Beiträge von SANDRA

    Hätte ja sein können, Du stellst noch weitere Fragen, dann kann der Kavalier das im Verborgenen richten...


    Ich bin von der Rücksichtsnahme ja auch beeindruckt. Aber sonderlich zerbrechlich bin ich in der Tat nicht...ich habe kein Problem damit, zu sagen: "das kann ich nicht, das weiß ich nicht". Meistens sind die Dinge ja erlernbar, oder irgendwo nachzulesen.

    Das zitieren klappt jetzt jedenfalls. Dank euch.

    Wow, das ist wahre Freiheit. Gut geschrieben, Picard - da wollen wir hin!

    Jetzt müssen nur noch Wege gefunden werden, dies immer mehr Menschen zu ermöglichen. Und ich hoffe, daß die deutsche Regierung dieses Grundrecht und Grundbedürfnis eines Menschen der hier lebt, auch zukommen lässt.

    Wollen eigentlich alle Menschen diese Freiheit? Da fällt mir nämlich gerade auf, daß es auch den Typ " bitte leite mich" gibt . Wie heißt der wissenschaftlich?

    Vielleicht kann mir jemand Hilfestellung zum zitieren geben...bis ich das kann, muß ich leider im Ganzen schreiben....

    Aphrodite

    wir meinen schon das Selbe was das Erlenen von Nähe und Berührung betrifft...ich habe den Satz den du zitiert hast, misverständlich konstruiert. Danke für den Hinweis.

    Facettenreichtum um Zuneigung zu bekunden, sind nicht nur dem Menschen gegeben. Beobachte mal Vögel wie sie schnäbeln und balzen, viele Fischarten beim gemeinsamen Liebestanz, und erst Schmetterlinge und Libellen!

    Planet Wissen - Sex im Tierreich

    Die Hingabe ist es zu der wir so selten fähig sind - Frauen wie Männer. Denn auch Frauen sind egoistisch beim Sex - ihre Rolle ist weit weniger die einer ungewollten Opferrolle als man landläufig annimmt. Eine Frau, die sich gegen ihren Willen benutzen lässt oder benutzt wird, hat selbstverständlich das Recht Hilfe zu finden und zu bekommen. Um nochmal auf die Hingabe einzugehen: sich fallen lassen und im positiven Sinne sich benutzen lassen, das ist doch herrlich! Das können beide Geschlechter - die wenigsten wissen leider nur wie es geht. Ebenso ist es dem Mann wie der Frau möglich sich aktiv in der Sexualität zu bewegen. Nur weil die Geschlechtsorgane letztenendes über den idealen Einsatz der "Geschlechtswerkzeuge" bestimmen, heißt das nicht, daß man seiner natürlichen Ausstattung wegen unvariabel sein muß.

    Die Angst vor dem Versagen, überhaupt die Erwartung potent zu sein, macht tatsächlich das Liebesspiel oft zunichte. Doch diese Erwartungshaltung kommt nicht nur vom Mann selbst. Eine Frau möchte in aller Regel doch die Penetration-die Vereinigung genauso wie der Mann. Das ist tatsächlich mit einem unerregierten Penis nicht möglich. Doch meiner Meinung nach, wird das sich Vereinen durch die Genitalien zu hoch bewertet. Um jedoch gemeinsame sinnliche Stunden zu verbringen, müssten die Sexualpartner eine gewisse Sensitivität mitbringen. Und leider ist das vielen verloren gegangen, aus den unterschiedlichsten Gründen heraus.

    @ Theresa

    Du hast glaube ich, einen netten Mann, oder? Er fährt nochmal nach Hause, "nur" weil dich der BH drückt! Weniger verständnisvolle Männer hätten dir vorgeschlagen auf der Toilette am Zielort das Ding auszuziehen!? Die Erklärung deiner Mutter kommt ja einer Offenbrung gleich! Einen solch erheblichen Eingriff an deinem Körper kann man doch nicht ungesagt lassen!? Meine Güte, das ist doch ein hervoragendes Beispiel wie Körper und Psyche miteinander verwoben sind und wie sehr unser Unterbewusstsein alles speichert! Toll, daß man das so von dir hier lesen kann!

