Beiträge von NoCut

    Das Argument für "Feministen":

    "Die Circumcision, hat nachgewiesenermaßen einen präventiven Effekt auf die Entwicklung eines Peniscarcinoms bzw. wird eine solche Wirkung auch auf die Entwicklung eines Cervixkarzinoms bei den Sexualpartnerinnen diskutiert (6,15,16)."

    Im Grunde lautet ja die Aussage: Weil Männer zu blöd zum Waschen sind, bekommen Frauen Gebärmutterhalskrebs.

    Wann ist es aber überhaupt möglich, dass ein "ungewaschener" Mann das Krebsrisiko bei seiner Partnerin erhöht? Wer scharf nachdenkt, dem fällt sofort auf, dass dies nur dann ein Problem ist, wenn keine Kondome verwendet werden. Tendenziell wollen aber die meisten Familien keine "kindereiche" Familie werden und verhüten daher. Und hier wird dann wieder die Pille eingeworfen, weil sie so praktisch ist. Zwischenzeitlich weiß man aber auch, dass die hormonelle Verhütung in vielen Fällen ebenfalls das Krebsrisiko erhöhen kann.

    Die Argumente sind hier genauso dämlich wie bei den Beschneidungen in Afrika, wo man HIV ebenfalls mit dem Messer bekämpfen will. Kondome sind bereits erfunden und sie bieten sowohl vor Schwangerschaft wie auch vor "ungewaschenen" Männern Schutz. Und sich beschneiden zu lassen, nur weil ein Urologe zwar eine Beschneidung als IGeL verkaufen darf, aber der Verkauf von Kondomen in Arztpraxen doch etwas unüblich wäre, sollte kein Grund dafür sein, dass einem Kind oder Mann hier ein Stück seiner Sexualität geraubt wird.

    Wenn man wollte, könnte man die übrigen Punkte genauso zerpflücken, aber man kann auch als Fazit festhalten, dass diejenigen, welche Unsinn verbreiten, offenbar alle voneinander abgeschrieben haben müssen ;)

    Für mich ist das nachgeplapper von dem was er zu Hause jahrelang gelernt habt ohne jemals wirklich drüber nachgedacht zu haben.


    Das nennt sich nicht "nachgeplapper", sondern Tradierung ;)

    Dein Mann will offenbar für ein Dogma eine Art objektiven Beweis. Das Besondere am Glauben ist doch aber, dass sich dieser der Vernunft entzieht und daher für sachliche Argumente nicht zugänglich ist.

    Wir wissen, dass im 1. Mose die Beschneidung erstmals genannt wurde und im 5. Moses die Beschneidung der Herzen Erwähnung fand. Die Periah wurde offenbar eingeführt, weil in den hellenischen Zeiten eine "nackte" Eichel als "obszön und lächerlich galt" (siehe Wikipedia) und deshalb einige Juden versucht haben ihre Vorhaut zu dehnen.

    Die Beschneidung ist aber keine jüdische Erfindung, sondern sie geht auf einen heidnischen Brauch zurück. Die Bibel hat ja die Religion nicht neu erfunden, sondern vieles zusammengetragen, was schon vorhanden war. Ob die Beschneidung der "humanere" Ersatz für das Opfer des Erstgeborenen war (pars pro toto), weiß man nicht. Vielleicht hat man die Beschneidung auch von den Sklaven abgeschaut, deren "Triebhaftigkeit" auf diese Weise vermutlich Einhalt geboten werden sollte. Wir wissen es nicht und werden es auch nie erfahren.

    Aber dies ist ja auch nicht die Frage Deines Mannes. Er will einen Beweis dafür, dass er sein bisheriges Dogma aufgeben kann ohne Schuld auf sich zu laden. Wenn ich jetzt schreibe, dass er auf sein Herz hören soll oder sich im Gebet Rat suchen soll, grenzt dies aus seiner Sicht im Zweifel sogar an Gotteslästerung. Jeder muss für sich seinen Gottbezug finden und dem Gott des alten Testaments wurde im "Drehbuch" eine andere Rolle zugeschrieben als dem Gott des neuen Testaments.

