Fakt ist das in den letzten Jahren es immer wieder Vorfälle gab bei denen Jungen eine beschwerdefreie Phimose diagnostiziert wurde und kein Handlungsbedarf besteht.
Ein Vertretungsarzt wollte meinen Sohn mit 2 Jahren nach einer Vorsorgeuntersuchung zum Kinderchirurgen schicken. Keinerlei Beschwerden. Keine Entzündung. Keine Narbenbildung. Kein Handlungsbedarf.
Für Eltern die eine Beschneidung ihres Sohnes wollen wäre dies die Möglichkeit gewesen eine auf Kassenleistung zu bekommen.
Und deshalb soll das ganze auch gemeldet und dokumentiert werden.
Genauso gab es Ärzte die mehrfach Beschneidungen über einen einzelnen Patienten abgerechnet haben.
Oder Ärzte die eine Vorhautplastik abrechnen weil sie dafür mehr Geld bekommen aber in Wirklichkeit eine Beschneidung oder vielleicht (eine Vermutung von mir) sogar nur eine Vorhautlösung durchgeführt haben.
Ich kann mich an eine Mutter erinnern die bei Phimose-info.de berichtete das sich die Phimose bei ihrem beschwerdefreien Sohn einige Tage vor der OP von selbst gelöst hatte. Die Ärzte meinten dort man würde nicht um eine OP drum rum kommen.
In diversen Foren habe ich gelesen das Ärzte und Hebammen bei Neugeborenen behandlungswürdige Phimosen erkannt haben wollen.
Für mich habe ich daraus folgendes Geschlossen:
Die Diagnose Behandlungswürdige Phimose wird trotz der neuen Leilinie immer noch zu häufg entweder aus Absicht oder Unwissenheit falsch gestellt.
Also wie kann man dem entgegenwirken?
Nur durch Dokumentationen der Behandlung.
Die Forderung nach einer Dokumentation von Beschneidungen ist übrigens nicht hier im Forum entstanden. Ich meine eine Krankenkasse bzw. ein Krankenkassenverband hat dies schon vor gut 10 Jahren gefordet um Abrechnungsbetrug vorzubeugen.