Beiträge von NoCut

    Eigentlich ist Nils Schmid ja nicht der einzige in Baden-Württemberg, der Beschneidungen toll findet:

    http://www.welt.de/regionales/stu…ei-bleiben.html

    Und wie alle noch wissen, wollte die Chefin der einen Partei vermeiden, dass wir eine "Komikernation" werden (die Jungs haben wohl nun tatsächlich nichts mehr zu lachen). Und Frau Leutheusser-Schnarrenberger, die mal Jura studiert hatte, schlug das Grundgesetz auf ihrem Schreibtisch zu und formulierte den § 1631d BGB.

    Die Menschen, welche durch ihr Abstimmungsverhalten zum § 1631d BGB zu Mitschuldigen wurden, findet man somit in allen Parteien.

    Jetzt gerade gehts mir schon besser, und ich werde mal schauen wie es in den nächsten Wochen sein wird.

    Jetzt habe ich gerade Gänsehaut bekommen und freue mich wahnsinnig, dass es Dir nicht nur etwas besser geht, sondern dass Du Dich auch wieder hier im Forum meldest. Es haben sich viele um Dich sorgen gemacht oder anders ausgedrückt gibt es viele Menschen hier, denen Du wichtig bist.

    Schreibt bitte was los ist, Danke!

    Ich bin mir sicher, dass sich hier alle im Forum große Sorgen um Blankspace (müsste was mit Taylor Swift zu tun haben...) gemacht haben. Somit war und ist die Nachricht von Guy wohl für alle eine Erleichterung gewesen.

    Dein Argument, dass hier intimste Details ausgetauscht werden, ist richtig. Allerdings entscheidet hier jeder für sich, wie viel er davon Preis geben will. Daher obliegt es doch auch hier ausschließlich dem TO, ober er zu einem späteren Zeitpunkt mehr dazu berichten möchte oder nicht.

    Für die Baby´s ist es übrigens auch wesentlich besser, wenn sie bei der Beschneidung ebenfalls nicht anwesend sind ;)

    Soll sich doch der Arzt die Haut von den Fingern schälen, wenn er nichts zu beschneiden hat *** duck weg ***

    Dem Vorschlag kann ich inhaltlich voll zustimmen, aus dem Munde von Frau Deligöz hört es sich allerdings nicht sehr glaubwürdig an.


    Ich würde das ganze weder über noch unterbewerten. Frau Deligöz hatte ja bereits 2007 dazu aufgefordert auf das Kopftuch zu verzichten: http://www.spiegel.de/unispiegel/stu…n-a-467451.html

    Aber wie sieht wohl ein deutsch-muslimisches Leben in der Praxis aus?

    Dazu ein kurzes Gedankenspiel:

    Nehmen wir doch einfach eine katholische Familie in Bayern. Wir schreiben das Jahr 1953 (könnte auch 1952 oder 1954 sein). Der Ehemann arbeitet in einer Schreinerei und die Ehefrau führt den Haushalt in alleiniger Verantwortung. Daneben zieht sie die beiden Söhne groß. Sonntags geht die gesamte Familie in den Gottesdienst und der Ehemann danach noch alleine zum Stammtisch ins Wirtshaus Adler (Adler = Symbol für den Evangelisten Johannes). Wie es sich "schickt" trägt die Ehefrau beim Gottesdienstbesuch ein Kopftuch und natürlich keine Hose, sondern ein Kleid oder einen Rock. Und selbstverständlich hat sie auch keinen "unweibischen" Kurzhaarschnitt.

    Wir schreiben nun das Jahr 2017 und schauen uns die familiären Verhältnisse bei den beiden Söhnen an. Der eine hat eine Protestantin geheiratet und der andere lebt mit einer Frau in wilder Ehe. Beide Paare haben bereits Nachwuchs. Keiner der Söhne geht regelmäßig zum Gottesdienst bzw. wenn überhaupt zu Weihnachten, bei Eheschließungen, bei Bestattungen und Taufen. Die Partnerinnen der Söhne tragen beide Hosen und eine hat sogar einen Kurzhaarschnitt. Keine von den beiden käme jemals auf die Idee beim Kirchgang ein Kopftuch zu tragen. Der Kontakt zwischen den Senioren und den beiden Partnerinnen ist aufgrund der recht unterschiedlichen Weltanschauungen ziemlich unterkühlt. Auch wirft die Mutter den beiden Partnerinnen vor, ihre Söhne moralisch verdorben zu haben.

