Böse Einblicke - Eine Kolumne von Thomas Fischer

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    • Böse Einblicke - Eine Kolumne von Thomas Fischer

      Thomas Fischer wrote:

      Zur Religionsfreiheit könnte man jetzt, in einem kühnen thematischen Ausfallschritt, einmal mehr auf die ziemlich abwegige, ausdrückliche gesetzliche Erlaubnis für Eltern zu sprechen kommen, ihren männlichen Kindern gegen deren Willen die Penisvorhäute abschneiden zu lassen, entweder damit sie später einmal in den Himmel kommen oder damit sie genauso schön aussehen wie der Papa und der Opa, oder einfach so, ohne Grund. Denn das Erfordernis eines Grundes wäre seinerseits ein Verstoß gegen die Verfassungsgarantie der Religionsfreiheit, also des Habendürfens eines subjektiv wichtigen Grundes. Wem das irgendwie verknotet vorkommt, der irrt sich nicht. Bei dieser Gelegenheit könnte man übrigens auch noch einmal auf die skandalöse Tatsache hinweisen, dass das Verstümmeln weiblicher Genitalien (in § 226a StGB) mit einer (besonders) hohen Strafe bedroht ist (aber faktisch nicht verfolgt wird), das Verstümmeln männlicher Genitalien (das ja nicht nur Beschneidung sein muss) aber nicht.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Ich frage mich oft, ob wir es noch erleben werden, dass diese Ungleichbehandlung von GM von seiten des Gesetzgebers wieder aufgehoben wird. Man sorgt sich scheinbar eher um das künftige Wählerpotential unter Einbeziehung der demographischen Entwicklung. Bekanntermaßen sind muslimische Familien besonders kinderreich und generieren somit auch mehr Wählerstimmen, die man alle für sich haben möchte. Zwecks Machterhalt werden dann schnell mal Grundrechte ausgehebelt und mit Schlupflöchern umgangen.

      Ich weiß, es klingt nach neurechtem AfD-Sprech, aber:

      "Eine Islamisierung findet natürlich nicht statt" (tm)(c)(r)


      PS: Mir persönlich ist es egal, ob ich in irgendeine politische Ecke gestellt werde, wenn ich unbequeme Wahrheiten ausspreche.
    • Denn das Erfordernis eines Grundes wäre seinerseits ein Verstoß gegen die Verfassungsgarantie der Religionsfreiheit...
      Verstehe ich nicht recht. Beim Tierschutzgesetz ist man doch gerade diesen Weg gegangen (was wiederum in meinen Augen ein Verstoß gegen das Gleichheitsprinzip ist).

      Falls es um Religionsfreiheit geht, muss man doch konstatieren, dass jedes Kind religionsfrei geboren wird. Und auch noch längere Zeit bleibt, bis es überhaupt in der Lage ist, Religion in irgend einer Weise nachzuvollziehen.
      Welche Religion (oder ob überhaupt einer) ein Erwachsener später angehören möchte, steht die gesamte Kindheit nicht fest.
      Von daher ist eine irreversible religiöse Markierung eines Kindes ein Verstoß gegen die Religionsfreiheit des Kindes.
      There is no skin like foreskin
    • Ich vermute, viele Menschen verstehen den Begriff "Religionsfreiheit" ansich falsch.

      Darunter fällt auch das Recht, von seiner Religion abzukehren, also Freiheit VON Religion. Dann ist es umso ärgerlicher, falls man als Kind ein nicht mehr rückgängig zu machendes "Branding" verpasst bekommen hat, obwohl man seiner Glaubensgemeinschaft längst den Rücken gekehrt hat.