    Wenn er sein bisheriges Dogma aufgibt, wird er einen freieren Glauben leben können, aber er wird sich dann auch im streng religiösen Sinne schuldig machen. Hält er an seinen Dogma fest und würde er z.B. die Beschneidung der beiden anderen Söhne fordern, würde er sich real und ethisch schuldig machen. Ein Dogma wird von Menschen bestimmt, aber der Mensch an dem man sich schuldig macht, ist ja aus Sicht eines Gläubigen auch von Gott geschaffen.

    Mein Fazit: Nicht auf Menschen hören, die die Weitergabe der Asche, statt des Feuers als Tradition betrachten.

    Im Tagesspiegel wurde gestern ein Artikel über die "Gesellschaft für Freiheitsrechte" online gestellt.

    Der Verein will gezielt Gesetze vor das Bundesverfassungsgericht bringen, die gegen das Grundgesetz verstoßen. Hierfür werden gezielt Fälle ausgewählt, welche die höchsten Erfolgsquoten versprechen. Immer wieder erlebt man ja, dass mit nicht ganz wasserdichten Fällen vors BVG gezogen wird und die Richter dann gezwungen sind anders zu entscheiden als man dies erhofft.

    Der § 1631d BGB wäre ja so ein Paragraph, wo der Gesetzgeber das Grundgesetz mehrfach mit Füßen getreten hat (Recht auf körperliche Unversehrtheit, negative Religionsfreiheit, Gleichbehandlung, etc.) und welcher daher sofern sich ein "passender" Fall finden ließe, eine Klage gegen den § 1631d BGB gute Chancen haben müsste. Neben der Finanzierung eines solchen Rechtsverfahrens, wird aber wohl die Schwierigkeit auch darin bestehen, einen Fall zu finden, wo ein Elternteil die Klage unterstützt und auch die übrigen Rahmenbedingungen keine Komplikationen erwarten lassen.

    http://www.tagesspiegel.de/themen/agenda/…n/19385976.html

    Nachtrag:
    Habe den Verein mal gleich wegen dem § 1631d BGB angeschrieben.

    Irgendwann hat jemand in Afrika den Menschen erzählt das Kondome das übelste auf dem Planeten sind und dabei ignoriert das die Bevölkerung nicht monogam lebt.


    Ob die Menschen in Afrika, USA, Europa oder im arabischen Raum monogam leben oder nicht, geht mich nichts an.

    In Afrika bzw. Uganda scheint es beim Gebrauch der Kondome auf die Farbe der Verpackung anzukommen. Genauso wie dort beschnittene Menschen glauben, dass die Beschneidung vor HIV schützt, glauben einige, dass Kondome mit einer bestimmten Verpackungsfarbe von der Regierung stammen würden und schädliche seien.

    Ich möchte aber den Menschen in Afrika jetzt keinen Hang zum Aberglauben oder Naivität vorwerfen. Immerhin gibt es ja z.B. auch in der westlichen Welt Leute, die die Menschheit mit einem Computerbetriebssystem beglücken und sich in ihrem Beschneidungsfanatismus hier auch keinen Deut anders verhalten.

    Die größte Waffe gegen HIV sind Aufklärung und Kondome.

    Prinzip des Kondoms ist wohl noch viel Älter:
    http://www.fromms.com/wissenswertes/geschichte.html


    Und die Beschneidung ist wiederrum noch älter als das Kondom, woraus man wohl auch entnehmen kann, dass der Fortschritt immer nur an einem Teil der Menschheit vorbei geht ;)

    Würden sich nur diejenigen durch eine Beschneidung schützen, die davon überzeugt sind, dass dies der beste Weg ist, HIV-Neuinfektionen zu vermeiden, würde sich das Problem von alleine lösen. Leider werden hier aber Menschen in Afrika zur Beschneidung "überredet", die dann für die Dummheit der anderen mit ihrem Leben bezahlen müssen.

