Beiträge von Etwas

    Ich weiß noch nicht ob mein Browser mal wieder spinnt (stellt man den mal datenschutztechnisch vorteilhaft ein, funktioniert auf modern gestalteten Webseiten so gut wie nichts mehr was auch nur einen Mausklick erfordert - ein Schelm der böses dabei denkt), oder ob die Redaktion nach 2 kritischen, aber fundierten Beiträgen zu der Herren Doktor geistigem Durchfall zum Thema Vorhautverengung bei Kindern die Kommentarfunktion schon direkt wieder deaktiviert hat (was ja auch kein Wunder wäre).

    Meiner Meinung nach gehört der Link zu dieser "Fach"beratung dieser zwei Pappköppe unbedingt aber noch in die Rubrik "Ärztepranger", verbunden direkt mit dem Hinweis, dass die zwei Knalltüten im Lahn-Dill-Klinikum tätig sind, damit die Leute gewarnt sind, wo sie ihre Kinder schonmal besser nicht hinbringen.

    Schlimm genug wenn Ärzte so ewiggestrig sind, aber wenn sie sich schon nicht einmal mehr an ihre vorgegebenen Leitlinien halten..., ja an was denn DANN??? Nur noch an ihren persönlichen Fetisch oder was?

    Na, aber von den Philippinen kommen doch immer die schmerzverzerrten Gesichter der Jungen bei den traditionellen Massenverstümmelungen. Das muss Circumfetischisten doch enorm aufgeilen.

    Allerdings ist die Jungenverstümmelung auf den (überwiegend) christlichen Philippinen ein Relikt aus der muslimischen Zeit. Da sieht man schön, dass es eine von Religion abgekoppelte Tradition "wie der Vater, so der Sohne" ist.

    ...ist doch in den USA auch nichts anderes.
    Nur finden sich in der ach so hoch entwickelten "zivilisierten Welt" (welch Arroganz steckt schon allein in dieser Bezeichnung...) direkt immer ein paar Oberschlaue, die für die Verbohrtheit, Begriffstutzigkeit und das Verharrenmüssen in altem Verhalten (hierzulande sagt man: "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht") eine wissenschaftliche Rechtfertigung herbei zaubern. Denn natürlich könnte man dort - zumindest bei den meisten, religiös Bekloppte gibt es dort ja doch noch genug - heute niemandem mehr diese Barbarei an einem kleinen Würmchen, das gerade das Licht der Welt erblickt hat, mit der Eindämmung von frivolem Verhalten und Masturbation rechtfertigen. Da würde jeder gesund denkende Mensch dem Arzt direkt einen Vogel zeigen oder ihn gleich mit einer der dort so hoch gelobten Waffen aus dem Privatbesitz abknallen.

    Also hat man das Hygiene-, Peniskrebs- und Harnwegsinfektsargument ganz weit ausgegraben, bis ins allerletzte Detail herum gewälzt und mit ein paar Schauermärchen geschmückt und verkauft sie als die "modernsten Erkenntnisse" der Medizin. Und bei wem wirken Schauermärchen über die drohende Erkrankung, lebenslange Beeinträchtigungen oder gar den Tod von Kindern besser als bei werdenden oder gerade gewordenen Eltern? Und das Allheilmittel dagegen: "Befreien Sie Ihr "newborn" so schnell wie möglich von der schrecklichen, ja geradezu Tod bringenden Vorhaut, am besten SOFORT!" Für diesen "fachlichen" Gehirndurchfall findet man dann noch eine Lobbyorganisation, in dem Fall die AAP und schon hat man quasi per se die Seriösität für diese Aussagen im Sack.

    Weil man dort aber auch diesen Schwachsinn allmählich als solchen erkennt, nicht zuletzt auch dank einiger weniger (aber glücklicherweise mehr werdender) Organisatoren ala NOCIRC & Co, folgt jetzt Stufe 3 der schon spätestens seit Einstein bekanntermaßen nach oben offenen Blödsinns-Skala bzgl. der Pro-Argumentation:
    - "Er wird bestimmt in der Schule gehänselt für seinen Rüssel, wenn alle anderen beschnitten sind", oder aber
    - "Er soll so aussehen wie Papa (oder sein Bruder, oder Onkel, oder oder oder)".

