Hallo Michaaa99,
ich antworte hier jetzt das erste Mal. Zuerst möchte ich mich Dir kurz über meinen Vorstellungsthread im Forum vorstellen, damit Du weißt mit wem Du es zu tun hast. Mein Alter kannst Du meinem Profil entnehmen.
Ich musste drei Teile erstellen, sonst hätte ich die Zeichenanzahl der Forensoftware überschritten. Los geht`s mit Teil 1:
ich möchte Dir gerne als Mann mit Vorhaut meine Erfahrung mit meiner Dehnung schildern. Zu diesem Zeitpunkt war ich zwischen 12 und 14 Jahren alt und es hat fast diese zwei Jahre gedauert, bis ich bei erigiertem Penis die Vorhaut problemlos verschieben konnte. Die lange Dauer führe ich auch darauf zurück, dass in diesem Alter der Penis wächst und bei mir wuchs die Eichel schneller als die Vorhaut. Ich musste immer wieder nacharbeiten. Ich hatte meine Eltern nicht erneut über meine relative Phimose informiert. Das ging leider nicht (siehe Vorstellungsthread). Du scheinst da glücklicherweise ein besseres Verhältnis zu Deinen Eltern zuhaben.
Als erstes habe ich mir Deine hochgeladenen Bilder angesehen und mit meiner Erinnerung verglichen. Leider habe ich von damals keine Bilder von mir. Deine Fotografien zeigen einen leichteren Zustand einer relativen Phimose, als damals bei mir. Meine relative Phimose war viel schlimmer. Ich konnte damals mit Erektion gerade mal ein Drittel meiner Eichel "freilegen". Der Schnürring, der deutlich zu sehen ist, war bei mir ebenfalls vorhanden. Ich kann mit meiner Erfahrung als Krankenpfleger kein Narbengewebe am Schnürring sehen. Dies kann jedoch die Antwort eines erfahrenen Dermatologen nicht ersetzen. Daher ist meine Frage an Dich, ob die bisherigen Ärzte das als Narbengewebe bezeichnet haben. Das Narbengewebe am Frenulum mit der dort durchgeführten OP würde ich als minimal bezeichnen und als sehr gut verheilt ansehen. Da die dortige Narbe in Längsrichtung verläuft, kann diese eigentlich keine Auswirgungen auf den Umfang und die Weite der Vorhaut haben. Sie hätte höchstens eine Auswirkung auf die Länge, die sich die Vorhaut am Penisschaft zurückstreifen lässt. Dein Frenulum wurde auch nicht entfernt,sondern verlängert (sog. Frenulotomie). Dazu wird übrigens ebenfalls eine sog Z-Plastik angewendet, wenn es nicht nur durchtrennt wird.
Die Bildung des zweiten Schnürrings kann ich eindeutig nach vollziehen. Der erste Schnürring ist an der inneren Vorhaut (Schleimhaut) und der zweite an der äußeren Vorhaut. Da die Vorhaut in vorgeschobenem Zustand sozusagen "doppellagig" ist, ist dies normal. War bei mir damals auch so. Maxsnake schrieb ja bereits zum Tylorschen Band. Dort ist meist auch der Schnürring.
In Dorsale Inzision / Erweiterungsplastik mit V-Schnitt']Beitrag 29 von Dir, fragst Du, ob dort Narbengewebe erkennbar wäre. Ich kann Keines erkennen. Zur Entstehung von Narbengewebe musst Du die blutige Risse herbeiführen. Wenn nur die Oberhaut verletzt ist, sollte diese narbenlos ausheilen. Die narbenlose Abheilung kann man z.B bei nicht tiefgehenden Schürfwunden oder erstgradigen und leichten zweitgradigen Verbrennungen gut sehen. Dazu hatte maxsnake auch bereits gut geantwortet.
Da Du schreibst, dass Du Einrisse in Längsrichtung bekommen hast, kann ich Dir bestätigen, dass dies damals bei mir ebenso war. Da ich am Anfang sehr ungeduldig war haben sich sogar leicht blutge Risse gebildet. Daran kann ich mich sehr gut erinnern, da das beim Wasserlassen gebrannt hat. Diese habe ich dann mit Penaten-Creme (die Orginale zum Schutz der Haut) behandelt. Die Risse sind bei mir immer sehr gut ohne Bildung von Narben abgeheilt. Ich hatte nie welche und habe heute auch noch keine Narben an der Vorhaut. Dies muss auf Dich jedoch nicht zutreffen, da die Stärke einer Narbenbildung auch über Veranlagung (Modern: durch die Gene) gesteuert wird. Ich hatte mal einen Unfall und dabei habe ich eine gut verheilte Narbe an der Stirn behalten. Diese Verletzugn war aber richtig tief - fast bis auf den Schädelknochen - aber noch sind dort Haare drüber ...
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Zu Deinen Einrissen in der Vorhaut kann ich natürlich nichts weiter schreiben, da keine Bilder vorhanden sind. Wenn Du möchtest, kannst Du uns oder mir dies ja noch über PN oder Antwort einstellen. Dann versuche ich auch dazu noch etwas zu schreiben.
Zur Reaktion des Urologen in der zweiten Uniklinik kann ich nur sagen: Ich hätte bei seinem unhöflichen, barschen Ton und seinen nicht wissenschaftlich fundierten Aussagen meine Hose angezogen, wäre aufgestanden und gegangen. Vorher hätte ich ihm noch mitgeteilt, dass ich mich aufgrund des unmöglichen Patientengespräches bei der Ombudsstelle beschweren werde. Zur Qualitätsbeurteilung von Medizinern meinerseits hast Du eine PN von mir. Das kann ich leider nicht öffentlich schreiben.
- Dann hatte der Arzt noch gemeint, dass Dein Frenulum zu kurz sei. Dies ist insofern Blödsinn, als das die Länge des Frenulums durch die Frenulotomie bereits verlängert wurde. Die Länge spielt nur dann eine Rolle, wenn dies zu Problemen beim Geschlechtsverkehr, wie z.B. Einreißen führt. Dies lässt sich nur derzeit gar nicht beurteilen, da ja aufgrund Deiner Schmerzen durch die relative Phimose der Vorhaut mit resultierenden Problemen beim Geschlechtsverkehr die Länge des Frenulums gar nicht abschließend beurteilt werden kann. Die Reihenfolge zur Therapie ist Folgende:
- Erst ein zu kurzes Frenulum verlängern (wurde gemacht)
- Dann Beurteilen, ob und wie stark eine Phimose ausgeprägt ist (auch erledigt)
- Dann die Phimose thrapieren (Du bist dabei)
- Nach Beseitigung der Phimose (und nicht der Vorhaut) kann man sehen im "Gebrauch" feststellen, ob die Länge des Frenulums ausreicht
Lass Dich nicht auf die Psychoschiene schieben. Auf gar keinen Fall. Wenn so etwas kommt, fehlen dem somatischen Arzt jegliche weitere, sachliche und wissenschaftliche Argumente. Man sollte vielleicht dazu auch wissen, dass Urologen primär Chirurgen sind. Das bedeutet dann gerne mal, dass Probleme am Besten mit dem Messer zu lösen sind.