ZitatObwohl das Baby gar nicht verstümmelt werden wollte, und ohne die Verstümmelung mit 99,99% Wahrscheinlichkeit noch leben würde.
Wenn die Jungs die Beschneidung nicht wollen, dann würden sie sich doch wehren!
ZitatObwohl das Baby gar nicht verstümmelt werden wollte, und ohne die Verstümmelung mit 99,99% Wahrscheinlichkeit noch leben würde.
Wenn die Jungs die Beschneidung nicht wollen, dann würden sie sich doch wehren!
Zitat"A study conducted from 2003-2005 in Tanzania did, in fact, find a
significant association between female circumcision and reduced HIV
prevalence even after controlling for confounding variables."
Vollverschleierung, am besten von Geburt an, ist doch höchstwahrscheinlich auch kolossal gesund: Die derart beglückten Mädchen haben bestimmt viel seltener Hautkrebs, ganz zu schweigen vom Präventionspotential im Bezug auf Malaria und andere von Moskitos übertragene Krankheiten in den entsprechenden Gegenden.
Burka als Kombiimpfung gegen Hautkrebs und Malaria!
Wer suchet, der findet.
Natürlich stirbt kein Kind direkt an der Vorhautamputation, so in dem Sinne, dass dem Beschneider das Messer ausrutscht und er versehentlich die Kehle oder das Herz erwischt.
Der Säugling kann eine unerkannte Gerinnungsstörung oder Infektion, Fehlbildungen im Kreislaufsystem etc. haben, wodurch er nicht in der Lage ist, so einen schmerz- und stressvollen Eingriff zu überstehen. So etwas kann auch dem besten Arzt passieren, Menschen machen nun einmal Fehler.
ZitatDer Junge wird zudem lokal anästhesiert.
Und schon allein die Lokalanästhesie scheint ja ein Riesenspaß für den Kleinen zu sein. 
Vielen Dank, Pallas und Guy!
So ist aus der "Bildungs"veranstaltung doch tatsächlich noch eine geworden.
Sehr gut, dass auch die nichtreligiöse Motivation herausgearbeitet wurde.
Dafür werden ja sonst immer nur die USA herangezogen. Dabei bezeichnen sich auch in Israel nach einer aktuellen Umfrage nur 24% der Einwohner als religiös, also sind selbst dort die meisten Jungenbeschneidungen nichtreligiös motiviert.
Das zu tun, was schon die Eltern, Großeltern und unzählige Generationen zuvor getan haben, zumal in einer unsicheren Lebenssituation wie nach der Geburt eines (weiteren) Kindes, fühlt sich für die meisten Menschen weltweit immer irgendwie richtig an.
Das ist schon paradox: Das Festhalten an einer Handlung, mit der sich eine Gruppe von den anderen abgrenzen und abheben möchte, macht sie im Grunde besonders gewöhnlich...
In der Studie geht es um die möglichen Auswirkungen der Schmerzen bei der Beschneidung selbst und der postoperativen Schmerzen auf die Atemfrequenz von Säuglingen während des Schlafs im Zeitraum von 24 Stunden nach der OP. Da kein Unterschied zu intakten Jungen festgestellt wurde, wird postuliert, dass auch der Cortisolspiegel in beiden Gruppen gleich sei - wobei der Hormonspiegel allerdings nicht direkt gemessen wurde und niemand einen Gedanken daran verschwendet, dass der "ungestörte" Schlaf der beschnittenen Säuglinge auch eine kompansatorische Erschöpfungsreaktion auf den Schmerzgau bei der Amputation sein könnte.
Ein Widerspruch zu dem weiter unten aufgeführten Einzelbefund ist das nicht, denn dort wird die veränderte Hirnaktivität in den "höheren" Arealen während und einige Wochen nach der OP beschrieben, die sich nicht zwingend auf die Atemfrequenz (von "primitiver" Brücke und Hirnstamm gesteuert und Homonen moduliert) auswirken muss.
ZitatDazu muss auch der evangelische Religionsunterricht beitragen und sich
selbst Informationen vorzugsweise aus erster Hand beschaffen.
Vielleicht werden demnächst ganze Schulklassen zu Synagogen gekarrt, um eine Brit Milah einmal aus "erster Hand" zu erleben, um diese desaströse Bildungslücke zu füllen?
Bin ich froh, kein Mitglied der EKD mehr zu sein.
Ich hoffe, irgendwer von hier hat Zeit, da hinzugehen und seine Informatonen aus erster Hand beizutragen, ist für mich leider zu weit weg.
