Beiträge von NoCut

    Vor allem muss man dann auch quantitativ vergleichen: Zirkumzisionsrate vs. Hinrichtungsrate.


    Vielleicht bin ich zu naiv, aber ich würde hier gerne weniger "quantitativ" vergleichen. In Ländern, wo Leibstrafen im Strafrecht vorkommen, scheinen doch Beschneidungen definitiv häufiger vorzukommen als in anderen Ländern. Die "Überraschungen" sind ja eigentlich keine echten Überraschungen, sondern resultieren aus der zeitlich statischen Betrachtung. Würde man bei den Weltkarte mit den Todesstrafen eine von 1978 nehmen, wäre die von mir aufgeführten "Überraschungen" bereits nicht mehr vorhanden!

    Umgekehrt zeigt diese Entwicklung aber auch, dass sich Nationen oder Gesellschaften auch im positiven Sinne weiterentwickeln können.

    Dein Hinweis, dass vermutlich noch nicht ein Land bereit ist uneingeschränkt das Recht auf körperliche Unversehrtheit zu gewähren, stimmt mich nachdenklich und zugleich traurig.

    Schaut Euch mal diese beiden Weltkarten an:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Todesstra…y_World_Map.svg

    http://de.wikipedia.org/wiki/Zirkumzis…untry_Level.png


    Canada und Australien überraschen hier im positiven Sinne bei den Todesstrafen und China, Indien und Japan z.B. bei den Zirkumzisionen. Insgesamt scheint aber in Ländern, wo das absolute Recht auf körperliche Unversehrtheit nicht existiert auch die Todesstrafe noch häufiger Bestandteil des Strafrechts zu sein*. Vielleicht ist dies auch der Grund, warum in vielen Ländern die Kritik an der Beschneidung derart "heruntergespielt" wird, weil man hier noch nicht mal vor dem Leben selbst Respekt hat.

    * Anmerkung: Nicht alle Länder, wo das Recht auf absolute körperliche Unversehrtheit nicht existiert, haben die Todesstrafe (z.B. Deutschland).

    "Il a été victime d'une erreur médicale..."


    Erst glauben die an den religösen Quatsch mit der Beschneidung und dann glauben die noch, dass die Mediziner die Schuld daran hätten. Wer einen anderen mit einem Messer auf sein eigenes Kind losgehen lässt, sollte auch bereit sein die Verantwortung für die Konsequenzen zu übernehmen, statt nur andere für ihre Fehler zu beschuldigen.

    Es gibt mal wieder ein neues Urteil, dass Grundrechte zugunsten der Religionsfreiheit opfert:

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf…-a-1004065.html

    Die Religionsausübung wird im Grundgesetz garantiert. Gehört es aber tatsächlich zur Religionsausübung, wenn ein Mitarbeiter eines Krankenhauses gefeuert wird, weil er zum zweiten Mal geheiratet hat. Das Grundgesetz schreibt auch hier den Schutz der Ehe vor, aber die Rechtsprechung hat hier leider die freie Religionsausübung (Sonderrecht der Kirchen) aus meiner Sicht fast wie einen Universaljoker missbraucht.

    Das Beschneidungsgesetz bzw. der Verstümmelungsparagraph war wohl nur der Anfang in Richtung Gottesstaat. Ich bin (noch) ein gläubiger Mensch und fordere alle ebenfalls gläubigen und auch ungläubigen Menschen auf die Religionen in ihre Schranken zu weisen. Religionen sind hin und wieder das Gift, dass den wahren Glauben erstickt.

    "Worldwide" heißt nach meinem unmaßgeblichen Dafürhalten nicht "in den USA".

    Ups, da habe ich wohl nicht weitergelesen ...

    Neben dieser Falschbehauptung nennt aber der Verfechter der Beschneidung in diesem Krankenhaus offenbar sogar das wahre Ziele der Beschneidung beim Namen:

    "There are also social reasons why many parents choose to have it done. In the US there is a desire to conform to what most of the population already does or because “all the other men in the family” had it done and they do not want their sons to feel “different.” "


    Daher ein weiterer Tipp für alle Eltern in den USA:

    Da vermutlich mehr als die Hälfte der US Bürger einen BMI-Wert > 25 haben, sollten Eltern ihre Kinder dort regelmäßig mit Fastfood, Softeis oder gegrillten Steaks mästen, weil es ja heißt:

    "In the US there is a desire to conform to what most of the population already does ..."


