Posts by Edward


    • #Forenleitung,

    • warum soll der (vermeintlich zeitlos gültige) himmlische Befehl den Alltag von uns Menschen bestimmen. Selbst wo die Beschneidungspflicht religionsrechtlich eindeutig ist und, was Necla Kelek etwa in Die verlorenen Söhne so erfreulich deutlich beschreibt, mit hohem Gruppendruck versehen, sollen Eltern zeitnah und ohne Angst vor sozialer Ächtung zur MGM (oder schafiitisch verpflichtenden FGM) ihr Nein sagen können. Das erst ist kulturelle Moderne, und die ist gerade nicht durch Herkunft oder den sogenannten (als Kategorie bitte abzulehnenden) 'Kulturkreis' bedingt, sondern universell zu verwirklichen. Körperliche, zumal genitale Unversehrtheit ist Teil der AEMR und konsequent weltweit umzusetzen. Der mutige Hamed Abdel-Samad sagt es so:
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      • " 'Islam light' bedeutet Islam ohne Scharia, ohne Dschihad, ohne Missionierung, ohne Geschlechterapartheid und ohne Anspruchsmentalität." Ist das dann noch Islam? fragen viele Muslime. Ja, sagt Abdel-Samad. Es ist seine einzige Überlebenschance.

    #Forenleitung,

    ich halte den § 1631d BGB für verfassungswidrig, rede vom Menschenrecht auf einen genital intakten Körper und verwende dabei die Kategorie Muslim bzw. Kategorie Nichtmuslim selbstverständlich bewusst nicht.

    Leitlinie meines Handelns ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR).

    Schwarze oder Weiße, Allochthone oder Autochthone, Nichtmuslime oder Muslime und Männer oder Frauen sind demnach jeweils gerade keine Kategorien oder 'Sorten Mensch', die wir Beschneidungsgegner ängstlich unterscheiden müssten. Nicht der (sogenannte) Muslim, sondern der (nach wie vor die Beschneidung aller Jungen und schafiitisch aller Mädchen fordernde) Islam ist hier jedenfalls einstweilen das kinderrechtliche bzw. menschenrechtliche Problem.

    Zum menschenrechtspolitisch grundsätzlichen Nicht-Kategorisieren wusste Ali Atalan:

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    Vielmehr mache sie [die Studie] klar, dass die Kategorie "Muslim" nicht existiere … "Diese Republik ist weder christlich-jüdisch, noch muslimisch, aber auch nicht atheistisch - und das ist gut so."


    https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/Web…%29&view=detail

    Gegen eine private atheistische Haltung oder eben eine private Frömmigkeit oder Spiritualität habe ich nichts, wohl aber gegen die religiös (d. h. in der Türkei überwiegend islamisch) begründete genitale Mutilation der Erwachsenen an Minderjährigen.

    #Tante Jay

    Bitte zitiere mich korrekt mit der Kausalfrage: "Weguer, wenn Jungenbeschneidung Schariapflicht ist, bist du dann für oder gegen die Scharia?" und unterlasse es, mich öffentlich in der Nähe von Xenophoben bzw. Gegnern der von mir vertretenen universellen Menschenrechte (AEMR) anzusiedeln.

    #Pizarro73,

    in diesem Forum geht es um männliche Beschneidung (MGM) und in diesem Thread um Sidigullah Fadai.

    Fadai ist der gestellten Frage 'geschmeidig' - bewusst unredlich - ausgewichen, hat (mündlich, das bräuchte man jedoch schriftlich mit theologischer Neuauslegung der entsprechenden, die Beschneidung bislang leider eindeutig fordernden Hadithe und Fatwas) den falschen Eindruck erweckt, dass die MGM islamisch nicht notwendig sei und danach nichts mehr gegen Beschneidung geschrieben oder getan.

    Wir sollten daher nicht glauben, Sidigullah Fadai spräche sich gegen MGM aus. Schau dir sein Wirken und Umfeld an: Es gibt keinen einzigen Sechzehnjährigen oder Achtzehnjährigen in Fadais Einflussbereich, der sinngemäß sagen kann: 'Juhu, nur Dank Imam Fadais Einsatz gegen MGM bin ich genital intakt geblieben'.

    Eine islamische Autorität beim ernst gemeinten Argumentieren gegen MGM (und schafiitische FGM) wäre etwas Begrüßenswertes. Du selbst hast dich, sicherlich gutgläubig und wohl allzu optimistisch, (im Thread zur Lage der Jungenbeschneidung in der Türkei) erst gestern auf den afghanischstämmigen Münchner Imam berufen, ich hingegen sagte, dass wir keine Erfolge feiern dürfen, wo keine sind.

    Es könnte doch beispielsweise in diesem Jahr 2015 der "Islamologe" und Imamweiterbildner selbst etwas Unzweideutiges gegen § 1631d BGB schreiben, das ist schließlich der Paragraph, den wir kippen müssen.

    Da ist bislang leider nichts zu sehen.