    Die Sache mit dem nichts Fühlen wenn der andere nichts fühlt, spricht eigentlich für deinen Expartner. Denn höchste Errektion auf beiden Seiten kann erreicht werden, wenn beide sichtbar lustvoll sind. Ein Mann der keine Errektion hat, die Frau die nicht feucht wird, kann eine Entäuschung sein. Sexualität lebt auch von der Lust und Geilheit des gegenüber. Eine Frau, die bei der Hingabe selbst nichts spürt und sich dem Mann sozusagen nur anbietet, die wird nicht von jedem Mann gleich begehrt werden. Den einen macht die Lustlosigkeit an weil er sich die Frau so gefügig macht, den andern tunst total ab, weil er nicht alleine das Liebesspiel spielen will. Sexualität hat wirklich viele Varianten. Wichtig ist, daß die Sexualpartner sich zusammen tun, welche die gleichen Obsessionen haben. Die Voraussetzung dafür ist, daß man sich selbst gut kennt, und seinen Körper mit seinen Bedürfnissen wahrnehmen kann.

    Kitzlig ist ein deutlicher Hinweis darauf, daß die Sensibilisierung nicht im Gleichgewicht ist. Mein Sohn ( 15 ) beispielsweise ist bis heute kitzlig ( nicht beschnitten, auch nicht seine Vorfahren ) , obwohl er immer viel Körperkontakt mit mir hatte ( gemeinsames Baden als Kleinkind, bis er 5 Jahre alt war schliefen wir in einem Bett, ich gab ihm leichte Fußmassagen im Schulalter, ich knuddelte ihn total gern bis er mirs mit 7 Jahren "verbot"... ). Er entwickelte auch Allergien, obwohl er 1 Jahr voll gestillt wurde. Er trägt das Erbe seines Vaters in sich, ohne es zu wollen, denn er möchte so ganz und gar nicht gewisse Eigenarten seines Vaters haben. Dennoch stecken sie in ihm - wie schon gewisse Eigenheiten dieser von seinem Vater geertbt hat -auch ohne dies zu wünschen. Nun, er wird mit seinem Erbe leben müssen. Und mit dem Wissen und dem Bewusstsein seiner genetischen Veranlagungen, ist er den Generationen davor aber klar im Vorteil. Denn er weiß um seine "Schwachstellen", kann sie so akzeptieren lernen und auch mit ihnen experimentieren. Damit will ich nur sagen, daß manches nicht von jetzt auf nachher veränderbar ist. Doch unser Wille vermag vieles - nur eben nicht gleich und sofort.

    Auf alle Fälle gibt es Menschen, die nicht so sehr an intensivem körperlichen Kontakt interessiert sind. Der Grund dafür kann eine Beschneidung sein, es können aber auch andere Faktoren eine Rolle spielen.

    Daß dein Mann seinen Namen abgelegt hat, kann ich jetzt nicht unbedingt bejubeln. Dazu müsste ich wissen, was ihn dazu bewogen hat, inwieweit er sich bewusst darüber war , was dieser Schritt für ihn bedeuten könnte. Eine "völlige Integration" halte ich zu dieser Zeit unserer Geschichte für nicht möglich. Denn das Erbgut seiner Vorfahren ist noch ungemischt vorhanden. Noch ist es lediglich sein Wille nicht mehr Türke sein zu wollen. Auch der Vater meines Sohnes hat die Problematik. Man hat peinlich darauf geachtet die kroatische Abstammung bei den Kindern hier geborenen Kindern nicht auffällig werden zu lassen. Doch allein schon die Täuschungsbemühung lässt das Kind in einer uneindeutigen Situation heranwachsen. Der Vater meines Sohnes würde auch am liebsten die elterliche Herkunft verleugnen. Doch das geht nach hinten los. Denn man beraubt sich damit seiner eigenen Geschichte. Und eine solche wie ich finde versuchte große Selbstlüge, hat psychosomatische Auswirkungen. Außerdem geht es ja nie in keinster Weise darum andere Völker zu degradieren-im Gegenteil: wir profitieren doch auch von der Kultur der anderen. Effektiv beim Wunsch nach mehr Selbstbestimmung und Menschenwürde, wäre das Einfordern der Grundrechte von allen Bürgern in allen Länder der ganzen Welt! Dennoch ist es irgendwie auch ein Lob für uns, wenn sich andere Völker so ganz und gar mit uns mischen wollen. Doch hat das Mischbedürfnis meist auch viel zu tun mit nicht ausgegrenzt werden zu wollen und sozialen Aufstieg, den man auch niemandem verübeln kann. Mischgeschichten sind noch immer mit Schwierigkeiten verbunden. Heutzutage bei uns hier weniger von außen kommend, als wir sie dann tragischerweise in uns selbst finden.

