Beiträge von NoCut

    Zitat

    Wir haben nicht das Recht, diese Eigendefinition in Frage zu stellen, schon gar nicht im Land der Schoa.


    Der Typ ist aus meiner Sicht ein Rassist, der gerne von sich auf andere schließt. Er will eine Gesellschaft für eine Schuld in Haftung nehmen, die einige derer Vorfahren begangen haben. Er spielt auf Erbsünde an und dafür ist dann eher das alte Testament zuständig, aber in keinem Fall eine aufgeklärte Gesellschaft.

    Er lebt im Gestern, wo Kinder keine Rechte hatten und die Eltern über diese frei verfügen konnten. Die Dinosaurier sind irgendwann von der Erde verschunden. Ich denke daher, dass wir hier nur etwas Geduld haben müssen. Irgendwann wird man sich erinnern, dass es Ewiggestrige gab, die sogar einen PC bedienen konnten und im Internet Jahrtausende alte Opferrituale (pars pro toto) heidnischen Ursprungs verteidigt haben.

    P.S. Eben wurde auch ein Kommentar von mir gestrichen. Den Typ kann man nicht ernst nehmen ;)

    „Eine weibliche Genitalverstümmelung, die von einigen fälschlich als Beschneidung bezeichnet wird, steht im Widerspruch zu den Menschenrechten“

    Sag ich doch, Deutschland ist nicht mehr die dümmste Komikernation ;)

    Mal noch eine Frage am Rande, ich würde gerne eine Voodoo-Sekte gründen und dafür müssten auch hin und wieder mal ein paar Menschen geopfert werden. Wenn ich da nach Österreich übersiedle und vorab zusage, dass ich mich neben den religösen Ritualen dem österreichischen Recht unterordne, müsst doch alles in Butter sein. Ich will quasi so eine Voodoo-Sekte mit österreichischer Prägung gründen.*

    *Achtung, das war natürlich Ironie, die nur verdeutlichen sollte, wie bescheuert es doch ist, im 21. Jahrhundert, wo die EU auf die Abschaffung von Ritualen drängt, bei denen Kinder verstümmelt werden (MGM, FGM), so ein Gesetz zu erlassen. Ich mag Österreich tendenziell, aber mit ihrer Regierung scheinen die offenbar auch kein glückliches Händchen zu haben.

    ... und auch das Gesetz für die Muslime gibt es schon seit 1912.

    Tja, das ist wohl wahr. Damals verfolgte man politisches Kalkül bzw. wollte man verhindern, dass die bosnisch-serbischen Nationalisten den nationalen Frieden stören, was dann 1914 endgültig, wie auch immer, daneben ging.

    Aus meiner Sicht bietet jetzt Österreich hier ein Entgegenkommen an und verpflichtet die Moslems im Gegenzug, dass sie sich klar vom Islamismus (i.S. vom Islam-Staat mit der Scharia) distanzieren sollen (Erdogan & Co. beschweren sich ja schon gegen den Islam "österreichischer" Prägung). Was ist aber ein "Friedensangebot" wert, dass u.a. den Passus enthält, dass man dafür auch weiterhin die körperliche Unversehrtheit von Minderjährigen opfert. Soll ein Friede auf dem Leid und Schmerz von Kindern geschlossen werden?!

    Ich warte ja noch darauf, dass jetzt in Österreich noch weitere Gesetze folgen werden. Beispielsweise könnten doch für die Zwölf Stämme und andere Sekten ebenfalls Gesetze folgen, die festlegen, dass auch diese religösen Gruppen sich künftig grundsätzlich an die nationalen Gesetze halten, wenn sie dafür auch weiterhin ihre Kinder nach freiem Ermessen verdreschen dürfen.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/z…d-a-973409.html

    Frau Merkel hat uns bisher zu größten Komikernation werden lassen, aber unsere österreichischen Nachbarn schaffen es wohl, uns jetzt an der Spitze der Komikernationen endlich in würdiger Form abzulösen. Hat schon mal jemand darüber nachgedacht, warum in einem Staat mit Religionsfreiheit explizit für eine einzelne Religion ein separates Gesetz erlassen wird. Unser § 1631d BGB hatte wenigsten zwei Religionen im Visier und gab sich dem Anschein nach teilweise als reguläres Gesetz aus.

    Zitat

    Männer und Frauen sind gleichberechtigt.

