Beiträge von NoCut

    Die Desensibilisierung der Eichel in Kombination mit dem
    Gefühlsverlust im Bereich des entfernten Frenulums sorgt für mich als Mann für
    eine bessere Steuerbarkeit. Vorzeitiger Samenerguss ist seit der Beschneidung
    kein Thema mehr. Hier muß man allerdings entgegenhalten, daß ich aufgrund
    meiner homosexuellen Veranlagung heterosexuelle Kontakte eher als Pflicht und
    weniger als Kür ansehe.

    Ich glaube, jetzt habe ich es verstanden. Anus uns Vagina sind ja schließlich anatomisch sehr verschieden. Aufgrund Deiner Ausführungen in Bezug auf heterosexuellen GV kam nicht ganz klar zum Ausdruck, dass Du Dich vermutlich vorwiegend über Analverkehr austauschen möchtest.

    Mal abgesehen davon, daß die ganze Sexualität mehr kopfgesteuert ist als man gemeinhin annimmt. Damit sollten sich die Autoren der Leidensgeschichten intensiver befassen anstatt sich gegenseitig zu bemitleiden.


    Ich bin heterosexuell und unbeschnitten, weshalb mir persönlich die obige Aussage recht befremdlich erscheint. Sexualität ist für mich persönlich das Feuerwerk einer Symbiose, wo Körper und Geist im Einklang agieren. Ich verstehe aber sehr gut, dass für Dich offenbar die geistige Ebene den überwiegenden Part einnimmt.

    Den Tritt ans Schienbein der betroffenen Kollegen sehe ich ähnlich wie Weguer.

    Hier kommt mir eine Idee. Wenn man ungeborenes Leben töten will, braucht man einen Beratungsschein.

    Wenn bereits ungeborenes Leben durch einen Beratungsschein geschützt wird, warum wird dann geborenes Leben nicht ebenfalls in gleicher Art durch eine Beratungsscheinpflicht geschützt. Immer wieder sterben doch Kinder bei Zwangsbeschneidungen und es ist daher eigentlich nicht einzusehen, warum die Eltern nicht wenigstens vorher von einer neutralen Stelle objektiv über das Todesrisiko sowie die Schmerzen der Kinder und deren lebenslangen sexuellen Einschränkungen in allen Details ausführlich beraten werden, bevor sie nach § 1631d BGB einwilligen dürfen.

    Ich könnte mir im Rahmen einer solchen Beratung auch gut vorstellen, dass man den Eltern vorab einfach mal ein paar Filme über Beschneidungen zeigt, Bilder von missglückten Beschneidungen vor die Nase hält und zum Schluss ihnen dann noch erklärt, wie viele Kinder aufgrund dieses Eingriffs sterben. Wenn sie dann immer noch einwilligen, können sie später wenigstens nicht behaupten sie hätten nicht gewusst, was sie ihrem Kind damit angetan haben.

    Von "andersintelligenten" Menschen wird gerne das Argument vorgetragen, dass Beschneidungen gerade in Afrika aus hygienischen Gründen und wegen HIV sinnvoll wären. Wenn man zu diesen Menschen gehört, wird man sich bezüglich der mangelnden Hygiene bei diesen Zwangsbeschneidungen quasi sogar bestätigt sehen.

    Menschen mit durchschnittlicher oder höherer Intelligenz müsste aber auffallen, dass Zwangsbeschneidungen unter unhygienischen Bedingungen noch lebensgefährlicher sind als Zwangsbeschneidungen unter klinischen Bedingungen. Außerdem müsste ein normalintelligenter Mensch auch sofort erkennen, dass hier ein hohes Risiko für eine HIV-Infektion für die Betroffenen vorliegt.

    Und Menschen mit etwas Mitgefühl, die ihre Mitmenschen z.B. nicht nach Religion, Hautfarbe oder Geschlecht zu Menschen zweiter Klasse degradieren, wird es wohl fast den Magen umdrehen, wenn sie sehen, welche sinnlosen Schmerzen hier diese Jungen erleiden.

    Ich finde diesen Vorschlag, Kinderrechte gesondert ins Grundgesetz aufnehmen zu wollen, so unendlich doof, dööfer geht es gar nicht mehr... ehrlich, sowas gehört für mich allenfalls in den "Postillon".