    - Blende -

    Überträgt man diese Entwicklung auf ein deutsch-muslimisches Leben, wäre dies grob gesprochen ähnlich wie bei den deutsch-christlichen Familien. Die Religion würde ihren angestammten Platz und Bedeutung im Leben verlieren bzw. die Religion würde eher sporadisch und punktuell ausgelebt werden. Ähnlich wie die Taufe würde man vermutlich aber auch an der Beschneidung festhalten.

    Frau Deligöz ist gegen Kopftücher, aber definitiv für straffreie Zwangsbeschneidungen. Am 12.12.12 hat sie daher mit JA gestimmt!

    Diesen Vorschlag für ein deutsch-muslimisches Leben, welches sich von jeglicher Art von Gewalt distanziert und auf der Grundlage der deutschen Verfassung und deren Gesetze aufbaut, möchte ich meinen vollen Applaus geben.

    Vielleicht können wir bei dieser Gelegenheit auch über ein deutsch-christliches Leben nachdenken, das neben der Abschaffung des Zölibats (sexuelle Selbstbestimmung) oder dem offenkundigen Sexismus (wann wird endlich mal eine Frau Kardinal) auch damit aufhört, rituellen Zwangsbeschneidungen nach dem Mund zu reden.

    Ich glaube eh schon lange nicht mehr, dass es einen guten Ausgang für mich geben wird.Also Danke nochmal an alle, die sich die Mühe gemacht haben meinen Post zu lesen.Nur noch ein Paar Tage dann bin ich endlich von meinem Leid befreit.

    Das kann jetzt nicht Dein Ernst sein. Du willst tatsächlich kurz vorm Ziel aufgeben?

    Jahrelang bist Du wohl auf der Suche nach einer Lösung umhergeirrt. Dein letzter Therapeut war Dir keine Hilfe bzw. konnte er Dir offensichtlich keinen Halt geben.

    Jetzt siehst Du langsam klar, was alles in der Vergangenheit nicht rund gelaufen ist bzw. welche vielfältigen Wege Dir offen stehen, um diese Probleme in der Zukunft für Dich "annehmbarer" zu gestalten. Hab keine Hemmungen, Dich an eine Beschwerdestelle zu wenden. Den Leuten in solchen Beschwerdestellen geht es nicht um "Fehler", sondern darum wie dem einzelnen Menschen besser geholfen werden kann. Dein Therapeut hat vielleicht einen "falschen" Weg versucht, aber gib doch den "Profis" die Chance aus diesem Fehler zu lernen, damit sie gemeinsam mit Dir eine Lösung entwickeln, mit der Du leben kannst.

    BTW: "Ich glaube eh ..." Hör auf zu glauben und fang an zu denken ;)

    Ein guter Therapeut nimmt notfalls auch Zwangsvorstellungen ernst und fängt nicht damit an die Wahnvorstellungen selbst in Frage zu stellen. Er benutzt sie um ev. dem Patienten auf den Weg zurück in die Realität zu bringen.


    Um zu vermeiden, dass hier Begrifflichkeiten eventuell zu Missverständnissen führen, möchte ich kurz nach bestem Wissen die Unterschiede zwischen einem Psychotherapeuten und einen Psychiater aufzeigen. Ein Psychotherapeut "kümmert" sich praktisch ausschließlich um die Psyche eines Menschen. Ein Psychiater dagegen arbeiten im Bereich der Psychotherapie und der Psychiatrie. Psychiatrische Erkrankungen haben im Gegensatz zu psychologischen Problemen "organische" Ursachen. "Wahnvorstellungen" haben neben neurotischen Ursachen oft psychotischen Hintergrund.

    Der TO wurde jedoch als Kind zwangsbeschnitten und hat dadurch neben dem körperlichen Trauma (=Verletzung) wohl vermutlich auch ein psychisches Trauma davongetragen. So wie Menschen nach Autounfällen oder ähnlichen nicht nur mit den physischen Folgen belastet sind, ist es wohl auch dem TO ergangen. Und auch bei Unfällen (z.B. mit bleibenden Schäden), brauchen viele therapeutische Hilfe, um ein solches Trauma zu lindern oder gar zu überwinden.

