Beiträge von werner

    Der bekannte amerikanische Intaktivist hat einen interessanten Artikel über Beschneidungsfetischismus als "Argument" geschrieben.

    Zitat

    "The fetish accusation can go both ways; if a person cannot be sexually gratified unless a man has anatomically correct genitalia, if being circumcised is a deal-breaker, if that person is turned off by pornography with circumcised men in it, then it could be said that a person may have a "foreskin fetish." Therefore, only someone who for whom circumcision or the foreskin poses no obstacle for sexual gratification, one way or the other, can be said to not be harboring any kind of "fetish.""


    http://joseph4gi.blogspot.de/2013/07/circum…-is-fetish.html

    Wie bitte? Echt? Walter soll "polemisiert" haben? Gut, dass ich die Online-Ausgabe abwarte.

    Wie, Du glaubst uns nicht? :thumbdown: ;)

    Es kommt nämlich noch schlimmer, wenn man liest, wogegen Walter angeblich "polemisiert."

    Zitat

    "Gegen diese rechtliche und ethische Ungleichbehandlung von Frauen und Männern polemisiert jetzt der Strafrechtlicher Tonio Walter in der Zeit. Er sieht darin eine Doppelmoral, die nur Frauen schütze, Männer jedoch dazu nötige, den physischen und psychischen Einschnitt hinzunehmen. "Das weibliche Geschlecht ist sakrosankt, das männliche disponibel."

    Gelt? Ist Polemik, oder? X(

    Zitat

    "Wenn der Sejm seinen Fehler nicht einsieht und revidiert, müssen wir vor das polnische Verfassungsgericht und dann vor den Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg ziehen."

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/16523

    Zitat

    "Im Januar trat eine EU-Regelung in Kraft, die das Schlachten von Tieren nach jüdischem und muslimischen Religionsvorschriften erlaubt. Allerdings kann jeder Mitgliedstaat entscheiden, das EU-Recht zu übernehmen oder eine eigene Regelung einzuführen. Ausdrücklich verboten ist das Schächten in Schweden, der Schweiz, in Norwegen und Island. In Deutschland ist das Schlachten ohne Betäubung zwar grundsätzlich verboten, es gibt aber Ausnahmeregeln für Fleisch, das koscher oder halal sein muss.


    http://www.greenpeace-magazin.de/tagesthemen/ei…-spaltet-polen/

    Vom Hocker reisst mich der neue Artikel im "Freitag" nicht gerade, aber man muss ja froh sein, wenn überhaupt etwas erscheint. Die Beschneidungskritiker wird freuen, dass nur Walter, Merkel und Terres des Femmes zitiert werden, weil dadurch der Eindruck entsteht, es gebe keine Gegenmeinungen. Mit journalistischer Sorgfaltspflicht hat das weniger zu tun. Nun gut.

    Von den Gründen für die Verfassungswidrigkeit des Knabenverstümmelungsgesetzes (körperliche Unversehrtheit, Grenzen der Religionsfreiheit usw.) ist in dem Artikel nicht mehr die Rede. Es habe sich um einen "Streit" zwischen Religionsgemeinschaften und Kinderschützern gehandelt (als ob zwischen beiden ein Gegensatz bestünde). Aus dem ethnisch-religiösen Konflikt (ethnisch?) sei die Luft raus. Jetzt aber gehe der "Streit" wahrscheinlich weiter, jetzt allerdings wegen der Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes.

    Irgendwie habe ich den Eindruck, der Author hat Streit nicht so gerne. Dass Walter "polemisiert" habe, kann ich nicht nachvollziehen. Der Author formuliert auch, dass die Beschneidungsbilder im letzten Jahr "blutrünstig" waren. Das lag wohl kaum an den Bildern...

    Herr Hafner ist Psychologe. Mit Psychologie hat der Artikel jedoch nichts zu tun. Es wäre vielleicht besser gewesen, einen Juristen auf das Thema loszulassen. Aber das ist sicher nicht der Hauptgrund, warum der Artikel wahrscheinlich nicht für den Grimme-Preis vorgeschlagen wird...

    Toll, wenn Deutschland die Beschneidung von Mädchen unter Strafe stellt, dann sterben in Mpumalanga keine Mädchen mehr:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.p…le_analphabeten

    Zitat

    "Es gibt zwei, drei Millionen Türken in Deutschland. Seit den späten 50er Jahren laufen sie in Deutschland herum. Putzen dem Uni-Prof sein Büro und den Hörsaal."


    WOW - selten habe ich eine so differenzierte Analyse des Türkentums in Deutschland gelesen. Und das von einem Professor, der seit sieben Jahren in Florida lebt. Einfach Klasse, der Mann! [/Ironie off]

    Meine Theorie ist, dass sich hinter der Vorstellung von der Körperhygiene die Vorstellung von der moralischen Hygiene "versteckt". In Amerika darf/kann man nach der sexuellen Revolution nicht mehr sagen, dass man Sexualität einschränken will bzw. sexuelle Selbstverwirklichung gefährlich sei, also muss man es verbrämen. Es gibt aber viele Ängste von amerikanischen Müttern in Foren, in denen sie sehr besorgt auf sexuelle Exzesse von College-Studenten blicken, wieder verbrämt durch die Angst, ihre Söhne könnten sich dabei anstecken.

