Beiträge von werner

    @ werner: hilflose Frau?

    Ich glaube, ich habe was verstanden: da Frauen niemals einem hirnlosen, hodengesteuerten, unbeschnittenen Karnickel Mann folgen würden, bleiben sie nach jeder Ejaculatio Praecox zwar "in Hitze und Verlangen beschämt und verwirrt" zurück, freuen sich aber, dass sie ihrem Mann die Zwiesprache mit Gott ermöglicht haben. Frauen verzichten ja gern, wenn sie dadurch ihrem Mann eine Freude machen können. Oder habe ich das jetzt falsch verstanden?

    "„The fold of integument called the prepuce, which has been previously described, has upon its inner surface a large number of glands which produce a peculiar secretion. Under certain circumstances, and from inattention to personal cleanliness, this secretion may accumulate, and then often becomes the cause of irritation and serious disease. To prevent such disorders, and to insure cleanliness, the Jewish law required the removal of the prepuce, which constituted the rite of circumcision.“


    „In some countries, females are also circumcised by removal of the nymphæ. The object is the same as that of circumcision in the male.“

    Auszug aus: John Harvey Kellogg. „Plain Facts for Old and Young.“ iBooks.

    Interessanter als der Artikel, der einmal mehr Antisemitismus, Israel- Kritik und Beschneidung in einen Topf wirft, ist die Tatsache, dass er 426 Kommentare in 24 Stunden erhielt, und der Lebenslauf der Autorin.

    Dr. Katrina Lantos Swett ist Vorsitzende der vom amerikanischen Kongress geschaffenen, parteiübergreifenden "United States Commission on International Religious Freedom" und Tochter des einzigen Holocaust-Überlebenden, der je im Kongress sass.

    Dr. Katrina Lantos Swett, Chair - USCIRF

    Ihre Mutter ist Vorsitzende der " Lantos Foundation for Human Rights and Justice", in deren Beirat u.a. Shimon Peres, Bono und Richard Gere sitzen.

    Promoting Human Rights Worldwide - Lantos Foundation for Human Rights and Justice

    Das war doch moch lange bevor Frauen eine Seele zuerkannt bekommen haben.

    Genau das ist mein Punkt. Die Frau bleibt in "Hitze und Verlangen" zurück, und muss sieben Tage bis zur nächsten Ejakulatio Praecox warten. Gerade weil sie ohne Seele ist, ist sie zwischenzeitlich den Annäherungsversuchen jedes unbeschnittenen Karnikels Mannes hilflos ausgeliefert. Dafür muss es doch eine Lösung geben. Vielleicht ein Vibrator?

    Ich war im ersten Moment, nachdem ich die PM bekommen habe, so fasslungslos, dass mir die Worte fehlten.
    Ich möchte mich den Wünschen für die Familie anschliessen und mein herzlichstes Beileid aussprechen. Wir alle hier haben Benni sehr viel zu verdanken.

    In diesem Fall gehe ich allerdings davon aus, dass der gute Rabbi die Schrecken des Unbeschnitten-Seins als Sündenpfuhl darstellen wollte und damit einhergehend die ungezügelte Begierde des Mannes, der den Frauen nachstellt wie ein Karnickel im Frühling. Denn das galt ja als sündhaft.

    Im Text steht, dass der beschnittene Mann sich nach seiner Ejaculatio Praecox schneller wieder der Begegnung mit Gott widmen kann und Gott sich ihm dann auch gern zuwendet.
    Was aber, fragt man sich, passiert mit der als Kollateralschaden unbefriedigt zurückbleibenden Frau, z.B. falls ein unbeschnittenes Karnickel unbeschnittener Mann rein zufällig vorbeikommt? Besteht da nicht die Gefahr der Untreue?

    Soeben erhielt ich folgende PM.

    verstorben

    hallo ich möchte ihnen mitteilen das benni heute morgen leider an einem herzinfarkt verstorben ist ! ich möchte sie bitten mir mitzuteilen wie ich das hier allen posten kann damit ich schnellstmöglich sein konto löschen kann

    mfg
    sein sohn

    Gleich nach dem Erscheinen des Referentenentwurfs und auch im Ethikrat und im Rechtsausschuss mahnte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, Änderungsbedarf bezüglich der mit dem Alter des Jungen steigenden Einspruchsmöglichkeit an. Der Referentenentwurf bezog diese Einspruchsmöglichkeit sogar in seine Definition des Kindeswohls mit ein. Dem widerspricht hier der Dr.Hosseini. Es liege im Sinne des Kindeswohls, den gläubigen Eltern nicht zuwiderzuhandeln, da sonst der Familienfriede gefährdet sei. Dem liegt eine Vorstellung kindlichen Gehorsams und Rücksichtnahme auf die Meinungen der Eltern zugrunde, den man schon überwunden glaubte. Die Identifikation mit dem (beschneidenden) Aggressor, die - wie Pizarro73 schon sagte - zur Weitergabe des Rituals führt, wird hier nicht als pathologisches, sondern als wünschenswertes Verhalten gefordert. Das Kind soll ein Opfer bringen für den Familienfrieden.
    Früher nannte man das " Schwarze Pädagogik".

