standard.at: Beschneidung und Gewalt, eine historische Perspektive...
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Ja,.... Was soll man sagen....?
Zuerst fällt mir mal ein: Der Nächste, der fragt, wie man ausgerechnet JETZT auf das Thema käme, bekommt eine Kopie dieses Artikels (und eine weiteren betreffend das 19. Jahrhundert und die damalige Debatte). Oder habe ich andere Zeitbegriffe? Wenn man mit "jetzt" einen Zeitraum von mehreren hundert Jahren meint (ein Wimpernschlag im Vergleich zum Erdzeitalter!), dann ist die Frage natürlich berechtigt. Allerdings gilt dann auch das Argument der" langen Tradition" nicht. (Was, nebenbei bemerkt,gar keins ist. Nicht alles, was alt ist, ist automatisch gut.)Und zweitens fällt auf, daß ein derzeit sehr beliebtes Argument ad absurdum geführt wird: Sowohl in Zeiten, in denen das Ritual kritisiert oder verboten wurde als auch in Zeiten, in denen es straffrei praktiziert wurde, führte der innerjüdische Dialog (sofern es ihn denn gab) zu scheinbar keinem Ergebnis und das in immerhin weit über tausend Jahren. Also sollte besser auf den Vorwurf verzichtet werden, daß eine breite gesellschaftliche Debatte so starken Druck auf die Gemeinden ausübe, daß eine Diskussion im Innern nicht möglich sei.
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Die beste Antwort darauf ist doch:
"weil! Deshalb!" -
Das hast du aber arg verkürzt dargestellt!
Das geht nämlich so :
Warum ist das so?
Weil es schon immer so war.
Warum war es schon immer so?
Das ist halt Tradition.
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