@ Guy
Danke!
ZitatIch habe bei Avaaz Protest eingelegt.
Wie?
Ob fake oder nicht - in den entsprechenden Kulturkreisen wird eine intakte Vulva von Frauen wie Männern als monströs und schmutzig empfunden, das berichten Ethnologinnen, die längere Zeit mit den Menschen bzw in der Gemeinschaft der Frauen dort gelebt haben.
Lidocainsalbe ist die bekannte EMLA-Creme. Die von den Kinderärzten als effektive Betäubung für den Eingriff als vollkommen unzureichend eingestuft wird.
Dass die Gabe von Zucker das Schmerzempfinden von Säuglingen dämpfen kann, scheint überholt zu sein:
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j…JlJi5n9Hws65Ehg
Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht!
ZitatAuch ist ein Teil der erogenen Zone "Vorhaut" verschwunden. Den Anteil
der Vorhaut als Rezeptor für die Empfindungen, die das Schöne am
"Verkehr" ausmachen, habe ich unterschätzt.
Das ist wohl der Grund dafür, warum nicht wenige intakte Männer dem Thema Zwangsbeschneidung von Minderjährigen eher indifferent gegenüberstehen: Ihnen ist nicht klar, wie viel dieser Körperteil zu ihrem Empfindungskonzert beiträgt.
ZitatMich würde ganz stark interessieren, was der Urologe zu Euren Einwänden sagt.
Er meinte, er macht seit 20 Jahren (!)schon nur dass, was medizinisch sinnvoll sei.
Ich hatte den Eindruck, dass er versucht, diesen klassischen Urologensprech zu überarbeiten und zu kaschieren, schließlich muss er in irgendeiner Form auf die veränderte Lage nach der "Debatte" reagieren, aber das haut irgendwie nicht hin. Eine Beschneidung stand gar nicht zur Debatte, aber als es darauf kam, dass sich die Lösung der Vorhaut erst mit 12 Jahren vollzogen hatte, fand er das "sehr, sehr spät", mit einem Unterton, als wäre das irgendwie nicht richtig gelaufen.
Meine behutsam geäußerten Zweifel haben ihn immerhin dazu veranlasst, uns das Einholen einer zweiten Meinung zu empfehlen.
Trotzdem blieb unübersehbar, dass er sich mit kritischen Patienten und Eltern nicht wohl fühlt - schließlich macht er doch schon seit 20 Jahren alles richtig.
Es handelt sich übrigens um das Urologische Centrum Chiemgau.
Wir suchen jetzt jemanden, der mehr die normale Entwicklungsdynamik bei Kindern und Jugendlichen im Blick hat und sich etwas mehr Zeit für seine Patienten nimmt.
Danke für deinen Erfahrungsbericht.
So wie du es schilderst läuft es wahrscheinlich gar nicht so selten.
Obwohl keine akuten Beschwerden vorhanden sind, wird aufgrund bestimmter ästhetischer und hygienischer Vorstellungen auf einmal ein großer Handlungsdruck aufgebaut. Dass mit dir überhaupt nicht über alternative Möglichkeiten oder auch über die verschiedenen Varianten einer (Teil-)-beschneidung gesprochen wurde, war ein Riesenfehler seitens deiner Eltern und des Arztes.
Ich erinnere mich dabei an das Aufklärungsgespräch bei einem Urologen letzte Woche, wo es um die eventuelle Frenulumplastik für meinen 14-jährigen Sohn ging (er hat momentan ein zu kurzes Bändchen, das ihn gelegentlich etwas stört und sich schließlich vertrauensvoll an seine Eltern gewandt). Aber als dann die Begriffe "evolutives Überbleibsel" und "das stark infektionsbegünstigende Milieu unter der Vorhaut" fielen und der Arzt seine Vorliebe für die "restlose Entfernung des Frenulums, damit es dann auch richtig gut ausschaut" ausführte, tja, da ist bei mir dann schon die Klappe gefallen.
Mag ja sein, dass eine Frenuloplastik notwendig ist, aber nicht durch diesen Arzt, da suchen wir uns jemand anderen.
Wir haben Zeit.
Eine kleine evangelische Kirche in Oberbayern:
Sehr kleiner Kreis, 8 Teilnehmer, darunter 2 Männer, alle so mittleren Alters.
Nach der Vorstellungsrunde lenkte Frau R., Religionslehrerin im Leitungsteam mit dem Pastor Herr Dr R., das Gespräch auf die "Beschneidungsdebatte" im letzten Jahr.