    "Die Grube, in die die Politik mit dieser Argumentation fallen wird, hat sie mit diesem Gesetz selbst ausgehoben. Die Hilfsverben des Rechts, wie sie von der Bundeskanzlerin, ihrer Justizministerin und Politikern und Politikerinnen aller Parteien angeführt werden, werden ihre Wirkung entfalten. Aber vielleicht ist gerade diese postsäkulare Wende ja gewollt, vielleicht will man über den Hebel der Stärkung des religiösen Lebens der Gesellschaft wieder so etwas wie Mores lehren. Der CSU-Abgeordnete Norbert Geis beschwor in der Debatte gar einen rechtsfreien Raum für Eltern."

    :thumbup:

    Wenn mir ein Gesetz erlaubt jemanden zu schädigen, weshalb sollte der Vorsatz dann eine Rolle spielen.

    Das verstehe ich nicht. Das Gesetz erlaubt die Beschneidung unter der Voraussetzung, dass sie keine bzw. keine bedeutsamen Schäden nach sich zieht (auch wenn die Kritiker das natürlich anders sehen). Es erlaubt auch keine unlauteren Motive, sondern nur religiöse und gesundheitsfördernde (gemäss AAP-Statement). Die Eltern brauchen zwar nicht gefragt zu werden, aber wenn sie - wie im Chabadfall - die Unlauterkeit ihrer Motive deutlich kennzeichnen, kann man daran ja nicht so einfach vorbeigehen.
    Wenn, um ein anderes Beispiel herbeizuphantasieren, eine Mutter zum Arzt sagt, sie wünsche die Beschneidung, um dem Sohn "beizeiten die Mädchen auszutreiben", darf der Arzt auch nach dem neuen Gesetz nicht beschneiden, weil das gegen das Kindeswohl spricht.
    Chabad sagt ja nicht, wir nehmen Einschränkungen wegen des höheren Ziels (Bund mit Gott) in Kauf, sondern sagt, wir wollen genau diese Einschränkungen.

    Über die Absicht, mittels ritueller Beschneidung eine Einschränkung des sexuellen Erlebens zu erreichen, wurde hier schon mehrfach an den Beispielen Maimonides und Dr. Deusel diskutiert.
    Einen aktuellen Bezug findet diese Auffassung durch die angezeigte Beschneidung in der Chabad-Synagoge in Berlin. Offensichtlich ist die Chabad-Sekte eine glühende Anhängerin von Maimonides.

    The Mitzvah of Circumcision (Part I) - Parshat Lech Lecha - Mitzvahs & Traditions

    Diese Anhängerschaft wird auch im offiziellen Organ von Chabad-Berlin ausgebreitet:

    "Wir sind mit natürlichen Instinkten zur Selbsterhaltung geboren. Babies sind an sich eigennützig. Sie schreien, wenn sie gefüttert werden wollen, brüllen, wenn sie auf den Arm genommen werden wollen und kümmern sich nicht um die Gefühle und Bedürfnisse der Anderen. Von unseren frühesten Momenten an stellen wir uns und unsere Bedürfnisse über die Anderer. Bei einem Baby ist dies Verhalten entzückend und süß, doch ungebremst wirkt dieses Verhalten zersetzend und verliert bald seinen Zauber.
    Wir werden anspruchsvolle Knirpse, selbstsüchtige Kinder und am Ende selbstbezogene Erwachsene. Die Arbeit der Läuterung und der Verfeinerung muss früh beginnen. Es gibt wirklich keine Zeit zu verlieren.
    Beschneidung läutert und verfeinert. Sie zwingt uns dazu, ein Opfer darzubringen. Die Entfernung der Vorhaut verringert die Freude und den Genuss am Geschlechtsverkehr. Wir opfern solche Lust und verkünden, dass, auf unserer Skala, g-ttliche Anleitung eine höhere Dringlichkeit besitzt als die eigene Befriedigung."

    http://www.chabadberlin.de/media/pdf/686/noFr6863777.pdf

    Abgesehen davon, dass hier schwer "schwarze Pädagogik" durchschimmert, wird eine Beschädigung des sexuellen Erlebens also auch heute noch ganz offen als Beschneidungsziel bezeichnet. (Aus dieser Sicht sind übrigens alle folgenlosen Beschneidungen, auf die sich die evidenzbasierten Studien so gern beziehen, schief gegangen.)

    Ich frage mich, ob dieser Beschädigungsvorsatz auch abgesehen davon, ob das Ziel tatsächlich erreicht wird, juristisch relevant ist. Zwar hat sich keiner der Beteiligten entsprechend geäussert. Sie gehören aber einer Vereinigung an, die das offiziell vertritt.