    #Guy,

    es macht keine Freude, von einem Imam belogen zu werden. Fadai aber wollte 2012 ebenso die Beschneidungspraxis weiterhin sichern wie - für den zu meisternden Augenblick - den lästigen Fragesteller 'einwickeln', einlullen, mit einem nett klingenden Gesäusel zum Schweigen bringen. Es geht oft darum, 'sein Gesicht zu wahren', vgl. in diesen Jahren die indonesischen Kleriker und Politiker zur islamischen FGM. Nicht nur der ZMD und der gesamte KRM aber fordern die islamisch begründete MGM.

    Wir haben keine falschen Kompromisse einzugehen, sondern auf Nichtbeschneidung zu bestehen.

    Das Dulden von Zweideutigkeiten, das Verwässernlassen der eigenen Forderungen oder Höflichkeit um jeden Preis bedeuten leider das Weiterbeschneiden. In diesem Sinne: Ja zur Diskussion und Nein zum 'Dialog', denn dialogisch herangehen heißt grundsätzlich, einen Kompromiss aushandeln zu wollen.

    In Sachen der AEMR-basierten Grundrechte bin ich nicht kompromissbereit.

    Nach der fiṭra wird jeder als Muslim geboren, und jetzt bitte genau die Einschränkung des Imam lesen. Du darfst das Glaubensbekenntnis auch unbeschnitten sprechen: "Es ist keine Voraussetzung für ein Glaubensbekenntnis". Genau.

    Deinen Islam aber sollst du nicht nur bekennen, sondern leben. Anschließend also reden wir über die Praxis, das übst du Woche für Woche, du gibst dir Mühe und wir kontrollieren dein Handeln, irgendwann lebst endlich islamrechtlich einwandfrei (ḥalāl). Wenn du männlich bist und älter bis als 15 Jahre lebst du also ... beschnitten.

    Für die Ausbreitung der einzig sittlich akzeptablen Lebensweise und Gesellschaftsform (für die Islamexpansion) darf, ja soll man lügen. Der Imam hat Taqiyya gemacht.

    Kathrin Erdmann arbeitet auch mal für die Deutsche Welle, ...

    http://de.qantara.de/inhalt/intervi…beeintrachtigen

    ... Qantara ...

    http://de.qantara.de/authors/kathrin-erdmann

    oder den Deutschlandfunk:

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    Nach dem Willen der islamisch-konservativen AKP-Regierung soll künftig allein der Kommunikationsminister hop oder top sagen können, also ohne Gerichtsbeschluss entscheiden können, ob eine Seite im Internet geschlossen wird. Bisher lag dies in den Händen einer Behörde. Doch der trauen die Partei und ihr Präsident Recep Tayyip Erdogan offenbar nicht mehr so recht über den Weg. ... In der jüngsten Rangliste von Reporter ohne Grenzen belegt die Türkei derzeit Platz 154 – von insgesamt 180 Ländern. Verwirklicht die AKP ihre jüngsten Pläne, wird sie wohl weiter abrutschen.


    http://www.deutschlandfunk.de/tuerkei-presse…ticle_id=307805

    Weguer, wenn Jungenbeschneidung Schariapflicht ist, bist du dann für oder gegen die Scharia? Und, um wieder aufs Thema zu kommen, kannst du uns auch nur einen Imam des türkischen Staatsislam (DIYANET hierzulande DITIB) nennen, der sinngemäß sagt: 'In meiner Moschee ist jeder männliche Beschnittene oder Unbeschnittene sehr herzlich zum Gebet willkommen und kein Vater muss seinen Sohn beschneiden lassen'? Das ist ja vielleicht in hundert Jahren der Fall oder hoffentlich sogar noch etwas rascher. Zur Zeit bewegt sich leider gar nichts.

    Die Teheraner Mullahs, die Kairoer al-Azhar oder Darul Uloom Deoband könnten ja etwas anderes beschließen und verkünden und, etwa bei der durch sie durchaus mitgeprägten deutschen universitären Imamausbildung oder im bekennenden Islamischen Religionsunterricht, unzweideutig lehren lassen. Jungenbeschneidung ist Islamisches Recht (Scharia).

    Wir Intaktivisten haben nicht nur gegen die islamrechtlich begründete, sondern auch gegen die MGM der Papua, Xhosa oder US-Amerikaner zu argumentieren und anzuarbeiten. Das sprichwörtliche Brett das wir zu bohren haben ist leider sehr dick.

    Danke, ja, auch mir ist der Imam der afghanischen Gemeinde München bekannt. Fadais 2012 zu vernehmende Argumente gegen die Jungenbeschneidung sind unter den islamischen Autoritäten ohne Relevanz, er ist diesbezüglich ohne jeden Einfluss und vermutlich ist kein einziger Münchner Afghane bekannt geworden, der seinen Sohn auf Imam Fadais Rat dann auch bewusst nicht hat beschneiden lassen.

    Fadais intaktivistische Glaubwürdigkeit stelle ich zudem in Frage, möglicherweise hat der Dozent für "Islamologie" einfach auf Zeit gespielt. Aber vielleicht sagt der Imamweiterbilder ja 2015 etwas gegen gegen den inzwischen leider geschaffenen § 1631d BGB. Ich fürchte, dass auch Fadai die vollen Schariapflichten will, den Hidschab für jede Muslima, die Beschneidung für alle männlichen Muslime (und mindestens schafiitisch wenn nicht sogar hanbalitisch die islamische FGM gleich mit).

    http://www.gruene-muenchen.de/aktuell/termin…beschneidungen/

    Sicherlich verdient jeder muslimisch sozialisierte Mensch, der die erwiesene körperliche Schädigung und damit die grundsätzlich gegebene Kindeswohlgefährdung jeder Jungenbeschneidung (MGM) erkannt hat und deshalb seinen Sohn nicht beschneiden lässt, meine Hochachtung.

