Vielen Dank, NoCut, für Deine konstruktive Anregung!
Exakt dieser Grund hat auch mich bewegt, mich gerade eben hier anzumelden.
Ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr mich der Verrat einer großen Mehrheit der Bundestagsabgeordneten am elementarsten Grundrecht schutzloser Kinder schockiert!
Nach meinem Rechtsverständnis ist das ein Verfassungsbruch durch einen Großteil des Parlaments, der laut Grundgesetz Widerstand mit allen Mitteln legitimiert.
Ich kann mir dieses Verhalten nur so erklären, daß ein Großteil der Abgeordneten in der Kindheit und zum Teil bis heute einer religiösen Gehirnwäsche ausgesetzt sind, die es ihnen unmöglich macht, kollidierende Grundrechte rational abzuwägen.
Die Antisemitismus-Allzweck-Keule kommt dann noch obendrauf. Wären nur Muslime betroffen, hätte nach deren Religionsfreiheit kein Hahn gekräht.
Dies bestärkt mich in meinem Bestreben, den Einfluß der Religionen besonders im Bildungs- und Gesundheitswesen möglichst zurückzudrängen (u.a. durch meine Mitgliedschaft in der Giordano-Bruno-Stiftung). Leider ist dieses eine langwierige Entwicklung.
Konkrete Schritte auf rechtlicher Ebene:
Verfassungsklagen unterstützen duch Öffentlichkeitsarbeit und finanzielle Beiträge.
Auf Länderebene auf möglichst strenge Umsetzung des Verstümmlungsgesetzes dringen, z.B. das Gesundheitsministerium auffordern, die fachlichen Qualifikationen der Beschneider besonders streng zu prüfen und so hohe sterile Anforderungen an Beschneidungsräume zu stellen, daß diese nicht mehr in Privathäusern, Moscheen und Synagogen, sondern nur noch in Kliniken erfüllt werden können.
Auf politischer Ebene:
Druck auf alle Parteien ausüben, indem man ihnen mitteilt, daß Verstümmlungsbefürworter keine wählbaren Kandidaten sind.
Zu Beginn des Bundestagswahlkampfs 2013 die Büger informieren, wie die zur Wahl stehenden Kandidaten zum Verstümmlungsgesetz abgestimmt haben.
In öffentlichen Wahldebatten Verstümmlungsbefürworter zur Rechtfertigung ihrer Entscheidung befragen.
Verstümmlungsgegner unterstützen.
Auf zivilgesellschaftlicher Ebene:
Mitglied in Kinderschutzorganisationen, Menschenrechtsgruppen, religionskritischen Vereinigungen u.ä werden.
Auf Länder- u. Kreisebene Runde Tische organisieren, unter Einbeziehung von Ärzte- Lehrer- Soizalarbeiter- und Rechtsberufsvereinigungen, die das Beschneidungsgeschehen beobachten und beeinflussen.
Was fällt Euch noch alles ein?