Dreijähriger mit Diagnose Phimose

  • Ja und das ist komplett normal. Das ist nur ein Zeichen, dass die Vorhautöffnung verengt ist. Selbstverständlich bildet sich da ein Ring, wenn man sie versucht, zu zurückzuziehen.

    Und wie man an der Graphik erkennt, ist es sogar noch sehr häufig: Bei der vorliegenden Studie wurde bei 20.4% der 5- bis 7-jährigen ein solcher Ring festgestellt.

    Ich frage mich auch, wie die Oberärztin darauf kommt, dass sich der Schnürring nicht mehr von allein zurückbilden wird. Es gibt ganz einfach eine medizinwissenschaftliche Grundlage, keine Studie, kein gar nichts, über die "Wahrscheinlichkeit der Zurückbildung von Schnürringen".

    Das einzige, was es gibt, sind Studien über die Vorhautentwicklung, in denen dieses Phänomen erwähnt wird. Aber diese stellen fest, dass dieser Ring von allein wieder verschwindet, wenn die Vorhaut sich weitet.

    Offenbar scheint diese Oberärztin auch kein allzu fundiertes Wissen über die normale Entwicklung von Vorhaut und Penis zu haben.


    Also wie gesagt: Dein Sohn hat eine völlig normale, physiologische Phimose, was in diesem Alter völlig normal ist. Der Schnürring ist nur die "logische Folge" dieser physiologischen Phimose, der sich bildet, wenn die Vorhaut zurückgeschoben wird und die verengte Endbereich weiter nach unten in Richtung Eichel wandert.

    Es gibt auch - und das muss ich auch ganz deutlich sagen, weil ich mich mit der medizinischen Literatur auskenne - keine medizinwissenschaftliche Grundlage für die Ansicht, dass ab einem bestimmten "Enge-Grad" der phimotischen Vorhaut eine spontane Rückbildung der physiologischen Phimose nicht mehr erfolgen kann. Ganz im Gegenteil, fanden alle seit 1968 veröffentlichen Studien zur Vorhautentwicklung auch immer wieder einen hohen Anteil von Jungen mit einer komplett verengten, kein bisschen beweglichen Vorhaut und stellten fest, dass dieser Anteil der Jungen mit solchen Vorhäuten bis spätetens dem Ende der Pubertät auf Null zurückgeht. "Zu eng" ist die Vorhaut nur, wenn es mit dem Urinieren nicht mehr funktioniert.

    4 Mal editiert, zuletzt von Sokrates (5. September 2017 um 21:13)

  • Siehst Du die Ärztin und die Oberärztin jemals in nächster Zeit wieder?

    Den falls ja, könntest Du die Studie (http://www.cirp.org/library/normal/kayaba) ausdrucken und mitnehmen. Dann könntest Du die Oberärztin über ihre fehlerhaftes Wissen in Kenntnis setzen oder zumindest die Assistänz-Ärztin in ihrem Urteil bestätigen.

    Das ist eine recht bekannte Studie, die auch häufig in der Fachliteratur von rennomierten Ärzten in vielen Fachartikeln zum Thema Phimose zitiert wurde. Vielleicht kann man die Oberärztin eines Besseren belehren.

    Aber dazu braucht es natürlich auch Selbstvertrauen und einen gewissen Mut. Und ich weiß natürlich auch nicht, wie gut Du im Umgang mit Menschen bist. Dazu kann ich dich nicht nötigen und will ich auch nicht. Das musst Du selbst entscheiden, ob Du dir das zutraust.

  • Zitat von missy

    Sokrates, ja genau, die erste Ärztin sagte das sie keine medizinische Notwendigkeit sieht jetzt zu operieren.

    Wenn er keine akuten Probleme hat, dann würde ich es auf jeden Fall lassen - erweitern kann man später immer noch, wenn er versteht, was da gemacht wird!

  • Ich war nun heute bei der Kinderärztin.
    Sie ist völlig meiner Meinung das man diese Methode nicht in dem Alter machen lassen sollte sondern im Alter ab 10und älter damit sie auch verstehen weshalb und warum.
    Da er aktuell keinerlei Beschwerden hat warten wir nun einfach weiter ab
    Danke euch allen für eure Unterstützung
    Halte euch weiter auf dem laufenden

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