    Und sicherlich, sobald es einen Grund zur intaktivistischen Freude gibt soll man feiern. Ich fürchte aber, dass sich in Sachen genitaler Intaktheit sprich im bewussten Verweigern der MGM noch so gut wie gar nichts bewegt, in der Türkei ebenso wie unter Auslandstürken. Nein, wir stehen erst ganz am Anfang.

    Ohne Jungenbeschneidung nach Koran und Sunna, arab. khitân türk. sünnet, gibt es kein islamisch gelingendes Leben, kein Imam einer deutschen Moscheegemeinde jedenfalls sagt etwas anderes.

    Necla Kelek am 28.06.2012 in DIE WELT:

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    Auch meine Schwester hat ihre Söhne beschneiden lassen, weil es Brauch und Tradition ist. Unbeschnittene Jungen werden in der türkischen Gesellschaft nicht akzeptiert, die Beschneidung gehört zum Muslimsein und unauflöslich zur männlichen Identität. Und diese gewinnt nur, wer Schmerzen ertragen kann. Wer die nicht aushält, wer nicht bereit zu sein scheint, einen Teil von sich Allah zu opfern, gehört nicht dazu. ... Etwa 10.000 muslimische Jungen in Deutschland kommen in jedem Jahr in das Alter, beschnitten zu werden. Das machen türkische Ärzte, aber auch aus der Türkei eingeflogene angelernte Beschneider. Oft aber wird die Beschneidung im Sommerurlaub in der Türkei vorgenommen, da sie ein Familienfest ist. Auch mich beschäftigen das kulturelle Muster, die Macht der Umma des übergeordneten sozialen Systems, die in diesem Ritus deutlich wird, und die Vorstellung von Männlichkeit, die damit immer wieder fortgeschrieben wird.


    http://www.welt.de/debatte/kommen…fuer-Allah.html

    Kinderrechtlich und überhaupt menschenrechtlich unakzeptabel, doch beinahe so scheint es wirklich immer noch zu sein:

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    Das ist eine glatte Lüge. In der Türkei, immerhin ein Land mit 75 Millionen Muslimen, wird jeder Junge schon vor der Einschulung beschnitten.


    http://politik-forum.eu/viewtopic.php?p=1573133#p1573133

    In Bezug auf die genitale Sensitivität beim Mädchen bzw. bei der Frau mit der Klitoris (und nicht der Klitorisvorhaut) vergleichbar ist die männliche Vorhaut DAS maskuline Lustzentrum schlechthin. Es wird in nachrangig sensitiver Bedeutung zuerst ergänzt durch die bei sehr vielen Beschneidungen zerstörten oder beschädigten Strukturen Frenulum und frenulares Delta sowie durch die naturgemäß eine relativ geringe Zahl von Tastkörperchen bzw. Nervenenden enthaltende Eichel (Glans) im schmalen Bereich von Eichelkranz (Corona glandis) und Kranzfurche (Sulcus coronarius).

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    Darüber hinaus verursacht die Beschneidung den Verlust von rund 30-50% der Penishaut, den Verlust von mindestens 10000 bis 20000 spezialisierten erotogenen Nervenenden, der Verlust der gegenseitigen Stimulierung der Vorhaut und der Eichel und der Verlust des natürlichen koitalen Gleitmechanismus, usw. Hinsichtlich der sexuellen Empfindung und Funktion wird die bedeutsamste Auswirkung durch den Gewebsverlusts selbst verursacht. Der empfindlichste Teil des Penis wird durch die Beschneidung entfernt, und die normalen Mechanismen des Geschlechtsverkehrs und der erogenen Stimulation werden gestört.


    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/argumente…schneidung.html

    NOHARMM weiß:

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    5. Specialized sensory tissue. In addition to the "ridged bands" mentioned above, thousands of coiled fine-touch receptors (Meissner’s corpuscles) constitute the most important sensory component of the penis [1]. The foreskin contains branches of the dorsal nerve and between 10,000 and 20,000 specialized erotogenic nerve endings of several types, which are capable of sensing slight motion and stretch, subtle changes in temperature, and fine gradations in texture [7, 8, 9, 10, 11, 12].
    6. The frenulum. This is a highly nerve-laden web of tissue that tethers the inner foreskin to the underside of the glans [...]. It is similar to the frenula found under the tongue, the upper lip and the clitoral hood (female foreskin). For many intact men, the penile frenulum is a male "G-spot" that is highly pleasurable when repeatedly stretched and relaxed during sexual activity [13]. Depending on the surgical method used, the frenulum is partially to completely destroyed by circumcision.
    Adapted for use by NOHARMM from a list compiled by Gary L. Harryman (NORM/Southern California)


    http://www.noharmm.org/advantage.htm

    Basic Human Genital Anatomy

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    Neurologically, the most specialized pressure-sensitive cells in the human body are Meissner’s corpuscles for localized light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and tactile form and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, deep skin tension, stretch, flutter and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and detection of rapid external vibrations. They are found only in the tongue, lips, palms, fingertips, nipples, and the clitoris and the crests of the ridged band at the tip of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second and can sense texture, stretch, and vibration/movement at the micrometre level. These are the cells that allow blind people to "see" Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it's like trying to read Braille with your elbow.

