Beide Spezialisten lehnen eine präventive Beschneidung klar ab. Krebs fügt an: «Es gilt der Grundsatz, nur Operationen durchzuführen, die dem Patientenwohl dienen.»
Aber der dt. Bundestag sah es seltsamerweise so, dass Genitalverstümmelung im Regelfall dem Kindeswohl diente.
"Patient" kommt von lat. "patiens", leidend. Die meisten Jungen die verstümmelt werden leiden an nichts.
Die Verstümmelung selbst erzeugt dann aber Leid. In Form von Angst und Schmerzen. Leid ist so ziemlich das Gegenteil von "Wohl". Wer sich wohlfühlt, der brüllt nicht.
Ihre Eltern leiden an der Einbildung dem Jungen müsse die Vorhaut geraubt werden.
ZitatDer Chefarzt betont aber: Eine enge Vorhaut, fachsprachlich physiologische Phimose, sei bis zur Pubertät häufig und stelle prinzipiell keine Erkrankung dar. Maya Horst Lüthy, Chefärztin Kinderurologie in Zürich, bestätigt: «Es stimmt nicht, dass Buben die Vorhaut bis zum Schulalter zurückschieben können müssen.»
Sie sei immer wieder mit Eltern konfrontiert, die diesem Mythos Glauben schenkten. Eine Studie aus Dänemark zeigt sogar, dass die Vorhaut und der Eichel bei zwei Drittel der Zehnjährigen noch verklebt sind.
ZitatIn ungefähr 90 Prozent der Fälle ist die Salbenbehandlung erfolgreich. Es gebe noch weitere, seltene Krankheiten oder Fehlbildungen, die einen Eingriff rechtfertigten.
ZitatDazu würden teils «Fake News» verbreitet, wie der Chefarzt Kinder- und Jugendchirurgie des Ostschweizer Kinderspitals, Thomas Franz Krebs, feststellt. Beispielsweise wird behauptet, dass eine Beschneidung einen relevanten Einfluss auf ein befriedigendes Sexualleben habe oder grundsätzlich vor Geschlechtskrankheiten schütze.
Da muss widersprochen werden. Es gibt zahlreiche Männer, die einen relevanten Einfluss festgestellt haben!
Mit dem Schutz vor Geschlechtskrankheiten ist natürlich Vollquatsch. Kondome können Schutz bieten.