    Jetzt bin ich ganz schön abgeschweift...entschuldige bitte....

    Verstehe ich das richtig, daß dein Mann auch nicht im Intimbereich berührt werden möchte? Oder beziehst du dich mit deiner Frage auf deine eigene Schmerzgeschichte? Wie überhaupt gehst du selbst mit Berührung um, wenn ich fragen darf?

    Diese Gedanken sind ja nicht neu, aber gut daß sie immer wieder ins Gespräch kommen. Je breiter dies mitlerweile innerhalb der verschiedenen Bevölkerungsschichten passiert, umso besser. Denn nur wenn auch die "Bildungsschicht" von den großflächigen Problemen der Psychosomatik betroffen ist oder in Gefahr gerät betroffen zu werden, wird in den oberen Reihen sich echte Gedanken gemacht.

    @ RHEINWEIN

    Widerstand - das Zauberwort für all die, die was verändert haben wollen und eine gewisse Leidenschaft in sich tragen. Ich bin dabei - wo fangen wir an zu widerstehen!?

    Bis Ende 30 war ich auch noch zu vielem bereit. Dann wurde ich Mutter, und hatte plötzlich eine Achillisferse...Heute bin ich zu bequem und oft auch zu realistisch um mir echte größere Unannehmlichkeiten zu bereiten.

    Mir ist ein Gesetz hier an dieser Stelle am vernüftigsten, und in manchen Momenten glaube ich auch noch an die Vernunft mancher Politiker ( lacht mich ruhig aus ). Widerstand funktioniert in diesem Land nicht gut. Unsere Kraft liegt woanders: die Deutschen können wirklich zupacken, sind technisch erfinderisch. Auch der Denkapparat funktioniert bei vielen vorbildlich. Alles kann man nicht haben! Im mutig sein, im Rückrad zeigen, da sind wir nicht unbedingt die Größten, und ich habe das Fehlen dieser Eigenschaft meinen Landsleuten mitlerweile nachgesehen. Zudem übt Widerstand auf die andre Seite Druck aus. Das ist nicht wirklich eine Position die ich gut dafür halte-, eine schlechte Ausgangssituation wenn man erreichen möchte, daß sich im Bewusstsein der Menschen was bewegt. Bei absolut unhaltbaren Situationen wäre Widerstand sicherlich noch immer DIE Möglichkeit schlechthin. Doch wo kann man hier widerstehen? Deshalb: bitte Gesetze für die Grundrechte, die wir ja schon haben, die verbindlich für alle gelten und an die man sich auch hält.

    Ein Buch zu schreiben- so wie es Picard oben schildert-, halte ich für eine der besten Möglichkeiten ( einen Film fände ich noch toller! ) der Öffentlichkeit das Thema näher zu bringen um damit das Recht auf Selbstbestimmung und Individualität zu sensibilisieren. Seit etwa einem Jahr gibt es jetzt immer öfter Beiträge in den Medien zum Thema: Intersexualität. Diese Leute haben wie die zu beschneidenden/Beschnittenen das gleiche Problem: die Anerkennung der Selbstbestimmung. Vielleicht kann man diese beiden Gruppen irgendwie zusammen führen, um daraus größeren Interssensgruppen zu bilden. Manchmal machts die Masse... Ich kenne einen Intersexuellen sehr gut, der wiederum andere kennt. Falls hier also interesse an dieser Idee besteht, dann bitte gerne kundtun.

    Die Migration hat an vielen Stellen ihre Schwierigkeit - und es ist eben nicht mehr nur das Problem der Migranten, sondern es ist auch das unsere geworden. Denn teilweise sind Migranten derart rücksichtslos selbstbewusst, daß sie ihre art ( die Macht des vermeintlich Stärkeren ) hier voll und ganz ausleben, und leider nimmt sich die deutsche Bevölkerung daran mehr und mehr ein Beispiel.

    Ich kenne auch andere. Doch das ist nicht die Mehrheit. Aber das liegt vielleicht auch mit daran, daß es nicht unbedingt zu des Menschen natürlichen Vorzügen gehört, rücksichtsvoll zu sein. Grundwerte sind in allen Völkern vorhanden und werden auch gelebt. Nur sitzen die Schwerpunktmäßig an verschiedenen Stellen. Unsere Werte hier gehen immer mehr in Richtung Konsum. Und wenn sich Migranten daran orientieren, dann halte ich das nicht für wirklichen Fortschritt - für keine Seite.