    Physiologically, the clitoris is richly endowed with thousands of these specialized pressure-sensitive nerves and the clitoral foreskin is virtually bereft of them. The ridged band at the tip of the the penile foreskin is richly endowed with thousands of these same specialized pressure-sensitive nerves and the glans is virtually bereft of them. …

    A woman can live without the sensitivity of the visible part of her clitoris. A man can live without the mobile and most sensitive part of his penis. But, both men and women are better off with their natural fine-touch parts intact - all of them. And so are their sexual partners.

    Gary Harryman  


    https://ms-my.facebook.com/shareyoursexkn…652188514794501

    Die nichttherapeutische Beschneidung von Jungen (omskæring af drenge) wurde vor drei Tagen also in Kopenhagen in einer Anhörung behandelt. Eine Mindestaltersgrenze des Beschneidens (en nedre aldersgrænse for omskæring) zeitnah durchzusetzen hat allerdings auch in Dänemark Befürworter wie Gegner. Erfreulich, dass Morten Frisch am 22. Oktober anwesend war.

    Das Mindestalter achtzehn Jahre (en nedre aldersgrænse på 18 år) bleibt zweckmäßig (selbstverständlich auch in Bezug auf eine hierzulande von Tatjana Hörnle usw. gewollte und dazu verharmloste Mädchenbeschneidung der FGM-Typen Ia und IV), weil ein jüngerer Mensch die lebenslangen schädlichen Folgen jeder Beschneidung für die eigene Sexualität (und die der Sexualpartner) noch gar nicht abschätzen kann.

    http://www.ft.dk/Folketinget/ud…22.10.2014.ashx

    http://www.tvaerpolitisknetvaerk.dk/Default.aspx?ID=4339

    Sicherlich, im Dänischen heißt myndige Erwachsene. Aber soll damit auch wirklich 18 Jahre gesichert sein, droht denn keine Absenkung des gesundheitsbezogenen Mündigkeitsalters auf 16 oder gar (vgl. deutscher Gegenvorschlag von 2012) auf 14 Jahre? Wörtlich: „Beschneidung von Jungen: Nur wenn sie erwachsen sind bzw. alt genug sind“ (først når de er myndige) sollen sie sich beschneiden lassen dürfen", das reicht ggf. noch nicht lieber Bjarne B. Christensen, denn der Achtzehnjährige ist nicht mehr den diskutierten „Jungen“ (drenge) zuzurechnen, sondern Mann, und ein jüngerer Mensch (also auch ein Mädchen) kann und darf nicht in die eigene Genitalverstümmelung einwilligen.

    Oder soll KiKA-Filmjunge Tahsin bald Gesellschaft von einem gleichaltrigen dänischen oder deutschen Filmmädchen Ayaan oder Waries bekommen dürfen und dazu mindestens die der „milden Sunna“ zugeordneten Verstümmelungstypen, von der WHO klassifiziert als Typ Ia (Klitorisvorhautamputation) und IV (z. B. Einstechen) legalisiert werden?

    http://www.sexogsamfund.dk/Default.aspx?I…5078&PID=153829

    Die leider selbst unter Intaktivisten bejubelten skandinavischen Entwicklungen seit Helsinki 2012 (Declaration of the Right to Genital Autonomy) und Oslo 2013 (Anne Lindboe usw.; Let boys decide for themselves whether they want to be circumcised) machen mir Sorgen.

    Das jetzt im Oktober, Kopenhagen 2014 dürr Hörende ist einerseits irgendwie erfreulich, andererseits auch nicht so ganz: „Jungen sollten nicht beschnitten werden, bevor sie volljährig sind“ (drenge bør ikke omskæres, før de er myndige). Die Bereitschaft, Jungenbeschneider ebenso anzuklagen und ggf. einzusperren wie Mädchenbeschneider müsste doch wohl entschiedener klingen. Wie auch immer, Fragen bleiben offen.

    Immerhin redet Christensen Klartext zu den schädlichen Folgen jeder Zirkumzision:

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    „Denn das ist es, worüber wir hier reden: eine Prozedur, die negative Folgen für Gesundheit und Sexualität hat. (For det er jo det, som vi taler om her – et indgreb, som har negative konsekvenser for både sundhed og seksualitet).“


    http://www.sexogsamfund.dk/Default.aspx?I…5078&PID=153829

    Sehr ausführlich hatte man am 14. Oktober bei Politiken zum Thema berichtet (Omskæring er ikke for børn. Beschneidung ist nichts für Kinder) und die UN-Kinderrechtskonvention Artikel 23 (3) zitiert, zu der sich ja auch Dänemark verpflichtet („um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich. sind, abzuschaffen“). Auf die Ungleichbehandlung von Jungen und Mädchen, die sich ja in der – ebenso wie (noch) in Deutschland allgemein geächteten Mädchenbeschneidung zeigt, etwa auch des richtigerweise (noch) verbotenen (bis zu 6 Jahre Gefängnis gemäß § 245 a des dänischen Strafgesetzbuches) FGM-Typs „milde Sunna“ (Klitorisvorhautamputieren = Typ Ia oder ein Einstich = zu Typ IV) wird hingewiesen.