    Letzteres ist mein persönlicher Tiefpunkt-"Favorit" in Sachen männlicher Minderwertigkeitskomplex-Bedienung. Mit dem Argument müsste ich meinem Kind auch ein Bein abtrennen lassen, falls Papa es durch irgendeinen Grund verloren hat. HALLO, gehts noch??

    Hi Aspect.
    In gewisser Hinsicht scheint es wohl Zeit für ein gewisses Männergespräch zu sein, allerdings in dem Fall eher ganz praktisch und pragmatisch. Denn dein Filius sollte erst einmal darauf verzichten, die Vorhaut bei Erektion ganz hinter ziehen zu wollen. Er hat halt eine ganz minimale Vorhautverengung, da passt im "Normalzustand" alles ganz problemlos drüber, aber bei Erektion wirds dann halt etwas eng. Das ist kein Weltuntergang und gibt sich auch mit der Zeit, aber das dauert logischerweise etwas.
    Gewisse "Betätigungen", die er mit 11 mit Sicherheit schon längst macht, sollte er definitiv besser ohne vollständiges Zurückziehen der Vorhaut machen, aber genau durch diese wird sich diese minimale Verengung mit der Zeit geben. Das Vorhautgewebe wird lockerer und dann ist das in spätestens 1-2 Jahren kein Thema mehr.

    Als Tipp WENN es doch nochmal passiert: Mit Daumen und Zeigefinger die Eichel leicht zusammen drücken und so das durch die Erektion "gestaute" Blut etwas raus drücken (natürlich sachte, nicht wie ein Berserker ;) ), dann nimmt ihr Durchmesser etwas ab und die Vorhaut passt problemlos wieder drüber.

    Salbe würde ich bleiben lassen, weil die alleine bringts nicht und wirklich dehnen kann man so eine Mini-Verengung nicht mehr wirklich, das macht dann wirklich die Zeit und die "Beschäftigung" mit dem Penis.

    Alles Gute

    Naja, der Text auf seiner Webseite ist ja zumindest in Teilen mal halbwegs vernünftig.
    Immerhin erwähnt er Oster's Studienstatistiken, dass von den 16-17-Jährigen nur noch weniger als 1% tatsächlich eine nicht bewegliche Vorhaut haben. Und er spricht sich schonmal bei Kindern nur dann für die OP aus, wenn es zu wiederholten Entzündungen/Infekten kommt. Das ist ja schonmal gar nicht SOOO schlecht. Da gibt es leider eine ganze Menge seines Berufsstandes, die da wesentlich radikaler und ignoranter mit der körperlichen Integrität ihrer kleinen Patienten umgehen...

    Im Bezug auf Erwachsene erwarte ich eigentlich - unabhängig davon dass Brennecke's Text dahingehend natürlich geistiger Durchfall ist - dass sich ein Erwachsener vor so einem Eingriff entsprechend kundig macht, und das vorzugsweise nicht bei Eurocirc <X (dessen "Verein"svorstand sich auf wundersame Weise auf die Phillipinen verkrochen hat, offenbar hat man dem "Verein" in Dinslaken ob seiner zweifelhaften "fachlichen Aussagen" und den geradezu fetisch-gleichen "Ratschlägen", gerade an besorgte Eltern, wohl doch mal den Garaus gemacht :thumbup: ).

    Den anfänglich doch noch relativ neutral gehaltenen Text torpediert Herr Dr. Brennecke letztendlich dann selbst wieder mit seinen Aussagen zu Peniskrebs- und HIV-Ansteckugsrisiko :-(( :-(( :-((

    Damit reiht er sich dann leider doch wieder in die Riege der Vollpfosten ein, für die das Abschneiden der Vorhaut so einfach ist wie Haare oder Fingernägel schneiden... (Pino)

    Hallo Rolf,

    ohne dass jetzt gegen dich zu münzen oder auch nur den Hintergedanken eines Vorwurfs zu haben aber: Dachte ich's mir doch. Hinter dieser Justizposse steckt doch weitaus mehr als nur der Streit zwischen Mama's und Papa's Meinung um des Sohnemann's Vorhaut.
    Klar, bei einem derartig torpedierten Vater-Sohn-Verhältnis lässt sich NATÜRLICH nichts essentielles besprechen oder überhaupt mal real am LEBEN der Jungs teilhaben. Meines Erachtens nach ist DAS ein Zustand, der viel eher geändert gehört als die Vorhaut des Jungen. Natürlich wird "Mama" das anders sehen und womöglich eher noch drauf plädieren wollen dass du die Jungs gar nicht mehr siehst, aber das ist ja glücklicherweise in Deutschland doch wesentlich schwieriger geworden in den letzten Jahren. Ja, "wir" Väter "dürfen" auch endlich mal was von unseren Kindern haben... Da sollte auf jeden Fall deine allernächste (wenn nicht sogar erste) Baustelle liegen - bevor der Junge in einem Alter ist, wo es nichts mehr reißt wenn Papa sich noch drum kümmern möchte.