    Dies nur als Einwurf, weil die Probleme des TO aus meiner Sicht eine völlig "gesunde Reaktion" auf eine "kranke Situation" sind. Gäbe es nicht so viele Länder, wo Menschen zwangsbeschnitten werden, würde man vermutlich bereits jeden, der auch nur mit dem Gedanken spielt sein eigenes Kind zwangsbeschneiden zu lassen, zum Therapeuten schicken. Die aktuelle Situation ist aber, dass die Opfer (=Kinder) der "wirklichen Patienten" (=Eltern) bei den Therapeuten als Patienten landen.

    Also ja hoffe ich,dass mein nächster Therapeut hoffentlich besser ist.

    Ich weiß jetzt nicht genau, wie das bei Psychotherapeuten geregelt ist, aber auch hier müsste es eine Beschwerdestelle geben. Vielleicht kann Dir aber notfalls auch das Bundesnetzwerk für Beschwerdestellen einen entsprechenden Ansprechpartner nennen, der Dich dabei unterstützt, dass Du einen Therapeuten bekommst, der Dir auch wirklich weiterhilft.

    Wenn ich so nachgrüble, frage ich mich fast schon, ob die Beschneidungsdebatte vielleicht ganz anders oder tiefer verortet ist, als es scheint. Es gibt ja die Theorie, dass bei der MGM weibliche Anteile entfernt werden sollen. Sollte dies der wahre Sinn sein, wird damit aus dem Jungen symbolisch ein ganzer Mann ohne weibliche Anteile. Er wird damit also "männlicher" gemacht.

    Im Umkehrschluss bekommt dieser "ganze Mann" dann auch gleichzeitig Macht über alle Frauen. Eine Frau, die "nur" weibliche Anteile besitzt, kann sich dieser in einer solchen Denkweise nicht entledigen.

    Sollte dieses uralte Denken tatsächlich eine Rolle spielen, dann wäre es auch für den Machterhalt der bereits beschnittenen Männer wichtig, das innerhalb dieses Systems nichts verändert wird. Würde sich hier etwas ändern, würde ja ihr eigener Machtanspruch hinterfragt werden und die Privilegien, die sie durch die erduldete Beschneidung erlangt haben, würden plötzlich verpuffen.

    Aber selbst Frauen von beschnittenen Männern, die sich bis dahin kulturell untergeordnet haben, würden mit dem Durchbrechen der Beschneidungspraxis dann gelinde gesagt ziemlich doof da stehen. Sie haben sich dann vielleicht jahrzehntelang schikanieren und erniedrigen lassen, um am Ende zu erfahren, dass dies weder etwas mit Religion zu tun gehabt hat noch notwendig war. Und noch schwerer wird es dann wohl zu ertragen sein, dass die nächste Generation derart unbeschwert ihre Sexualität ausleben kann und dabei innerhalb einer gleichberechtigten Beziehung wohlmöglich auch noch glücklicher wird.

    So gesehen könnte hinter den Worten "mit der Beschneidung fängt es schon an" mehr stecken als man im ersten Moment annehmen möchte.

    Sie laufen gerade Gefahr ihr Kind für immer(emotional)zu verlieren?!Ich denke, sie haben ihn längst verloren.


    Ich hatte bewusst geschrieben, dass Eltern "wie hier" Gefahr laufen, ihr Kind für immer zu verlieren. Es gibt bestimmt viele Eltern, die ihre Kinder aus welchen Gründen auch immer beschneiden lassen und keine Sekunde daran denken, dass sie neben dem Leid, welches sie ihren Kindern zufügen, im Zweifel auch mit der Konsequenz leben müssen, dass die Kinder irgendwann jeglichen Kontakt zu ihnen abbrechen werden.

    Es mag in anderen Kulturen, wo die Mehrheit der Menschen (Männer oder Frauen) zwangsbeschnitten wurden anders sein als hier. Erst der gedankliche Vergleich, dass alles hätte anders sein können, kann hier noch stärker eine Situation schaffen, die aus diesem grausamen Ritual eine "familiäre Spaltaxt" werden lässt, die alles trennt und den Traum von einer harmonischen "Großfamilie" wie eine Seifenblase platzen lässt.