    Zitat: "Schließlich gehört auch hier ein etwas ekliges physisches Tabuthema zum Repertoire, in Fils Fall die kapitelübergreifende Beschreibung einer schiefgelaufenen Vorhautbeschneidung. "

    Was ist den bitteschön eine "schiefgelaufene" Vorhautbeschneidung?! Eine "gut verlaufene" Vorhautbeschneidung wäre aus meiner Sicht nur dann gegeben, wenn der Beschneider mit seinem Messer statt der Vorhaut seine eigene Fingerkuppe absäbelt.

    Frau Claudia Görner gibt in der Reihe "Informations- und Lehrvideos der Klinik für Urologie des Universitätsklinikums Magdeburg" ihr Wissen um die Behandlung der Vorhaut von Jungen zum Besten.


    Wahrscheinlich wäre es besser, wenn Frau Görner selbst Lehrvideos anschauen würde, um ihre Kenntnisse zu erweitern, statt Thesen zu verbreiten, die selbst für uns als Laien klar erkennbar falsch sind. Das gefährliche an ihrer Aussage sehe ich vorallem darin, dass die falschen Empfehlungen und Aussagen ja nur haarscharf daneben liegen.

    [Ironie on] Wäre Frau Görner aber nicht Urologin, sondern Frauenärztin geworden, hätte sie vermutlich empfohlen ab dem 2. Lebensjahr das Hymen zu "beüben". [Ironie off]

    Der "Landesvater" Kretschmann wird für mich jetzt immer mehr zu einer herben Enttäuschung.

    In der Kabarettsendung "Die Anstalt" wurde neulich der Unterschied angesprochen zwischen den Fragen, "wen" man wählt oder "was" man wählt. Wenn ich die Aussage von Kretschmann richtig interpretiere, scheint die Partei bezüglich dem "was" die richtige Einstellung zu vertreten und bezüglich dem "wen" scheint Kretschmann mit seiner politischen Haltung, die offenbar noch aus Zeiten vor der französischen Revolution zu stammen scheint, dann ein absolutes Nogo zu sein.

    Wir wäre es übrigens, wenn man Herrn Kretschmann schon mal eine gemütliches Plätzchen in der Hall of Shame reserviert ;)

    Ich glaube, dass wir uns einig sind, dass die 3 Studien aus Afrika, auf die sich die WHO bezieht nicht geeignet sind.


    Natürlich gibt es nur diese drei Studien, die wohl zu Recht in Frage gestellt wurden:
    https://evidentist.wordpress.com/2012/07/19/bes…s-neues-kondom/

    Abseits der Religion und Ideologien sowie wirtschaftlichen Interessen, geht es doch bei der Beschneidung irgendwo auch um Medizin. Kondome schützen zu rund 99% vor HIV-Infektionen und die "Nebenwirkung" besteht lediglich in Form einer leichten Einschränkung der Sensibilität beim GV.

    Beschneidungen schützen selbst nach diesen ominösen Studien deutlich weniger als 99% und können daher noch nicht mal als alternative Präventivmaßnahme angedacht werden. Wenn man sich die Liste der Unterstützer von Massen(zwangs)beschneidungen anschaut, sieht man ja auch deutlich, dass diese auch nicht von lupenreinen Medizinern, sondern anderen Gruppen propagiert werden.