    Nunja, beim Thema "kunstvollem umschreiben intimer Sachen zwischen Eltern und Kind" bin ich leider nicht fachkundig. Ein solches Theater hatte ich mit meinem nie, da ich auch selbst ein offener Mensch bin was das angeht, und für mich ein Penis an einem Jungen/Mann ein Körperteil ist wie Arme und Beine auch, worüber es also innerfamiliär nichts zu verschweigen oder zu umschreiben gibt. Aber klar, bei eurem Verhältnis ist da natürlich einiges zu spät.

    Den "lautstarken Protest" des Älteren im Bezug auf die Intimitäten seines Bruders würde ich allerdings doch mal in einem ernsten Gespräch mit dem Älteren besprechen. Denn, bei allem Verständnis, er ist dann doch erst 12 und nicht 22, als dass er geistig so viel weiter wäre und sich deshalb rauszunehmen hätte, zu protestieren, wenn du mit seinem jüngeren Bruder über ein rein medizinisches Problem sprechen möchtest. Auch seine, so wie ich das rausgelesen habe, permanenten "Stellungnahmen" bzgl. seiner eigenen Beschneidung als Einflussnahme auf den jüngeren Bruder würde ich dann doch wirklich mal verbitten, denn mit 12 besitzt er wahrhaftig nicht die geistige Reife oder gar Lebenserfahrung (weder praktisch noch auf sexueller Hinsicht) um beurteilen zu können, ob und wie sich die Entfernung der männlichen Vorhaut auf das Genital auswirkt. Man hat ihm diese Entscheidung letztlich ja auch nur aufgezwungen in einem Alter, wo er es selbst noch nicht verstanden hat, und sie ihm von da weg als "OK, gut, problemlos" etc. verkauft. Sein "Wissen" basiert also einfach nur auf Nachplappern, aber nicht auf eigene Erfahrungen. Und auch wenn ich normalerweise absolut gegen sowas bin - in diesem Fall würde ich den Jungen das auch mal wissen lassen. Genügend Fachliteratur, die ihm das Gegenteil seiner Meinung belegen würde, gibt es ja genug. Aber in diesem Alter zählt "Mama" mehr als irgendeine Fachliteratur. Da kommst du nicht gegen an - erst recht nicht bei einem derartig zerrütteten Vater-Sohn-Verhältnis.

    Bzgl. Jugendamt - na klar, :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: . Da könnte ich dir auch Geschichten erzählen, jenseits von gut und böse. Die kann man wohl generell von wenigsten Ausnahmen abgesehen völlig knicken. Allerdings haben sie sich im konkreten Fall, so sie sich in die Beschneidungsdebatte eurer Kinder mit eingeschaltet haben (das hab ich jetzt auf die Schnelle nicht mehr auf dem Schirm) ebenfalls nach aktuellen medizinischen Standards zu richten, und nicht nach dem, was ein paar Feministinnen (die auf den JÄ sehr zahlreich vertreten sind :S ) da rumblubbern. Im Zweifelsfall muss man die Herrschaften tatsächlich mal an ihre Fürsorgepflichten erinnern. Und in eurem speziellen Fall daran, dass die Umgangsregelung deiner Söhne und dir bei euch auch alles andere als dem Kindeswohl oder dem Schutz von Familie entspricht. Denn im getrennt lebenden Falle sind trotzdem BEIDE Elternteile immer noch Familie. Aber das was du da an Umgang als "Gnadenbrot" hingeschmissen bekommen hast, ist ja wohl ein schlechter Witz.

