Beiträge von werner

    Um einen Kommentar gebeten anlässlich des Erscheinens eines der ersten Bücher über die Beschneidung (Rosemary Romberg: " The Painful Dilemma", 1985), schrieb Frederick Leboyer:

    "Once we remember that all that takes place during the first days of life on the emotional level, shapes the pattern of all future reactions, we cannot but wonder why such a torture has been inflicted on the child. How could a being who has been aggressed in this way, while totally helpless, develop into a relaxed, loving, trusting person? Indeed, he will never be able to trust anyone in life, he will always be on the defensive, unable to open up to others and to life."


    from Dr. Leboyer | Circumcision: The Painful Dilemma

    "Da die Diskussion anläßlich des Kölner Urteils unausgesetzt seit Ende Juni läuft und mir der Überblick verloren zu gehen droht, habe ich die Blogs in der Reihenfolge ihres Erscheinens zusammengetragen (sollte ich welche übersehen haben, tät's mir leid: bitte anfügen. Ich werde die Chronologie ergänzen, wenn neue Blogs geschrieben werden)"


    Blogsammlung ǀ Zirkumzision — der Freitag

    "Ich hatte die Äußerung des Herrn Jerzy Montag (Anwalt, Abgeordneter von B90/Grüne) im ZDF "dass es auch nicht religiöse Eltern gäbe, die trotzdem ihr Kind beschneiden lassen wollten" zum Anlass genommen diesem mitzuteilen, dass so eine Aussage unsinnig ist. Herr Montag hat mir vergangenen Dienstag geantwortet und legt nachstehende Begründung nach wörtlich = "Die Gründe, aus denen Eltern ihre Kinder sind vielfältig. Beispielsweise sind dies hygienische Gründe, oder um eine spätere Phimose zu vermeiden". Seit dem steht für mich fest. Es sitzen regelrecht dumme Leute im Bundestag wenn ein Abgeordneter und Anwalt nicht begreift, dass man für die Behandlung einer Phimose eine medizinische Indikation und kein Beschneidungsgesetz braucht....“

    Umfrage ǀ Beschneidung: Das Volk und seine „Vertreter“ — der Freitag

    "The wounding of circumcision irreversibly alters both mother and child: the mother is fractured at the base of her deepest womb-wisdom, which knows that she must protect her child no matter what; and the baby, shocked and traumatized, is fractured in his ability to absolutely trust the protective arms of the mother he has biologically and innately turned to as his primordial source of safety. From the beginning, masculinity is now defined as that which must be cut off from the mother and all that is female, nurturing, and essential for human survival. In this way women are made complicit in this masculine-defined model of motherhood. Nancy Jay states, "Gender is therefore unequaled as a cornerstone of domination." Circumcision is the weapon that not only destroys a boy's foreskin but also deftly excises maternal authority over the ultimate well-being of her child. For if a woman is forbidden to feel entitled to her instinctive need to protect her newborn child, what feelings of her own can she ever trust?"


    Miriam Pollack: Circumcision: Identity, Gender And Power

    "I've always hated being circumcised. I have always disliked the discomfort of the most sensitive part of my body rubbing against clothes. I have always hated the lousy sex and unfulfilled feeling that circumcision causes, the broken relationships, the lost opportunities, the constant resentment for a wrong that was committed against my body. And I have always hated my parents for having me circumcised."

    If you regret being circumcised post here

    Nachdem der Bundestag die Beschneidung legalisiert hat, bietet Weihnachten die Gelegenheit, auch einmal die "barbarischen Bräuche" anderer Religionen unter die Lupe zu nehmen.

    "Die Menschen drehen durch, fallen in das Konsumloch und wollen ihre sozialen Verfehlungen mit Geschenken kompensieren. Und dann diese pestizidverseuchten Weihnachtsbäume! 25 Millionen werden von denen jährlich verkauft - wenn Juden so ein Ritual hätten, wäre schnell ein Gesetzesentwurf unterwegs, um dem barbarischen Brauch ein Ende zu setzen."

    Jüdische Allgemeine / UNSERE WOCHE / Feiertage - Essen, warten, schenken

    Frage: würden Beschneidungsgläubige ihr Ritual aufgeben, wenn Christen nur noch biodynamische Weihnachtsbäume aufstellen? ?(

    Mit der Versendung von Werbematerial für ihren barbarischen Brauch ("Weihnachtskarten") behindern Christen seit Jahrhunderten die Integration der Glaubensgemeinschaften.

    "Eigentlich gebietet die Etikette, darauf ebenfalls mit Grußkarten zu antworten. Doch der Gedanke, massenhaft gojische Ikonografie einzutüten, ist irgendwie befremdlich...Aber auch die vielen muslimischen Türken wären sicher dankbar, ohne identitäre Verrenkungen beim allgemeinen winterlichen Grußkartenkonzert mitspielen zu können. Von wegen Integration und so."