    Ich verstehe noch immer nicht, wie "Andersdenken" mit "Andershandeln" in dieser Beschneidungsdiskussion vermischt werden darf. Niemand verwehrt die Freiheit des DENKENS. Strafbar soll die Beschneidung in unserem Land sein. Das Beschneiden ist ein absoluter Eingriff, und ist somit eindeutig HANDELN. Und eine Handlung ist bei uns, soweit sie gegen unsere Gesetze verstößt, strafbar. Punkt

    Aha. Diese Zeitung gehört nicht zu meinen Lesestoff. Ist das ein neutrales Blatt? Oder ist da die Frage schon doof?

    Ich weiß mitlerweile auch gar nicht mehr was es bringen sollte, dieses Protokoll vom 26.11. . Es ist thematisch ja alles soweit bekannt, soweit ich den Antworten hier drin das entnehmen kann. Man weiß um das Misverhältnis der Eingeladenen und hat die eine und andere Argumentation von Herrn Soundso auch schon eingesehen. Mir persönlich reichts auch erstmal wieder, dem Irrsinn passiv derart nah zu sein. Das nächste Mal gehe ich nur noch zu so etwas, wenn man sich auch äußern kann. Doch dazu müsste ich zur "Expertin" werden - dafür würde es sich sogar lohnen...

    Männer sind nicht generell schwanzgesteuert. Meine tantrische Arbeit wäre ein Pleitegeschäft wenn dem so wäre. Außerdem kenne ich auch genügend Frauen, die ganz klar in der Sexualität auf ihre Intimbereiche fixiert sind. Und denen nun allen Traumatisierungen anzudichten, halte ich für nicht fair. Sex und seine Variationen ist und bleibt ein "Geschmack", so wie eben nicht jeder Lakritz mag

    Mir geht es darum, daß die, die auch anders als mechanisch Sexualtät erleben möchten , dieses auch erleben können. Durch eine Beschneidung wird es einem sensiblen Mann aber deutlich erschwert, denn die Feinfühligkeit des Penis ist unwiederbringbar dahin. Daß eine schmerzhafte Beschneidung im Kleinstkindalter auch psychisch Spuren hinterlässt, davon bin ich überzeugt, doch es ist leider nicht beweisbar.

    @ Theresa

    Mich würde interessieren, ob du die Erfahrungen über die du oben berichtest hast, ausschließlich mit islamischen Männern gemacht hast. Denn seltsamerweise habe ich bei meiner Arbeit erfahren, daß nichtdeutsche Männer mit einem Bildungsniveau, oft ganzkörperlich empfindungsfähiger sind. Allerdings kann ich nichts über den Akt als solchen berichten, denn soweit geht die tantrische Massage nicht.

    Körperfeindlichkeit/Körperentfremdung ist mit der Tod von Sinnlichkeit. Aber wie man zu sich und seinem Körper steht, hat auch viel damit zu tun, wie man sich sonst in seinem Umfeld erlebt, wie man mit seiner Rolle( Mann/FrAU) zurecht kommt und was man von diesen gesellschaftlich ewartet.

    Ich habe im Lauf der letzten Jahre auch erhebliche Bedenken belommen zum großen Mix der Kulturen. Das kann meiner Meinung nach nur funktionieren, wenn alle die innerhalb einer Gesellschaft leben, sich über einen gemeinsamen Konsens einig sind: die der Grundrechte. Da unsere Grundrechte und Werte sich aber deutlich von denen anderer Völker unterscheiden, sehe ich da auch erhebliche Schwierigkeiten auf uns zukommen. Eine Hoffnung wäre, daß alle die, die zu uns kommen, nicht nur wegen der materiellen Sicherheit kommen, sondern auch weil sie sich unseren Grundwerten zugehörig fühlen. Aber das bleibt wohl ein Ideal. Zumal bei uns auch einiges nach dem Schema: "außen hui und innen pfui" abläuft...Wir müssen deshalb auch immer wieder selbst darauf achten und uns dafür einsetzen, daß nicht die Macht des Stärkeren die letztendliche Oberhand hat. Ach, es gibt noch so viel zu tun...

    Schönen Abend euch allen

    Mir gefällt sehr gut was du, lieber Picard, oben geschrieben hast. Es wird wohl realistisch so, daß Beschneidung ersteinmal weiter straffrei bleiben wird. Dennoch sehe ich, ebenso wie du, daß ein Stein ins Rollen gebracht wurde mit der öffentlichen Diskussion, und zukünftig, durch die Bewusstwerdung, sich die Dinge verändern werden.

