Zu dieser brisanten Frage, wie weit Religionsfreiheit gehen darf

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    • Zu dieser brisanten Frage, wie weit Religionsfreiheit gehen darf

      Das Handeln nach den Vorgaben der Vernunft ist bei Kant zentral. Auch in der „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“, über die Sie Ihre Habilitationsschrift verfasst haben und die nun mit dem Kurt-Hartwig-Siemers-Wissenschaftspreis ausgezeichnet wird, geht es genau darum: Eine Moralphilosophie soll allein auf den Überlegungen der reinen Vernunft, dem „unhintergehbaren Wissen“, fußen. Und eben nicht auf zufälligen Erfahrungen und metaphysischen Weltbildern beruhen
      Kant nahm am politischen und gesellschaftlichen Leben der damaligen Zeit stärker teil als lange Zeit angenommen. Man denke an den Ärger, den er sich mit den damaligen Obrigkeiten aufgrund einiger Aussagen seiner Religionsschrift eingehandelt hat. Ich gehe davon aus, dass Kant sich heute mit sehr viel Verstand und Urteilskraft in aktuelle Debatten einmischen würde. Im Bereich praktischer Fragestellungen gibt es gelegentlich von akademischen Philosophen das Bemühen, sich in aktuelle gesellschaftliche Debatten einzubringen, allerdings werden dabei kontroverse Fragen komplett umgangen. Man denke nur an die Debatte um die ethische Legitimität der Jungen-Beschneidung. Zu dieser brisanten Frage, wie weit Religionsfreiheit gehen darf, hat die akademische Philosophie nahezu komplett geschwiegen.
      Und das in der "Springerpresse"!

      welt.de/print/die_welt/hamburg…nt-ueber-Greta-sagen.html
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf