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Der Runde Tisch „Stopp FGM in Berlin-Brandenburg“ und die AG FIDE erklären zu
dem kürzlich vom Bundesjustizministerium vorgelegten und im Oktober von der
Bundesregierung verabschiedeten Gesetz zur Beschneidung von Jungen:
• Die Abwägung zwischen den grundgesetzlich garantierten Rechten auf
Religionsfreiheit, elterlicher Sorge und körperlicher Unversehrtheit dürfen nicht zu
Lasten des Kindes, seiner physischen und psychischen Integrität sowie seiner
Selbstbestimmung gelöst werden.
• Die Beschneidung von Jungen ist eine Körperverletzung und aufgrund des Rechts
auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung abzulehnen.
• Die Erlaubnis der Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen könnte für
den Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung bedeuten: Wenn bei Jungen
die Zirkumzision ohne medizinische Indikation erlaubt wird, besteht die Gefahr,
dass das Verbot aller Formen der weiblichen Genitalverstümmelung, auch der
„leichteren“, aufgeweicht wird.
• Der Runde Tisch „Stopp FGM in Berlin-Brandenburg“ und die AG FIDE fordern ein
Verbot der Beschneidung von Jungen und ein explizites Verbot der Beschneidung
von Mädchen und Frauen. Letzteres soll als eigener juristischer Straftatbestand
gefasst werden. Der Runde Tisch „Stopp FGM in Berlin-Brandenburg“ und die AG
FIDE schließen sich der unten stehenden Stellungnahme von Terre des Femmes
an und unterstützen diese