    Mir persönlich liegt sehr viel daran, daß wir unsere individuellen, erkämpften und daher nicht selbstverständlichen Freiräume und Menschenrechte nicht wieder verlieren. Manchmal habe ich aber auch Angst um sie, denn nicht überall auf der Welt wie wir wissen, ist Freiheit willkommen. Und die Geschichte um die Beschneidung hat mir wieder so deutlich gemacht, daß unsere Grundgesetze sehr wohl in Gefahr kommen können. Ich verstehe noch immer nicht, wie es rechtlich überhaupt bei uns möglich ist, in dieser Sache anders zu entscheiden, als ein Beschneidungsverbot zu erlassen. Das zeigt so deutlich, wie mächtig andere Kulturen noch immer in unserem Land sind. Ich bin mir aber , vielleicht in einer gewissen naiven Form, sicher, daß zukünftig sich auch die Dinge in anderen Ländern immer mehr in Richtung Freiheit entwickeln werden. Doch das wird noch seine Zeit brauchen.

    Auch wir werden uns weiterentwickeln, und auch einsehen, daß man nicht so einfach verschiedene Kulturen in "einen Raum" zusammen setzen kann, ohne vorher klargestellt zu haben, daß zumindest ein gemeinsamer Konsens, in diesem Fall die Grundrechte, bei allen Beteiligten auf Zustimmung stoßen muss. Letzenendes wird die gesamte Welt sich befrieden müssen, nicht der Gerechtigkeit wegen, sondern weil wir immer abhängiger voneinander werden, und das gemeine Volk sich seiner Würdenrechte bewusster.

    Ein schöneres Kompliment gibts doch kaum! Mit eines unserer "Hauptprivilegien" ist, daß wir sagen können was wir wozu denken. Öffentlichkeit kann größten Einfluß haben - es sollten immer mehr werden!

    Herr Bommarius hat sich meiner Meinung nach, mit dieser Aussage selbst ins Aus geschossen. Und den Holocaustmisachtungsvorwurf nimmt doch kein vernünftig denkender Mensch mehr ernst. Mein Sohn ist mitlerweile in der 10. Kl. Gym. Er hatte seit der 5. Klasse jedes Jahr aufs Neue schulisch mit dem Thema zu tun. Da auch bei uns zuhause immer wieder die Sprache aufs Dritte Reich kommt, ist er nun wirklich bestens informiert. Doch ein Schuldgefühl oder dergleichen ist - anders als damals noch zu meiner Schulzeit - nicht mehr zu erwirken. Und darüber bin ich froh! Seltsamerweise wird nichts über die Ausrottung der Indianer, oder Palästina gelehrt.

    Schöne Grüße

    also soweit ichs verstanden habe, und ich war dort, gibt es sehr wohl Bild und Tonmitschnitte. Ein Protokoll in jedem Fall...muß ja..

    Ich habe übrigens auch eine Anfrage per Email bezüglich einer Mitschnittsveröffentlichung gestellt, vergangenen Mittwoch. Bis heute ohne Antwort

    werner

    woher weißt vom Beifall? Der eine kam von mir und gleichzeitig klatschte noch ein anderes Paar Hände. Warst du auch persönlich zur Anhörung? Wo saßt du?