    Am 12.12.12 waren es insgesamt 434 Abgeordnete, die doof genug waren, dem § 1631d BGB zuzustimmen. Meinetwegen könnte man daher die Kinderrechte notfalls sogar mit einfachen für jeden verständlichen Schaubildern ins Grundgesetz aufnehmen. Hauptsache in Berlin kommt das Feedback an, dass Beschneidungen nichts mit Komik zu tun haben.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/k…-a-1014760.html

    Laut einer Studie wollen über 2/3 aller Kinder und Eltern, dass Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden.

    Seitens der SPD könnte hier eventuell ein Konsens gefunden werden, aber die schwarze-gelbe Regierung hatte bereits in der vorhergehenden Legislaturperiode einen derartigen Antrag der SPD abgelehnt. Begründung: Kinderrechte würden durch die Menschenrechte bereits ausreichend abgedeckt.

    Da wird mir mal wieder schlecht. Nachdem vorallem die schwarz-gelbe Regierung die Zwangsbeschneidung im § 1631d BGB als Elternrecht deklariert hat und damit den Kinder das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit wortwörtlich beschnitten hat, hoffe ich, dass diese Umfrage vielleicht im Rahmen der jetzigen Koalition etwas Beachtung findet und dazu führt, dass Eltern nicht mehr nach eigenen religiösen, kulturellen oder sonstigen Gründen über die körperliche Unversehrtheit ihrer Kinder willkürlich verfügen dürfen.

    Diplomatie ist vielleicht nicht seine Stärke, aber Aussagen wie die von Mario Lichtenheldt nebenan, zeigen sehr deutlich, daß die Zirkumzisionsdebatte eben nicht "weltanschaulich-neutral" geführt wird, sondern immer wieder gerne als Rundumschlag gegen Religion und Religionsgemeinschaften insgesamt genutzt wird.

    Diplomatie ist auch nicht meine größte Stärke und ich möchte auch partout in keinen Fettnapf treten. Dass die christlichen Kirchen hier auch in die Kritik geraten, weil sie für die aus meiner Sicht falsche Position Partei ergriffen haben, finde ich bedauerlich bzw. mehr noch, ich bin darüber zu tiefst enttäuscht, was sich leider auch immer wieder in meinen Postings niederschlägt.

    Leider war Benni, den ich nur hier im Forum kennen gelernt habe, der einzige Pfarrer, der sich gegen Zwangsbeschneidungen eingesetzt hat.

    Davon abgesehen verstehe ich Dein Anliegen. Auch ich bin trotz meiner Enttäuschung über die Haltung der christlichen Kirchen zum Thema Zwangsbeschneidung bis heute nicht ausgetreten.

    Allerdings weiß ich auch nicht, wie man einem Papst, erklären soll, dass Kinder von Kopf bis Fuß schutzbedürftig sind. Das macht mich dann wieder richtig hilflos und zornig.

    @ Maria
    Wir reden wohl tatsächlich aneinander vorbei ;)
    Kinderrechte und Kirche sind zwar keine direkten Gegensätze, aber mir würde keine Schnittmenge einfallen, wo sich die Kirche für die Rechte der Kinder stark gemacht hätte. Ich sehe daher die Aussage des Papstes lediglich als Floskel mit Symbolgehalt.

    @ Hickhack
    Ich glaube nicht, dass der jetzige Papst besonders auf Diplomatie bedacht ist. Jedenfalls sollte man auch nichts Schlechtes über dessen Mutter sagen ;)
    In Sachen Zwangsbeschneidung sehe ich auch den Widerspruch, dass Zwangsamputationen seitens der Kirche nicht geduldet werden, aber die katholischen Medien dann doch im Rahmen der Religionsfreiheit teilweise sehr direkt dafür plädiert haben, dass männliche Kinder auch weiterhin zwangsbeschnitten werden dürfen.

    Die Überlegung, dass der Papst vielleicht nichts darüber weiß, wer von seinen Schäfchen die Kinder zwangsbeschneidet, kann ich mir nicht vorstellen. Dass man bei solchen offiziellen Besuchen nichts davon wissen will, schon eher.

    Zitat

    Es gibt Unterschiede zwischen den Kulturen. Für uns als jüdisches Volk ist etwa die Beschneidung der männlichen Babys natürlich.


    Achtung, den kann man nicht ganz ernst nehmen, denn er kann offenbar noch nicht mal Kultur und Natur voneinander unterscheiden.

    Natur: Alles was nicht vom Mensch geschaffen wurde.
    Kultur: Alles was der Mensch gestaltet hat.

