Das Papier ist ganz bewusst ungeeignet, etwas gegen die Beschneidung des männlichen Kindes (Kind = Mensch unter 18 Jahren, vgl. UN-Kinderrechtskonvention) zu tun. Bereits die anatomischen Fakten werden geleugnet, man ist beispielsweise unfähig, die MGM (Zirkumzision) mit der Klitoris-Exzision (Typ Ib der FGM-Klassifikation) zu vergleichen, was mit Blick auf den Sensitivitätsverlust nach Amputation der männlichen 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen (Meissner, Merkel, Ruffini, Vater-Pacini) schlicht geboten ist.
Man ist säkular und grün, man schreibt (noch) nicht:
ZitatBereits einsichts- und einwilligungsfähige Mädchen müssen umfassend über die Operationsrisiken und die zu erwartenden Auswirkungen auf ihr späteres Sexualempfinden aufgeklärt werden und im Zweifelsfall ein Vetorecht gegenüber dem Eingriff besitzen. Diese Aufklärung muss nach verbrieften Standards durch ärztliches Personal durchgeführt und dokumentiert werden
Säkular und grün will man jedoch grundgesetzwidrig die Jungen genitalautonom in ihre das Kindeswohl und die lebenslange Sexualität schädigende und zudem durch die Komplikationen gefährliche Genitalverstümmelung einwilligen lassen:
ZitatBereits einsichts- und einwilligungsfähige Jungen müssen umfassend über die Operationsrisiken und die zu erwartenden Auswirkungen auf ihr späteres Sexualempfinden aufgeklärt werden und im Zweifelsfall ein Vetorecht gegenüber dem Eingriff besitzen. Diese Aufklärung muss nach verbrieften Standards durch ärztliches Personal durchgeführt und dokumentiert werden
http://saekulare-gruene.de/hintergrundpap…albeschneidung/
Das Blaue vom Himmel herunter lügt man in Bezug auf Anne Lindboe und die anderen skandinavischen Kinderrechtsbeauftragten:
ZitatIm Herbst 2013 forderte die norwegische Kinderbeauftragte Anne Lindboe die Regierung auf, ein Verbot der männlichen Genitalbeschneidung durchzusetzen – was von fast allen Kinderrechtsbeauftragten der nordischen Staaten übernommen wurde.
Einfach die Oslo Declaration vom 30.09.2013 lesen hätte genügt. Die ausgebildete Kinderärztin(!) und jetzt Politikerin Lindboe will die beschneidungswilligen Jungen gerne in Norwegens Kliniken oder Arztpraxen beschneiden lassen und sie allenfalls bis zum Alter von zwölf Jahren (Bedeutung von pre-teen = die noch nicht auf -teen endenden Lebensjahre) ODER vierzehn Jahren (15 years ... as the minimum age) schützen:
Zitatnon-medical circumcision of pre-teen boys should be outlawed ... “If 15 years is set as the minimum age, we expect Norwegian parents to follow and respect the law,” said Lindboe
http://www.jta.org/2013/11/25/new…ut-of-ignorance
ZitatAnne Lindboe (born 1 August 1971) is a Norwegian paediatrician ... In 2013 Anna Lindboe and the children's ombudsmen from Sweden, Finland, Denmark, and Iceland, along with the Chair of the Danish Children's Council and the children's spokesperson for Greenland, passed a resolution to, "Let boys decide for themselves whether they want to be circumcised."
http://en.wikipedia.org/wiki/Anne_Lindboe
Nein liebe säkulare GRÜNE, es gilt das Primum non nocere und eine an einem minderjährigen Menschen durchgeführte rituelle Genitalverstümmelung ist immer unethisch, ob der Minderjährige (als Mädchen oder Junge) nun einwilligt oder nicht. Dass Kinderärztin und Politikerin Lindboe mit Alter der Einwilligungsfähigkeit 13 oder 15 meint wissen wir bereits:
ZitatLET BOYS DECIDE FOR THEMSELVES WHETHER OR NOT THEY WANT TO BE CIRCUMCISED Circumcision without a medical indication on a person unable to provide informed consent conflicts with basic principles of medical ethics ... The Nordic ombudsmen for children and experts in children’s health therefore want to work towards a situation, where a circumcision can only be performed, if a boy, who has reached the age and level of maturity required to understand necessary medical information, consents to the operation. ... ensuring that boys get the right to decide for themselves whether or not they want to be circumcised. Oslo, 30th of September 2013
http://www.mendocomplain.com/2013/09/30/his…-morten-frisch/
Der von den Säkularen Grünen um Walter Otte als irgendwie beschneidungsfeindlich und kinderfreundlich gefeierte 30. September 2013 bleibt ein schwarzer Tag für die Menschenrechte.
Auch der für gbs Berlin aktive RA Walter Otte ("Diese Erfahrungssituation eines 14-Jährigen ist eine völlig andere als eines 6- oder 8-jährigen) wollte vor zwei Jahren jeden 14 Jahre alten Jungen legal wunschbeschneiden lassen:
ZitatSpätestens im Alter von 18 Jahren kann / darf er dies ohnehin allein entscheiden. Warum nicht auch schon mit 14 Jahren?
http://gbs-berlin.org/ein-reeller-ko…-dem-bundestag/
Achja: "Warum nicht", sehr geehrter Herr Otte? Nun: Weil sich das Mädchen mit 14 in der BRD nicht im Krankenhaus die Klitoris herausschneiden lassen darf (hinsichtlich der zerstörten genitalen Empfindungsfähigkeit sehr analog zur MGM; und weil echte Kinderschützer selbstverständlich auch die weniger invasive FGM Typ Ia oder IV nicht legalisieren lassen werden).