    Ich verfolge die Geschichte hier ja nun schon fast von Anfang an, aber eines will mir nicht so ganz in den Kopf:

    Du streitest dich hier um die Vorhaut deines Sohnes, deren "Zustand" du aber laut eigener Angabe gar nicht kennst. Du weißt gar nicht wie eng die Vorhaut bei deinem Sohn überhaupt (noch) ist, geschweigedenn dass ihr (also du und dein Sohn) mal den Ansatz genommen hättet, ihn schlichtweg "ganz privat" dazu anzuleiten, seine Vorhaut - so sie noch verengt ist - ganz einfach selbst zu dehnen. So lange wie sich das hier nämlich schon hinzieht, hätte dein Sohn seine Vorhaut bei halbwegs regelmäßigem Eigentraining schon längst auf, das heißt, die ganze Schose wäre schon längst von allein erledigt.

    Ehrlich gesagt will mir auch nicht so ganz in den Kopf, dass dein 10-Jähriger Sohn sich lieber vor Mutti und wer weiß welchen Ärzten auszieht und sich an seinem Penis rummachen lässt als vor dir, damit du mal drüber gucken und ihm vernünftigen Rat geben könntest oder die ersten paar Male selbst ihm zeigen könntest, wie er das ganz ohne Arzt, Skalpell etc. in den Griff bekommt. Da kratze ich mir doch schon arg am Kopf, wenn ein 10-Jähriger, noch vorpubertärer Junge seinem eigenen Vater was die Intimität angeht so derartig verschlossen ist.

    Unabhängig davon ist diese Sache von der rein justitiellen Seite her aber eine echte Justizposse, die ins Fernsehen gehört. Ich bin überzeugt, dass sich dafür mancher TV-Sender und/oder manche Zeitung interessieren dürfte.

    Bei einem 9-Jährigen würde sich aber selbst mit Diabetes keine diabetes-bedingte Phimose bilden. Das ist nun wirklich etwas weit her geholt.

    Dass eine sich schonmal zurückziehbare Vorhaut in dem Alter nochmal verengen kann ist ganz normal. Elocin hatte ja berichtet, dass der Kleine wie wild dran rumgezerrt und rumgezogen hat. Damit hat er die Vorhaut vermutlich abgelöst, aber dem Körper war das noch zu früh. Und als ihr Kleiner sein bestes Stück dann ein bisschen in Ruhe gelassen hat, hat sich die Haut wieder zusammen gezogen. Eigentlich ist das ein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass die Selbstheilungskräfte, auch der Haut, bei ihrem Sohn super funktionieren. Der Körper eines Jungen ist in dem Alter oft noch nicht so weit, deswegen sage ich ja auch immer, dass eine so frühe Kortisonsalbenbehandlung gar nichts bringt. Denn selbst WENN man damit die Haut auf bekommt, zieht sie sich nach Absetzen und in Ruhe lassen wieder zusammen und dann heißt es "die Salbe wirkt nicht, also doch OP". Totaler Quatsch. Salben und Dehnen macht frühestens dann Sinn wenn die körperliche Sexualentwicklung des Jungen schon in vollem Gange ist, sprich, wenn sich die Vorhaut normalerweise ohnehin selbst weiten würde. Und, Was Wunder, meist ist die Behandlung dann gar nicht mehr nötig.

    Das allerbeste ist wirklich einfach ganz in Ruhe lassen und der Natur ihre Zeit lassen. Dem Jungen gehts gut, die gelegentlichen Reizungen der Vorhaut kann man wirklich sehr einfach unter Kontrolle behalten und dann ist mit der Vorhaut so wie sie ist alles OK. Die muss jetzt und noch ganz lange nicht "funktionieren".
    s

    Hallo nochmal auch von mir,

    die "Kollegen" hier haben ja schon zahlreiche gute Tipps gegeben. Bzgl. der Bildervorschläge von "Christian M" sage ich jetzt mal lieber nichts zu, geben vielleicht nur mal einen kleinen rechtlichen Hinweis in diese Richtung 8|
    Insofern hast du da schon Recht, diese Bilder deinem Kleinen nicht zu zeigen (unabhängig von seiner Phantasie).