    Hier berichten Menschen über ihr persönliches Leid mit der Beschneidung und hoffen auf Mitgefühl seitens der Mitforisten. Es werden sich hier aber wohl auch immer wieder Menschen "Informationen" suchen, die mit dem Gedanken spielen, ihr eigenes Kind beschneiden zu lassen. So gesehen können auch Betroffene indirekt denen helfen, die bisher von diesem Schicksal verschont blieben.

    Wie kann man nicht sehen das das abschneiden der Vorhaut wesentlich schlimmer ist als eine einmalige Ohrfeige.


    Ehrlich gesagt kann ich sogar verstehen, was Frau Sipar meint. Die Jungen werden zwangsverstümmelt, aber dafür sind sie danach der "Chef", dem sich alle Frauen unterordnen müssen. Und bei unterordnen denke ich nicht, dass hier der Mann nach seinem persönlichen Opfer bereit ist, seiner Ehefrau das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung zu gewähren:

    "Eure Frauen sind euch ein Acker; so naht eurem Acker, wann und wie ihr wollt, und sendet etwas voraus für euch." - Sure 2, 223
    Quelle z.B.: https://de.wikiquote.org/wiki/Frauen

    Allerdings teile ich ebenfalls Deine Auffassung. Wie "krank" ist das, wenn man sich indirekt wünscht, man wäre zwangsverstümmelt worden?!

    ich denke aber,daß du ein ernsthaftes Gespräch mit deinen Eltern führen solltest,sobald du in der Verfassung dazu bist.

    Sie sollten erfahren,was sie dir angetan haben und wie du dich fühlst und,daß alles was dich angeht mit der Beschneidung zusammenhängt.

    Wir sind keine Psychologen. Stell Dir aber mal vor, Deine Eltern hätten Dir dies im Alter von nur 6 Jahren angetan. Wie viel Porzellan geht hier zu Bruch und wie viel Vertrauen eines Kindes wird hier für immer zerstört.

    Der TO ist heute 17 Jahre alt bzw. liegt die "Tat" somit bereits 11 Jahre zurück und noch immer leidet er offensichtlich emotional darunter, dass seine eigenen Eltern ihm das angetan haben. Ob hier eine Aussprache bzw. gar irgend eine Art von Aussöhnung oder ehr ein kompletter Abbruch der Beziehungen zu den Eltern besser ist, wird wohl der Therapeut besser einschätzen können.

    Sicherlich mag es vielen Eltern nicht bewusst sein, was sie ihren Kindern mit einer Beschneidung antun. Dennoch laufen sie gerade wie hier in diesem Fall Gefahr, ihr Kind für immer (emotional) zu verlieren. Bitter für die Eltern, aber noch bitterer für den TO, dem mein volles Mitgefühl gilt.

    Asylgrund wird es wohl erst dann, wenn es nicht die Eltern, sondern andere, z. B. staatliche Stellen sind, die die Genitalverstümmelung betreiben. Solange einem nur die Eltern und Verwandten an die Wäsche wollen, ist doch alles paletti.


    Danke für diese Erläuterungen. Das war mir bisher auch noch nicht so deutlich bewusst. Insgesamt erscheint das ganze ja aber auch schlüssig. Wenn die Eltern / Verwandten jemanden mit dem "Messer" nachstellen, sind die Betroffen zwar einer unmittelbaren Gefahr ausgesetzt, aber sie werden ja nicht "staatlich" verfolgt.

    Mir zeigt das ganze mal wieder, dass "unsere" Menschenrechte so löchrig sind wie ein Schweizer Käse. Sagte ich eben Käse, egal ;)

    "...In Deutschland ist Genitalverstümmelung ein Straftatbestand und geschlechtsspezifische Verfolgung ein Asylgrund. ..."

    Was bedeutet "geschlechtsspezifisch"? In Deutschland dürfen doch rund 50% der Kinder straffrei genitalverstümmelt werden.