    Die Katholiken haben die VA während ihrer gesamten Geschichte (im Frühchristentum gab es keine Katholiken in diesem Sinne) abgelehnt.

    Ich weiß nicht, ob diese Schlussfolgerung so ganz richtig ist. Sicherlich wird in der katholischen Kirche seit 1969 kein Beschneidungsfest mehr gefeiert und man hat sich auch im 19. Jahrhundert explizit von der Beschneidungspraxis abgewandt, aber umgekehrt hat der Papst jetzt den Katholiken in den Philippinen auch nicht gesagt, dass sie mit dem Zwangsbeschneiden endlich aufhören sollen.

    Davon abgesehen war es die Aufklärung und nicht die Kirche, welche dafür gesorgt haben, dass Kinder überhaupt ähnliche Rechte eingeräumt bekommen wie Erwachsene. Ich schreibe deshalb "ähnliche", weil ja das Recht auf körperliche Unversehrtheit für männliche Kinder bisher in keinem Land per Gesetz garantiert wird.

    Die Geschichte mit den Kindern und Jesus, an welche der Papst wohl auch vorwiegend anknüpfen wollte, hat ja vorallem symbolische Bedeutung. Es geht um die Reinheit bzw. darum, dass man Kinder mit "frei von Sünde" gleichstellt. Das ist wichtig, weil Jesus (=Mensch) als Christus (=Gottes Sohn / nicht von dieser Erde) im Sinne der christlichen Religion die Menschen nur dann von ihren Sünden erlösen kann, wenn er selbst ohne Sünde auf die Welt gekommen ist.

    Im alten Testament glaubte man eher an die Erbsünde(*), die von einer Generation auf die andere übergeht (Sündenfall von Adam und Eva, etc.). Das Christentum bzw. die Judenchristen versuchten sich durch solche Details vom Judentum abzugrenzen. Dies ist ja auch der Grund, warum Maria eine Jungfrau sein musste.

    Fazit:

    Zitat

    Die Güte Gottes sei durch das schutzbedürftige Kind Jesus in die Welt gebracht worden.


    Solche Aussagen kann man, wenn man diese etwas theologischer betrachtet, wohl fast schon als Marketing oder PR-Maßnahme in eigener Sache bezeichnen. Das Wort Kind wird hier zum Symbolbegriff, so wie das männliche Kind mit seiner Vorhaut in anderen Religionen als Gegenstand für die Ausübung des Beschneidungsritual missbraucht wird.


    (*)Anmerkung: Vielleicht ist vielen schon mal aufgefallen, dass man oft etwas von "historischer Verantwortung" hört. Diese Floskel geht nach meinem Dafürhalten auch auf die Idee der Erbsünde zurück. Das wir in einem christlich geprägten Land leben, hat bei uns ja sowohl das alte wie auch das neue Testament eine Bedeutung.

    Im Neuen Testament wird die Beschneidung ausdrücklich verworfen. Die "Beschneidung des Herren" am 1. Januar wurde im Mittelalter allenfalls als erste Station der Passionsgeschichte aufgefaßt, niemals jedoch als Legitimierung.


    Das neue Testament ist wie das alte eine Ansammlung der Schriften, die den meisten Zuspruch bei den Glaubensanhängern gefunden haben. Zu den Zeiten und in der Region, wo das alte Testament geschrieben wurde, waren Beschneidungen üblich, weshalb sich wohl auch keiner daran gestört hat.

    Als Paulus an die Galater schrieb, dass es auf die Beschneidung der Herzen ankäme, hing dies damit zusammen, dass zwischenzeitlich nicht nur Juden, sondern auch Heiden zum Christentum konvertieren wollten, aber dafür nicht bereit waren sich einer schmerzhaften Beschneidung zu unterziehen. Daher änderte Paulus einfach die "Spielregeln" und schafft damit wohl auch die Voraussetzungen, dass das Christentum heute die Religion mit den meisten Anhängern werden konnte.

    Mit anderen Worten gibt es eigentlich nicht die Bibel, sondern die Bibel ist ein Sammelwerk von den unterschiedlichsten Autoren aus den verschiedensten Epochen und Regionen, die gerne als "eine unumstößliche" Lehrmeinung interpretiert werden. Wer jedoch den Pluralismus in der Bibel ausblendet, verfälscht damit auch den wahren Inhalt.