    Jüdische Allgemeine / KULTUR / Glosse - Frohe Wasimmerauch!

    Fazit: Die Legalisierung der Säuglingsbeschneidung fördert die religiöse Integration - die Versendung von Weihnachtskarten behindert sie.


    Man lernt doch nie aus:

    “Forget about an injection,” said one Orthodox mohel, who has practiced in New York for 50 years. “You don’t want to do that to a child. That’s a terrible, painful process.”

    "Of local anesthetic, Cantor Philip L. Sherman, also an Orthodox mohel in New York, said, “Injecting a baby for a penile block is probably one of the most ridiculous things I’ve ever come across, because injection in and around the base of the penis is so painful, you may as well just do the bris.”

    "He said anesthetic creams are not designed for 8-day-old infants. The creams also make the surface of the penis greasy. “I need a dry surface so I can grab [the penis] without fear of slipping,” Sherman said.


    "Both Orthodox mohels cited unnamed physicians, including anesthesiologists, pediatricians and pediatric urologists, who warned them off topical anesthetics."


    Weighing Pain of Circumcision for Baby – Forward.com

    Die Kostenreduktion beträgt nach deren Aussagen nicht 5 Millionen US-Dollar, sondern 5 Milliarden US-Dollar über einen Zeitraum von 10 Jahren, was einer prognostizierten Einsparung von 500 Millionen pro Jahr ergibt.

    Leider ist die Menge an dummen und naiven Menschen nicht besonders klein!

    Vielen Dank für Deine Korrektur. Natürlich hast Du recht. Vielen Dank auch für Deine klarsichtige Analyse.

    Zu Deinem letzten Satz kann ich nichts mehr hinzufügen. :evil:

    Die Kommentare sind brandaktuell!

    Genau. Man findet auch schon in Kommentaren aus den 1990 Jahren die wesentlichen Punkte der aktuellen Beschneidungsdebatte (Menschenrechte, Grenzen der Religionsfreiheit, körperliche Unversehrtheit usw.), was die Verschwörungstheoretiker, die Putzke, Herzberg und Kelek eine " konzertierte Aktion" unterstellen, absolut Lügen straft.

    Während sich bei Vielen die Haare aufstellen angesichts der Behauptung, Säuglingsbeschneidung könne " ausreichend schmerzfrei" durchgeführt werden, haben andere das gegenteilige Problem: sie befürchten, dass die moderne Wissenschaft dazu führt, dass der Säugling von dem "würdevollen Ereignis" womöglich gar nichts mitbekommt. Rabbi Goldberg schafft es jedoch, auch diese Bedenkenträger zu beruhigen:

    "Auch bei Babys die mit Salbe oder Tropfen behandelt werden, bleibt ein Restschmerz."

    Diejenigen, denen das zu wenig ist, weil sie nur eine völlig betäubungslose Beschneidung als "würdevoll" betrachten, weist Rabbi Goldberg unmissverständlich zugunsten des Kindeswohls in die Schranken:

    "Für alle, die Schmerzen bei der Beschneidung für Notwendig halten, sollte das genügen."

    http://www.beschneidung-mohel.de/files/artikel_…ner_und_moh.doc

    Die Studie fand in Südkorea statt, wo die Beschneidung von den Amerikanern in den 1950iger Jahren eingeführt und seitdem flächendeckend in der Regel in der Pubertät durchgeführt wird. Es ist deshalb unwahrscheinlich, dass der Anteil von "Beschneidungsfetischisten" in der Studie besonders hoch ist.

    "The study included 373 sexually active men (aged 30–57 years) of whom 255 were circumcised (mean age 37.1 years, SD 5.3, range 30–57) and 118 were not (mean age 38.2 years, SD 5.3, range 30–54). Of the 255
    circumcised men, 138 were sexually active before circumcision, and all were circumcised at the age of ≥ 20 years. "

    Es wurden also auch ältere Männer befragt. Leider wurden die Ergebnisse nicht nach Alter differenziert.

    Im Februar 2011, als noch niemand etwas von der Beschneidungsdebatte ahnte, führte Rabbi Andrew Steiman ein offenherziges Gespräch mit einem Redakteur der FAZ.

    "In dem Schreiben Stephan Kramers drückt der Zentralrat seine „große Besorgnis“ aus über „Bestrebungen, die religiöse Beschneidung zu kriminalisieren...Rabbiner Andrew Steiman sagt dagegen: „Auf den Nationalsozialismus würde ich zur Verteidigung der Beschneidung nicht verweisen. Kramer ist übergetreten.“ Will wohl sagen: er ist vom Übereifer des Konvertiten beseelt."

