Ganzkind - und keiner von uns ist vorher drüber gestolpert (hüstel).
- Prima, dass dir das aufgefallen ist. Der Weltredakteur hat zwar den Bock geschossen, aber wir haben ihn uns servieren lassen. Was könnte uns das lehren? Noch genauer hinschauen als bisher.
Beiträge von Descant
-
-
-
-
Was es ist
Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt der GlaubeEs ist Körperverletzung
sagt der Richter
Es ist nichts als Schmerz
sagt das Kind
Es ist Gottes Gebot
sagt der Rabbi
Es ist was es ist
sagt der GlaubeEs ist archaisch
sagt die Zeit
Es ist Unrecht
sagt das Gesetz
Es muss Recht werden
sagt der Glaube
Es ist was es ist?
Fragt die Menschlichkeit -
einmal drauf klicken
-
Donnerwetter! Ein super Brief, eine Punktlandung; danke für diese Aktion!
-
riverpirate: Keine Sorge, so habe ich das auch verstanden.
-
Mohamed Kandeel ist aus der gleichen Spreu wie Michael Goldberger.
Kandeel:
ZitatDie Schmerzen und Schwierigkeiten, die aus einer weiblichen Genitalbeschneidung resultieren, förderten Stärke und die Identität der Frauen und machten sie "stark" und "begehrenswert".
Zitat aus der Welt, siehe anderen thread .
-
Insbesondere alarmierend für Politiker - wenn Die Welt den Artz richtig wiedergibt, wegen dieser Aussage:
ZitatSofern die Beschneidungen durch erfahrenes Personal und unter Betäubung vorgenommen würden, seien Nachteile nicht erwiesen, so Kandeel. Eine weibliche Beschneidung des Types I sei gleichwertig wie die Beschneidung, die bei Jungen vorgenommen wird (Hervorhebung Descant). Beim Typ I wird teilweise oder vollständig der äußerlich sichtbare Teil der Klitoris und/oder derKlitorisvorhaut entfernt.
Und einige Sätze später:
ZitatDie schweren psychischen Folgen einer Beschneidung relativiert der Professor so: Minderwertigkeitsgefühle seien "offenkundig, wenn diese Frauen in westliche Gesellschaften auswandern, in denen die weibliche Beschneidung nicht praktiziert wird." Diese psychologische Last entstehe durch die Verurteilung westlicher Gesellschaften der weiblichen Beschneidung als abnormal.
Und dann der Knüller:
ZitatGegner weiblicher Genitalverstümmelung, welche die männliche Beschneidung als sicher betrachten, sollten sich für die Verbesserung der Bedingungen für eine weibliche Beschneidung aussprechen, statt ein Verbot durchzusetzen, schreibt Kandeel in seinem Artikel.
Yes - bitte kostenlose Lieferungen dieser Welt-Ausgabe an die Beschneidungsbefürworter im Parlament.
-
Eine Freundin von mir hat das Aktenzeichen des Urteils herausbekommen - da es aber nicht veröffentlicht wurde, könnt wohl nur ein Jurist es anfordern:
Das Aktenzeichen lautet: 41Ds60Jf3518/00
-
Danke für diesen Artikel-Link.
ZitatMichael Goldberger, ein Züricher Rabbiner, versuchte mich zu überzeugen. Goldberger sagte: Wer seine Vorhaut abtrenne und die empfindsame Eichel offenbare, mache auch sein Herz für die Außenwelt empfänglicher. Wie der Weizen von Spreu getrennt und verarbeitet werden müsse, bevor er zu Brot werde, obliege es dem Menschen, sich selbst zu vervollkommnen.
Empfindsame Eichel - ja, anfangs - später, wenn man den Frauen-Berichten glauben darf, so stumpf, dass der Mann sich abrackern muss um zu kommen, die Frau wund wird und Schmerzen hat.
Mensch muss sich selbst vollkommnen - may be - das sagen nicht nur andere Religionen sondern auch genug Philosophen - aber zumindest letztere sagen auch, dass wir dafür mit Vernunft ausgestattet sind, die uns die Wege dazu zeigt, z.B. indem sie den guten Willen gründet (Kant, Metapyhysik der Sitten). Da liegt es doch nahe - oder ist zumindest nicht auszuschließen -, dass die Beschneidung unvernünftig ist und nur aus der Unvollkomenheit des Menschen entstanden, er sich also bemühen muss, sie zu überwinden.
-
Soweit ich weiß bezieht sich das "Früher-reif-Sein" von Mädchen nicht auf die geistige sondern auf die körperliche Reife. Wenn sie geboren werden sind sie vom Knochenbau circa sechsWochen weiter entwickelt als die Jungen. Bis zum Pupertätseintritt hat sich dieser Vorsprung dann auf gut zwei Jahre summiert.
Ob ein 14-Jähriger oder eine 14-Jährige die Regierungsgeschäfte besser führen würde als Frau Merkel, wäre sicher eine spannende Frage, die aber leider keinen Platz in diesem Forum finden wird.

-
Schade, dass wir wahrscheinlich nicht erfahren, wer und nach welchen Kriterien die "Experten" ausgesucht, vorgeschlagen und bestimmt hat.
-
Aventin
Ludwig IVX übernahme im Alter von 13 Jahren die Regentschaft über Frankreich von seiner Mutter, Anna von Österreich, die sie bis dahin stellvertretend für ihn ausgeübt hatte. Er ließ sich zwar von Kardinal Mazarin noch neun Jahre lang beraten, fällte aber tatsächlich seine eigenen Entscheidungen.Dieses Vorgehen war übrigens keine Seltenheit. Haben die Leute damals Königskinder für frühreif gehalten, oder hätte man so etwas allen zugetraut - dann würde das für heute ja bedeuten, dass unsere Kinder erst sehr viel später solche Reife errreichen? Eigentlich möchte ich das bestreiten, andererseits - wenn man bedenkt wie viele noch bei Mutti leben, die sogar schon aus den Zwanzigern raus sind...?
Nachtrag: Kurzum: ich glaube, das vollendete 14. Lebensjahr ist vollkommen ausreichend - und das sind schon 6 Jahre mehr als Dr. Isik in der Maischberger-Sendung gefiel, der meinte nach dem 8.Lebenjahr hätten sie viel zu viel Angst vor der Operation als das viele ihre noch zustimmen würden.
-
-
Herr Putzke bietet auf seiner Website noch seinen Aufsatz "Recht und Ritual " zum Lesen an, in dem er das Kölner Urteil kommentiert.
-
-
-
-