    In Bezug auf die Nebenwirkungen ist davon abgesehen die Liste bei der Beschneidung viel länger. Die Sensibilität ist permanent eingeschränkt und selbst innerhalb einer festen Beziehung gibt es hier keine Möglichkeit jemals ohne eine entsprechende Einschränkung GV zu haben. Hinzu kommen sowohl psychische wie auch physische massive Einschränkungen und Probleme bei den Betroffenen. Sicherlich nimmt nicht jeder Betroffene diese Einschränkungen in gleichem Umfang war bzw. scheinen sich vermutlich im Arabischen oder in Nordamerika weniger über diese Einschränkungen öffentlich zu beschweren. Das bedeutet aber im Umkehrschluss ja dennoch nicht, dass diese Einschränkungen deshalb nicht existent wären.

    Wie schon erwähnt will ich aber auch nicht anzweifeln, dass ein Beschneidung entgegen plausibler Erklärungen gar nicht schützen würde. Früher wurde für viele Behandlungen ein Aderlass praktiziert, der manchmal etwas half und oft dem Patienten das Leben kostete. Ähnlich verhält es sich mit Beschneidungen, die vor der Erfindung der Kondome vielleicht eine Alternative gewesen sein könnten. Aber seit dem 18. Jahrhundert gibt es nun Mal Kondome, weshalb nur im gestern verharrende Spinner noch ernsthaft die Beschneidung als Schutz vor Geschlechtskrankheiten in Erwägung ziehen.

    Übrigens geht man davon aus, dass selbst Casanova sich bereits im 18. Jahrhundert mit Kondomen und nicht mit einer Beschneidung vor der Syphilis schützen wollte.

    Jetzt Mal Butter bei die Fische ;)

    Hygiene oder die Möglichkeit einer besseren Reinigung von Körperteilen kann niemals ein medizinischer Aspekt sein. Wer dies nicht glauben will, kann ja z.B. mal eine Rechnung fürs Brazilian Waxing bei seiner Krankenkasse mit dem Hinweis einreichen, dass er dies nur der besseren Hygiene wegen hat machen lassen.

    Dennoch wird auch die FGM aus "angeblich" hygienischen Gründen praktiziert:

    "Für den Brauch werden zum Beispiel ästhetische und hygienische Gründe vorgebracht. "
    https://www.evangelisch.de/inhalte/4805/0…-verstuemmelung

    Achtung!!! Der Artikel bei "evangelisch" ist wie üblich ziemlicher Bullshit!!!

    In manchen Kulturen geht es mit der FGM soweit, dass eine unbeschnittene (=unreine) Frau noch nicht mal das Essen kochen darf.

    Ich glaube, dass viele, die vehement gegen Mädchenverstümmelung auftreten, sich aber gegenüber der "Beschneidung" von Jungen bedeckt halten ...


    Über diese These habe ich jetzt mal etwas intensiver nachgedacht. Warum wer dieses oder jenes tut bzw. unterlässt, kann am Ende nur der Betreffende selbst wissen.

    Dennoch finde ich die Überlegung interessant. Ich frage mich jedoch, wie jemand sich glaubhaft für den Schutz von wehrlosen Kindern einsetzen möchte, wenn er nachweislich akzeptiert, dass sein Engagement davon abhängt, welchem Geschlecht ein Kind angehört. Davon abgesehen wird vermutlich ein 8 Tage altes Baby mit verklebter Vorhaut sogar noch wehrloser sein als ein junger Teenager. Wehrhaftkeit nutzt aber in beiden Fällen nichts, weil die Vergewaltiger in der Überzahl und stärker sind.

    Ich würde und werde niemals eine Organisation unterstützen, die FGM bekämpfen will und sich nicht gleichzeitig auch gegen MGM einsetzt. Einmal wollte doch tatsächlich einer bei mir eine Spende gegen FGM sammeln. Als ich ihm erklärte, dass ich es gut finde, wenn seine Organisation sich generell gegen Beschneidungen einsetzt, erklärte er mir, dass es hier nur um FGM ginge. Und ich erklärte im dann, dass mir so ein verlogener Verein den Buckel runter rutschen kann. Um welche Organisation es sich damals gehandelt hat, weiß ich nicht mehr und die Konversation fand leider auf französisch statt, was mich auch an die Grenzen meiner sprachlichen Fähigkeiten brachte ;)