    Have a good appetite ;)

    Das war wohl nur ein Schreibfehler und müsste eigentlich wie folgt heißen:

    "The U.S. circumcision rate fell to 55% in 2010, meaning that nearly half of U.S. baby boys penis skin were not circumcised. "

    Ok., jetzt aber mal im Ernst, die Zahlen könnten richtig sein. Wenn früher rund 2/3 der Babys beschnitten wurden, könnte der Anteil der beschnittenen Männer in den USA wirklich noch bei 55% liegen. Der Rückgang der Beschneidungrate wirkt sich ja nur auf die jüngeren Bevölkerungsschichten aus.

    Die Brit Mila ist einer der Bündnisse* welche im alten Testament zwischen Gott und dem Volk Israel geschlossen und später auch immer wieder von den Menschen gebrochen wurde (siehe Prophet Jeremia: "Bund im Herzen"). Das alte Testament beschreibt die Zustände und die Gesellschaft in den Jahrhunderten / Jahrtausenden vor Christi Geburt. Und jetzt möchte eine "Autorin für Juristerei" im Rahmen der Gleichberechtigung einen Bund für Mädchen einführen.

    Wie passt denn das zusammen? Ein barbarische Ritual, dass wohl "kurz nach der Steinzeit entstand", soll nun für eine Gesellschaft adaptiert werden, welche sich über Gleichberechtigung Gedanken macht?! Gleichberechtigung und Beschneidung sind wohl Begriffe, die sich gegenseitig absolut ausschließen. Wäre es daher nicht besser, die Gleichberechtigung in der Form zu forcieren, dass man auch für Jungen die Brit Mila einfach abschafft bzw. für Jungen und Mädchen gleichberechtigt die Brit Schalom weiter vorantreibt.

    * Bündnisse:
    Noachbund ("Regenbogen")
    Abrahambund (Verstümmelung von Jungen)
    Sinaibund (z.B. Du sollst nicht töten.)

    Zitat: Wer in der Türkei ein Mann sein will, muss den Militärdienst absolvieren, heiraten und beschnitten sein. Wer es nicht ist, gilt als so seltsam wie ein atheistischer Schweinefleischliebhaber vom Mars.


    Ok., dann oute ich mich mal. Ich war nicht beim Wehrdienst, esse Schweinefleisch, obwohl ich nicht vom Mars komme und beschnitten bin ich auch nicht. Ich muss aber auch erwähnen, dass ich in keinem Fall dem Klischee eines hier skizzierten "Mannes" in der Türkei entsprechen möchte.


    Ich kann zwar Eltern verstehen, die Angst davor haben, hier mit diesem Ritual zu brechen, aber ich halte hier sowohl die Mütter wie auch die Väter für Feiglinge, wenn sie ihre Kinder nicht vor Übergriffen schützen, sondern sie sogar noch ausliefern. Was hat das ganze mit "Männlichkeit" zu tun, wenn man nur feige nachgibt.

    @Machos: Es hat nichts mit Männlichkeit zu tun, wenn man wehrlose Kinder verstümmeln lässt, sondern es beweist das im Gegenteil.

    Hat jemand von Euch zufällig diese Fernsehsendung gesehen:

    http://www.daserste.de/unterhaltung/t…sekten-100.html


    (Hoffentlich hat das noch keiner gepostet bzw. habe nichts dazu gefunden.)

    Hier hat Gary Lukas Albrecht zum Thema Bibel und Gewalt gegen Kinder ausdrücklich betont, dass das Züchtigungsgebot der Bibel gegen die Gesetze verstößt und auch etwas ausgeholt, dass man die Bibel nicht wörtlich nehmen kann bzw. in ihrem damaligen Kontexte sehen muss. Er hat sich explizit dazu geäußert, dass dieses Züchtigungsverbot heute keine Bedeutung mehr hat.

    Warum schafft es dann aber die katholische Kirche nicht, sich auch ausdrücklich geschlechterneutral gegen Beschneidungen zu äußern?

    Die evangelische Kirche hat im Gegensatz zur katholischen Kirche keinen Papst und klebt daher irgendwie an der "Lutherbibel" mit all ihren Überlieferungs- und Übersetzungsfehlern. Und die Leidtragenden von dieser scheinheiligen "Frömmigkeit" sind dann die Kinder, welche sinnlose Schmerzen erleiden müssen, weil erwachsenen Menschen die Reife fehlt zu begreifen, dass die Bibel ein Buch ist, dass verschiedene geschichtliche Rahmenbedingungen beschreibt, aber wohl nicht dafür gedacht war über Jahrtausende die Rechtfertigung dafür zu liefern, dass Kinder verstümmelt werden oder ähnliches (Steinigung, etc.). [Die evangelische Kirche befürwortet ja ebenfalls Zwangsbeschneidungen im Rahmen der "Religionsfreiheit"?!]

    Die Religionen haben die Asche weitergegeben und das Feuer ist erloschen. Ohne Feuer wird es aber in allen Religionen immer kälter werden und Extremisten missbrauchen ja heute schon die Schwachstellen von Buchreligionen (ewiger Stillstand bzw. keine Weiterentwicklung der Gesellschaft) für ihre Gräueltaten. Es ist Zeit im Kleinen anzufangen, damit im Großen nicht noch Schlimmeres "im Namen der Religion" geschieht. Sobald sich alle Religionen auf die Einhaltung der Menschenrechte (z.B. Recht auf körperliche Unversehrtheit) verständigen, haben nämlich auch Extremisten ihren Nährboden verloren.

    >>> Sorry, für die heftigen Ausführungen, aber mich überkommt immer wieder der Frust und der Hass, wenn ich daran denke, was sogar unschuldigen Kindern im Namen der Religion angetan wird. <<<

    89 Abgeordnete der SPD-Fraktion haben am 12.12.12 dem § 1631d BGB zugestimmt.

    Die SPD hat damit genau wie alle anderen mehrheitlich einem Gesetz zugestimmt, dass die Grundrechte von Kinder beschneidet. Die SPD ist damit keine Partei, die sich für Kinderschutz interessiert, sondern sich höchstens mit Kinderschutz profilieren will, wenn es gerade opportun ist.

    @SPD: Schämt Euch für dieses scheinheilige Statement!

    Bei der MGM ging das so hoplahop, (und mit allen Tricks (Lataschs handverlesene, gekürzte, manipulative Videos)) - dass man den Eindruck hatte, das Ergebnis stand von vorne herein fest.

    In Sachen MGM war man doch im Bundestag für jedes Ergebnis offen, solange Zwangsbeschneidungen nur von Jungen weiterhin straffrei bleiben. Sonst hätte man doch z.B. niemals Elma als Feigenblatt akzeptieren können. Die waren für jeden Stuss offen und haben diesem dann ja auch zugestimmt ;)

    Umgekehrt hat aber die absolute Mehrheit der Deutschen diese Entscheidung und damit dieses Unrecht angenommen, indem sie letztes Jahr die selben Politiker wieder im Amt bestätigt haben. Ich frage daher offen, wer hier korrupter ist?

    Natürlich gibt es auch Muslime, die sich auf Abraham berufen. Und das als religiöse Verpflichtung sehen (ist doch glaube ich Teil der Sunna, oder wie das heißt (ich habe nicht vor, Islam-Experte zu werden)) Und es gibt auch Christen, die sich bei der MGM auf die Bibel berufen. Oder wenn sie ihre Kinder züchtigen, usw...


