Familie 2.0 - Taufe oder "Beschneidung"?

  • Die Frohe Botschaft des Films:

    Taufe oder Beschneidung?

    Kein Problem, das passt doch beides!

    Etwas erschütternd finde ich, dass die polnische Mutter nicht etwa den körperlichen Verlust und die Risiken in den Vordergrund stellt, sondern in erster Linie fürchtet, dass das Beschnittensein ihre katholische Erziehung versaut.

    Wenn ihr die religiöse Orientierung in ihrem Leben und in der Erziehung so wichtig sind, dann muss sie es doch akzeptieren, wenn ihr Mann ebensolche Ambitionen geltend macht und hätte sich auf eine komplett bireligiöse Erziehung (ob nun mit oder ohne Beschneidung, dass ist wieder eine andere Frage) einstellen müssen, statt "rein" katholisch.
    Oder die Eltern hätten bereits um die Geburt herum entscheiden sollen, in welche Richtung es für ihr Kind in der Frage gehen soll.

  • Ja, Susanna, so spielt das Leben aber selten. Die Spannung wird sehr schön aufgezeigt. Man liebt sich, man zeugt ein Kind und dann? Ultraschall und "it's a boy", was nun ?
    Dann geht der Schacher los: religiöse katholische Erziehung um den Preis der Vorhaut.
    Wäre das Leben rationell hätte die polnische Mutter den Mann wechseln müssen, das er von der Beschneidung nicht apriorisch abschwören wollte.
    Peinlich ist der Franco-Tunesier, der irgendwann auch mal andeutet, dass es doch nicht sein kann, dass Sohnemann untenrum anders aussieht. Sonst bringt er weiter keine stichhaltigen Argumente. Und ein intelligenter Mann ist es allemal.
    Es ist noch viel zu tun, dass künftig Menschen in ähnlicher Situation den Mut zur Gesinnung haben.
    Bedauerlich ist, dass nicht ein dritter Fall aufgemacht wurde, der vorhauterhaltend endet. Die gibt es nämlich auch.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)

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