Brian Earp setzt auf eine Veränderung der Gesellschaft durch Einsicht und nicht durch Zwang.
Immer wenn man Zwang anwendet, gibt es nach der Änderung Verlierer und Gewinner und keine wirkliche Einsicht. Damit bleibt ein Ressentiment, das ein starkes Energiepotenzial birgt für reaktionäre Tendenzen.
Dann hätte man auch die FGM und vieles andere nicht verbieten dürfen. Mir fehlen auch Beispiele für diese Behauptung.
Die Veränderung in der Gesellschaft kann mehrfacher Natur sein:
Ärzte die den Eingriff verweigernEltern, die sich aufklären und ihn dann lieber vermeidenNiemand mehr kann von der Beschneidung der eigenen Kinder reden, ohne schief angesehen zu werdenusw.
Vielen geht das zu lange. Vielen denken dabei mehr an die Kinder, als an die Befindlichkeit beschneidender Gruppen. Das kann man so sehen.
Rücksicht auf die Befindlichkeit derer, die sich unethisch verhalten?
Ich kenne noch einen Promi, der von Backlash redet, wenn man hier zu harsch vorgeht.
Damit weckt man Widerstandskräfte der Integristen. Und man solidarisiert ev. moderate Teile mit den Integristen, weil Erstere sich indirekt angegriffen fühlen.
Ein konzertiertes Vorgehen, bestehend aus Ächtung und breiter gesellschaftlicher Verweigerung scheint auch mir mehr geeignet, das Problem dauerhaft und friedlich in die Nähe von Null zu reduzieren.
Ich denke mal, ich weiss, wer dieser Promi ist. Allerdings ist er mit seiner Meinung nicht an die Öffentlichkeit gegangen.
Auch für die Ansicht über die Solidarisierung fehlen mir die Beweise.
Die Entscheidung, wie man das Problem angeht bleibt eine Gewissens- und auch Glaubensfrage. Welche Strategie erfolgreicher sein wird, ist m.E. eine reine Glaubensfrage und wird sich zeigen, wenn unterschiedliche Länder unterschiedliche Wege einschlagen.
Welche Wege Politiker wahrscheinlich einschlagen, sieht man zur Zeit in Norwegen. Aber ich argumentiere ja nicht als Politiker. ![]()
Diskussionswürdig ist die Strategie von Earp allemal.
Auf alle Fälle!