Beiträge von seppel

    Hast du mal in Erwägung gezogen eine Psychotherapie zu beginnen?


    Akzeptanz ist für mich keine Lösung, denn lebenslängliche kzeptanz ist der Zwilling von lebenslänglicher Unerfülltheit, woran ein fremder Mensch €500 profitiert hat, welchem meine Miserie und Leiden egal ist.

    Dir wird nichts anderen übrig bleiben, als es zu akzeptieren. Die Haut wurde abgeschnitten, die Nervenenden sind weg. Selbst ein Restoring bringt die Nervenende nicht wieder. Selbst wenn der Arzt dir eine Milliarde Euro Schmerzensgeld zahlen würde, wären die Nervenende trotzdem weg. Wie du siehst, bleibt dir nichts anderen übrig, als die Situation zu akzeptieren.

    Wie NoCut schon sagte, ist es eine reine Kopfsache. Da kommt es auch auf die jeweilige Frau an. Wenn eine Frau wegrennt, nur weil der Penis beschnitten ist, kannst du im Grunde froh sein, dass die weggerannt ist. Eine solche Frau kannst du nämlich schlichtweg in der Pfeife rauchen. Eine richtige Frau stört das nicht, sondern geht mit der Situation entsprechend um und übt keinen Druck auf den Partner aus.

    Es ist eigentlich normal, dass bei einer Erektion Schmerzen auftreten. Die Bilder sehen jetzt auch nicht ungewöhnlich aus. Das hier ist allerdings kein Mediziner Forum, daher mein Rat nochmal zum Arzt zu gehen, der soll sich das anschauen.

    Die Erektion lässt sich so nicht verhindern. Ist normal, dass diese kommt. Gegen die Schmerzen helfen entsprechende Schmerzmittel. Das die Narbe angeschwollen ist, ist auch normal. Die Schwellung kann noch einige Zeit anhalten. Nach welchem Stil wurdest du beschnitten und warum wurdest du beschnitten? Gehen morgen am besten nochmal zum Arzt, der soll sich das mal anschauen

    Ich würde jedenfalls darauf spekulieren, dass ein Urologe eher im Bereich Onkologie (incl. Vorsorgeuntersuchungen) , Inkontinenz oder im Bereich Potenz seinen Aufgabenschwerpunkt haben dürfte. Vielleicht gibt es aber auch einige Praxen, welche ambulant Nierensteine behandeln und mit diesen Investitionen die Durchschnittsgewinne deutlich nach oben treiben.

    Genau, so ist es. Was insbesondere richtig Geld einbringt ist der Bereich der Onkologie also die Behandlung von Krebserkrankungen. Die Beschneidungen sind und waren für die Urologen schon immer nur ein Zubrot.
    Die Urologen waren auch schon immer beim Verdienst im vorderen Bereich, auch das ist nichts neues. Selbst vor den ersten richtigen Reformen der Kostenreduzierung im Gesundheitswesen in den 70er Jahren war das schon so gewesen.

    Es ist nicht die Laune oder die Absprache...es ist das Können, das was dieser Arzt von seinem Chefarzt in der Klinik in der er lernte, vermittelt bekam. Nur wenige deutsche Ärzte können High Stile, haben diese je gemacht...die können gar nichts anderes...

    Richtig, auf das Können kommt es an. Ein guter Arzt kann alle Beschneidungsstile. Es hat auch schon Fälle gegeben, da wurde high & tight vereinbart und schriftlich auch festgehalten und dann einfach low & tight beschnitten. Angeblich weil high & tight wegen Vernarbung nicht ginge. Gut, so etwas kann in der Tat mal vorkommen, wenn auch solche Fälle sehr sehr selten sind. Auffällig ist es aber, wenn sich solche Fälle bei einem Arzt oder Ärztin häuft. Wobei man die Vernarbung der Vorhaut eigentlich auch schon im Vorfeld feststellen kann und entsprechende Prognosen beim Aufklärungsgespräch abgeben kann.

    Dennoch greift man dort lieber zum Skalpell und amputiert.

    Genau die genannten Praxen und Zentren sind diejenigen, die besonders schon aufgefallen sind bei der Abrechnung. Radikal beschnitten aber teure Vorhautplastik abgerechnet. Man muss allerdings noch weiter über den Tellerand hinweg schauen. Nicht wenige dieser Zentren vermieten die Räume auch an andere Ärzte und verdienen somit zusätzlich gutes Geld. Im Dezember 2017 war meine Frau beispielsweise in einem solchen " Zentrum ". Aber nein, sie wurde nicht beschnitten. Der OP Raum wurde an einen Zahnarzt vermietet, der eine Kiefer OP bei meiner Frau durchgeführt hat. Der Anaesthesist war derjenige, der sonst die Jungs in Vollnarkose legt oder örtlich betäubt, wen sie beschnitten werden. Inzwischen ist der Medzinbereich so vielfältig und flexibel, da muss man über den Tellerrand hinweg schauen, wenn man objektiv bleiben will.

    Da widerspreche ich. Du hast mit Urologen gesprochen und die beteuern, nicht wegen Geld zu beschneiden? Wundert Dich das? Ein Verlustgeschäft? Ernsthaft?
    Britta vom Lehn hat 2013 in der FAZ sehr deutlich gemacht, dass beim Thema "Beschneidung" der Rubel rollt:
    faz.net/aktuell/politik/beschn…ter-schnitt-12625490.html

    Da muss ich jetzt widersprechen. Schaue dir mal Gebührenordnung für Ärzte an, was da abgerechnet werden darf. Vom Umsatz her, mag die Aussage von Frau Lehn zutreffen. Umsatz ist aber nicht Gewinn. Bekanntlich lebt man vom Gewinn, nicht vom Umsatz. Ein Verlustgeschäft ist die Beschneidung für einen Arzt nicht, aber auch nicht das Mittel um seine Kassen so zu füllen um einen gehobenen Lebensstil führen zu können ( wie es bei viele Ärzten üblich ist ). Da müsste ein Arzt schon massenhaft täglich Vorhäute amputieren. Ich habe meine Infos zum Beispiel nicht von einem Arzt, sondern von einer Betriebswirtschaftlerin die Einblicke in die Finanzen von diversen Ärzten und Krankenhäuser hatte bzw. immer noch hat. Richtig Geld verdient wird mit anderen Sachen. Nicht ohne Grund rechnen die Ärzte eine Beschneidung, oft bewusst, falsch mit den Krankenkassen als Vorhautplastik ab. Dann gibt es mehr Geld und Beschneidung rechnet sich kaufmännisch gesehen wieder richtig.

    Das ist so nicht korrekt. In Kanada gab es ja die routinemäßige Beschneidung als Kassenleistung. Und diese wurde gestrichen. Medizinisch nötige Eingriffe zahlt die Kasse weiterhin und genau so ist es auch bei uns. Theoretisch zumindest. HIER muss man ansetzen.

    Dazu kann ich jetzt nicht viel sagen, habe nur auf verschiedenen Seiten gelesen, dass in Kanada die Krankenkasse eine Beschneidung nicht mehr zahlt. Du hast doch sicher eine Quelle, wo man nachlesen kann, wie das jetzt in Kanada genau abläuft. Vielleicht wäre das sogar auf Deutschland übertragbar?

    Sollten die Kinderrechte im Grundgesetz gestärkt werden, also eine Grundgesetzänderung stattfinden, wird die Religionslobby schon darauf drängen, dass die Beschneidung davon nicht betroffen ist. Entsprechend wird dann auch die Grundgesetzänderung stattfinden ( Kinderrechte gestärkt, die Beschneidung grundgesetzlich ausdrücklich zugelassen ). Insofern da überhaupt etwas passiert. Papier ist ja bekanntlich sehr geduldig.

    Das Problem liegt letztlich an den Universitäten, da genau das so dort den Studenten beigebracht wird, wie es in Deutschland stattfindet. Eine richtige Forschung in dem Sinne gibt es nicht, nicht einmal richtige Langzeitstudien.
    Solange das so ist, wird sich bei den Ärzten nicht viel ändern.

    In der Tat ist der Verdienst bei einer Beschneidung so hoch gar nicht. Mit anderen Dingen verdient ein Urologe oder Chirurg wesentlich mehr Geld, bei gleichem oder ähnlichen Aufwand.

    Meiner Meinung nach wäre der erste wichtige Schritt, ähnlich wie es in Kanada passiert ist, die Beschneidung als Kassenleistung zu streichen. Nicht wenige Eltern hätten dann auf einmal keine Interesse mehr die Söhne zu beschneiden zu lassen, wenn sie es selbst bezahlen müssten. Wenn ich die Zahlen noch richtig in Erinnerung habe, gingen die Beschneidungen in Kanada um 80% zurück, als dies als Kassenleistung gestrichen wurde.

    Was die Vorhautwiederherstellung betrifft, so muss man sich darüber auch im klaren sein, dass man nicht mehr richtig wiederherstellen kann, was mal abgeschnitten wurde. Die abgeschnittenen Nerven sind weg, für immer. Lediglich die Eichel wird im Laufe der Zeit wieder etwas empfindlicher. Glück haben da die Männer, die high & tight beschnitten wurden, weil da wenigstens noch ein bisschen empfindliche innere Vorhaut vorhanden ist. Bei low & tight, so wie es in Deutschland üblich ist, gibt es ja gar keine empfindliche innere Vorhaut mehr. Da kann man dann nur hoffen, dass im Laufe der Zeit die Eichel wieder etwas empfindlicher wird. Wobei es auch Männer gibt, die von Geburt an, an der Eichel relativ unempfindlich sind und deren Empfindlichkeit vorwiegend an der inneren Vorhaut liegt. Wenn ein solcher Mann dann low & tight beschnitten wurde, hat dieser selbst nach der Wiederherstellung noch massive Probleme.

    In den USA wird überwiegend high & tight beschnitten, da ist die Beschneidung ( je nach Region ) immernoch eine Routinesache. Meist werden die Jungs schon als Baby, direkt nach der Geburt, ohne Narkose, beschnitten.

    Auf der einen Seite kannst du sogar noch froh sein, dass du in den USA beschnitten wurdest. Bei high & tight verbleibt ja zumindest ein Rest der empfindlichen inneren Vorhaut. In Deutschland wäre vermutlich low & tight beschnitten worden, da wäre alles empfindliche radikal entfernt worden.

    Ich sehe das in Zukunft nicht ganz so aussichtslos. Die gegenwärtige und unmittelbare Betroffenheit sähe ich bei jemanden, der unter Geltung des § 1631 d BGB beschnitten wurde , durchaus auch noch in 20 Jahren als gegeben an, da der Zustand des Beschnittenseins ja zeitlebens fortwirkt.

    Hier sehe ich den größten Stolperstein bei den Gutachten. Die Gutachten sagen ja meist sinngemäß aus, dass die Beschneidung ohne nenneswerte Folgen für den Betreffenden hat. Wenn ein Gutachten aussagt, dass eine Beschneidung keine nennenswerte Spätfolgen nach sich zieht, warum sollte dann da ein Gericht den $1631d BGB irgendwie in Zweifel ziehen? Die Gerichte verlassen sich auf die Gutachten

    Die größe Wahrscheinlichkeit dass sich das BVerfG damit befasst sehe ich als gegeben an, wenn irgendwann mal jemand seine Tochter beschneiden lassen will, was ja bekanntlich verboten ist. Hier könnte der Kläger geltend machen, dass es diskriminierend ist, dass Jungs beschnitten werden dürfen und Mädchen nicht. In diesem Fall müsste sich die Gerichte zwangsläufig mit §1631d BGB befassen. Man kann dann nur hoffen, dass ein Gericht dann auch den Mut hat, das BVerfG anzurufen. Direkt das BVerfG anrufen kann der Kläger ja nicht, er muss erst die ordentliche Gerichte anrufen.

    Doch, aus Minderjährige haben durchaus die Möglichkeit jur. gegen den Beschneidungswillen ihrer Eltern/Sorgeberechtigte vorzugehen. Hatte ich hier schon einmal beschrieben:
    Wie den "Tätern" begegnen?

    Solche Verfahrensbeistände werden öfters von den Familiengerichten bestellt, mir ist allerdings bisher noch kein Fall bekannt geworden, wo es um eine Beschneidung ging.