    Mit diesem Problem lebt jedoch das Judentum, dass sich an jede Art von Bund mit Gott klammert genauso wie das Christentum, das z.B. durch die Verbannung der Apokryphen (z.B. Evangelium der Maria) sich auch seine eigene Wahrheit gezimmert hat.

    Hier drängen sich mir verschiedenen Fragen auf.

    Der Schwiegervater hat die beiden wohl ziemlich wegen der Beschneidung bedrängt. Hatte er vielleicht gegenüber seinem Sohn ein schlechtes Gewissen. Haben sich die Schuldgefühle des Großvaters relativiert, nachdem sein Sohn den Enkel auch hat beschneiden lassen.

    Beschneidung wird gerne als Bund mit Gott verkauft. Ist die Beschneidung aber vielleicht doch nur ein profanes Anbiedern an das eigene Umfeld oder einen Kulturkreis.

    Die Mutter macht sich Gedanken, ob der Sohn traumatisiert sein könne. Warum macht sie sich aber keine Gedanken darüber, ob nun davon abgesehen auch die Sexualität ihres Sohnes für immer beschnitten sein könnte.

    Hier ging es jetzt um eine jüdische Beschneidung. Aus meiner Sicht treffen die Hintergründe genauso auf muslimisch motivierte oder gar auf Beschneidungen wie sie z.B. in der USA praktiziert werden zu. Ein Glaube, der anderen Schaden zufügt, ist aus meiner Sicht gefährlicher Aberglaube.

    Zitat

    Die Bezeichnung Aberglaube wird in der Regel negativ wertend auf Glaubensformen und religiöse Praktiken angewandt, die nicht dem als „richtig“ und „allgemeingültig“ empfundenen System kultureller Überzeugungen und Lehrmeinungen entsprechen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Aberglaube

    Zitat

    "Inzwischen gibt es ja viele kritische Stimmen in Israel gegenüber der Beschneidung ..." ?!

    Zitat

    Die Güte Gottes sei durch das schutzbedürftige Kind Jesus in die Welt gebracht worden.

    Dort werden praktisch alle Jungen genitalverstümmelt, und zwar hauptsächlich von katholischen Christen. Also Franziskus' "Schäfchen".


    Im Gegensatz zum Prophet Mohamed (darf man sowas noch schreiben?!) wurde Jesus laut den Überlieferungen aus der Bibel selbst beschnitten. Die katholische Kirche hat noch lange am 1. Januar die "Beschneidung des Herrn" gefeiert. Der Papst hat hier von der Güte Gottes gesprochen. Unter den ersten Christen glaubten einige noch, dass es den strafenden Gott des alten Testaments gäbe und den gütigen bzw. verzeihenden Gott des neuen Testaments. Die Idee, dass der Gott des alten und neuen Testament der gleiche wäre, war also nicht immer vorhanden.

    Dennoch hat sich das heidnische Ritual der Beschneidung in allen drei Religionen manifestieren können. Aus der biblischen Beschneidung, wo be-schnitten wurde, entstand die vom Judentum bekannte VA, welche für die Betroffenen wohl die meisten Schmerzen und Nachteile mit sich bringt (komplett irreversibel).

    Und in diesem Potpourri aus Heidentum, Kultur, Aberglaube, Machtanspruch der Glaubensgelehrten und religiösem Wirrwar soll nun der Papst als Vertreter einer Glaubensausrichtung öffentlich erklären, dass sowohl seine Kirche wie auch die beiden anderen den Kinder Unrecht antun. Da nimmt der doch wohl lieber jedes Kind als "Geschenk" an, egal ob es zwangsbeschnitten wurde oder nicht.


    Davon abgesehen kann die katholische Kirche in Sachen Sexualität ja ohnehin nicht als besonders kompetent eingestuft werden. Die aktuellen päpstlichen Empfehlungen zur Verhütung erinnern mich eher an russisches Roulette statt an ein verantwortungsvolle Form der Empfängnisverhütung.

    Gleichwohl ist die Vergleichbarkeit zwischen männlicher und weiblicher Genitalverstümmelung ein wesentliches Element, wenn es um rechtliche Fragen geht. Dies gilt gleichermaßen in allen demokratischen Staaten.

    Im Grunde ist dieses Gericht jetzt am selben Punkt angelangt wie Frau Prof. Hörnle, die auch feststellen musst, dass die erlaubte Zwangsbeschneidung einerseits und ein kategorisches Verbot der FGM andererseits, juristisch nie lösbar sein wird, wenn man nicht beides verbietet.

