dem 3. Lebensjahr
    - wohl auch früher, wenn:
    - extreme Verengung mit Beschwerden bei Wasserlassen
    - wiederholende Entzündungen
    - bei erworbener Phimose (vernarbte Vorhautöffnung, Lichen sclerosus et atrophicus)

    Behandlungsmethode:
    - operative Erweiterung
    - Entfernung der engen Vorhaut

    Dehntherapie mit steroidhaltiger Salbe kannte die damalige Leitlinie wohl nicht offiziell. In der heute aktuellen Leitlinie ist Salbe/Dehnen das erste Mittel der Wahl und Behandlungsbedürftigkeit besteht grundsätzlich nur noch, wenn die Verengung echte Beschwerden macht.
    (Ausnahme: Lichen sclerosus)

    Für mich wird aus dem Text der alten LEitlinie nicht ganz klar, ob diese grundsätzlich ab dem 3. Lebensjahr zur Behandlung rät, oder ob - wie im Text weiter oben genannt wird - wiederkehrende Entzündungen bzw. erhebliche Beschwerden beim Wasserlassen bzw. Smegmaretentionszysten vorgelegen haben müssen, um die "Behandlung" einer angeborenen Phimose zu rechtfertigen.
    Ich verstehe den Text eigentlich schon so, dass auch damals eine reine kindliche Phimose (und/oder Verklebung) ohne sonstige Beschwerden keine ausreichende Rechtfertigung für die OP war.

    Inwieweit Ärzte in ihrer Entscheidung aber überhaupt an die Leitlinien gebunden waren, wäre noch eine andere Frage....
    Auch Frage ich mich, inwieweit Ärzte nach so langer Zeit noch verpflichtet sind eine schlüssig dokumentierte Begründung für die OP vorzulegen.

    Was sind das eigentlich für Menschen, die hinter EUROCIRC stehen?
    Verbirgt sich dahinter etwa die Urologenvereinigung? Oder religiöse Gruppen?
    Welche Menschen könnten von von dieser aggressiven Öffentlichkeitsarbeit pro Beschneidung (z.B. finaziell) profitieren?
    Wie kann man es sich sonst erklären, dass so ein Verein andere Menschen zu einer überflüssigen und schädlichen Operation bewegen möchte?
    Von wem erhält dieser Verein seine scheinbar recht üppigen Mittel um soche Kampagnen pro Beschneidung durchzuführen?
    Für mich sind das Teufel! Der Antichrist in persona! (Sorry für die letzten beiden etwas unsachlichen Sätze.)