    Beide "Argumente" für Beschneidung - Körperhygiene, Ansteckungsgefahr - sind so absurd. Das kann es alleine einfach nicht sein. 8)

    Zitat

    "REGENSBURG. „Prof. Dr. Tonio Walter legt – vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrates – mit Wirkung vom 30. November 2010 sein SPD-Stadtratsmandat nieder.“ Das verkündet eine Stellungnahme, die Fraktionsvorsitzender Norbert Hartl und Walter gestern gemeinsam abgaben. Hauptgrund für Walters Entscheidung sei Zeitmangel. Er habe feststellen müssen, dass seine beruflichen Arbeitslasten für die Vorbereitung der Sitzungen des Stadtrates und der Ausschüsse, in denen er sitze, nur unzureichend Zeit ließen. Er habe vor kurzem den Vorsitz des Vereins der ehemaligen Angehörigen der juristischen Fakultät übernommen, setze sich für die Gründung eines neuen Themenverbunds an der Universität ein und werde voraussichtlich noch vor 2014 das Amt des Prodekans der juristischen Fakultät übernehmen.
    Tonio Walter war 2006 bekannt geworden, als er die kurz zuvor von Joachim Wolbergs aufgegebene OB-Kandidatur übernehmen sollte. Die Nominierung nahm ihm Wolbergs, der sich schließlich umbesonnen hatte, dann doch ab. Zeitweilig führte Walter in der Nachfolge von Kurt Schindler die Altstadt-SPD, gab den Vorsitz aber bald wieder auf. Von dem SPD-Ortsverein ist seit dem Rückzug Schindlers öffentlich nicht mehr viel zu hören.

    http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10067&pk=605248

    Zitat

    "June 27 was a sad day for Danish boys. On this day the minister of health, Astrid Krag, rejected legislation against boy circumcision on the basis of a newly delivered report from the Health Council. But the report and Krag’s arguments only relate to a very narrow health perspective, they do not deal with the equally important human rights aspects."

    Zitat

    "Lastly we have the social and political aspect of boy circumcision. It is claimed that boy circumcision is such an important ritual for Danish Jews and Muslims that a legal prohibition amounts to an exclusion of these groups from the Danish society. But what kind of society do we want? Is it not a society based on the idea that the individual has the right to be protected against physical attacks that any of us could in principle be exposed to? So to what extent should we allow single groups of people to act towards their children in ways one would not accept to be subjected to as a child oneself?"


    http://justasnip.wordpress.com/

    Brother K. auf seiner Facebookseite:

    Zitat

    "WARNING: The Circumcision Culture wants your son. The circumcision of our nation's men did not happen overnight. There was a transition phase in the first half of the 20th Century. The tactic for that transition was the forced retraction of young American boys, of all ages. Don't underestimate the pro-circumcision forces who are pushing forced retraction nowadays. It was Forced Retraction that allowed them to bring circumcision into the United States among generations of Americans who had never practiced circumcision. You think the pro-circumcision forces are going to take the blow to the gut that Intactivism has given them, without fighting back? They're returning to their tried-and-true method that allowed them to transition circumcision into our population in the first place ... They're going to forcibly retract every Intact boy they get their hands on. Forced retraction is not an accident, a misunderstanding, or a mistake. They know exactly what they're doing. Anyone who pushes it, promotes it, advocates it, or practices it has seen the inevitable outcome of forced retraction, which causes a host of problems -- infection, irritation, inflammation -- that inevitably leads them to recommend circumcision. Please share this warning with all your friends, and their friends."

    FGM Typ Ia Entfernung der Klitorisvorhaut
    FGM Typ Ib Entfernung der Klitorisvorhaut und der Klitoris

    Bei Ia steigt die Erregung, bei Ib sinkt sie. Die Unicef unterscheidet einerseits nicht zwischen Typ I und II und bezeichnet beides zusammen als verbreitetste Form. Andererseits formuliert sie: "In the majority of countries that have included questions regarding type of FGM/C, excision of the prepuce (Type 1) is found to be the most common."

    Ja, was denn nun?

    Zitat von Maria Werner

    Ich würde eher so argumentieren:

    Der Verteidiger könnte dann antworten:

    "Es handelt sich keineswegs um eine gravierende Körperverletzung." (Während er dies sagt, wedelt er mit dem AAP-Papier herum.) "Und ausserdem dient sie einem positiven Zweck, der zwar nicht der Ansicht aller billig Denkenden entspricht, aber doch einsehbar ist." :huh: