Beiträge von Aphrodite

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    „Heute dürfen weder diagnostische noch therapeutische Maßnahmen begonnen werden, ohne dass zuvor eine Indikation gestellt wurde. Nicht indizierte oder gar kontraindizierte ärztliche Maßnahmen scheiden von vornherein aus dem Bereich rationaler, verantwortungsvoller Medizin aus.“

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    Von Seiten des Patienten bedeutet der Punkt „Autonomie“ vor allem aber auch ein Abwehrrecht: Der Arzt darf eine Behandlung – wie immer medizinisch sinnvoll – nicht durchführen, wenn der Patient damit nicht einverstanden ist. Was heißt dies alles für die Beschneidung? Die Punkte im Einzelnen.

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    Autonomie: Bei Minderjährigen, zumal Säuglingen, ist eine Einwilligung des Betreffenden nicht möglich. Auch Eltern können diese Zustimmung nicht ohne weiteres erteilen. Dazu die Medizinrechtler Kern und Richter (2009)

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    „Grundsätzlich müssen die Betroffenen in Heileingriffe selbst einwilligen. Bei nichteinwilligungsfähigen Minderjährigen, aber auch Volljährigen darf und muss das ihr gesetzlicher Vertreter tun, allerdings nur, wenn es notwendig ist. Notwendig ist die Fremdbestimmung indessen lediglich bei indizierten Eingriffen. Das bedeutet für nichteinwilligungsfähige Minderjährige zweierlei: Die gesetzlichen Vertreter müssen einwilligen, wenn der Eingriff indiziert ist und sie dürfen es nicht, wenn es an der Indikation fehlt.“ (Kern/Richter 2009)

    Faktencheck: Beschneidungsethik – erlaubte Körperverletzung?
    -
    Faktencheck
    - FAZ

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    Wichtig in unserem Kontext ist beim Punkt „Autonomie“ das Kleingedruckte. Autonomie heißt nämlich nicht etwa, dass Patienten einen Anspruch darauf haben, dass ein Arzt jeden ihrer Wünsche erfüllt. Vielmehr können Ärzte auch die Erfüllung von Patientenwünschen ablehnen, gerade wenn es für diese keine medizinische Grundlage (Indikation) gibt. Dazu der Hannoveraner Medizinethiker Gerald Neitzke (2008.)


    Es bleibt zu hoffen, dass sich die Ärzte aus ethischen Gründen und vom Prinzip primum non nocere leiten lassen und sich weigern die Beschneidung aus religiös motivierten Gründen durchzuführen!

    Würden aber dagegen die Juden entscheiden, dass auch Mädchen fortan den Bund mit Gott eingehen dürfen... Oh weh... FGM? Das geht ja nun gar nicht. Das wäre doch ein zivilisatorischer Rückschritt. Ja, wäre es. Aber nur weil die Beschneidung an sich vorzivilisatorischer Unsinn ist. Eine blöde religiöse Idee, die abgeschafft gehört. Das geht aber nicht, ohne die Religion anzutasten.

    So betrachtet sind sowohl der Islam als auch das Judentum diskriminierende Religionen, denn sie schliessen die Mädchen aus dem Bund Gottes aus! Gott behandelt beide Geschlechter unterschiedlich - er gibt den Mädchen nicht das gleiche "Geschenk" - die Beschneidung wäre den Worten des Rabbiners Yitshak Ehrenberg nach ein Geschenk an die Jungen. Nur Jungen scheint der Bund zu Gott erlaubt zu sein, womit auch der Beweis erbracht wäre, dass Religionen bzw. die heiligen Schriften nichts anderes als ein Menschen- und kein Gotteswerk sind und somit auch voll von Wiedersprüchen und Fehlern und himmelschreienden Ungerechtigkeiten! Man könnte meinen, Gott hätte die Welt nur für die Männer erschaffen und nur ihnen das Bestimmungs- und Entscheidungsrecht und Macht über das Wohl und Wehe der Kinder und der Frauen in die Hand gegeben.

    Denn welcher Schöpfer schliesst das eine Geschlecht aus seinem Bund aus?