    Beste Grüße, Sandra

    Hallo Theresa,

    was du ansprichst in Bezug aufs Anfassen, finde ich einen sehr wichtigen Punkt innerhalb der Sexualität. Wie bringt man Paaren bei sich zu berühren anstatt sich zu benutzen?! Nach meiner Erfahrung ist das einer der schwersten Aufgaben innerhalb einer Partnerschaft. Und noch arbeite ich hauptsächlich mit Einzelpersonen die Zärtlichkeit sonst nicht so bekommen wie sie sie brauchen. Bei meiner tantrischen Massagearbeit geht es nicht um Sex. Die Menschen die zu mir kommen suchen auch nach etwas anderem als Sex. Die reguläre Behandlungsdauer einer Tantramassage ist nicht kürzer als 90Minuten und kostet ein paar Euro. Würden die tantrischen Behandlungen billiger sein, könnte ich mich vor Terminen nicht retten. Das heißt, der Bedarf an Berührung auch bei den Männern, ist groß (wobei der Großteil meiner Kunden "intakt" ist). Wie kann es aber sein , daß innerhalb der Partnerschaft diese art von Zärtlichkeit und sich füreinander Zeit nehmen, nicht stattfindet? Da gibt es viellerei Ursachen, ganz vorne ist die gewohnheitsmäßige Routine die sich bald in Partnerschaften einstellt. Dann gibt es, bei Männern sowohl als auch bei Frauen, die Tatsache daß man zwar gerne verwöhnt wird, sich selbst aber nicht die Mühe machen möchte. Die Dritte und vielleicht häufigste Variante weshalb jemand für Berührung bezahlt (die, die einfach nur mal "was" andres wollen, lass ich jetzt aus) ist, daß entweder der Massagenehmer selbst einfach nicht weiß wie er eine Frau berühren soll, oder einen Partner hat, der sich darauf nicht einlässt. In beiden Fällen hat man als Kind nicht gelernt Nähe und Berührung zuzulassen. Es ist nicht einfach die nervlichen Synapsen die es zum Spüren braucht, als erwachsener Mensch zu verknüpfen. Was das Vegative Nervensystem nicht früh lernt, ist ab einem gewissen Alter erschwert nur unter besonderen Bedingungen nachzuholen. Mit Bemühung alleine ist es leider nicht getan. Sinnlichkeit wird zum größten Teil in den ersten Lebensjahren erlernt. Je mehr Genuss (körperliche Berührung, das Wie und Was bei der Nahrung, der Tonfall mit dem zu einem gesprochen wird, die Eindrücke über unsre Augen) und je weniger Schmerz zu Anfang eines Lebens erfahren wird, desto höher ist die Möglichkeit sinnliches ins spätere eigene Leben einzubauen und vor allem auch weiter zu geben.

    Trotz meiner Arbeit und privaten Erfahrungen, muß ich bis heute leider sagen, daß ich es nicht fertig bringe jemandem seine verlorene Sinnlichkeit wieder zu bringen. Deshalb auch bin ich keine Sexualtherapeutin. Ich möchte aber dabei nicht ungesagt lassen, daß es vielleicht Menschen gibt, die diesen "Panzer" knacken können. Mir ist das in eigenen Partnerschaften nicht geglückt. Deshalb habe ich auch keinen Rat für dich, leider. Und alles das ich tun kann, ist so gut ich es vermag zu verhindern, daß jungen Wesen Leid angetan wird. Und die Beschneidung ist meiner Ansicht nach ein erheblicher Eingriff in das psychische und physische Erleben eines Menschen, erst recht bei einem Säugling.

    Meinen letzten Erkenntnissen nach, gehe ich sogar in meiner Annahme was den "Erwerb" der Sinne betrifft noch weiter als in die ersten "Erdenjahre". Denn auch der sinnliche Bereich wird meiner Meinung nach weiter vererbt, ähnlich wie ein Talent oder dem kollektiven Bewusstsein. Da dies noch nicht zu beweisen ist, bleibt es eine Vermutung.

    Gerne hätte ich dir Tips an die Hand gegeben, aber außer daß du klar ausdrückst wie du berührt werden möchtest und versuchsweise ihn diese Berührungen erfahren lässt, indem du ihn berührst wie du es wünscht, habe ich kein Patentrezept um mechanischen Sex in einen Tiefenrausch zu verwandeln. Ein gemeinsames Gespräch über Sinnlichkeit ist sicherlich auch nicht verkehrt. Möglich daß ihr dabei mehr über euch erfahrt.

    Beste Grüße, Sandra

    Hallo Werner,

    von der Seite hab ichs noch nicht gesehen. Und unter anderem genau wegen dieser "noch nicht in meinem Fokus" Seite, bin ich froh über dieses Forum hier. Denn auch ich möchte meinen geistigen Radius immer wieder erweitern.

    Daß Männer laut sich äußern über ein solch empfindliches Thema (denn Mann hat eigentlich keine Probleme mit der Sexualität! Wahrscheinlich auch mit der Grund, weshalb im Ausschuß keine "Beschnittenexperten" sich erklären sollten), das kommt tatsächlich einer Revolution gleich. Und dabei fällt mir weiter auf: gerade weil es so ein heikles Thema ist, und ihr trotzdem Frauen hier begrüßt, zeigt wie offen Männer auch sein können und wie demokratisch wir hier miteinander umgehen. Denn die 2. Geschichte die du ansprichst, daß Frauen (vornehmlich islamische Frauen) sich bislang nur wage zu ihrem Mißfallen an der männlichen Sexualität ihrer Partner äußerten, sagt auch, daß etwas in Bewegung ist - und wie ich finde, in eine freiheitliche individuelle Richtung.

    Wünsche noch einen schönen Samstagabend,

    Sandra