    http://politiken.dk/debat/debatind…ikke-for-boern/

    Mir stellt sich die Frage, ob die deutschen und dänischen Bürger und Politiker mehrheitlich nicht schon bald, ggf. noch in diesem Jahr sagen wir als Weihnachtsgeschenk sinngemäß rufen: „Na dann erlauben wir doch beides, Zirkumzision und ‚milde Sunna‘“. Man sollte vorbereitet sein, diese "geringfügige" Beschneidung der Jungen und Mädchen, hierzulande evtl., vgl. Juristentag: "Dem Gesetzgeber ist zu empfehlen, § 226a StGB geschlechtsneutral zu formulieren") wäre energisch zu verhindern.

    #susanna, danke, die Betonung beider Geschlechter - Mann und Frau, Junge und Mädchen - ist gerade hier sehr zweckmäßig.

    #Manfred, danke, das überzeugt mich, wer die an sich durch Erwachsene vollzogene HGM (das ist FGM oder MGM) als sexualisierte Gewalt empfindet soll das so wahrnehmen und selbstverständlich auch sagen dürfen.

    Noch zu Karin El-Minawi. 2010 sollte Karin El Minawi über Ägyptens verheiratete sehr junge Mädchen schreiben, doch manövrierte sie um das Problemfeld islamische Kinderheirat im Rahmen einer islamischen Ehe (Imam Nikah) elegant bis schamlos herum und beklagte nur die (in der Tat frauenfeindlichen) Brauchtumsehen (Urfi-Ehen). Mitleidig tuend berichtete sie über eine Fünfzehnjährige, die einen 37-jährigen Ägypter heiraten muss. Im Gegenteil machte Karin El-Minawi ziemlich deutlich, dass in der Imam Nikah (in „der echten islamischen Eheschließung“) der glückliche Ausweg liegen würde:

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    Bei der Urfi-Ehe wird zwar nach islamischem Recht geheiratet, aber der echten islamischen Eheschließung kommt dieser Ritus nicht gleich. Die Partner - vor allem der Mann - können diese Ehe jederzeit annullieren 


    http://www.sueddeutsche.de/leben/kindereh…s-not-1.1011435

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    It's an injustice to NOT marry girls aged 10, says Saudi cleric

    Sheikh Abdul-Aziz Al Sheikh, the country's grand mufti, told Al Hayat newspaper that those saying ten or 12-year-old girls are too young to marry are being 'unfair' to them. 


    http://www.dailymail.co.uk/news/article-1…udi-cleric.html

    El-Minawi hat dem Großmufti von Saudi-Arabien nicht widersprochen. An unser Mitgefühl in Bezug auf die 15-Jährige nach Brauchtumsrecht (Urfi) appelliert sie ohne auch nur eine Spur von Mitleid bei einer verheirateten 10-Jährigen nach Islamischem Recht (Scharia) zu zeigen. Das ist eine bemerkenswert selektive Moral von ihr und auch von der Süddeutschen Zeitung.

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    the kingdom's top cleric saying that it's OK for girls as young as 10 to wed … "A girl aged 10 or 12 can be married. Those who think she's too young are wrong and they are being unfair to her."


    http://edition.cnn.com/2009/WORLD/mea…child.marriage/

    Ob jetzt im Jahre 2014 (Karin El-Minawi zum Kampf gegen FGM) bzw. ob 2010 (Karin El Minawi zum Kampf gegen Kinderheirat), stets hat sich die Publizistin alle Mühe gegeben die Religion reinzuwaschen. Kein Wort von Mohammed und Aischa und dem nach der Scharia korrekten Heiratsalter für Mädchen von neun Jahren (neun Mondjahre, das sind achteinhalb Jahre nach dem Sonnenkalender bzw. deutschen Recht).

    Soviel Tunnelblick erspart Karin doch glatt die Burka! Sobald es nur um die Religion nach Koran und Sunna geht, bleiben unbequeme Fakten einfach ausgeblendet.

    "Scheich Sayed Zayad" dürfte dieser Kleriker hier sein, Sayyid Zāyid

    https://ar-ar.facebook.com/syd.zayd

    https://www.facebook.com/sheksayedzayed

    http://www.youtube.com/watch?v=ckQYMrnh3FU

    NGOs coalition against FGM/C

    https://www.facebook.com/NGOs.coalition.against.FGM

    An einen Engel oder an ein Leben nach dem Tod glauben und als ägyptischer Muslim seine Tochter (und seinen Sohn) trotzdem nicht beschneiden kann (irgendwann) funktionieren, doch mit der Scharia gegen die FGM anzukämpfen muss wohl scheitern, solange beispielsweise die Jungen beschnitten werden müssen oder die Frau religionsrechtlich den Hidschab zu tragen hat. Von der Literalität (Wortwörtlichkeit, absoluten Treue zum Text) muss man weg, was ein öffentlich anerkannter ägyptischer Scheich vielleicht in ein paar Generationen leisten kann, heutzutage doch wohl sicherlich leider nicht.