    Die Meinung des Rabbiners ist in der Talk-Sendung Anne Will zu hören

    Streit ums Beschneidungs-Urteil - Religionsfreiheit ade? - Anne Will - YouTube

    Ja eben, alle männlichen Primaten und Säugetiere haben eine Vorhaut, seit Millionen von Jahren. Wie konnte sich ein göttliches Wesen - ob Allah oder Jahwe - so gründlich geirrt haben, dass sie neben des Homo Sapiens auch die Tiere mit Vorhaut ausgestattet hat?

    Wenn die Vorhaut so nutzlos oder gar schädlich für den Mann bzw. die männlichen Tiere wäre, so frage ich mich, wie kann ein ansonsten perfekter Gott, so etwas machen? ;)

    Judentum - Die 365 Verbote

    Kann mir jemand sagen, was mit dem Verbot 361 gemeint ist?

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    dass man nichts, was zum männlichen Geschlecht gehört, verschneiden darf, es sei Mensch, Tier oder Vogel.

    Was gehört so eindeutig zum männlichen Geschlecht, wenn nicht der Penis? Alle anderen Körperteile haben auch die Weibchen, bzw. die Frauen - oder etwa nicht? Die Brüste können es nicht sein, da die Männchen und Männer keine haben, um sie zu "verschneiden".

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    Gespräch mit Professor Holm Putzke, Uni Passau
    Als Wissenschaftler habe ihn vor allem interessiert, warum eine medizinisch unnötige Körperverletzung das deutsche Rechtssystem offenbar nicht interessiere, während bei jeder Ohrfeige von Gewalt gegen Kinder gesprochen werde, so der Jurist im Nordwestradio-Interview.

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    "Eine falsche Tradition ist nur ein langer Irrtum", zitiert der ehemalige katholische Theologe, Psychoanalytiker und Schriftsteller Eugen Drewermann einen alten Kirchenvater zum Thema Beschneidung. Die uralte Tradition, mit der Eltern bis heute ihre Kinder religiös zu erziehen hoffen, stammt von dem biblischen Stammesvater Abraham ab. Er vollzog die erste Beschneidung zuerst vor rund 4.000 Jahren – ein riesiger Zeitraum der Nachahmung, der die Frage aufdränge: "Warum soll man daran etwas ändern?".
    "Schon deshalb, weil Abraham damals ein Steinmesser hatte, und das müsste man dann – um genau zu sein – heute genau so nehmen", kontert Drewermann. Das Alter einer Tradition belege nicht ihr Geltungsrecht für alle Zukunft.

    Beschneidung ist Körperverletzung - Nordwestradio Journal - Nordwestradio - Radio Bremen

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    Some claim that God commands Jews to circumcise however, the Al Qaida terrorists justify 9/11 by stating that “Allah told us to kill all of the infidels.” We dismiss them as lunatics. Why, then, do we not dismiss people who tell us that God wants us to mutilate our baby boy’s genitals?

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    In the 613 mitzvos, we are commanded to:

    • (N 41) Not imprinting any marks on our bodies (Lev. 19:28)

    • (N 45) Not making cuttings in our flesh (Deut. 16:1)

    Identität:

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    ♦ Jewish boys in countries where routine circumcision is rare, such as Holland, are left intact and still remain Jews in good standing.

    ♦ In Sweden, 60% of Jewish boys are intact.

    ♦ Many Soviet Jews, left intact for fear of communist persecution, have chosen to remain so, even though communism no longer exists.

    Liberalismus:

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    Modern Jewish scholars have found that circumcision is not even mentioned in the earliest, “J”, version of Genesis nor the next three rewrites by other authors. Most importantly, the story of Abraham is there in its entirety, except the part about the Covenant being “sealed” with circumcision. So do not be afraid of divine punishment. God did not mandate circumcision.

    Hygiene:

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    Another reason incorrectly professed to be a rationale to circumcise is hygiene. Over 85% of the world’s males are intact, and cleanliness is not an issue for them. If boys can learn to blow their nose, brush their teeth, clean their backsides after defecating, and shower daily, then they can learn to wash their penises, inside and out, and retract the foreskin after it naturally separates.

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    Even the great Rabbi Mainmonides recognized the problems with circumcision:”...How can products of nature be deficient so as to require external completion, especially as the use of the foreskin to that organ is evident?
    The bodily injury caused to that organ is exactly that which is desired...there is no doubt that circumcision weakens the power of sexual excitement, and sometimes lessens the natural enjoyment;
    the organ necessarily becomes weak when it loses blood and is deprived of its covering from the beginning.”

    Rabbi Moses Maimonides, The Guide of the Perplexed, The University of Chicago Press, 1963

    Zitate aus dem Flyer

    So - ich habe aus dem o.g. Nichts-für-schwache-Nerven-Foto mal ein Beispiel gemacht. Aber das nichts-für-schwache-Nerven bleibt. Die Bild-Info zur Common-Lizenz ist zwar eingetragen (Photoshop), aber irgendwie taucht sie noch nicht in der jpg auf? - Jemand Rat?

    Auf dem Foto könnte man schreiben:

    -- Wollen Sie ein schlechteres Sexualleben? oder als Alternative
    -- Der Weg zum schlechteren Sex: Beschneidung!
    -- Warum hat Gott den Mann mit Vorhaut geschaffen?
    -- Kein Wasser zu Hause, um sich (den Jungen) zu waschen?

    Und man könnte auf der Rückseite der Karte den Link zur dänischen Studie von 2011 drucken und die Untersuchungen von O`Hara!

    Ich habe dem Forum einfach mal meine Meinung geschrieben.

    Wenn man wieder den Link, den Pallas hier als erster gestellt hat, anklickt so erscheint der Artikel immer noch. Es ist auch noch so pervers, dass das Thema Beschneidung in der Rubrik "Wohlfühlen" zu finden war oder noch zu finden ist. So als wäre eine Beschneidung eine Wohltat und keine Körperverletzung insbesondere dann, wenn die Beschneidung aus ästhetischen, religiösen oder nur hygienischen Gründen ausgeführt wird und nicht medizinisch indiziert ist, weil alle andere Behandlungsmethoden versagt haben.

    Auf derselben Website fand ich einen Artikel über Peniskrebs:
    Peniskrebs - Männlicher Albtraum
    Mit diesem Titel "männlicher Alptraum" wird nur Panik verbreitet. Der Titel sollte geändert werden in z.Bsp. " Peniskrebs - zum Glück äusserst selten!". Das wäre mein Vorschlag.

    M.E. ist sie weg. Gib mal bei der Suche "Beschneidung" ein, dann kommt nur noch ein Artikel über Vorhautverengung. Der ist zwar auch nicht besonders, aber diesbezüglich kann ja jemand anders reklamieren.

    Also die Seite IFG - Internet Forum Gesundheit existiert noch. Aber als ich im Suchfeld den Artikel "Nacktes Dasein" eingetippt habe...

    SUCHE

    ...erschienen 15 Suchergebnisse auf 3 Seiten verteilt. Aber der Artikel über die Beschneidung ist tatsächlich nicht darunter.
    Es bleibt zu hoffen, dass sie ihn nicht mehr freischalten.

    Dafür aber habe ich diesen Artikel auf derselben Site gefunden, indem ich die Suchbegriffe: Beschneidung einerseits und nacktes Dasein-Beschneidung andererseits eingegeben habe. So kam ich zu diesem Ergebnis:
    Vorhautverengung

    Hm, weiss ich natürlich auch nicht. Im Netz findet man ja nur diejenigen, die unzufrieden sind. Müsste man vielleicht eine Umfrage machen. Aber Umfragen zur sexuellen Zufriedenheit sind schwierig, oder?

    Es sollte vielleicht eine anonyme online Umfrage sein! Es gibt die deutsche Gesellschaft für Sexualmedizin. Ich denke die Damen und Herren bzw. die Sexualmediziner könnte man überzeugen eine solche Umfrage zu starten. Und zwar sollte sich diese Umfrage nicht nur an die als Kind oder in der Pubertät beschnittenen Jungen richten, sondern auch an deren Partnerinnen!