Sie verlaß dafür einschlägige Ausschnitte von Verlautbarungen zunächst von Frau Knobloch und auch die Beiträge von Herrn Kramer und betonte auch die antisemitischen und antireligiösen Züge der "Debatte". Bemerkenswert bei ihrer Haltung war, dass Beschneidungen mit Gewalt in Verbindung zu bringen, offensichtlich kein Tabu für sie war, als sie die kritischen jüdischen Stimmen erwähnte. Außerdem ließ sie auch die Hinwendung zu Brit Shalom nicht aus.
Ich konnte beitragen, dass die antisemitische Komponente doch eher der kleinere Teil war und anbieten, diese Debatte auch im Zusammenhang mit der in den letzten Jahrzehnten erfreulicherweise kontinuierlich gesunkenen Toleranzschwelle für sämtliche Zwangs- und Gewaltanwendungen gegenüber Kindern zu sehen. Und ergänzen, dass der allergrößte Teil der nach Deutschland eingewanderten Menschen jüdischen Glaubens gar nicht beschnitten ist.
Das Gespräch in der Gruppe, die sich daraufhin entspann, war vielfältig. Der Informationsstand der Teilnehmer war sehr unterschiedlich, eine hatte sogar von der Diskussion rund um das Ritual gar nichts mitbekommen:
"Bei Schmerz hört es bei mir auf!", "Das ist doch Zwang!", ein anderer brachte das Grundgesetz ein und erwähnte die historischen Motive der Gesetzgebung, noch jemand empörte sich darüber, dass schmerzvolle Eingriffe an jungen Tieren bei uns mehr diskutiert und eingeschränkt würde als bei Menschenkindern.
Frau R. versuchte redlich, zu beschwichtigen, indem Sie z. B betonte (behauptete), dass die muslimische Beschneidung immer unter Vollnarkose durchgeführt werde und in einem Alter, in dem die Kinder dies auch wollten ("Da fallen einige unserer Bedenken doch schon einmal weg."). Hier konnte ich einbringen, wie die Realität "frei" entscheidender muslimischer Kinder in Wirklichkeit aussieht. Außerdem auch die realistische Schilderung einer Säuglingsbeschneidung, manche wussten tatsächlich nicht, wie so etwas abläuft und warum eine effektive Betäubung bei einem Neugeborenen so schwierig bzw durch einen Mohel unmöglich ist.
Natürlich kamen auch die jeweiligen religiösen und traditionellen Hintergründe samt der entsprechenden Thoraquelle und der Hinweis auf die Hadithe nicht zu kurz. Hier konnte ich einiges zur Motivation im Islam und die historische Entwicklung von der Milah zur Periha mit radikaler Zirkumzision im Judentum ergänzen. Frau R. meinte dazu, dass nach ihren Informationen die Periha schon seit 150 Jahren kaum mehr praktiziert, sondern wieder nur das Vorderste Stück wie bei der Milah abgeschnitten würde, war sich aber nicht sicher.
Frau R. und eine weitere Teilnehmerin vertraten den Standpunkt, dass das jede Familie für sich abwägen und entscheiden sollte ("Wir prägen unsere Kinder ja sowieso in ganz vielen Bereichen..."), und von außen hätten sie als Nichtjuden und Nichtmuslime dazu ersteinmal nichts zu sagen, sondern einfach zu respektieren. Auf meine Frage hin, wie Sie den Respekt vor diesem Ritual mit dem Respekt gegenüber einem konkreten Menschen, der mit seiner Beschneidung unglücklich ist, vereinbaren würden, kam keine schlüssige Antwort bzw. Frau R. meinte, das könne sie auch nicht lösen.
Der Pastor wirkte ethischen Bedenken gegenüber vergleichsweise viel aufgeschlossener. Er leitete dann zur allgemeinen Betrachtung von der menschlichen (psychologischen ) Funktionen von Ritualen über mit "Taufe und mehr, die Beschneidung lassen wir jetzt einfach mal weg..." (super oder?). Seine Kollegin brachte zwar daraufhin das Beschneidungsritual noch einmal energisch ein (kleiner Dissenz...) aber dann war dieser Abend auch schon überstanden.
Glücklicherweise hatte sich Herr Dr R. durchsetzten können, denn an unserem 2. und 3. Abend drehte sich alles um die anderen wichtigen Rituale und Feste im Juden- und Christentum.
Die Beschneidung wurde von den Kursleitern nicht mehr aufgegriffen.
