Bei diesem Beitrag erinnere ich mich an die Art und Weise, wie Ende meiner Grundschulzeit dieses Thema im Religionsunterricht schon einmal angesprochen wurde.
Damals wurde uns erklärt, dass die Beschneidung auch so eine Art Fitnesstest für das jüdische Kind darstellte, den es zu überstehen galt. Auf diese Weise wurden zu schwache Nachkommen, die z. B. an einer Gerinnungsstörung litten, aussortiert. Also, mit dem Überleben aller sei definitiv nicht gerechnet worden.
Nicht ganz unplausibel, wenn man bedenkt, dass es damals in den kleinen Glaubensgemeinschaften mit dem religiös begrenzten Heiratsmarkt in Kombination mit noch viel geringerer geographischen Mobilität als heute wohl noch viel häufiger zu Inzuchtproblemen gekommen ist. Und das alles vor dem Hintergrund einer damals vielfach höheren allgemeinen Säuglings- und Kindersterblichkeit.
Wir haben das damals so geschluckt, schließlich würden die beschnittenen Babys ja direkt bei Gott landen.