    Um die Leute auf die Umfrage aufmerksam zu machen, könnte man Radiostationen und die Printmedien überzeugen, die Umfrage bekannt zu geben.

    DGSMT (deutsche Gesellschaft fr Sexualmedizin und Sexualtherapie) - Home

    Ansonsten kann man die medizinische Hochschule in Hannover anfragen. Den Prof. Uwe Hartmann.

    MH-Hannover: Prof. Dr. Dipl.-Psych. Uwe Hartmann

    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Brit_Mila#section_3

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    Lediglich eine nach eigenen Angaben wachsende Minderheit in den jüdischen Gemeinden praktiziert an Stelle der Brit Mila die Brit Schalom. Dabei erfolgt die Namensgebung für das Kind ohne Zirkumzision. Die Organisation Jews against Circumcision setzt sich dafür ein, dass die Brit Mila durch die Brit Schalom ersetzt wird.[16] Auch unter den Konservativen Juden gibt es Gegner der Zirkumzision.[17][18]

    Index

    Vielleicht sollte man die progressiven Juden gegen die Beschneidung gewinnen?

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    Klar, weder meine Großeltern, noch jemand anderer sprach von Qâsims Schuld am Tod meiner Onkel. Man sagte, sie seien an Entzündungen gestorben, sie hätten Fieber gehabt und schließlich war dies der Wille Gottes und nicht etwa die unhygienischen Bedingungen ihrer Beschneidung, oder die nicht desinfizierten, ja primitiven Geräte.

    Zitat

    „K“ hatte immer Probleme beim Sex. Er konnte mit keiner Frau richtig schlafen. Der Sexualakt verwandelte sich für ihn stets in ein Höllenszenario. Immer, wenn er es wieder versuchte, ist er gescheitert. Er ist noch später beschnitten worden als ich, erst mit 13 Jahren. Zwei Jahre musste er nachbehandelt werden. Ein Stück der Vorhaut ist zurückgeblieben. Er musste erneut beschnitten werden, zweimal. Danach war die Wunde entzündet. Er litt auch beim Urinieren, ein Brennen hat ihn sein Leben lang begleitet. Es ist diese Angst, die wie ein Graveur seine Marke hinterließ, in seiner verstümmelten Seele.

    Religiöse Riten in der Praxis: Beschneidungen und andere Traumata - taz.de

    SPUREN - Magazin fr neues Bewusstsein

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    Man geht davon aus, dass Abraham zu seiner Zeit (ca. 1500 bis 1800 vor Christus) einen regen Handel mit Ägypten trieb. Und da viele Hebräer einen grossen Teil ihrer Gebräuche von den Ägyptern übernahmen, vermutet man, dass Abraham auf diesem Weg die Beschneidung einführte. Da die Beschneidung eine Art Auszeichnung und vorwiegend den Sippen von Kriegern vorbehalten war, diente sie auch als Unterscheidung, als eine Art Auszeichnung gegenüber unbeschnittenen Völkern und Stämmen. Seinen Sohn Ismael beschnitt Abraham, als dieser 13 Jahre alt war; sich selber im hohen Alter von 99 Jahren. Abraham soll einen Bund mit Gott eingegangen sein. So steht es zumindest in der Bibel: «Das aber ist mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Geschlecht nach dir: Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden; eure Vorhaut sollt ihr beschneiden. Das soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch. Jedes Knäblein, wenn‘s acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen. […] Wenn aber ein Männlicher nicht beschnitten wird an seiner Vorhaut, wird er ausgerottet werden aus seinem Volk, weil er meinen Bund gebrochen hat.» Genesis 17,10–14.

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    In der Bibel steht jedoch auch: «Beschneidet nun die Vorhaut eures Herzens und seid nicht ferner hartnäckig.» Dt 10,16. Konsequenterweise müssten alle, die sich auf die historisch nicht erwiesene Geschichte des Abraham beziehen, auch diese Prozedur über sich ergehen lassen und die Vorhaut des Herzens herausschneiden. Warum die eine Aussage nur symbolisch interpretiert wird, nämlich als Gebot, sein Herz zu öffnen und reinen Herzens zu sein, und die andere nicht, kann kein Schriftgelehrter erklären.