Beiträge von werner

    "MdB Burkhard Lischka (SPD) u.a. fordern einen Zusatz zum § 1631 d„(3) Das Bundesministerium für Gesundheit wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung das Nähere hinsichtlich

    1. der Ausbildungsvoraussetzungen und Befähigungsnachweis der nichtärztlichen Beschneider,
    2. der Anforderungen und Modalitäten des Eingriffs, insbesondere der Schmerzbehandlung,
    3. der Anforderungen und Modalitäten zur Feststellung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit einer nicht medizinisch indizierten Beschneidung für das minderjährige männliche Kind sowie
    4. der Anforderungen an die Ermittlung und Feststellung eines entwicklungsabhängigen Vetorechts des minderjährigen männlichen Kindes bei erkennbarer Abwehrreaktion gegen eine Beschneidung zu regeln.“

    Diese Regelungen sollen vom Justizministerium in Einvernehmen mit dem Gesundheitsministerium innerhalb von fünf Jahren ausgearbeitet und bewertet werden. Gleichzeitig soll eine Überprüfung mit Hilfe von Experten aus Wissenschaft und Praxis stattfinden."

    Dadurch würde immerhin der Legitimationsdruck erhöht und konstant gehalten. Dieses Forum würde noch mindestens 5 Jahre seine Berechtigung haben. [Blockierte Grafik: webkit-fake-url://AEDB5912-4483-4700-A9A8-809E3FC01FA6/imagepng]

    Offensichtlich haben die paar Kritiker Eindruck gemacht.

    "Eine Stecknadel hätte man fallen hören, als Prof. Dr. Merkel ausführte, dass man einer fiktiven christlich-fundamentalistischen Sekte, die ihre Kinder am Karfreitag mit einer Peitsche auf den Rücken blutig geißelt, dieses Ritual sofort verbieten würde. Auch würde Piercing bei Kindern sofort verboten, sobald auch nur einmal - im unwahrscheinlichen Fall – ein Kind dadurch zu Tode gekommen wäre. Bei der Knabenbeschneidung sei das nicht der Fall, da nähme man es in Kauf."

    "Man konnte den Eindruck gewinnen, dass die unentschiedenen Bundestagsabgeordneten am Ende der Anhörung noch unentschiedener waren als zuvor."

    Dagegen einfach noch lächerlicher als für möglich gehalten:

    "...subtil vermittelten, dass die Salbe eben dann nicht richtig angewendet werde." [Blockierte Grafik: webkit-fake-url://D6EA0006-DBD8-4F9B-AA24-E96AFF0E1F5D/imagepng]

    Man muss Herrn Kramer zugute halten, dass er nicht (mehr) bestreitet, dass Säuglinge Schmerz empfinden. Immerhin. Was aus seiner Sicht jedoch offen bleibt, ist der Grund dafür. Da sich Säuglinge ja bekanntlich noch nicht verbal äussern können ("Ich hätte gern ein Gläschen Alete mit Erdbeergeschmack, aber ein bisschen plötzlich!"), rätseln Eltern seit einige tausend Jahren herum, wie der Wille des Neugeborenen zu ermitteln sei. Bis heute ohne jedes Ergebnis! Meine Mutter z.B. vermutete, dass der Säugling durch das nächtliche "Durchschreien" seine Lunge stärken wolle. Herr Kramer vermutet, dass der Säugling wolle, dass seine Windel nicht geöffnet werde, damit er im warmen "Kaka" liegen bleiben könne. Weguer dagegen vermutet, dass sein Sohn gerade von diesem "Kaka" befreit werden wolle. Bei der Beschneidung könnte es sein, dass der Säugling weint, weil der Mohel sich weigert, ihm den Plastibelll zum Spielen zu überlassen. Fazit: es ist objektiv unmöglich, den Willen des Säuglings zu eruieren. Dass die Menschheit trotzdem überlebt hat, grenzt an ein Wunder. [Blockierte Grafik: webkit-fake-url://A3450264-F28B-48D5-AA0D-4BA505A87EEE/imagepng]

    Am Donnerstag stimmt der Bundestag über das neue Patientenrechtegesetz ab.

    "(1)Der Behandelnde ist verpflichtet, zum Zweck der Dokumentation in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit der Behandlung eine Patientenakte in Papierform oder elektronisch zu führen. Berichtigungen und Änderungen von Eintragungen in der Patientenakte sind nur zulässig, wenn der ursprüngliche Inhalt erkennbar bleibt.