    Bedeutet dies im Zweifel, dass Jungen und Mädchen nicht gleichberechtigt sind *** duck weg ***

    Das Thema benachteiligen und Geschlecht könnte übrigens auch schön fehlinterpretiert werden. Jungen wird ja nichts bei der Zwangsbeschneidung genommen, was Mädchen in exakt gleicher Form jemals gehabt haben. Reden wir also vielleicht sogar um eine teilweise geschlechtsangleichende Amputation im Rahmen der Verminderung einer teilweise bestehenden biologischen Ungleichheit *** duck weg und renn ***

    Die Juristerei ähnelt hier den Religionen. Sobald Textgläubige alles verdrehen und den wahren Sinn mit Füßen treten, entsteht Leid und Unrecht.

    Gerade das kann aber in der heutigen Zeit nicht mehr sein.

    Das es so nicht mehr sein sollte, sind wir uns mit Sicherheit einig. Das es aber noch so sein kann, zeigt das Beispiel des hier genannten Mediziners.

    Umgekehrt sollte es in der heutigen Zeit auch nicht mehr der Fall sein, dass Kinder zwangsbeschnitten werden. Der § 1631d BGB verkörpert hier aber sogar einen Wissensstand, der eher Jahrtausende statt 100 Jahre zurückliegt. Recherchiert und geschrieben wurde er aber wohl dennoch mit modernen per Internet vernetzten PC´s. Es ist daher nicht immer der mögliche Wissensstand, der sich allgemein durchsetzt, sondern leider setzen sich auch oft rückständige Menschen durch, die eine positive Weiterentwicklung der gesamten Gesellschaft mit allen Mittel zu verhindern versuchen.

    Ein Impfung KANN die Gesundheit dauerhaft und schwer beeinträchtigen, sogar tödliche Folgen haben. Verbessern kann sie die Gesundheit nicht, weil "gesunder als gesund" ist wie die alte Dash-Reklame "wäscht so weiß, weißer geht's nicht" - weißer als weiß geht sowieso nicht.

    Ok., Gesundheit war das falsche Wort ;)

    Eine Impfung kann im Idealfall das Immunsystem gegen bestimmte Krankheiten verstärken. Bei Immunsystem muss man aber umgekehrt auch an Autoimmunkrankheiten denken. Noch immer weiß man nicht, wie Autoimmunkrankheiten entstehen. Außerdem wird auch kein Arzt bei einer Routineimpfung eruieren, ob die jeweilige Impfung für den Patient hier eine potentielle Gefahr sein könnte.

    Das Thema Impfen unterscheidet sich hier übrigens mal wieder eindeutig vom Thema Zwangsbeschneidung. Die Zwangsbeschneidung bietet keinen Vorteil, der nicht auch durch Kondome, Wasser und Seife erreicht werden könnte.

    Zitat

    Zugesichert wird ihnen auch der dauerhafte Erhalt islamischer Friedhöfe, das Recht zu schächten oder zur Beschneidung.


    Das könnte man auch allgemeiner formulieren:

    Zugesichert wird ihnen auch der dauerhaft Erhalt islamischer Friedhöfe sowie das Recht aus religiösen Gründen gegen den Tierschutz und die Menschenrechte verstoßen zu dürfen.


    Gelobt sei was seelig macht, egal wem es weh tut  :FP02

    Ich bin ob dieser Prosa müde...

    Wir hatten im Nachbarthread etwas über unser Grundgesetz diskutiert. Im Rahmen der Gesetzgebung kommt es immer wieder vor, dass neue Gesetzes verfassungswidrig sind. Nachdem ich diesen Artikel gelesen und darüber etwas nachgedacht habe, sind mir sogar Zweifel an unserem Grundgesetz selbst gekommen.

    Das Grundgesetz garantiert das Recht auf körperliche Unversehrtheit und gleichzeitig die Religionsfreiheit sowie das Recht der Eltern für ihre Kinder entscheiden zu dürfen. Dadurch, dass hier für stupide Gesetzesbastler (siehe Gesetzesentwurf § 1631d BGB) nicht ausdrücklich die Hierarchie für aus der Übung gekommene Juristen klar erkennbar ist, sehe ich damit sogar das Grundgesetz in sich widersprüchlich. Es wäre an der Zeit klarzustellen, dass die Reihenfolge der Artikel auch gleichzeitig die Hierarchie innerhalb des Grundgesetzes festlegt.