    Ich bin auch vor ein paar Wochen über Dr. Geisler gestolpert, und wollte ihn schon hier verlinken, bis mir seinen Theorien über das Gen CCR5 p32 aufgefallen sind. Lest Euch die entsprechenden Absätze mal durch.

    "Metzitza b‘Peh beraubte bis zu 26% jüdischer Personen des Gens CCR5 p32."

    "Das Fehlen des CCR5 p32-Gens, und nicht das Fehlen der Vorhäute, bewirkt die prozentual geringe Betroffenheit jüdischer Personen von AIDS."

    ""Die Entfernung von CCR5 p32 kann gegen Immunschwächen (z.B.AIDS), Pest, Tuberkulose und Pocken schützen. Das war während 4.000 Jahren die Wirkung und ist auch heute der Zweck der „jüdischen“ Beschneidung."

    Ich kann das natürlich medizinisch nicht überprüfen, klingt mir aber irgendwie nach jüdischer Weltverschwörung.

    Bestätigt wird dieser Verdacht dadurch, dass der Artikel von Dr. Geisler auf der Seite Lübeck- Kunterbunt" veröffentlicht wurde, die eindeutig antisemitisch ist.

    "Dr. med. Wolff Geisler hat nun mit seiner Stellungnahme in ein Wespennest gestochen. Die Aussage, dass die „jüdische“ Beschneidung gegen Pest, Pocken, Tuberkulose und beispielsweise auch gegen AIDS schützt, dass also anlässlich der Pest 1347 bis 1352 jüdische Personen nicht oder nur relativ selten erkrankten, während 25 bis 40 Millionen nichtjüdische Personen starben, birgt eine gewisse Brisanz."

    http://www.luebeck-kunterbunt.de/Judentum/Die_j…eschneidung.pdf

    Nun kann man Dr. Geisler sicher nicht dafür verantwortlich machen, wer seine Artikel kapert. Ich würde trotzdem gern Eure Meinung hören. Kann man im Zweifelsfall ja wieder öffentlich stellen.

    NACHTRAG

    In einem Artikel behauptet Dr. Wolff, Grass hätte seine SS-Mitgliedschaft nur vorgetäuscht, um Antisemitismus in Deutschland zu erzeugen.

    "Grass versucht mit seinen Äußerungen einen Beweis für Antisemitismus der Menschen in Deutschland zu erzeugen. Damit sollen die Atomwaffenträger an Israel geliefert werden können. Grundgesetz, Kriegswaffenkontrollgesetz und Atomwaffensperrvertrag verbieten die Produktion und Übergabe."

    Die Aufrüstung Israels durch Deutschland | Politaia.org

    Antisemit oder nicht - ein Rad ab hat der auf alle Fälle.

    Auf einem Blog des Wall Street Journals muss der kleine Mendl Teichtal herhalten, um die Nachricht von der Stagnation der deutschen Geburtenrate zu illustrieren.

    An Age-Old Problem - The Euro Crisis - WSJ

    Es finden sich übrigens viele Photos von der Berliner Beschneidung bei Zimbio und GettyImages. Sie zeigen allerdings auch nicht mehr als das Video des Tagesspiegels. Ob man aus Photos der Beschneidungsutensilien etwas ableiten kann, weiss ich nicht.

    Die Stimme der deutschen bzw. europäischen Ärzteverbände war den Beschneidungsbefürwortern schnurzpiepegal. Demgegenüber wurde die AAP öfter mal ins Feld geführt. Auch waren sich die Ärzteverbände nicht 100%ig einig, und es gab sogar Ärzte unter den Befürwortern auch hierzulande.

    Ich würde mir zwar keine Sorgen auf Vorschuss machen wollen, aber die Gelegenheit dieses kürzlich erschienenen AAP-Artikels beim Schopf ergreifen, um darauf hinzuweisen, dass die Bestrebungen, Ärzte zur "Aufklärung" über die "Vorteile" der Beschneidung zu zwingen, sich im Amerika bereits aus der Deckung gewagt haben ("felony" kann auch mit " Kapitalverbrechen" übersetzt werden), ohne dabei auf ähnliche Bestrebungen hierzulande eingehen zu müssen, die bislang, um es einmal so zu formulieren, auf "Gerüchten" basieren.

    Es wurde hier schon mal die Meinung eines Arztes diskutiert, dass es eine ärztliche Pflicht geben sollte, Eltern über die gesundheitlichen "Vorteile" einer Beschneidung gemäss AAP-Statement aufzuklären.

    Offensichtlich hat die AAP, wenn man einem Kommentar bei "Intact America" folgt, solche Überlegungen jetzt angestossen.

    " I read though that the AAP wants to go into the opposite direction and actually make it a felony when a doctor does not mention circumcision because of the stated “benefits”:Medical-legal risks associated with circumcision of newborn males: need for revised consent"
    Don’t Ask, Don’t Sell | The Intact America Blog

    Könnte etwas Ähnliches auch bei uns eingeführt werden?