...Anatomisch ist jetzt der genitalbereich ein anderer, Unsicherheit und Verunsicherung macht sich breit .
Das Glied ist gefühlsmäßig kaum mit dem Zustand vor der Beschneidung zu vergleichen .
Wenn Du Dich hier etwas umgeschaut hast, wirst Du gelesen haben, dass die Beschneidung zwar das Gefühl (bie mir etwas) reduziert. Ich konnte es ausgleichen, indem ich ausprobiert habe, was ich in meinem Sexalleben ändern kann, und was dabei mir was bringt.
Ich hatte relativ einfachen Sex mit meiner Frau, war soweit OK. Nach der Beschneidung haben wir vieles ausprobiert, ob das was bringt. Bei mir (muss ich eben immer wieder betonen, andere reagieren anders...) hat sich meine Frau einen Handjob angewöhnt, mit Babyöl (ist am billigsten), das ist in meinem Fall besser und intensiver als vorher. ALSO: nicht den Kopf hängen lassen, sondern überlegen und ausprobieren, was hilft. Leider ohne Erfolgsgarantie...
Bei mir war die Diagnose Prostatakrebs und folgende Untersuchungen der Auslöser für Probleme mit der Harnröhre, die zur Beschneidung führten. Bei einer Krebsdiagnose muss man sich erst mal mit der Tatsache des Krebses auseinandersetzen, und sollte keine resignierende Einstellung dazu haben. Das sit die Arbeit (und Aufgabe) des Patienten, sich mit der Krankheit/Ergebnis der OP/Realität auseinanderzusetzen. Es kostet Kraft, dann eine positive und auf Besserung gerichtete Einstellung zu entwickeln. Aber mit Gejammer kommst Du nicht weiter, es wird alles nur schlimmer.
Also suche Dir Deinen Weg und Deinen Standpunkt zur Tatsache, dass Du jetzt eben beschnitten bist. Genug Leute leben prositiv mit dieser Tatsache. Es kommt darauf an, was man draus macht... sofern nicht körperliche Beschwerden einem das Leben schwer machen.
Ich weiss, sagt sich einfach, aber der Rest Deines Lebens beginnt jetzt! Mach möglichst viel draus!!!!