"Adam macht sein Kreuzchen bei divers"

  • https://www.evangelisch.de/inhalte/152735…chen-bei-divers

    "Wer 'divers' ankreuzt, befindet sich in guter Gesellschaft: Auch Adam, der erste Mensch, hätte wohl die dritte Option gewählt."

    Und wäre damit schon als Kind geschützt gewesen? Schließlich gilt die völlige Freigabe auf Verstümmelung nur für "das männliche Kind".

    Die evangelische Kirche ist herzlich eingeladen, darüber nachzudenken, was die die hier dargelegten Überlegungen für Konsequenzen für die Gesetzgebungen bezüglich Kindern und Genitalverstümmelung in Deutschland haben.
    Beide bestehenden Gesetze - zu "weiblichen Personen" und zum "männlichen Kind" sind schließlich untrennbar verbunden mit einer strengen Beibehaltung des binären Geschlechtersystems.
    Dabei weiß Frau Kampf: "Das Geschlecht eines Menschen zu erkennen, ist längst nicht so einfach, es ist noch nicht einmal an "eindeutigen" Genitalien ablesbar."


    Und nun?

  • "Göttlicher" Fund! :D

    Zitat von Anne Kampf

    Auch Adam, der erste Mensch...


    Immerhin darf an unseren Schulen noch die Evolutionstheorie gelehrt werden, selbst wenn Anne Kampf mit dem Fuß auf den Boden stampft...

    Aber wenn es um Genitalverstümmelung geht, dann kennt Anne Kampf auf einmal wieder ganz doll zwei diskrete Geschlechter, au Backe!

    Ist die "Beschneidung" bei Jungen und Mädchen dasselbe? Beides ist eine Körperverletzung an den Genitalien - doch damit hört die Vergleichbarkeit schon auf.

    (Pino)

    Schau, schau, schon gibt es wieder ganz eindeutig "Jungen" und "Mädchen", und bezüglich Jungen weiß "evangelisch.de":

    "Jedes Knäblein, wenn’s acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen"

    (Pino)

    Formulieren wir das doch mal ein wenig um:

    Leider wird die Formulierung "alles männliche unter euch" in Theologie und Kirche bis heute missverstanden. Das zweigeschlechtliche Modell, scheinbar "natürlich", wird theologisch überhöht und als Norm gesetzt: Gottes Gebot sei es, dass Männer so (und nur so!) leben sollen, als Vorhautlose. Doch wer darauf besteht, dass es auf die Vorhautlosigkeit ankomme, argumentiert nicht theologisch. Wer Vorhautlosigkeit als einzig legitime Lebensweise herausstellt, diskriminiert außerdem alle, die nicht so leben wollen oder können. Das kann nicht gemeint sein. Es gibt keine "Schöpfungsordnung", die auf Vorhautlosigkeit festzulegen wäre.


    Indeed, as the history of female circumcision suggests, if male circumcision
    were confined to developing nations, it would by now have emerged as an in-
    ternational cause celebre, stirring passionate opposition from feminists, physicians, politicians, and the global human rights community. If routine medical
    circumcision didn't exist today, no one would dare to invent it.

    David Gollaher

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