    Da ich diesen Link hier noch nicht gesehen habe, möchte ich ihn hier einfügen:

    http://www.spiegel.de/gesundheit/dia…-a-1133379.html

    Ich habe diesen Artikel auch zum Anlass genommen und beim BMFSFJ gleich mal den Appell hinterlassen, dass man ja nicht auf halber Strecke stehen bleiben sollte, sondern sich auch gegen die Zwangsbeschneidung von Jungen einsetzen sollte, die ja ebenfalls teilweise lebenslang unter psychischen Folgen (incl. suizidalen Gedanken) oder gar Schmerzen beim GV leiden.

    https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/kontakt

    Dr. Kleindiek gehört übrigens einer Partei an, die scheinbar den turnaround gerade meistert. Neue Besen kehren ja bekanntlich gut und vielleicht sucht diese "soziale" Partei noch ein paar kantige Ziele, welche sie von ihren im Mittelalter und davor verankerten Mitbewerbern abhebt ;)

    Denn die Viruslast im Sperma ist gleich, aber Sex ohne die "Einführhilfe" und das "Gleitlager" Vorhaut ist rauher, abrasiver und müsst das Eindringen der Viren in die Vaginalschleimhaut erleichtern.


    Begriffe wie "abrasiv" oder "Gleitlager" schüttel mich jetzt richtig. So genau wollte ich das "technisch" gar nicht wissen ;) Wir reden schließlich von Sex und Erotik, wo man sich gemeinhin über andere Dinge Gedanken macht.

    Bill Gates ist Amerikaner und mit hoher Wahrscheinlichkeit weiß er daher auch gar nicht, wie sich Sex mit Vorhaut anfühlt. Und da er den Tellerrand nicht überblicken kann, sind seine Frau und er wohl auch so engagierte Beschneidungsfetischisten.

    Das Tragische dabei ist ja leider, dass es die beiden vermutlich sogar gut meinen. So wie es aber ein Hebel schafft mit Leichtigkeit schwere Lasten zu heben, schafft es eine Brechstange bei einem Einbruch eine Tür aufzuhebeln. Das Engagement der beiden ist wohl beachtlich, aber es dient halt dem falschen Zweck, was am Ende fatale Folgen und viele Tode mit sich bringen wird.

    @Urolüge
    Im Grunde könnte man das Fazit ziehen, dass es bei einem "perfekten" Therapeuten egal wäre, ob er männlich oder weiblich ist oder falls männlich, ob dieser selbst beschnitten ist. Auch wäre es bei einem "perfekten" Therapeuten hinnehmbar, wenn dieser im "Notfall" Medikamente verschreibt.

    In der Praxis gibt es dann die "normalen" Therapeuten und meine Vermutung, dass hier Frauen sich eher als Therapeuten eignen, war wohl nicht ganz abwägig. Mit meiner Begründung lag ich wohl dann aber falsch. Ich hätte nicht gedacht, dass die Probleme hier eher beim Therapeuten liegen würden, sondern nur im Denken der Patienten. Beim "normalen" Therapeuten wäre dann die Empfehlung weiblich tendenziell nicht falsch, obwohl man auch dies natürlich nie ganz verallgemeinern darf.

    Nochmals wegen dem Thema Medikamente. Mir geht oder ging es nur darum, dass der Hilfesuchende nicht am Ende bei einer Krise Medikamente ablehnt, weil er "gehört" hat, dass dies in seinem Fall nicht notwendig sei. Mir ist bewusst, dass die Einnahme von Medikamenten ein hohes Vertrauen in den Arzt voraussetzt und dieses Vertrauen nicht automatisch immer gerechtfertigt sein muss. Bevor aber jemand in einer Krise steckt und was ganz falsches unternimmt, würde ich so eine "Notfallbehandlung" nicht kategorisch als falsch bezeichnen. Jetzt können wir aber natürlich noch darüber diskutieren, wann sich so ein Notfall tatsächlich manifestiert hat und mir ist auch bewusst, dass selbst der beste Therapeut den Leuten nicht in den Kopf schauen kann, um genau zu wissen, wann so ein Notfall gegeben ist. In der Praxis bekommen dann auch einige Leute prophylaktisch Medikamente, die sie nicht brauchen und andere bekommen keine und begehen dann "überraschend" einen Suizid.