    Jedenfalls schockieren mich solche Sätze immer wieder auf neue: 

    Zitat

    Für ihn ist die Beschneidung ein wichtiges Zeichen als Bekenntnis zur Religion.


    Für mich wäre es ein wichtiges Zeichen, wenn der Gesetzgeber hier allen mit diesen Ambitionen klar zu erkennen geben würde, dass sie in solchen Fällen ihre Religion sonst wohin stecken können nur auf sich bezogen ausleben dürfen bzw. gefälligst die Finger und Messer von ihren Kinder lassen sollen.

    PS: Im Art 2. Steht nicht nur "Leben" und "Unversehrtheit", da steht auch "jeder hat das Recht auf Freiheit der Person". Frag mal die Knackis, ob das durch ein Gesetz eingeschränkt werden kann!
    Aber auch das Gefängnispersonal darf den Gefangenen keine Körperteile abschneiden. Den Weg in die Freiheit hingegen schon.

    Wieder was gelernt ;)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Artikel_2…lik_Deutschland

    Viele werden wohl genauso naiv wie ich sein und gedacht haben, dass der Teilsatz bezüglich der Einschränkung der Rechte im Artikel 2 nur die Freiheitsrechte betrifft, weil ja sonst niemals jemand inhaftiert werden könnte. Tatsächlich ist es offenbar aber noch nicht mal sicher, ob unser Recht auf körperliche Unversehrtheit oder das Leben wirklich garantiert wird (Diskussion über finaler Rettungsschuss). Das Grundgesetz lehnt sich offenbar an die Menschenrechte an, garantiert diese aber dann doch scheinbar nicht ausdrücklich.

    Beim Recht auf körperliche Unversehrtheit spielt es offenbar grundsätzlich eine Rolle, ob die Gesundheit durch einen Eingriff beeinträchtigt würde. Eine Impfung würde die Gesundheit kurzzeitig einschränken und im Idealfall danach verbessern. Eine Zwangsbeschneidung schränkt immer die Gesundheit bzw. Funktion eines Körperteils ein und kann daher wenn ich das jetzt richtig verstehe niemals erlaubt werden. Dennoch ist die Einwillung nach § 1631d BGB möglich?!

    Bei mir geht der Artikel noch etwas weiter. Da kommt am Ende noch ein kurzer, aber nicht unwichtiger Satz.

    Nimm mir bitte nicht meine letzte Hoffnung auf Rechtstaatlichkeit ;)

    Ich dachte der kurze Satz bezieht sich lediglich auf die Freiheitsrechte, die dann z.B. im Rahmen eines Strafvollzugs eingeschränkt werden können. Wenn Deine Überlegung stimmt, ist unser aller Leben nicht durch das Grundgesetz geschützt und sowohl eine gesetzliche Zwangsimpfung wie auch der § 1631d BGB wären dann mit dem Grundgesetz vereinbar.

    Wo kommen denn diese Zahlen her? Das erscheint mir doch recht hoch. Gibts da eine verlässliche Quelle?

    Habe ich von Tante Google ;)

    http://www.welt.de/politik/deutsc…schneidung.html
    http://www.onmeda.de/g-kinder/beschneidung-3102.html

    Ob die Zahlen verlässlich sind, weiß ich nicht. Habe diese Zahlen nicht selbst gefälscht und traue ihnen daher nur eingeschränkt ;)

    @ Guy
    Jede Beschneidung ohne medizinisch Notwendigkeit ist eine sinnlos Körperverletzung. Alles andere ist ja nur Ideologie.

    Zitat von »Selbstbestimmung«
    Dass das Recht auf körperliche Unversehrtheit eingeschränkt werden kann müssen wir doch nicht diskutieren.


    Im Grundgesetz lese ich das anders:

    Zitat

    Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.


    "Jeder" unterscheidet übrigens weder zwischen Geschlecht noch nach Alter!

    Wo sind die denn, bzw. ihre Gräber? Mir ist nur ein Fall bekannt, und das war ein angeblich medizinisch indizierter Fall.


    Mea culpa.

    Das ist ja sogar direkt ein Trost, dass wir hier offensichtlich in Deutschland bisher viel Glück hatten. Wenn ich das jetzt richtig gelesen habe, werde in Deutschland pro Jahr rund 28.000 Kinder sinnlos beschnitten und statistisch gesehen sterben 100 von 1,4 Mio. Kinder bei Beschneidungen in den USA.

