Zitatbis jetzt habe ich alles durchgesetzt was ich für richtig hielt
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Zitatbis jetzt habe ich alles durchgesetzt was ich für richtig hielt
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ZitatAlles anzeigenZeitgleich hat der Bundestag aber das Erziehungsrecht von Eltern und
die Religionsfreiheit über das Recht eines jeden Kindes auf körperliche
Unversehrtheit gestellt und die rituelle Beschneidung sogar durch
medizinische Laien und ohne Garantie der Schmerzfreiheit erlaubt. Damit
hat er sich eindeutig gegen das Kindeswohl gestellt und Angriffe auf
die körperliche Unversehrtheit von Kindern
legalisiert. Aus unserer Sicht ist dies ein Skandal und wir werden
nicht aufhören, das Recht der Kinder auf körperliche Unversehrtheit
einzufordern.
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Dr Wolfram ist eine Wucht.
Sein Statement ist auch deshalb so überzeugend, weil er diesen Punkt als einen Teilaspekt der Stellung von Kindern in der Gesellschaft sieht und sie mit einer generell stärkeren Berücksichtigung der Grundrechte und -bedürfnisse von Kindern verknüpft (Betreuungs- und Bildungsqualität usw).
Weshalb wir ja auch in diesem Forum gelegentlich etwas abschweifen...
Die Idee mit den Kinderbeauftragten finde ich auch sehr gut, so in der Art wie die Ombudsfrau für Kinderrechte in Norwegen.
Vor Kurzem haben Christen mit ihren Kindern das Land verlassen, weil sie nach dem biblischen Züchtigungsgebot erzogen haben und dafür belangt worden sind. Was werden die Grünen für das Recht auf freie Religionsausübung dieser tiefgläubigen Menschen tun?
ZitatHallo Angelika, danke für die spannende Frage. Immer, wenn zwei Grundrechte aufeinanderprallen, müssen wir abwägen. Wir sind sowohl für die Religionsfreiheit als auch für das Recht von Kindern auf Schutz vor Missbrauch. In diesem Fall wiegt für uns immer das Wohl des Kindes höher. Wir sind gegen Gewalt an Kindern, also auch gegen das Praktizieren des "Züchtigungsgebotes". Liebe Grüße, dein 3TW-Team
Tja, da haben die Mitglieder der Zwölf Stämme (und diverser anderen Freikirchen) halt Pech gehabt.
Aber mal ehrlich: Man kann froh sein, dass wenigstens das Gewalttabu (zumindest bestimmte Formen von Gewalt) gegenüber Kindern bei den Grünen fest verankert scheint.
Haltet ihr § 1631 d BGB , inhaltlich die rechtliche Benachteiligung von Kindern männlichen Geschlechts im Schutz ihres Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit und ihrer sexuellen Selbstbestimmung für einen tragfähigen Minimalkonsens in einer multikulturellen und -religiösen Gesellschaft?
ZitatHallo Angelika, dieser Paragraph regelt die Beschneidung männlicher Kinder. Dies ist ein sehr schwieriges und in der Gesellschaft umstrittenes Thema. Die Bundestagsabgeordneten von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben bei der Einführung dieses Gesetzes unterschiedlich abgestimmt. Der Fraktion insgesamt war es dabei sehr wichtig, dass dieses Gesetz ausführlich debattiert wird und viele unserer GRÜNEN Abgeordneten haben ihre Abstimmungen ausführlich individuell begründet. Zur multireligiösen Gesellschaft gehört auch die Achtung vor Menschen, die ihr Grundrecht auf Religionsfreiheit leben wollen. Also lautet eine kurze Antwort auf deine Frage: Für viele GRÜNE ja - für viele andere NEIN. Viele Grüße 3Tw-Team
"Vielen Dank für die Antwort auf meine Frage zum §1631d BGB. Ich (3 Kinder, mein Mann ist gebürtiger Syrer) habe offensichtlich ein anderes Verständnis von Toleranz und Religionsfreiheit, als es bei euch leider (mittlerweile) vorherrschend ist.
Ich werde euch nicht mehr wählen. Alles Gute!"
ZitatLiebe Angelika, das Thema Beschneidung ist sehr heikel, denn hier prallen mindestens zwei kulturelle und religiöse Welten aufeinander, die grundsätzlich erst einmal beide respektiert werden müssen. Man kann nicht einfach eine jahrtausendalte Tradition von Heute auf Morgen verbieten. Bei der Beschneidung von Mädchen handelt es sich im Gegensatz dazu eindeutig um Körperverletzung und Menschenrechtsverletzung. Deshalb verurteilen wir sie kulturunabhängig grundsätzlich. Bei Jungs unter 14 sind wir stärker vom Respekt vor der religiösen Tradition geleitet und von vielen Stimmen Betroffener, die ihre eigene Beschneidung NICHT überwiegend als Menschenrechtsverletzung wahrnehmen (im Gegensatz zu Mädchen und Frauen). Bei der enstprechenden Abstimmung zur Beschneidung von Jungen im Bundestag stimmten unsere Abgeordneten unterschiedlich ab. Mit freundlichen Grüßen Drei Tage Wach
Die Hervorhebung ist von mir.
