Über religiös motivierte Beschneidung wird diskutiert, als gehe es nur um Erwachsene. Dabei sollte die Würde der Betroffenen im Mittelpunkt stehen.
Claudia Wiesemann - Süddeutsche Zeitung - Außenansicht
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Dankööö! Mache jetzt, mein Vorschlag, noch Gänsefüßchen um das Zitat, sonst sieht es statt dessen wie ein erschreckendes Resümme ÜBER den verlinkten Artikel aus :pinch:
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Der Ausruf: Hört auf die Kinder! greift für so einen Eingriff viel zu kurz. Kinder haben nicht den Weitblick und die Perspektive, die Folgen einer VA auch nur annähernd erfassen zu können, sie sind keine kleinen Erwachsene. So gut wie jeder Junge wird die Beschneidung wählen, weil Abhängigkeit und das Bedürfniss nach Zugehörigkeit übermächtig sind, zumal, wenn er von den Eltern und Verwandten immerzu hört, dass er da unten sonst stinkt, Papa auch so aussieht, er erst dann ein richtiger Mann werden kann.
Aus den gleichen Gründen wünschen auch die meisten afrikanische Mädchen die FGM, die Rebellion richtet sich nur gegen das unmittelbare Schmerzerlebnis. Ich habe einmal einen Bericht über einen Afar-Vater gelesen, der sich geweigert hatte, seine Tochter beschneiden (infibulieren) zu lassen, nachdem seine Frau qualvoll bei einer Geburt gestorben war. Die 11-jährige Tochter war stinksauer und lag ihm mit ihrem Wunsch nach dem Ritual ständig in den Ohren, damit sie endlich rein und wie ihre Freundinnen eine richtige Frau werden könne.
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