    Auch wenn der geschilderte Fall nur einer von vielen ist, so zeigt dieser Bericht das wahre Gesicht der Zwangsbeschneidungen. Die Frau tut mir unendlich leid und die Geschichte vergrößert meinen Hass auf alle Zwangsbeschneidungsbefürworter noch mehr. Sicherlich können sich bei diesem Bericht die meisten nicht vorstellen, dass sich nur Frauen gegen eine Zwangsbeschneidung zu wehren versuchen, aber wenn man die Bilder von Jungen oder Babys mit Tränen in den Augen sieht, die sich verzweifelt gegen diese Tortur zur Wehr zu setzen versuchen, sollte es auch Menschen außerhalb des Forums bewusst werden, dass eine Beschneidung niemals ohne ausdrückliche Einwilligung des Betroffenen bzw. vor dessen Volljährigkeit erfolgen darf.

    Urolüge schreibt davon, dass er in einem Bericht davon gelesen hat, dass man männlichen Flüchtlingen teilweise erst erklären müsste, dass sie auch Frauen respektieren müssen bzw. hier Gleichheit herrscht.

    Eine Zwangsbeschneidung bzw. der § 1631d BGB läuft diesem Gleichheitsgrundsatz gleich zwei Mal zuwider. Erstens werden nur Mädchen in Deutschland gesetzlich vor Zwangsbeschneidungen geschützt und zweitens gelten die Interessen von Kindern gegenüber den (religiösen, kulturellen, weltanschlaulichen) Interessen der Erwachsenen ebenfalls nicht als gleichwertig.

    Kinder erleben hier außerdem, dass es keinen Schutz für die Unversehrtheit des eigenen Körpers gibt. Einen Körper vorsätzlich zu verletzen bzw. einem Menschen unnötige Schmerzen zuzufügen wird hier als Normalität erlebt. Warum sollen dann die erwachsenen Männer davor zurückschrecken andere zu verletzen oder ihnen Schmerzen zuzufügen.

    Den Einwand von Guy bezüglich Gewalttäter finde ich auch sehr gut. Hier würde ich aber gerne noch etwas ausholen. Ich vermute, dass es vorallem die Hilflosigkeit bei einer Gewalterfahrung ist, die das Potential aufbaut, warum hier einige selbst gewalttätig werden. Und wenn ich mir hier ein hilfloses Kind vorstelle, dass von Onkels oder anderen bei der Beschneidung "gewaltsam" festgehalten wird, stelle ich mir schon die Frage, was dies auslösen kann.

    Ich muss zugeben, dass ich bis vor einiger Zeit in Sachen weiblicher Anatomie keinen Schimmer einer Ahnung hatte bzw. nur grob das wusste, was auch in den Biologiebüchern zu lesen ist. Dann kam ja aber diese Fernsehsendung "Make Love", die ja eine Art Aufklärungssendung für Erwachsene darstellt.

    Demnach kann die Klitoris mit der Eichel verglichen werden. Sie bildet somit die "Spitze" eines "Organs", welches wie der Penis eine Art Schaft bildet und am Schambein entlang verläuft (ca. 10 cm lang). Dass Frauen auch eine Prostata besitzen und damit ejakulieren können, war mit beispielsweise vorher so nicht bekannt.

    Wie war nun nochmals die Ausgangsfrage? Ob es eine Klitorisvorhaut gibt bzw. Ähnlichkeiten zwischen weiblichen und männlichen Sexualorganen. Da die Gemeinsamkeiten stark überwiegen, stellt sich für mich ehr die Frage nach den wenigen Unterschieden ;)

    Dies ist ein Grund, warum ich ja nicht so ganz verstehen kann, warum der Begriff Beschneidung oder Zwangsbeschneidung unnötig geschlechterspezifisch aufgedröselt wird. Und dies noch vor dem Hintergrund, dass auch das dritte Geschlecht immer mehr in die öffentliche Wahrnehmung rückt.

    Wer mehr dazu lesen möchte, hier ein Link:
    http://www.make-love.de/artikel/die-weiblichen-genitalien

    Da ich diesen Artikel noch nicht hier im Forum gefunden habe, möchte ich ihn mal kurz verlinken:

    http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankh…ten/?sid=897019

    Das Fazit ist zwar Wischiwaschi, aber wenn man es salopp "in dubio pro reo" auslegt, kommt man wohl zu dem Schluss, dass Beschneidungen medizinisch keinen wirklichen Vorteil bieten, der nicht auf andere Weise besser erreicht werden kann (z.B. Wasser und Seife, Kondome, etc.).