Emla Creme - Beipackzettel / Informationen | Apotheken Umschau
3.2.c Anwendung auf der genitalen Schleimhaut Die Anwendung von "Emla Creme" auf der genitalen Schleimhaut darf nur unter ärztlicher Überwachung erfolgen.
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3.2.c Anwendung auf der genitalen Schleimhaut Die Anwendung von "Emla Creme" auf der genitalen Schleimhaut darf nur unter ärztlicher Überwachung erfolgen.
"Beinahe lustig ist der Hinweis unter Studie: "Supported by Astra Pharma Inc., Canada". Das ist der Hersteller von EMLA.
Offensichtlich haben sich noch andere Lobbygruppen an dem Gesetzentwurf beteiligt...
Der Referentenentwurf bezieht sich u.a. auf folgende schwammige Stellungnahme der DSG:
"Auch aus diesem Grund sieht die Deutsche Schmerzgesellschaft schmerzhafte Eingriffe wie Beschneidungen bei Säuglingen nur dann als fachgerecht durchgeführt und damit zulässig an, wenn während und nach dem Eingriff eine fachlich kompetente, wirksame Schmerzbehandlung durchgeführt wird (American Academy of Pediatrics, 2000)."
http://www.dgss.org/uploads/media/…esellschaft.pdf
In dem angesprochenen Aufsatz der AAP aus dem Jahre 2000 (!) werden unterschiedliche Methoden besprochen und empfohlen (Vollnarkose, Penisblock usw.)
Prevention and Management of Pain and Stress in the Neonate
Bezüglicher EMLA wird darin u.a. folgende Studie in der Literaturliste angeführt:
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJM199704243361701
Darin heisst es:"...had heart-rate increases of 10 beats per minute less."
Nach diese Studie
http://pediatrics.aappublications.org/content/101/4/…7e-b03d6ed32e50
beträgt die durchschnittliche Herzfrequenz bei der Anwendung von Salbe 196, bei Penisblock 162.
Die normale Herzfrequenz bei Säuglingen liegt zwischen 120 und 130 und steigt bei der Geburt auf durchschnittlich 150 an. Acht Tage nach diesem Stress wird wird der Säugling also erneut einer wesentlich höheren Belastung ausgesetzt.
Mir ist schleierhaft, wie man angesichts dieser Zahlen die Belastung durch die Beschneidung klein reden und die Anwendung von Salbe zur Betäubung als "wirksame Schmerzbehandlung" bezeichnen kann.
Übrigens behaupten die Mohels ja auch, dass der beschnittene Säugling nach der Beschneidung sofort "einschläft". Möglich ist aber auch, dass er schlichtweg kollabiert, d.h. vor dem Schmerz "kapituliert". Übrigens eine Überlebensstragie (Totstellreflex). Aber das hat man ja (noch?) nicht wissenschaftlich untersucht/ untersuchen können.