Beiträge von NoCut

    Eigentlich wäre es Aufgabe der Exekutiven sämtliche Organisationen zu überwachen bzw. zu verbieten, die physische oder psychische Gewalt gegen Kinder ausüben oder öffentlich tolerieren.

    Nach der Aussage des Papstes zum würdevollen Verdreschen von Kindern, fällt mir hier gleich die erste Organisation ein...

    Religionserziehung mit dem Messer ist wohl auch das Gegenteil von gewaltfrei.

    Dann bleibt noch die evangelische Kirche, die ebenfalls aus meiner Sicht zu feige ist, Zwangsbeschneidungen geschlechterübergreifend den Kampf anzusagen.

    Jetzt komme ich fast ins Grübeln, ob man den § 1631d BGB vielleicht am besten nur dahingehend ändern sollte, dass jede Art und Teilnahme von Religionsausübungen erst ab Volljährigkeit erlaubt werden sollte. Damit könnte man Kinder wohl am besten vor religös begründeter Gewalt schützen.

    Zitat

    In Africa, Jewish and Muslim men have much lower rates of AIDS than uncircumcised Christian men.

    Zitat von Rabbi Allen S.Maller


    Dieser Rabbi muss einen festen Glauben haben, wenn er diesen Quatsch für wahr hält.

    BTW: Effektiver als eine Beschneidung ist die Befolgung des 6. Gebots (Du sollst nicht Ehe brechen.)!

    Da bestimmen also andere darüber wie sensibel die Klitoris einer Frau sein darf.

    (Ironie) Immer dieser Quatsch mit dieser sexuellen Selbstbestimmung. Wann hat diese Form von Fetisch endlich ein Ende... (Ironie)

    Zitat

    Sexuelle Selbstbestimmung sollte wie keine Selbstbestimmung zum Fetisch werden. Das hat zuletzt die Debatte über die Beschneidung gezeigt. Der beschnittene Säugling wird zweifellos fremdbestimmt. Dennoch ist das elterliche Recht auf Religionsfreiheit gewichtiger als das kindliche Recht auf körperliche Unversehrtheit.


    http://www.tagesspiegel.de/politik/deutsc…g/10764468.html


    (Den Link hatten wir schon mal, aber solange immer wieder der gleiche Fehler gemacht wird, kann man ja auch immer wieder die gleichen Links verwenden.)

    Auf den Artikel hat ein Herr Doktor B. geantwortet (steht B vielleicht für Blöd?!).

    http://hpd.de/artikel/11201 (siehe Kommentare)


    Er meint, dass der Erfahrungsbericht eines einzelnen nicht zu einem generellen Urteil führen dürfte. Ich frage mich hier aber, warum einzelne Unfälle unter Alkoholeinwirkung oder bei überhöhter Geschwindigkeit im Straßenverkehr in der Form umgesetzt sind, dass hier Regeln und Verbote geschaffen wurden. Ein Beschneidungsopfer ist aus meiner Sicht ein Beschneidungsopfer zuviel und zumindest Zwangsbeschneidungen sind daher in jedem Fall zu unterlassen.

    Wo hast du das denn gefunden?


    Das war aus einem Posting von Dr. Kreutzig-Langenfeld am 09.02.2015 um 18:20.

    Ich finde das ausgesprochen polemisch.
    Wer bitteschön bezeichnet vorhautlose Männer als Krüppel?
    Das habe ich noch nie beobachtet.
    Wer benutzt überhaupt noch den Ausdruck "Krüppel"?
    Das sagt man nicht mehr, das sollte man als Arzt eigentlich wissen. "Du Krüppel" ist herabsetzend.


    Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld hat den Ausdruck "Krüppel" in seinem Posting verwendet. Mehr muss man dazu wohl nicht mehr schreiben ;)

    Das beste an dem Artikel ist die Überschrift.

    Ist mir auch aufgefallen, dass hier das eine oder andere nicht ganz stimmig ist. Die wichtigsten Fakten sind doch aber wenigstens genannt worden, wie z.B. die Aussage von Ulrich Fegeler:

    Zitat

    Eine einmal erfolgte Beschneidung ist eine lebenslange Last und nicht mehr rückgängig zu machen.

    Oder hier die Aussage von Matthias Franz aus seinem Buch:

    Zitat

    Medizinische Vorteile wurden zwar behauptet, konnten aber nie wissenschaftlich überzeugend bewiesen werden

    Fazit: Zwangsbeschneidungen bringen nur Nachteile, weshalb diese nur aus falscher Toleranz gegenüber Religionsgemeinschaften als Opferritual noch geduldet werden. Medizinisch nicht indizierte Beschneidungen ohne religiösen oder kulturellen Hintergrund scheinen daher vorwiegend ihre Ursache nur in mangelnder Kompetenz einiger Urologen zu haben.

    Zitat

    Man kann aus allem eine Philosophie machen…. ich bin nicht für eine Beschneidung…. aber man muss auch nicht so tun als ob Millionen von Juden und Moslems sexuelle Krüppel seien….


    Philosophie ist ja die Liebe zur Weisheit. Das Gegenteil würde ich wohlwollend mit Unkenntnis, statt Dummheit umschreiben wollen.

    "Er" hat übrigens offenbar tatsächlich im Bereich der Urologie ein anderes Betätigungsfeld für sich entdeckt, nämlich die Vasektomie. Vielleicht ist es nur Zufall, aber ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass Urologen wohl scheinbar gerne etwas von gesunden Organen abschneiden oder wie hier durchschneiden wollen. Ich bin aber nicht Freud und möchte dies auch nicht weiter vertiefen ;)

    Vielleicht habt ihr in seinem Lebenslauf auch gesehen, dass er sich erst 2013 als Einzelkämpfer selbständig gemacht hat. In einer Gemeinschaftspraxis kann man sich sicherlich vor den "unzufriedenen" Einzelfällen besser verschanzen. Ich könnte mir daher vorstellen, dass auch er in absehbarer Zeit mit Patienten konfrontiert wird, die seine Meinung über die "Penisfunktion" völlig anders beurteilen und ihn mit entsprechenden Vorwürfen bombardieren.

    Ein Traum-Trio: Lanz, vdL, Antares:


    Obwohl der Link erst 2-3 Jahre alt ist, kommt mir sogar der Sprachgebrauch bereits veraltet vor. Frau Antares spricht hier von den Gemeinsamkeiten der Juden und der Islamisten! Dies würde ja aber bedeuten, dass sie damit dem Judentum unterstellen würde, dass auch dieses darauf trachten würde, dass sich die nationalen Gesetze den religiösen Gesetzen zu unterwerfen hätten. Wir würden doch aber nie das Recht auf körperliche Unversehrtheit für religiöse Opferrituale einschränken ;)

    Ihre Argumente, dass ein (Zwangs-)Beschneider, der auch Metzger (Schächter) ist, die nötige Kenntnisse für eine Beschneidung besitzt, halte ich für stimmig. Wer sich mit Lebensmittelhygiene auskennt und weiß wie man Fleisch schneidet, wird ja wohl auch bei den (Zwangs-)Beschneidungen eine relative hohe Erfolgsqoute aufweisen können. OK., bei Schächten ist das Tier hinterher ohnehin tot, aber dennoch kann ich die Parallelen, die Frau Antares aufzeigen wollte schon erkennen. Das mir von solchen Vergleichen schlecht wird, liegt wohl vermutlich nur an meiner "deutschen Bürgerlichkeit".  (würg) 

    Aber Kinder verstümmeln, ihnen einen Teil ihrer Genitalien zu rauben, sogar ohne oder mit unzurreichender Betäubung ihnen starke Schmerzen zufügen - das ist natürlich keine Gewalt für das UN-Menschenrechtskomitee. Weil, erstens sind es ja nur Jungen und zweitens machen das ja keine Katholiken!!