    "(2) Der Behandelnde ist verpflichtet, in der Patientenakte sämtliche aus fachlicher Sicht für die derzeitige und künftige Behandlung wesentlichen Maßnahmen und deren Ergebnisse aufzuzeichnen, insbesondere die Anamnese, Diagnosen, Untersuchungen, Untersuchungsergebnisse, Befunde, Therapien und ihre Wirkungen, Eingriffe und ihre Wirkungen, Einwilligungen und Aufklärungen. Arztbriefe sind in die Patientenakte aufzunehmen ."

    "(1) Ein Fehler des Behandelnden wird vermutet, wenn sich ein allgemeines Behandlungsrisiko verwirklicht hat, das für den Behandelnden voll beherrschbar war und das zur Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit des Patienten geführt hat. "

    "(4) War ein Behandelnder für die von ihm vorgenommene Behandlung nicht befähigt, wird vermutet, dass die mangelnde Befähigung für den Eintritt der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit ursächlich war.

    (5) Liegt ein grober Behandlungsfehler vor und ist dieser grundsätzlich geeignet, eine Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit der tatsächlich eingetretenen Art herbeizuführen, wird vermutet, dass der Behandlungsfehler für diese Verletzung ursächlich war. Dies gilt auch dann, wenn es der Behandelnde unterlassen hat, einen medizinisch gebotenen Befund rechtzeitig zu erheben oder zu sichern, soweit der Befund mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ein Ergebnis erbracht hätte, das Anlass zu weiteren Maßnahmen gegeben hätte, und wenn das Unterlassen solcher Maßnahmen grob fehlerhaft gewesen wäre.“

    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/104/1710488.pdf

    Soviel zum gegenwärtigen Stand der ärztlichen Kunst.

    "In Anbetracht dieser entsetzlichen und für jeden zugänglichen Fakten erscheint es nahezu grotesk, mit welch verharmlosenden Äußerungen die gesetzlich legitimierte religiöse Zirkumzision – zudem ohne Betäubung, von nicht ärztlich ausgebildeten Beschneidern – in Deutschland regelrecht nach vorne gepeitscht wird."


    Babytod nach Beschneidung | hpd

    Ich bitte um Nachsicht für die Boshaftigkeit der folgenden Bemerkung, aber Herr Kramer schreckt zynismussmässig ja auch vor nichts zurück:
    Wahrscheinlich schreit das muslimische Kind auch nicht wegen der Beschneidung, sondern weil es als "Entschädigung" kein Iphone5, sondern nur ein Nokia Lumix 900 bekommen hat. Das könnte ich sogar verstehen. [Blockierte Grafik: webkit-fake-url://2AF5589A-28DA-4321-94ED-4ECB324FEB90/imagepng]


     (Falls dieser Vergleich von Windeln und Nokia von den Admins abgelehnt wird, bitte ich um Löschung)

    "The UN Human Rights Council is notoriously biased against Israel and has been packed with representatives of regimes such as Gaddafi's Libya."

    "The Strasbourg court may in fact do the exact opposite of what was originally intended. Far from protecting Jewish rights, it is on track to do the reverse."

    "Should the law pass, anti-religious activists will then be able to ask the ECHR to overturn German law. The fact that the court issued obiter dicta remarks in 2010 calling male circumcision "contentious" and harmful, opens the way to a future anti-circumcision judgment."


    Bad judgment at Strasbourg? | The Jewish Chronicle

    Michael Pinto-Duschinsky was a member of the UK Commission on a Bill of Rights in 2011.

    "Best" of Dr. Deusel:

    "In der modernen Zeit, in der sich zahlreiche Juden nicht mehr über die traditionelle Ausübung der Religion definieren, stellt das Festhalten an der Beschneidung nicht selten das letzte überhaupt noch verbliebene Zeichen der Verbindung zum Judentum dar."

    "Dort allerdings, wo die Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion durch ein Fehlen der religiösen Erziehung und der Weitervermittlung der jüdischen Traditionen innerhalb der Familie dem Judentum gleichgültig gegenüberstehen, unterbleibt nicht nur die Beschneidung, sondern auch der Kontakt mit den jüdischen Gemeinden und auch die Weitergabe des Jüdischseins an die nachfolgenden Generationen."