    Die andere Frage geht aber in Richtung Diagnose. Was ist plötzlicher Kindstod? Und schon wieder sind wir beim Ausgangsthema. Bei Kindern, die unmittelbar nach einer Impfung Fieber bekamen und dadurch schwere Folgenebenwirkungen erlitten, werden teilweise als Impfgeschädigte verzeichnet. Dabei wird nicht bedacht, dass gerade kleine Kinder oft mehrere Impfungen pro Jahr erhalten und gleichzeitig häufig Krankheiten einfangen. Bei Beschneidungen läuft die Statistik aber scheinbar umgekehrt. Jedenfalls ist es doch sonderbar, dass vorwiegend männliche Säuglinge am plötzlichen Kindstod versterben.

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page…d&threadID=2386

    Dass das Recht auf körperliche Unversehrtheit eingeschränkt werden kann müssen wir doch nicht diskutieren.


    Aus meiner Sicht ist dies der Kernpunkt, den wir besonders diskutieren müssen. Kein Mensch hat das Recht willkürlich bzw. aus eigenen Interessen in das Recht auf körperliche Unversehrtheit eines anderen einzugreifen. Und wenn das Elternrecht willkürlich dafür missbraucht wird im Eigeninteresse (kulturelle, religiöse und anderer Unfug) das Recht auf körperliche Unversehrtheit zu Lasten von Kindern zu beschneiden, sind wir zu hundert Prozent wieder im Thema.


    Wenn ein Todesfall bei den Masern gleich in der Debatte in Richtung Zwangsimpfungen führt, warum führen dann die vielen durch Zwangsbeschneidung zu Tode gekommen Kinder in Deutschland nicht zu einer Verbotsdebatte seitens unserer Politiker? (Komikernation!)


    Wenn man diesen Artikel ließt, kommt einem das ganze ungewollt "komisch" vor:

    Zitat

    "Jetzt verstehe ich auch endlich, warum es für das Christentum so notwendig war, dass Gott einen Sohn und keine Tochter hatte: Was hätte Rubens denn sonst darstellen sollen? Das ginge ja überhaupt nicht!" Der Museumsführer strahlt mich begeistert an und stimmt mir zu: "Ja, genau so ist es!"


    Und der Museumsführer "strahlt begeistert", statt dass ihm das Lachen im Hals stecken bleibt?!

    Zitat

    Mit welcher "Ideologie" stehen die Gegner der Beschneidung den religiösen "Ideologen" denn entgegen? Am Ende des Artikels finden wir die Antwort darauf. "[…] die Gegner beklagen eine Verletzung der Menschenrechte […]. Diese ideologischen Haltungen beeinflussen die Wissenschaft in alle Richtungen […]"


    Menschenrechte als Ideologie zu bezeichnen würde ich bei einer Skale von 1 bis 10 mit 11 Punkten als total daneben bezeichnen. Wo bleibt der Verfassungsschutz? Warum greift hier niemand ein? Diese Worten sind ja schließlich Rechtfertigungsversuche für Körperverletzungen an Kindern.

    Wenn ich an Museum denke, denke ich gerne an Ausstellungsräume, wo Exponate aus früheren Epochen gezeigt werden. Ich würde mich freuen, wenn es irgendwann wieder eine Ausstellung zu diesem Thema geben würde, wo der Museumsführer dann erklärt, wie Kinder früher mit den verschiedenen Utensilien beschnitten wurden und dann hinzufügt, dass man dies jedoch heute aus humanistischen Gründen selbstverständlich nicht mehr praktiziert.

    Testament bedeutet Bund. Altes Testament ist somit der "alte Bund". Beim neuen Testament heißt es daher auch im Abendmahl "Dies ist der neue Bund... der mit Euch geschlossen wird..."

    Auch ich dachte früher, dass es doch aus religiöser Sicht ausreichen müsste, wenn ein Bund erfüllt würde. Unser geschätzter Mitforist Benni, der leider viel zu früh verstorben ist, hatte mal ausgeführt, dass es im alten Testament wesentlich mehr als nur einen oder zwei Bündnisse zwischen Gott und den Menschen gibt. Neben der Beschneidung gibt es tatsächlich den Noah-Bund, aber selbst der Dekalog war ein Bündnis. Aus dem alten Testament geht hervor, dass es immer wieder Bündnisse gab und diese auch immer wieder gebrochen wurden. Am Ende war daher die Rede vom neuen Bund, dem Messias.