    Es geht nicht jenseitszentriert weiter, sondern nur wissenschaftlich. FGM wie MGM schaden lebenslang und dem minderjährigen Menschen, der völlig altersgemäß nicht einwilligungsfähig ist, sowieso, beide müssen bedingungslos abgeschafft werden. Wer Beschneidungsgegner ist (FGM wie MGM) und trotzdem glauben möchte, soll glauben.

    Der Beschneidungshadith (Sunan Abu Dawud, 41:5251, aber auch Sahih Muslim, 3:684) mag schwach (ḍaʿīf) sein, aber er ist ebenso vorhanden wie Schere und Messer. Intaktivisten sollten sicherheitshalber mit säkular denkenden Medizinern oder Sozialarbeitern kooperieren und nicht auf die Einsicht von Mufti oder Scheich hoffen, die schließlich jederzeit wieder auf die tausend Jahre alten Texte zurückgreifen und das Genitalverstümmeln religiös rechtfertigen können.

    Sich die Welt schön lügen, to view something through rose-coloured glasses ... Scheich trägt rosa Brille → keine Mädchenbeschneidung. Irgendwann hat er genug von der Taqiyya einer Islamreform und er legt die Brille weg. Dann muss Abu Dawud 41:5251 nicht westlichen Ohren schmeichelnd interpretiert, sondern gottgehorsam umgesetzt werden, 1:1.

    Sharia unplugged → FGM.

    Karin El-Minawi meint es gar nicht ernst. Alles Lüge mit der religiösen Frauenbeschneidung im Islam!? Leider Nein. Aber doch, ich will in den Himmel kommen, und dazu muss der echte alte Islam muss einfach makellos sein! Nein. Islamic FGM ist religionsrechtlich so eindeutig verankert, dass Verteidigerin des Glaubens Karin uns am heutigen Tage einfach anlügen möchte ohne rot zu werden. Man höre auf den hoch angesehenen Scheich al-Munajjid:

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    "Circumcision of the female consists of the removal of a part of the clitoris, which is situated above the opening of the urethra. The Sunnah is not to remove all of it, but only a part." ... if the clitoris is large, then part of it should be removed, otherwise it should be left alone. This size of the clitoris will vary from woman to woman ...


    http://islamqa.info/en/427

    Islamic FGM

    Khafḍ or khifāḍ
    Ḫafḍ oder ḫifāḍ

    http://www.paulyonline.brill.nl/entries/encycl…art=0&s.q=khafd

    Mohammed sprach zur muqaṭṭiʿa al-buẓūr (amputatrice di clitoridi, cutter of clitorises, coupeuse de clitoris) Umm ʿAṭiyya

    أشمِّي ولا تنهَكي
    ašimmī wa-lā tanhakī
    [Cut] slightly and do not overdo it
    [Schneide] leicht und übertreibe nicht

    اختفضن ولا تنهكن
    iḫtafiḍna wa-lā tanhikna
    Cut [slightly] without exaggeration
    Schneide [leicht] und ohne Übertreibung

    Jetzt kann man freilich behaupten, wie es der hippe US-amerikanische Sufischeich Keller macht und inzwischen von den flunkernden indonesischen Ulama wiederholt wird, mit "und übertreibe nicht" (wa-lā tanhakī) bzw. "ohne Übertreibung" (wa-lā tanhikna) sei das Amputieren der Klitorisvorhaut gemeint und nicht der Klitoris. Scheich Keller kann uns in den religionsrechtlichen Grundlagentexten wie dem Reliance of the Traveller kein arabisches Wort für Klitorisvorhaut nennen, aber das macht doch nichts, jeder applaudiert ihm.

    Oder man macht es wie Tatjana Hörnle und definiert Klitorisvorhaut wie Penisvorhaut als zum äußeren Genitale nicht zugehörig, damit das Amputieren simsalabim ein Nichtamputieren wird. Unsere HU-Juraprofessorin bringt diesen Zaubertrick 2014 bekanntlich sogar als Gutachterin vor dem Juristentag ohne Skrupel zustande, will FGM Typ Ia und Typ IV auf jeden Fall ins Kindeswohl integriert wissen und die Jungenbeschneidung sowieso.

    Wadschib (anglis. wajib) heißt religionsrechtlich verpflichtend:

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    Circumcision is obligatory upon men and women according to us (i.e. the Shafi’is). (Majmu’ of Imam An-Nawawi 1:164) The circumcision is wajib upon men and women according to the rājih qawl of Shāfiʿī madhhab. In a situation a woman is in her advanced age, it is not permissible to circumcise her if it may harm her (al-Rauḍah of Imam An-Nawawi: 3: 384).


    http://islamqa.org/shafii/shafiifiqh/30239

    Warum nur loggt sich Karin El-Minawi nicht mal auf Beschneidungsforum ein und stellt ihre Position genauer dar, dass die weibliche Beschneidung nicht religiös geboten sei?