    "Wenn Maimonides in seinen Schriften darauf hinweist, daß die Beschneidung einer sexuellen Mäßigung dienen und der Geschlechtsverkehr lediglich der Fortpflanzung dienen solle, so hat er damit nicht eine Einschränkung des sexuellen Empfindens an sich im Blick, sondern er postuliert, daß sich die Männer auf die Vervollkommnung des Geistes konzentrieren und weniger an physische Dinge denken sollten."

    "Über allen Debatten für oder wider eine rituelle jüdische Beschneidung ist jedoch zu bedenken, daß es sich bei der Brit Mila nicht um eine Angelegenheit handelt, über die jüdische Eltern für ihre Söhne bzw. erwachsene jüdische Männer für sich selbst nach freiem Belieben entscheiden, sondern daß sie eines der wichtigsten Gebote des Judentums darstellt - und damit eine Verpflichtung dem Ewigen gegenüber, als Zeichen des immerwährenden Bundes mit seinem Volk."

    „[Wäre] nicht das Bündnisblut, würden Himmel und Erde nicht bestehen, wie es heißt: wenn nicht mein Bündnis Tag und Nacht [bestünde], so würde ich die Ordnungen von Himmel und Erde nicht gesetzt haben3“ (Babylon. Talmud, Traktat Schabbat 137b). "


    Man fasst es nicht!

    "Hartmann, der die Beschneidung für eine Beeinträchtigung des Kindeswohls hält und ablehnt, beklagt: "Die Debatte über die rituelle Beschneidung weist fundamentalistische Züge auf." Zum Beleg führt er an: "Die Befürworter der Beschneidung werfen den Verfechtern des Kindeswohls immer wieder Antisemitismus vor." Doch kaum beschwert sich Hartmann über solche Antisemitismusvorwürfe, schon setzt er die Juden unter Druck: "Ich erwarte vom Zentralrat der Juden in Deutschland, dass er sich von solchen Vorwürfen distanziert."

    Bundestag : Die komplizierte Sache mit der Jungen-Beschneidung - Nachrichten Politik - Deutschland - DIE WELT

    Dr. Hartmann setzt "die Juden" "unter Druck"?

    Man fasst es nicht!

    Die Stellungnahmen sind jetzt komplett vorhanden.


    Deutscher Bundestag: Stellungnahmen der Sachverständigen

    Stephan Cramer:

    "Säuglinge schreien und strampeln beim Öffnen der Windel vor der Beschneidung oft mehr als bei der Brit selbst, und tun dies auch beim „normalen“ Wickeln. Eine Regelung zum Vetorecht auf Säuglinge zu beziehen, ist nicht sinnvoll, da nicht mit Sicherheit davon ausgegangen werden kann, dass es sich um ein Veto zur Beschneidung und nicht vielmehr um einen Ausdruck von Hunger, Kälte, Müdigkeit o.ä. handelt. "

    "Zudem bekommt der Säugling vor dem Eingriff einige Tropfen süßen Wein (z.B. in süßen Wein getunkter Schnuller). Der Zusammenhang zwischen der Verabreichung von Glukose und dessen schmerzreduzierender Wirkung bei Säuglingen ist wissenschaftlich nachgewiesen."

    So sieht also die vielgerühmte Diskussionsbereitschaft von Herrn Cramer aus.

    Man fasst es nicht!

    "Die Mediziner hingegen waren geteilter Meinung. Oliver Hakenberg, Direktor der Urologischen Universität Rostock, erklärte, die Vorhaut sei „kein überflüssiges Körperteil“. Andernfalls hätte sie die Evolution nicht überstanden. Die Behauptung, dass die Beschneidung medizinisch sinnvoll sei, sei „nicht tragbar“. Wer dies trotzdem behauptet, will seiner Meinung nach an dieser verdienen und habe ein „wirtschaftliches Interesse“."

    WOW! Das sind harte Worte. ;)

    Soweit ich weiss, sassen die Pressevertreter in einem Nebenraum. Ich frage mich, ob die Rede dahin übertragen wurde, oder ob sie nur eine kurze Inhaltsangebe erhielten (die dann vermutlich von der selben Genauigkeit ist wie die Beschreibung in einem Reisekatalog).

    Genau so war es. Die Rede war nicht öffentlich. Die Pressemeldungen waren ja auch alle irgendwie gleichlautend.