    Wie ich dir in der privaten Nachricht schon schrieb, euer Sohn ist so wie es ist "pumperlg'sund" und ihr braucht euch da wirklich nicht verrückt zu machen. Insofern würde ich überlegen, ob man dem Kleinen überhaupt noch eine Krankenhausuntersuchung zumuten muss (denn so schön ist es ja dann doch nicht, wenn einem ein Doktor nach dem anderen am besten Stück herumzerrt). Übrigens habe ich über die Uniklinik Düsseldorf im Zusammenhang mit Beschneidungsempfehlungen auch schon einige negative Stimmen gehört/gelesen.

    Das mit dem drohenden Platzen der Vorhaut ist ja wirklich mal die dümmste Lächerlichkeit, die ich von einem Arzt seit langem gelesen habe. Aber allein mit seinem Vortrag über "Gottespflicht" und "ob du ihm das zumuten wolltest, nur weil du es schöner fändest" hat sich dieser Mensch ohnehin jeder Glaubwürdigkeit beraubt. Allerdings finde ich schon, dass so jemand gemeldet gehört. Wer weiß wie viele Eltern er damit noch einschüchtert, die dann womöglich nicht so standhaft sind wie du. Und schon müssen ihre kleinen Jungs vorhauttechnisch "dran glauben". Du solltest das Verhalten dieses Herren also durchaus der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein und auch dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (denn der Mensch schimpft sich ja Kinderchirurg) melden. So jemandem muss meiner Meinung nach das Handwerk gelegt werden.

    Wie gesagt, letztlich ist mit eurem Sohn soweit alles OK wie es jetzt ist.


    Viele Grüße :thumbup: :thumbup:

    Hallo zusammen.

    Mein Gott, diese Angelegenheit hat ja schon Qualitäten für einen John Grisham-Justizroman. Das würde einem ja im Normalfall kein Mensch glauben.
    Ich frage mich immer noch, was eine Mutter umtreibt, den Weg durch sämtliche Instanzen um die Beschneidung der Vorhaut ihres Sohnes zu gehen, wenn dieser nicht einmal über Schmerzen, Probleme oder sonstiges klagt. Das ist doch der Hammer. Da mutet man einem 10-Jährigen lieber dutzende Untersuchungen von wildfremden Ärzten und Gutachtern zu, zerrt sämtliche Details seiner Intimitäten vor Gericht und an wer weiß noch welche Stellen?

    Unglaublich. Und sowas nennt sich dann Personensorge...

    Mal zum "praktischen Teil":
    Du sprachst von "hochgradiger Phimose". Was heißt das denn nun konkret? Wie weit kann man die Vorhaut bewegen? Tut sich überhaupt irgendeine Öffnung auf oder wirkt seine Vorhaut quasi "zu"?

    Servus Gemeinde,

    ich geistere ja nicht nur durch dieses sondern auch durch diverse andere Foren. Mitunter ja schon jahrelang und das ja auch oft recht erfolgreich.

    Ein bislang doch recht gescheiter Platz mit einer Ansammlung von augenscheinlich um das Wohl ihrer Kinder noch bemühter Eltern war http://www.parents.at . Oft genug kamen natürlich auch dort Anfragen über Phimose der Kleinen und dementsprechend auch Antworten von mir. Dort habe ich mir vor ein paar Jahren sogar die Mühe gemacht, mal ein sehr ausführliches Essay mit so ziemlich allem, was es an Infos dazu zu geben gibt, zu verfassen (waren Tage an Arbeit). Die Reaktionen waren fast durchweg Dankesbekundungen, sowohl im Forum als auch via PN und noch jahrelange Verlinkungen auf eben diesen Post.

    <eigenwerbung an>
    http://www.parents.at/forum/showthread.php?t=627946
    <eigenwerbung aus> :D

    Doch auch bei den Muttis dieser Welt scheint sich der militante Gedanke "die Vorhaut muss weg" immer mehr durchzusetzen. Aktuell läuft dort - nach langer Zeit - mal wieder ein Phimose-Thread. Ausgerechnet sogar gestartet von einer Mutti, die einst ebenfalls mal auf einen Beitrag von mir reagiert und ihren Kleinen in Ruhe gelassen hat, jetzt aber der Meinung ist, sie hätte bei ihrem 11-Jährigen ja schon "viel zu lange gewartet", und bräuchte jetzt unbedingt einen Kinderurologen, da "die OP jetzt unumgänglich" sei.