    "Die Beschneidung der Knaben am achten Tag nach der Geburt bestätigt nicht nur den Bund mit Gott und sichert den Fortbestand des Volkes Israel. Sie soll auch erzieherisch wirken. Männer seien nun einmal stark von ihren Trieben bestimmt, sagt Steiman, darum müssten sie beschnitten werden. Nur so könnten sie kapieren, dass dieser Körperteil Gott geweiht sei. Dass auch das manchmal nicht hilft, weiß Steiman aus eigener Erfahrung. „Bei meinem Vater hat es nichts gebracht.“

    "Die Beschneidung wird vom Mohel, dem rituellen Beschneider, der auch ein ausgebildeter Arzt sein kann, vorgenommen. Der acht Tage alte Säugling wird dabei nicht betäubt. Viele glauben, dass die Nerven zur Weiterleitung des Schmerzes noch nicht ausgebildet sind. Nur ein Tropfen Wein wird ihm eingeflößt – das soll betäubende Wirkung haben. Steiman kann darin nichts Verwerfliches erkennen und erzählt die Geschichte von einem befreundeten Rabbiner. Der habe ihm während einer Beschneidungszeremonie zugeflüstert: „Was sind wir doch für ein brutales, archaisches Volk.“

    Beschneidung: Blutiger Schnitt - Kirche & Religion - FAZ

    Ich kann mir vorstellen, dass man noch mehr solcher Statements im "Archiv" findet...

    "Die öffentliche Diskussion konzentriert sich bisher auf die Frage der Strafbarkeit des Beschneiders. Auch die Frage seiner zivilrechtlichen Haftung sollte aber in den Blick genommen werden. Entspricht die medizinisch nicht indizierte Beschneidung eines einwilligungsunfähigen Kindes nicht der ärztlichen Kunst und ist somit auch künftig trotz elterlicher Einwilligung eine nicht zu rechtfertigende Körperverletzung, so ist dem Kind ein dadurch verursachter Schaden zu ersetzen. Schadensersatzansprüche werden durch einen entschuldbaren Verbotsirrtum nicht ausgeschlossen.Der Beschneider geht in solchen Fällen erhebliche Haftungsrisiken ein. Ersatz zu leisten ist für entstandene Schmerzen und auch für trotz aller Sorgfalt nicht sicher zu vermeidende Komplikationen, die nach Beschneidungen nicht selten auftreten. Zu beachten ist zudem, dass Schadensersatz nicht nur von dem durch die Eltern vertretenen Kind, sondern aus übergegangenem Recht auch von der Krankenversicherung des Kindes gefordert werden kann.
    Dr. jur. H. Dieter Laum, Vorsitzender der Gutachterkommission für ärztliche Behandlungsfehler bei der Ärztekammer Nordrhein, Düsseldorf"
    Die Haftungsrisiken einer Beschneidung - Frankfurter Allgemeine Zeitung - FAZ

    "Health care professionals from Geneva to African ministries of health to hospitals and clinics in towns and cities across Africa have largely ignored HIV transmission through health care. As far as I can see, their silence comes at least in part from not wanting or not knowing how to tell the public there is a problem. Because health care professionals have not wanted to talk about the problem, it’s up to the public at risk to break the silence. Here are some suggestions about what people can do to break the silence and thereby to protect themselves and others."

    "Combining information from all five studies, the median (middle) impact of reported sexual risk on an adult’s rate to get HIV was 1.65. This result – that possible sexual exposure to HIV fell far short of doubling his or her risk to get HIV – suggests that sex accounts for far less than half of new HIV infections among adults."

    "The main finding is that VMMC is driven by money, by donor funding. There are copious amounts of donor funding available for male circumcision, but there are is very little funding for healthcare, unsafe or otherwise, education, infrastructure, employment or any other area of development. Everyone involved in HIV, health, development, etc, needs to apply for donor funding and they know they are wasting their time if they apply for funding for things donors don’t currently place any emphasis on. Everyone knows that HIV projects get funding, but only certain kinds: these must presuppose that almost all HIV transmission is through heterosexual sex. Circumcision ticks all the boxes."

    Don't Get Stuck With HIV


    "Das Oberlandesgericht Wien hat am Dienstag das Urteil erster Instanz gegen Elisabeth Sabaditsch-Wolff wegen ihres Vortrags an der FP-Parteiakademie voll inhaltlich bestätigt. Sabaditsch-Wolff ist wegen Herabwürdigung religiöser Lehren zu 480 Euro Geldstrafe verurteilt worden, weil sie sich in einem Islam-Seminar im Herbst 2009 abfällig über den Propheten Mohammed geäußert hatte."

    Urteil zur Geldstrafe bestätigt, Sabaditsch-Wolff will "kämpfen" - Rechtsextremismus - derStandard.at › Inland