    Wenn ich das richtig interpretiere, hätte der Papst vermutlich auch nichts gegen Zwangsbeschneidungen, so lange die "Würde" der Kinder gewahrt bleibt *Brech*

    Zitat

    „Die Vorhaut ist sozusagen die fleischgewordene Schnittmenge zwischen Juden und Moslems“


    Ich glaube den Satz müsste man wörtlich nehmen. Kein Vorhaut bedeutet ja auch keine Schnittmenge, was die Konflikte zwischen Juden und Moslems ja auch dokumentieren.

    Achtung, es geht in dem Link übrigens "nur" um Kabarett.

    Zitat

    Es darf in den staatlichen Schulen keine Extraregelungen wegen Glaubenszugehörigkeit geben; Deutsch muss Sprache für alle sein; wir brauchen Aufklärung über Rechtsstaat und Gleichberechtigung der Geschlechter in den Klassen. Schluss mit der falschen Toleranz!


    Dem letzten Satz stimme ich uneingeschränkt zu. Keine falsche Toleranz, wenn es um die MGM geht. Wenn aber jemand über Aufklärung sinniert, der "Gleichberechtigung der Geschlechter" noch nicht mal im Ansatz begriffen hat, weiß ich nicht so recht, was ich selbst mit den Passagen, wo ich mit Frau Schwarzer übereinstimmen würde, halten soll.

    Zufällige Schnittmengen sind ja schließlich noch kein Konsens.

    Das Problem ist halt das entweder oder. Die 10%, die lieber nicht beschnitten wären, haben keine Wahl mehr. Die 86%, die lieber beschnitten sind, könnten sich ja jederzeit noch beschneiden lassen. Das oft genannte Argument, dass eine frühe Beschneidung besser verheilt, müsste einer früheren Keratinisierung gegenübergestellt werden. Somit wäre selbst für die 86% eine spätere Beschneidung aus sexueller Sicht vermutlich sogar noch ein erheblicher Vorteil.

    Jedenfalls ist es doch erfreulich, dass die jüngere Generation hier kritischer denkt als die Ältere, welche sich wohl mit den Nachteilen der Beschneidung vermutlich arrangiert hat und daher schon vergessen hat, was ihnen in ihrer Kindheit bereits genommen wurde.

    Wenn man den gleichen Fehler seit tausenden von Jahren wiederholt, sollte doch endlich mal der Groschen fallen ;)

    Das mit der Bibel, dem Glauben und der Beschneidung kann ich ja aber ohnehin irgendwie mit meinem religiösen Verständnis nicht kapieren. In der Bibel steht, dass Gott nachdem er die Menschen geschaffen hatte folgendes gesagt hat: "Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut."

    Kein Bildhauer würde eine "intakte" Skulptur schaffen, um später irgend einem Dödel den Auftrag zu geben, dass er ihr mit einem Messer zu Leibe rücken solle. Wenn schon, dann wäre dies die Aufgabe des Schöpfers selbst gewesen.

    Die Bibel selbst ist eine Ansammlung von religiösen Texten, die von Menschen über viele Jahrhunderte geschrieben und gesammelt wurden. Durch die Zusammenfassung dieser einzelnen Texte wurde quasi durch Menschenhand die Grundlage für die drei großen Religionen geschaffen. Erst dadurch aber, dass Menschen die biblischen Schriften aus ihrem historischen Kontext gerissen haben und damit begonnen haben die Texte nicht mehr isoliert, sondern als Ganzes zu betrachten, haben sie den Inhalt komplett verfälscht und eine Interpretation begonnen, aus der unter anderem das Ritual der Beschneidung entlehnt ist.

    Die Asche wird stolz in der Dunkelheit verteidigt, denn das Feuer in der Herzen ist schon lange erloschen.

    Glasklare Analyse...


    Vielen Dank für diesen Link. Diese Analyse bringt es wirklich auf den Punkt.

    Ob die Rache durch das alte Testament überliefert wurde oder das alte Testament lediglich das gesellschaftlich reformbedürftige Racheprinzip historisch beschreibt, wird jeder abhängig von seinem Glauben unterschiedlich interpretieren. Das Grundprinzip der Rache hat das neue Testament übersprungen und ist leider auch im Koran dann wieder präsent geworden.

    Wenn man die Zwangsbeschneidung als Rache für den selbst erlittenen Schmerz interpretiert, wird deutlich, warum es vielen Menschen schwer fällt darauf zu verzichten.

    Die Ausführungen, dass Rituale die Zugehörigkeit zu einer Gruppe begründen, macht deutlich, dass es auch bei der Zwangsbeschneidung weniger bis überhaupt nicht um ein Bündnis mit Gott, sondern eher als Aufnahme in eine Gruppe oder einen "Kultur"-Kreis geht. Wie stark ist aber eine Gemeinschaft, wo die Mitglieder ihre eigene innere Leere nicht ertragen und daher selbst schmerzhafte oder demütigende Aufnahmerituale in Kauf nehmen, nur um dieser Gruppe oder einer Glaubensgemeinschaft anzugehören.

    Mir steht es nicht zu abschließend über derartige Gruppen und ihre Mitglieder ein Urteil auszusprechen, aber dennoch sollte sich jeder vom Pfadfinder über die Burschenschaftler bis hin zu Angehörigen von Religionsgemeinschaften kritisch hinterfragen, ob es wirklich eine Bereicherung darstellt einer solchen Gruppe anzugehören, deren Stärke vorallem auch die Unterdrückung anderer beinhaltet.

    Gemäß dem Titel dieses Threads geht es hier eigentlich um homosexuellen GV, welcher wohl auch in vielen Fällen aus Analverkehr bestehen kann. Die Theses von Sidi, dass er mit seinen Beschneidungen absolut zufrieden ist, muss daher aus meiner Sicht auch unter diesem Kontext gesehen werden. Ich persönlich habe hier keinerlei Erfahrung und weiß nur vom Hörensagen, dass die Reibung / Stimulation größer sein soll. Für mich ist dies daher die logische Erklärung, warum es für ihn jetzt besser "kontrollierbar" sein könnte, wenn das Empfinden schwächer ausgeprägt ist, als zuvor.

    Ich würde diesen Thread jetzt aber gerne noch für eine Nebenbetrachtung kapern. Von mehreren Frauen habe ich jetzt in Gesprächen zum Thema (Zwangs-)Beschneidungen immer wieder zu hören bekommen, dass sie mit beschnittenen Männern besseren Sex gehabt hätten. Beim genaueren Nachfragen stellt sich dann meist heraus, dass sie von Exfreunden sprechen, die zum Zeitpunkt des maßgeblichen GV noch relativ jung waren. Mir schießen dann immer zwei Gedanken in den Kopf.

    Erstens wird die Keratinisierung vermutlich in diesen Fällen noch nicht sehr weit fortgeschritten gewesen sein bzw. noch an dem Punkt gewesen sein, wo der GV einfach nur etwas länger und damit erfüllter stattgefunden haben muss. Es wäre also denkbar, dass diese Männer zwischenzeitlich hiervon wesentlich stärker bzw. eventuell auch sehr nachteilig betroffen sein könnten.

    Das zweite ist aber meine Vermutung, dass Männer ohnehin im Laufe der Jahre auch sexuell abbauen. Wenn diese Frauen nun den Vergleich mit ihrem aktuellen vielleicht fünfzigjährigen unbeschnittenen Partner und einem damals vielleicht zwanzigjährigen beschnittenen Partner ziehen, kann ich mir schon gut vorstellen, wer hier "besser punktet". Der einzige reale Vergleich wäre daher der Partner aus der Jugendzeit, der heute vielleicht auch mit Bierbauch, Geheimratsecken, Falten und Arthrose nicht mehr der selbe ist wie vor dreißig Jahren ;)

    Daher mal Frage in die Runde. Wenn Ihr in Eurem Umfeld über das Thema Beschneidung sprecht, kommen bei Euch dann auch solche Argumente von der Gegenseite?