    Auch den von ihr aus dem Hut gezauberten Scheich ("Sayed Zayad") samt Anti-FGM-Fatwa oder wenigstens Anti-FGM-Freitagspredigt könnte sie uns ja einmal vorstellen. Und überhaupt, was ist mit der anderen Hälfte der Kinder? Kämpfen "Scheich Sayed Zayad" plus Nichtscheich Karin El-Minawi jetzt mit Zähnen und Klauen gegen die Jungenbeschneidung, die (möchte man Sure 3:95 Folgt dem Weg Abrahams, des Hanifen! nicht als Beschneidungsbefehl interpretieren) ja ebenfalls nicht im Koran erwähnt ist?!

    #Guy, danke, „welchen Stuss sie schreiben“ trifft voll ins Schwarze.

    #R2D2, vielen Dank, „Scheiße schreiben“ bringt es auf den Punkt.

    #Selbstbestimmung, der ägyptische Arzt und FGM-Freund heißt Kandil (umbenannter Text: Limiting the harm), Schreibweise auch als Kandeel.

    Ich befürchte, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren, dass die BRAVO nicht bereit ist, beispielsweise eine Übersetzung des kurzen und prägnanten Texts von Gary Harryman zu veröffentlichen. Harryman hat das Gleichnis von der Braille-Blindenschrift in die Beschneidungsdebatte eingebracht, eine Braille allerdings, die man statt mit den Fingerspitzen dann mit dem Ellbogen lesen müsste (These are the cells that allow blind people to "see" Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it's like trying to read Braille with your elbow).

    Die Forschungsergebnisse (Sorrells, Frisch) sind doch längst da, das Wissen liegt auf der sprichwörtlichen Straße.

    Nur wer über Meissner-Körperchen, Ruffini-Körperchen, Vater-Pacini-Körperchen, Merkel-Zellen schreibt, wird die männliche Vorhautamputation anatomisch angemessen mit FGM Typ Ib (Klitoris-Amputation) vergleichen können bzw., was Tanja Hindemith die Embryonalentwicklung zu Labien und männlichem Präputium vornahm, ggf. sogar mit einer Typ II FGM.

    Vorhautamputieren gleich Klitorisherausschneiden bzw. Klitoris-Teilamputation, das ist eine FGM vom Typ Ib (Glans clitoridis, Klitoriseichel, leider nach zielsicherer Intention der Beschneiderin allzu oft plus ein paar Zentimeter Corpus clitoridis, Klitorisschaft).

    Sollte unsere geschätzte BRAVO Angst haben, anatomische Fakten zu veröffentlichen, vielleicht weil der AAP-fehlgeleitete US-Arzt oder der den Jobverlust fürchtende Sünnetci / Mohel wütend werden könnten?

    Stören (traurige) Tatsachen?

    Wie Selbstbestimmung eingangs schon richtig anmerkt, der mit jeder MGM einhergehende Sensitivitätsverlust bleibt ausgeblendet.

    Selbst in Abschnitt 6.2.1 kommen die Worte Meissner, Vater-Pacini, Merkel und Ruffini (die vier Typen an Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen) einfach nicht vor: was Frau Reinhard da im Jahre 2013 (und nicht 1813!) hingelegt hat ist keine Wissenschaft, sondern anatomisch unkundiges und kinderrechtlich wie menschenrechtlich verantwortungsloses Geschwätz.

    Seite 17 sowie 31-32 und 39-40 ärgert mich ("Komplikationen") ... Komplikationsrate jeder MGM ist 100 % nämlich der Verlust eines intakten Organs. Wie würde so eine Autorin das rituelle Herausschneiden der Klitoris (FGM Tyo Ib) hinsichtlich von "Komplikationen" bewerten und zu Papier bringen? Wenn es nur keine Nachblutungen oder Infektionen gibt, alles prima gelaufen mit der Klitoridektomie?

    Seite 40 murmelt auch lediglich von "die möglichen systematischen Nebenwirkungen ... auch wenn sie sehr unwahrscheinlich sind". Annika Reinhard hat keine Ahnung oder verschweigt karrierebewusst, dass dem Jungen sofort - und damit dem späteren Mann lebenslang - das sensorische Äquivalent zur Klitoris amputiert wird / amputiert bleibt.

    Sorrells wie Frisch fehlen im Literaturverzeichnis, den ausgezeichneten Van Howe hat sie nicht gelesen oder nicht verstanden. Schlimm, in Würzburg schmeißt man 2013 als Uni mit Doktor-Titeln nur so um sich. Wissenschaft wie Kindeswohl wird so leider verramscht, weggequatscht.

    Alles Wichtige ist hier schon gesagt worden. Bitte versuche, die durch deine Familie erwünschte Beschneidung an deinem Körper nicht stattfinden zu lassen.

    Die Mehrheit der Menschen in der Türkei folgt der hanafitischen Rechtsschule des sunnitischen Islam, gerade viele Kurden aber sind Schafiiten und denen gilt (soweit sie nicht wirklich so säkular sind, dass sie nicht beschneiden, das sind leider erst wenige) wie den Hanbaliten auch die männliche Beschneidung als farḍ türk. farz, religionsrechtlich verpflichtend.