Der Reigen: "Beschneidung, Taufe und mehr ..." funktioniert halt nicht wirklich...
Bei der jüdischen Tradition wurde das Pessachfest hervorgehoben, für das Christentum Abendmahl und Taufe. Dabei wurde besonders die historische Entwicklung des Taufrituals, seine "heidnischen" Ursprünge und die aktuell in den verschiedenen Strömungen unterschiedlichen Varianten, was Zeitpunkt und die Ausgestaltung im Detail angeht, berücksichtigt. Die Teilnehmer waren sehr erstaunt, als ich erzählte, dass mein Mann, wie viele andere Kinder muslimischer Eltern in Damaskus auch, als Baby ebenfalls getauft worden ist. Die Taufe ist dort für viele Muslime ein Schutzritual.
Am 3. Abend und letzten Teil dieses Theologiekurses standen unsere Rituale und Routinen im Alltag und deren mögliche religiöse Aufladung im Mittelpunkt, angereichert mit verschiedenen meditativen Übungen.
In der Abschlussrunde nahmen außer mir nur 2 andere Teilnehmer und nur indirekt noch einmal auf das Beschneidungsritual Bezug.
Ich erläuterte u.a., wie erfreulich es für mich war, dass der Kurs sich von der Reduktion von Islam und Judentum auf dieses Ritual gelöst hat, der Blick auch die Vielfalt der Traditionen dieser Glaubensgemeinschaften gerichtet wurde und mir damit die wenigen kritischen jüdischen und muslimischen Stimmen noch näher gebracht hat, die letztes Jahr auf eine mögliche grundrechtlich bedingte Veränderung/Verschiebung dieses Rituals mit großer Gelassenheit reagiert hatten.
Auch auf die Haltung der offziellen EKD in der "Debatte" und meine Entscheidung, das nicht mitzutragen, bin ich noch eingegangen - für michwaren diese Abende auch ein guter Abschied von Angesicht zu Angesicht, nachdem ich schon eine Weile formell nicht mehr Mitglied bin.
Die meisten oder wenigstens ein großer Teil der (sehr) religiösen Menschen fühlen offensichtlich intuitiv mit dem schwächsten Part, den Kindern, mit, stellen sein Erleben in den Mittelpunkt und sind nicht bereit, religiöse Motive fraglos hinzunehmen.
Aber es war auch spürbar, dass ohne auch nur indirekte Betroffenheit (hierzulande erfreulicherweise im Gegensatz zu den USA die Regel) dieses Thema dennoch eher abstrakt bleiben kann.
Und wer aus "Respekt" dem Islam und vor allem dem Judentum gegenüber bereit ist, die Zwangsbeschneidung von Jungen zu unterstützen, versucht gegenüber den möglichen Folgen und dem Ausmaß des Eingriffs (siehe Frau R.) möglichst fest die Augen zu verschließen.
Beständige Aufklärungsarbeit kann da nicht schaden.
Ich finde ihre Entscheidung absolut respektabel.
Hätte ich an ihrer Stelle auch gemacht.
Ich habe eine Bekannte, die ihre Mutter ebenfalls (noch jünger) an Brustkrebs hat sterben sehen, auch alle Tanten sind erkrankt, nur eine hat das überlebt. Das ist nicht lustig.
Vielleicht passt das wirklich nicht so ganz hierher, schließlich ist diese Schauspielerin eine erwachsene Frau, und ich habe auch noch nichts davon gehört, dass sie jetzt ihre Töchter auf das Gen testen und eventuell vorsorglich deren Brustdrüsen amputieren will.
ZitatOther issues included unfamiliarity of the procedure. "When I heard I would still have to wear a condom, I said, 'What is the point?'" said Samkelo Mduli, a university student.
Tja, da ist noch einiges an "Aufklärungsarbeit" zu leisten, um der völlig naiven Bevölkerung diese ganz spezielle Logik der operativen Aidsprävention durch Beschneidung nahezubringen ...
Bei der Mädchenbeschneidung sind traumatische Effekte, dieser Rückzug in sich selbst, manchmal ausdrücklich erwünscht:
"Die Mädchen werden dann viel ruhiger."
Als kleine Einstiegshilfe sozusagen in die "feminine" Passivität. 
Die dortige Moderation der Kommentare scheint etwas pingelig zu sein, deshalb hier:
Es scheint momentan ein internationaler Wettbewerb zum Thema:
"Wie zerstört man das Ansehen von Religionen effektiv und nachhaltig?"
zu laufen. Da ist diese Kommission ganz vorne mit dabei.