    Würden die Herrschaften über den Tellerrand blicken, wäre die Lösung aber zum greifen nah. Es genügt doch, wenn man die Altersgrenze für solche Eingriffe ins Erwachsenenalter verschiebt. Umgekehrt kommt doch auch keiner auf die Idee, dass Zwangsheirat von Minderjährigen aus kulturellen Gründen erlaubt sein müsse oder ähnliches.

    Was mich hier entsetzt ist der Fakt, dass man die Abrechnungspraxis einiger Ärzte in den Medien als "Unrecht" oder "Betrug" tituliert, aber es bis heute nicht flächendeckend schafft die Zwangsbeschneidung als das Unrecht zu brandmarken, welches sie ja eigentlich darstellt. Es lässt jemand sein Kind zwangsbeschneiden, weil dies mit seiner persönlichen und individuellen Glaubens- und Weltanschauung so im Einklang stehen würde und die Leute interessiert offenbar nur, wer die Kosten dafür übernehmen soll. Gesellschaftliche Verantwortung bedeutet wohl nicht, dass man nur schaut, ob die eigene Krankenkasse und man indirekt damit selbst hier einen Euro zu viel dafür bezahlt hat.

    Man hat eine Legalität erster Klasse ff gefordert, und - wie bestellt - so geliefert, inkl. "Mohel-Klausel".

    Was bedeutet "legal", wenn im Grundgesetz das Recht auf körperliche Unversehrtheit steht und einem dritten (=Eltern) die Erlaubnis erteilt wird für rituelle Handlungen einen Schutzbefohlenen zwangsbeschneiden zu lassen. Legal ist das ganze wohl nur, wenn man auch ganz fest daran glaubt, dass es legal wäre.

    Tja und Özdemir hat wohl geglaubt, dass Kiffen ok. ist und musste nun lernen, dass andere genauso "konservativ" sein können wie er in Sachen Beschneidung. Ironie des Schicksals eben ...

    Jetzt hat´s Cem Özdemir erwischt ;)

    Zitat

    Jeder Bürger über 18 solle selbst entscheiden dürfen, ob er Cannabis konsumieren wolle.


    http://www.spiegel.de/politik/deutsc…-a-1013543.html

    Echt cool, ab 18 darf man dann seiner Meinung nach sogar selbst über sein Leben und seine Gesundheit frei entscheiden. Schade nur, dass eine abgeschnittene Vorhaut durch eine freie Entscheidung nicht wieder anwächst. Ich finde das total krank. Auf der einen Seite auf liberal machen und dann die Zwangsbeschneidung befürworten:

    Zitat

    "Ich sage unzweideutig, dass Juden und Muslime das Recht auf Beschneidung ihrer männlichen Kinder haben sollten...


    http://www.welt.de/newsticker/new…schneidung.html

    Der Fairness wegen möchte ich aber anmerken, dass Cem Özdemir am 12.12.12 nicht für die Strafbefreiung von Zwangsbeschneidungen gestimmt hatte. Dies lag aber daran, dass ihm seine Partei keinen "sicheren Listenplatz" für die damalige Bundestagswahl gewährte und er daher kein Bundestagsabgeordneter war.

    Belohnungen sind übrigens auch bei anderen Übergriffen Erwachsener auf Kinder ein häufig verwendetes Mittel, um Kinder zum Schweigen zu bringen und Erwachsenen das Gefühl zu geben, ihr Tun sei damit legitimiert.


    Mal theoretisch gedacht, weil mit Sicherheit nicht finanzierbar: Was wäre, wenn man z.B. jedem Kind, dessen Eltern dran glauben, dass Zwangsbeschneidung toll ist, z.B. 500 oder 1.000 Euro Zuschuss für eine Hochzeitsfeier incl. Hochzeitsnacht mit Vorhaut bieten würde? Ich könnte mir gut vorstellen, dass Tradition und Religion sich hier gegenüber dem mächtigen Gott Mammon geschlagen geben müssten.

    Suchende
    Du hast mit Deinem Posting wohl recht. Man kann also festhalten, dass der "schönste Tag" nur dadurch erträglich wird, weil der Körper Streßhormone und andere Hormone ausschüttet. So gesehen haben die muslimischen Jungs gegenüber den jüdischen Jungs den Vorteil, dass ihr Körper hier schon wenigstens Abwehrmechanismen entwickelt hat, die einen Schockzustand wohl teilweise verhindern können.