    Was macht man aber, wenn man sich in einer Art Wartezeit befindet und jetzt nicht konkret weiß, an was man sich wirklich halten soll oder muss. Genau, man versucht zur Sicherheit jedes Bündnis oder fast jedes Bündnis zu erfüllen. Der Noah-Bund verlangt wenig Gegenleistung und ist damit in Ordnung. Der Dekalog fordert bei strikter Befolgung (z.B. kein Krieg, etc.) schon etwas mehr. Da ist natürlich der Bund mit Abraham viel leichter zu praktizieren, weil er einem selbst nicht mehr weh tut, sondern nur den eigenen männlichen Nachkommen.

    Und der Islam begründet dann die heidnische Beschneidung einfach mit dem alten Testament und schon wird das ganze zu einem religiös motivierten Ritual erhoben. Glaube erinnert mich hin und wieder an Unkraut. Es wächst auch dort, wo es unter keinen Umständen wachsen sollte.

    Ob ich rauchen darf, oder ob ich rauchen muss ist dasselbe?

    Vielleicht wird´s jetzt wirklich etwas OT, aber im Kern geht es nun mal darum, dass Eltern die Rechte ihrer Kinder treuhänderisch ausüben und damit in einer hohen Verantwortung stehen, der sie leider aus meiner persönlichen Sicht nicht immer gerecht werden.

    Jetzt mal eine Verdeutlichung zum Thema "dürfen" oder "nicht tun müssen". Unsere Sozialgesetze sollen gewährleisten, dass jeder Bürger ausreichend mit Nahrung versorgt wird also genug essen darf. Umgekehrt taucht immer wieder die Frage auf, ob Menschen zum essen gezwungen werden dürfen. Typische Beispiele sind Hungerstreik in Gefängnissen oder bei Menschen, die durch Hungerstreik mit unheilbaren Krankheiten aus dem Leben scheiden wollen.

    Jede Form von Zwang ist aus meiner Sicht immer nur dort gerechtfertigt, wo Gefahr im Verzug vorliegt oder der Zwang keine gravierenden Grundrechte tangiert. Die Notwendigkeit für einen Zwang muss also im Zweifel wesentlich höher wiegen als die Grundrechte. Wenn man einer Zwangsimpfung statt gibt, haben wir den nächsten Präzedenzfall, wo die Grundrechte mit einem Gesetz außer Kraft gesetzt werden. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit wird damit sukzessive zum Schweizer-Käse ausgehöhlt. Frappierend dabei ist auch, dass diese Aushöhlung der Grundrechte mal wieder nur Minderjährige betreffen würde.

    Was die Zwangsimpfungsbefürworter verkennen, ist aus meiner Sicht die Tatsache, dass jeder das eigene Kind durch eine Impfung schützen kann und somit nicht auf die Impfung der anderen Kinder angewiesen ist. Genauer betrachtet wird aber auch bei der Impfdebatte wieder damit argumentiert, dass es um das Kollektiv ginge. Dies erinnert mich dann wieder an den Kulturkreis, der bei der Beschneidung vermutlich der wahre Hintergrund für diese Amputationen darstellt.

    Wer sagt denn, dass das innere Vorhautblatt weg muss (Periah)? Hat mal ein Rabbi gesagt - das reicht.

    Das ist ja genau der Quatsch der Schriftgläubigen, die ich persönlich gerne als Ungläubige oder Bibelfälscher bezeichne. Ich lese in der Bibel immer etwas von "Du sollst". Dort steht aber auch geschrieben: "Du sollst nicht töten." Keine Religion hat sich bisher daran gestört, dass im Krieg Menschen getötet werden. Es gibt kein "Muss" in der Bibel und wer den Glauben ernst nimmt wird wohl eher verstehen, was diese wirklich will. Ein friedliches Miteinander, nicht mehr und nicht weniger.

    Führt man sich diesen Kernpunkt vor Augen, wird einem schnell klar, dass der Weltfrieden mit Sicherheit nicht davon abhängig ist, dass kleine Kinder zwangsbeschnitten werden. Vielmehr wird einem dann klar, dass man den Frieden mit Zwangsbeschneidungen sogar zerstört.