    Eigentlich sollte man jeden, der die Stelle mit der Beschneidung im alten Testament gelesen hat und diese befolgt, fragen, ob er noch bei Sinnen ist oder anders gesagt, was würdet ihr tun, wenn ihr ein uraltes Rezept aus einem alte Kochbuch finden würdet, wo am Anfang als Backzeit 1,5 Stunden stehen würde und am Ende dann ungefähr 30 Minuten. Ich würde mir nicht die Mühe machen, dieses Rezept auszuprobieren, weil ich ja dann nicht weiß, wie viele Fehler durch die Überlieferung, Übersetzung und vorsätzliche Fälschung sich noch darin verstecken.

    Ismail war bei seiner Beschneidung laut Bibel 13 Jahre  :||  alt (1.Moses 17, 25). Ein paar Kapitel weiter (ca. 2 Jahre später) heißt es dann:

    "Am nächsten Morgen nahm Abraham Brot und einen Schlauch mit Wasser, gab beides Hagar, legte ihr das Kind 8o auf die Schultern und schickte sie fort." (1. Moses 21, 14)

    Ein "Kind" von rd. 15 Jahren sollte doch in der Lage sein eigenständig zu gehen :rolleyes:

    So hat das Christentum die MGM weitgehend (bis auf die Kopten) abgeschafft, die Juden hingegen haben die Zirkumzision sogar noch erheblich verschärft.

    Die Beschneidung bzw. der "beste Bund mit Gott" ist eine Art Wettstreit zwischen den Religionen geworden. Die eine Richtung besagt sinngemäß, dass man Gott man nächsten steht, wenn es am meisten weh tut oder wenn man die meisten Verbote beachtet. Der andere Weg ist, dass man sich möglichst säkular oder zeitgemäß verhält. Alle Religionen eiern hier bei diesem Wettstreit wild durcheinander. Mal schickt man Ritter auf Kreuzzüge und verbrennt vermeintliche Hexen oder man macht aus der Beschneidung eine Totalamputation der Vorhaut. Hier soll dann irdischer "Aberglaube" den fehlenden inneren Glauben ersetzen.

    Was hat dies aber noch mit dem Juristentag zu tun? Frau Prof. Hörnle & Co. scheinen das Grundgesetz mit ähnlichen Methoden zu verwässern, wie es die geistigen Irrlichter bei den Religionen seit je her getan haben. Im besten Fall kann man hier Profilneurosen als Grund unterstellen und im schlimmsten Fall sogar Zynismus, so jedenfalls mein persönlicher Eindruck.

    Habt Ihr Euch schon mal gefragt, ob man vielleicht sogar bewusst den schwarzen Peter wieder an die Religionen zurückgegeben hat? Wären in Deutschland Zangsverstümmelungen verboten worden, hätte man damit aufhören können, ohne "selbstverschuldet" eine religiöse Pflicht zu missachten. Nehmen wir doch die vielen Menschen aus Russland, denen offenbar ohne Beschneidung nie etwas gefehlt hat. Sie waren in der komfortablen Lage, dass sie die Beschneidung nie aktiv abschaffen mussten. Außerdem scheint es so zu sein, dass diese auch jetzt nach ihrer Ausreise nicht das innere Bedürfnis empfinden, sich freiwillig im Erwachsenenalter noch beschneiden zu lassen, was einem doch zu denken geben sollte!

    Der deutsche Gesetzgeber "erlaubt" nun aber ausdrücklich eine Körperverletzung an Kinder zu begehen, egal ob dies mit dem Grundrecht im Einklang steht oder nicht. Steckt hier vielleicht sogar System dahinter?!

    vor allem was er dazu nicht sagt.

    Danke für den Hinweis. Ich hatte übersehen, dass die Betreffenden ja tatsächlich in völliger Unkenntnis der religiösen Vorschriften ihre Kinder verstümmeln lassen bzw. Tradition, Sitte und Religion nicht im Ansatz unterscheiden können.

    Aber kann man dies auch von einem Gläubigen überhaupt erwarten, wenn sogar Juristen, die habilitiert haben, nicht in der Lage sind die Grundrechte nach ihrer Reihenfolge im Grundgesetz richtig einzuordnen.

    Die MGM ist halt beides, Tradition und religiöses Ritual. Mal so, mal so, wie frau es gerade braucht. Die FGM wird (fälschlicherweise) als religionsfreie Tradition (am besten noch mit dem Zusatz "patriarchalisch!!!" (auch das Blödsinn)) dargestellt.