    Von einer hanafitisch geprägten Moschee, deren Imam sagt: 'Unbeschnittene Männer ganz herzlich willkommen' hat man allerdings noch nichts gehört. Dass kein Imam von Diyanet / DİTİB sinngemäß sagt: 'es gibt ein gelingendes Leben als erwachsener männlicher Unbeschnittener' sei daher nicht verschwiegen, die familiäre Erwartung und der soziale Zwang kommen nochmal dazu, sodass sich in der Türkei und unter den Auslandstürken bisher leider erst wenige Menschen dem Gruppenzwang zum Beschneiden erfolgreich entziehen konnten.

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    Amongst Ulema (Muslim legal scholars), there are differing opinions about the compulsion of circumcision in Sharia (Islamic law). Imams Abū Ḥanīfa, founder of the Hanafi school of Fiqh (Islamic jurisprudence), and Malik ibn Anas, maintain that circumcision is a Sunnah Mu'akkadah—not obligatory but highly recommended. The Shafi`i and Hanbali schools see it as binding on all Muslims.


    http://en.wikipedia.org/wiki/Khitan_(c…on)#Sunni_Islam

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    Ibn Abbas (r.a.) was asked "How old were you when the Prophet (...) died?" He replied, "At that time I had been circumcised. At that time people did not circumcise the boys till they attained the age of puberty (Baligh)." (Related by Bukhari)

    Most Fuqaha' say that circumcision is obligatory upon the men and this is the opinion of Jumhur (the majority of the scholars). If it were not obligatory, then Prophet Ibrahim (...) would not have troubled himself at such a later stage of his life. However, the Hanafi and the Maliki schools consider male circumcision only as Sunnah Muakkadah - the Stressed Sunnah, not obligatory but is still strongly recommended. This is the most lenient position in Shari'ah, regarding male circumcision. This is based on the Hadith: "Circumcision is Sunnah for men, a noble action for women" (Related by Ahmad & al-Bayhaq) And al-Hasan al-Basri said: "That all peoples, white and black, Romans, Persians and Abbysinnians accepted Islam in the time of the Prophet (...) and none of them were investigated concerning circumcisin. The Shafi'i school says that circumcision is obligatory (Fard) upon the men and the women. While Imam Ahmad [ibn Hanbal] said: "Circumcision is obligatory (Wajib) upon the men and it is only good for the women".


    http://www.iol.ie/~afifi/Articles/circumcision.htm

    Jungenbeschneidung ist Scharia (Schöpfungsordnung und Sozialordnung), gehört zum (Körper-)Konzept der Fitra (fiṭra, natürliches Ausgerichtetsein jedes Menschen auf Allah hin) sowie zur Doktrin der rituellen Reinheit Tahara (Ṭahāra).

    Hadith. Sahih Muslim: Buch 2, Nummer 495, 496

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    „Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Zur Fitra (natürlichen Veranlagung) gehören fünf Dinge: Die Beschneidung (der Männer/Jungen), das Abrasieren der Schamhaare, das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel, das Auszupfen (bzw. Rasieren) der Achselhaare und das Kurzschneiden des Schnurrbarts.“  


    http://www.usc.edu/org/cmje/relig…lim/002-smt.php

    Die typische Fatwa fordert daher das Beschneiden:

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    Circumcision, being an act of fitrah ... the performance of circumcision and the practice of sunan Al-fitrah as recommended in Islam is medically beneficial and reflects the wisdom of the Islamic statements.


    http://web.archive.org/web/20100530090925/http://www.islamonline.net/servlet/Satellite?pagename=IslamOnline-English-Ask_Scholar/FatwaE/FatwaE&cid=1119503545032

    Manche leiten die Beschneidung sogar unmittelbar aus Allahs Rede ab, Koran 3:95 Folgt dem Weg Abrahams, des Hanifen!

    Mein bescheidener Vorschlag für den Fall, dass du, was ich sehr hoffe, Beschneidung doof findest:

    Sage deinen Eltern sofort eindeutig, dass du die Operation an deinem Körper nicht willst, sondern dass du dich in vier Jahren d. h. mit achtzehn Jahren selbst für oder gegen eine Beschneidung entscheiden wirst. (Diese 4 Jahre des Wartens sind ihnen ebenso zuzumuten wie, in den nächsten Jahrzehnten, der eine oder andere Erwachsene mit Vorhaut im Familienkreis.) Egal wie sie reagieren werden, Schnappatmung vor Entsetzen, gespielte oder echte Tränen, erklärliche Furcht vor Entehrung / Schande in Verwandtschaft und Nachbarschaft, das ist egal: du hast dich entschieden.

    Religion hin, Tradition her, inzwischen sind die Nachteile jeder Beschneidung bekannt. In keiner Familie sollte daher das religiös oder kulturell begründete Beschneiden Generation für Generation weitergehen. Überall auf der Welt beginnt sich das Bewusstsein zum Thema Beschneidung zu ändern.

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    Whatever affects us psychologically also affects us socially. If a trauma is acted out on the next generation, it can alter countless generations until it is recognized and stopped. … Awareness about circumcision is changing, …


    http://www.cirp.org/library/psych/goldman1/

    Wind of Change, Titel einer Rockballade der Scorpions, passt in der zusammenwachsenden und zunehmend aufgeklärten Einen Welt vielleicht auch zum ethisch gebotenen Aussteigen aus dem uralten Ritual der Operation am Geschlechtsorgan unserer Kinder. Oder Bob Dylan: The Times They Are a-Changin’