    http://www.parents.at/forum/showthread.php?p=14758018

    Und lest euch mal die Reaktionen auf meine zunächst mal nur Nachfrage, warum die OP denn jetzt angeblich so unumgänglich sei und wer das sagt, durch! Hammer! Zuletzt wird sogar wirklich allen Ernstes die Nationalistenkarte gezogen und allen Ernstes auf nationalistischer Ebene beleidigt, nur um meinen Rat nieder zu schmettern, doch genauestens zu prüfen warum der Herr Doktor die Vorhaut unbedingt weg haben will, wo es doch 95%ig wirksame Alternativen gibt und somit eigentlich der Anteil an wirklich notwendigen OP's ein Bruchteil von dem ist, was tatsächlich durchgeführt wird.
    Wie ich es dort schrieb: Die elterliche Autonomie, ungestört entscheiden zu dürfen wann dem eigenen Spross die Vorhaut abgeschnitten wird, ist so wichtig geworden, dass man auf jede Anmerkung, auf jedes "Hey, überleg' doch mal", mit übelsten Verbalinjurien losgeht. Unglaublich!

    Bei solchen Eltern (und derer werden es ja immer mehr, liest man sich manch andere Elternforen durch ist es ja teilweise noch schlimmer) wundert es nicht, wie die Beschneidungszahlen an Vorschulkindern laut einer neuen Erhebung der Techniker-Krankenkasse zwischen 2008 und 2013 um sagenhafte 92% (!!) 8o 8o steigen konnten. :FP01 :-(( :-(( Das sind ganz sicher nicht nur die religiösen Fanatiker schuld, wenn man sich das so durchliest...

    Und ganz ehrlich: Ich bekomme es immer mehr über, mich da noch für etwas einzusetzen.

    Ich hab mir jetzt gerade mal die neuesten Ausgaben der Artikel durchgelesen und muss gestehen, SO kritikwürdig finde ich sie - zumindest in der derzeitigen Fassung - gar nicht. Im Gegenteil, der Phimose-Artikel sagt eigentlich mit fast der gleichen Klarheit wie wir hier, welche Therapie Mittel der Wahl ist. Und selbst den Zirkumzisions-Artikel finde ich eigentlich recht gut.

    Offenbar nicht. Und wenn doch, dann nicht sehr öffentlichkeitswirksam, was man auch verstehen kann, denn das würde bedeuten, das eigene Gefühl von Verlust, Bevormundung etc. zu offenbaren. Und wie habe ich mal - ich glaube es war sogar hier - einen so treffend formulierten Satz gelesen:

    Zitat von unbekannter Autor

    Ein männliches Opfer wird bis heute nicht als Opfer, sondern lediglich als Versager in seiner Männlichkeit wahrgenommen und verspottet.

    Genau das!
    Und wer will sich schon öffentlich verspotten lassen - und dann noch dazu ein intimes Thema betreffend...

    Genau das liefert den Arschlö....., die eine Beschneidung an Kindern gut heißen ja ihre Munition: Dass die Berichte von negativen Folgen der Beschneidung für die Betreffenden ja so wenige seien. Und nicht wenige dieser Propagandisten gehen ja noch den Schritt weiter und verhöhnen diejenigen, DIE es als negativ empfinden und darüber berichten, ja gleich selbst, indem sie ihnen nachsagen, dass das eh nur alles psychisch, alles Einbildung sei und sie sich das alles nur selbst einreden würden.

    Kein Wunder, dass da kaum einer mehr freiwillig drüber redet. Das heißt aber nicht, dass es nicht die entsprechende Anzahl derer, die es so empfinden, gibt!
    Den Beweis dafür kann man "wunderschön" dann erleben, wenn man z. B. als Elternteil oder als Betreuer einer Kindergruppe in die Verlegenheit kommt, die trödelnden Kinder unter der Dusche bzw. in der Umkleide (z. B. Fußball, Ferienfreizeit etc.) mal wieder "antreiben" und dafür die Umkleide betreten zu müssen. Diejenigen, die schon in zartestem Alter sich verschämt in der Ecke umziehen, sich Handtücher dafür umbinden und/oder sich überhaupt nicht mehr nackt vor ihren Altersgenossen zeigen wollen, waren komischerweise immer die beschnittenen Jungs. Na komisch, wo die Kleinen das doch angeblich so unkompliziert wegstecken wenn es doch nur früh genug gemacht wird, und es ja auch so überhaupt keine Nachteile mit sich bringt, hä?