    Es wird lediglich diskutiert, ob es bei riskantem Sexualverhalten mit der Infektion etwas länger dauert, oder ob es sogar flotter geht.


    Unsere persönlichen Einschätzungen zu diesem Punkt sind wohl völlig identisch. Ich möchte nur nicht den selben Fehler begehen wie die Zwangsbeschneidungsfanatiker, die alle Fakten ausblenden, wenn sie ihnen nicht in den Kram passen.

    Uganda ist wohl das erste Land, bei dem durch die Beschneidungen die Zahl der HIV-Infektionen wieder angestiegen ist. Die Gründe dafür sind nachvollziehbar bzw. plausibel.

    Der Grund, warum die Beschneidung bedingt, eingeschränkt oder wie auch immer "etwas" schützen kann, ist ebenfalls nachvollziehbar. Solange aber noch 50% der Menschheit Frauen sind, sollte jedem bewusst sein, dass Beschneidungen niemals als ernsthafte Form der HIV-Prävention angewendet werden kann. Denn eine Beschneidung schützt Frauen in jedem Fall zu 0%, weshalb hier Kondome mit einem Schutz von fast 100% die einzige intelligente Option sein können.

    Nimm diese Deine Freunde doch mal mit zum 7. Mai.

    Sorry, aber ich bin derzeit froh und glücklich, dass hier aktuell kein konkreter Diskussionsbedarf (mehr) besteht. Aber man kommt sich hier auch richtig komisch vor, wenn ein Freund etwas enttäuscht verkündet, dass er wieder Vater eine Tochter wird und einem selbst dann insgeheim ein Stein vom Herzen fällt.

    Seltsam, das liest man immer wieder. Diesen Quatsch liest man immer wieder.


    Die These ist ja nicht zu 100% falsch.

    Siehe z.B.:
    https://www.gib-aids-keine-chance.de/wissen/aids_hi…fige_fragen.php

    Die Beschneidung verringert wohl tatsächlich das HIV-Risiko beim vaginalen Geschlechtsverkehr für den Mann. Ob diese Verringerung nun tatsächlich im Bereich von 5% oder vielleicht 60% liegt, keine Ahnung? Ein Kondom bietet fast 100% Schutz vor einer HIV-Infektion und dies sowohl für Frauen wie für Männer. Man müsste also ein Idiot sein, wenn man sich hier mit weniger zufrieden gibt.

    Dass du damit mal keine Probleme bekommst. Von wegen, du hättest deine Tochter gegen den Islam aufgehetzt und so.


    Ich habe und werde meine Tochter doch nicht gegen den Islam aufhetzen! Schließlich sind auch einige meiner Freunde Moslems. Beim Thema Zwangsbeschneidung komme ich zwar auch mit denen nie auf einen gemeinsamen Nenner, aber es gibt ja dennoch mehr was uns verbindet als was uns trennt.

    Da ist mir auch die Kinnlade herunter gefallen. Und dann eine archaische Genitalverstümmelung überhaupt nur zu diskutieren, was für ein Schmarren.


    Ich bin eigentlich fest davon überzeugt, dass die beiden tatsächlich eine "moderne" Ehe leben wollten. Es gibt aber Dinge im Leben, die man nicht ungeschehen machen kann und die man nicht alleine durch gute Vorsätze überwinden kann. Die Beschneidung ist ein dieser Dinge.