Herabwürdigung afrikanischer Kultur und Sexismus vom Feinsten.
Alles Gute, Weguer! ![]()
@ kinderlachen
Das mit dem gegenseitigen Respekt in der Ehe ist manchmal ganz schön schwierig (und gleichzeitig zuweilen sehr spannend), wenn es tiefgreifende Differenzen gibt bei den Partnern. Dass der Ehemann von alex79 versucht, in der Beschneidungsfrage seine Sicht der Dinge durchzudrücken, heißt doch noch lange nicht, dass er seine Partnerin grundsätzlich nicht respektiert.
@ picard_72
Zitat
Nur mal so nebenbei, auch wenns mit unserem Thema nix zu tun hat : Die Pädophilie-Kampagne gegen Trittin ist durchsichtig und verlogen. Es steht außer Frage, dass es falsch war, Straffreiheit für pädophile Handlungen zu fordern- damals wie heute. Aber fragwürdige politische Haltungen und Forderungen hat es immer in allen Lagern gegeben. Die Union hat sich noch bis 1997 gegen die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe positioniert - diese wurde dann gegen ihren Widerstand durchgesetzt. Sicher gibt es noch heute viele aktive Unionspolitiker, die diese Haltung damals unterstützt haben... alles Befürworter von ehelicher Gewalt ? Also, die sollten doch besser die Klappe halten...
Ich sehe das ähnlich und finde, dass das durchaus was mit unserem Thema zu tun hat: Es geht in beiden Fällen darum, dass Gewalt und Übergriffigkeit in einer bestimmten soziokulturellen Einbettung nicht als solche (an)erkannt werden.
Eine Aufarbeitung ehemaliger Positionen täte allen Parteien einmal gut.
ZitatDer Initiationscharakter der Beschneidung und die sozialintegrative
Funktion der Beschneidung ist auf die weibliche Genitalverstümmelung
nicht übertragbar und vor allem nicht die religiöse Begründung.
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Hallo alex79!
Willkommen im Forum und viel Erfolg dabei, mit juristischen Mitteln zu erreichen, dass euer Sohn als junger Erwachsener selbst über seinen Intimbereich entscheiden kann.
Ich weiß natürlich nicht, warum genau dein Mann euren Sohn beschneiden lassen will, aber ich ( 3 Kinder, mein Mann wuchs in Syrien in islamischer Tradition auf) kann mir gut vorstellen, dass neben Tradition/Religion und eventuell familiärer Druck auch hygienische und gesundheitliche Bedenken eine Rolle bei ihm spielen. Schließlich ist die Vorstellung, die Vorhaut sei nicht nur überflüssig, sondern auch etwas krankmachendes, in der vielfältigen islamischen Tradition weit verbreitet und wird den Jungen von klein auf vermittelt.
Ich würde dir raten, zusätzlich einen Kinderarzt zu suchen, der deine ethische Grundeinstellung teilt, sich mit der natürlichen Entwicklung und Intimhygiene des intakten Penis gut auskennt und deinem Mann diese Bedenken und Sorgen in einem einfühlsamen Gespräch nehmen kann.
Mir ist da der "militante Atheismus" auch lieber als die militante Fühllosigkeit Kindern gegenüber seitens vieler Kirchenvertreter.
@ Weguer
Ich sehe da auch einen Widerspruch.
Wäre man hier mit derselben Grundeinstellung herangegangen wie bei der Beschneidung,
hätte man es den Eltern unverzüglich erlauben müssen, ihr Kind vom
koedukativen Schwimmunterricht fernzuhalten.
Schließlich ist die Geschlechterapartheid für viele Muslime ein essentieller Bestandteil
ihres Glaubens, ihrer jahrtausendealten Tradition.
@ nocut
Vielleicht geht es auch um kulturell geprägte Schamgrenzen.
Im Spiegel wurde das Ganze mit dem reißerischen Titel: "Religiöse Vorschriften haben im Unterricht nichts verloren" abgehandelt.
Was natürlich irreführend ist, denn das Mädchen darf sich ja orthodox-muslimisch mit einem Burkini einkleiden.
Das Urteil hat lediglich festgestellt (Schulpflicht gilt für alle Kinder ), dass das Mädchen ebenso wie seine Mitschüler/innen, die ja tagtäglich mit ihrer Aufmachung nebst dahinterstehendem Frauenbild und Sexualisierung des gesamten Körpers konfrontiert sind, andere Auffassungen und Lebensweisen tolerieren muss - mehr nicht.