    Die MGM ist lediglich beim Judentum ein religiöses Ritual, dass aber selbst dort nicht eindeutig als religiöse Pflicht und schon gar nicht für Minderjährige festgemacht werden kann. Wäre die Beschneidung wirklich wichtig, hätten wir 11 Gebote. Und selbst Gebote sind keine Pflicht, sondern eine "moralische" Aufforderung (Alle Staaten dieser Welt verfügen schließlich über Waffen, um andere zu töten!!!)

    Dass uns aus islamistischen Kreisen die Beschneidung als religiöse Pflicht immer mal wieder untergejubelt wird, ist eigentlich fast schon peinlich. Wenn man schon seine Kinder zwangsbeschneiden lässt, sollte man doch wenigstens halbwegs wissen, was der Koran dazu sagt, in dem doch alles Wichtige geschrieben steht ;)

    Als ob diese Hintergründe irgend eine Rolle spielen würden! Für die Bewertung des Eingriffs sind ausschließlich die Folgen relevant. Und da herrscht in der Tat eine erschreckende Unkenntnis, hauptsächlich bei Politikern, aber leider auch bei etlichen Juristen und Ärzten.

    Naja, ganz unbedeutend dürfte diese Frage nicht sein. Man vermutet, dass die Beschneidung entweder den Sexualtrieb dämpfen soll (Widerspruch sexuelle Selbstbestimmung - kennen wir ja vom Vatikan, der die Resolution zu den Menschenrechten daher nicht unterzeichnen kann) oder es geht um ein Menschenopfer (Pars pro toto).

    Ob nun eine Religion Teile von Kinder opfern möchte oder mit dem Messer über deren zukünftige Sexualität für immer verfügen möchte, ist beides übel. Wohl aus diesem Grund will man nicht warten, bis die Kinder erwachsen sind und selbst entscheiden können.

    NoCut, ich verstehe deinen Beitrag nicht.

    Mein Beitrag bezog sich auf folgende Empfehlung:

    https://hpd.de/artikel/10159

    "Dem Gesetzgeber wird darüber hinaus empfohlen, §226a StGB geschlechtsneutral zu formulieren, so dass auch die Genitalverstümmelung bei männlichen Personen, welche in der Intensität über die traditionelle Beschneidung hinausgeht, erfasst wird."

    Ich hatte das jetzt so verstanden, dass Beschneidungen nicht mehr religiös, sondern künftig traditionell begründet sein müssten. Vermutlich habe ich hier wohl bei den Aussagen und den 90°-Wendungen einer Advokatin langsam den Überblick verloren. ;(

    Wie übrigens eine geschlechterneutrale Formulierung des § 226s StGB aussehen soll, die eine traditionelle Zwangsbeschneidung bei Jungen erlaubt und traditionelle Zwangsbeschneidungen bei Mädchen von Typ I bis Typ III verbieten soll, verstehe ich nicht. Im Prinzip müsste es ja im Gesetzeswortlaut dann heißen, dass alle Beschneidungen zulässig sind, so lange nur ein "bedeutungsloses zweitrangiges" Hautstück "abgeschnitten", aber nichts amputiert wird?! Ich freue mich schon darauf, wenn dann die Meute auf Frau Prof. Hörnle verbal einprügelt, wenn es tatsächlich soweit kommen würde. Umgekehrt spitzt sich ja aber irgendwo die Situation auch zu. Entweder man akzeptiert, dass jede Art der Zwangsbeschneidung strafbar ist oder es geht bei der FGM wieder rückwärts.

    Nach Auffassung der Mehrheit beim Juristentag offenbar nicht!


    Die FGM ist aber wohl auch eine kulturell tradierte Sitte, wie auch z.B. die Steinigung von Ehebrechern. Wird dann nach der Auffassung der Mehrheit beim Juristentag auch die Steinigung von Ehebrechern in absehbarer Zeit straffrei gestellt werden. So langsam wird jetzt dann wohl auch noch unser Strafrecht Wachs in den Händen der Lobbyisten.