Es ist ja nicht so, dass an den Schulen Kinder im Schwimmunterricht gezwungen werden, sich leicht bekleidet zu präsentieren - es gibt Schwimmanzüge für Mädchen und Jungen bis zu Ellenbogen und Knie, ganz ohne religiösen Bezug. Und wer den Anblick eines nackten Oberkörpers bei seinen Mitschülern als peinlich empfindet, kann ja woanders hingucken.
ZitatI am Jewish enough that I never considered not circumcising my sons.
Die "richtigen" Juden sind die mit Großhirnrinde auf standby? 
http://www.spiegel.de/schulspiegel/p…e-a-920586.html
Ich finde diesen Artikel insofern interessant, als dass er zeigt, wie sehr sich das Eltern-Kind-Verhältnis und die Stellung der Kinder in unserer Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten gewandelt haben.
Schließlich sind die Strafmaßnahmen, wegen denen diese christliche Gemeinschaft am Pranger steht und nun auch rechtlich belangt wird, in der Kindheit unserer Großeltern oder sogar Eltern nichts Ungewöhnliches gewesen.
Meiner Information nach kommen Sensibilitätsstörungen auch weiträumiger um Narben herum unmittelbar nach einer Operation (nicht nur am Genital, das gilt für die gesamte Körperoberfläche) durchaus vor, darauf wird sogar auf medinzinischen Seiten hingewiesen, die Beschneidungen bewerben. Das wird aber mit fortschreitender Heilung wieder besser werden.
Der Sensibilitätsverlust durch die Keratinisierung kommt später.
Wenn du unsicher bist, kontaktiere deinen Arzt!
ZitatDie "Amis" fliegen ja auch zu den Sternen. Seltsamerweise ist es dieses Land in dem die "routinemäßige Beschneidung von Säuglingen" nach wie vor sehr populär ist.
Jetzt haben wir es endlich, warum die Amerikaner in der Raumfahrt so erfolgreich sind: Die haben einfach einen irren Vorsprung in der Körperhygiene, wenn sie in der Raumkapsel unterwegs sind. Also, wer seine Kinder intakt lässt, verbaut ihnen in dieser Branche glatt die Karrierechancen.
@ polarfox
Danke für deinen Erfahrungsbericht, wir brauchen hier die Stimme von jedem, der mit seiner unfreiwilligen Beschneidung nicht einverstanden ist.
Ich fand die Sendung auch sehr interessant. Gut war auch der Ausblick am Ende, dass ein Zurückdrängen des politischen Einfluss der Kirchen und Glaubensgemeinschaften nicht eine Schwächung, sondern ganz im Gegenteil eine Stärkung der religiösen Spiritualität der Menschen zur Folge haben würde.
Herr Wolffsohn war ehrlich und mutig.
Allerdings denke ich immer noch, dass die betroffenen Religionsgemeinschaften keinen "hochprofessionellen Feldzug" hingelegt, sondern mit der demonstrierten Konzentration ihrer ganzen Spiritualität auf eine Körperverletzung im Intimbereich bei Säuglingen oder Kleinkindern sich eher selbst kräftig eine übergebraten haben.
Auch ganz unverblümt der Leiter einer islamischen Gemeinde, die bereits die Anerkennung als Körperschaft öffentlichen Rechts hat: Als das Kölner Urteil bekannt wurde, sei ihm sofort klar gewesen, dass das Judentum die Sache schon richten würde.
Eine für beide Seiten befriedigende Sexualität ist ja ohnehin so ein typisch westlicher Fetisch.
Und die Penetration wird doch völlig überbewertet, haben Schwarzer und Co doch immer betont.
ZitatMenschenbisse
Menschenbisse gelten im allgemeinen als gefährlicher und mit höheren Infektionsraten behaftet als Tierbisse.
Aus der vorantibiotischen Ära Mitte bis Ende der 30er Jahre werden erschreckende Zahlen genannt: 10 Prozent
der Fälle von Menschenbißverletzungen erforderten Amputationen, wenn sie innerhalb einer Stunde ärztlich
versorgt wurden, danach stieg der Anteil bis auf 33 Prozent, und Todesfälle waren nicht selten
Der menschliche Speichel ist infektiöser als der tierische.
Was da an Konsequenzen für die Wundversorgung mit Speichel bei einer Beschneidung vorstellbar wären - ach ne...
ZitatIt could mean that a large number of men in their fifties and sixties from that city may require an examination."
Nicht einmal gestandene Männer sind vor der penisfixierten Religiösität einiger Rabbiner sicher.
ZitatDie Zeitschrift Scientific American schreibt in einem Editorial, dass
Ashleys Eltern am besten wüssten, was gut für ihre Tochter sei.
Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ...