More Ritual, Less Circumcision

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    • How could it be that even Jews who are no longer observant still fervently observe this most violent of all customs? How is it possible that in our day and age – when awareness of children’s right to the autonomy of their own bodies is at its height, when what is natural is sanctified, when sexuality is not perceived as something that should be suppressed and when veganism is flourishing – isn’t there room to consider observing Jewish ritual circumcision without actually cutting the foreskin?
      Das sind gute Fragen, auf die Carolina Landsmann offenbar leider keine Antwort weiß.

      Ich vermute, es liegt daran, dass man sich in dem Moment, wo man sich entscheidet, das dem eigenen Kind nicht anzutun, sich (als Vater) ja eingestehen müsste, dass mit einem selbst etwas, gelinde gesagt, nicht optimal gelaufen ist. Dass man ein Opfer ist, das ist eine schmerzhafte Erkenntnis - man kann nichts mehr daran ändern. Das verkapselte Trauma an sich herankommen zu lassen, das tut weh. Und es ist einem ja auch die ganze Kindheit und Jugend hindurch eingeredet worden, dass man dadurch verbessert, perfektioniert worden ist, dass man erst dadurch "dazu gehört", dass doch alle (von uns) so sind... da ist es viel einfacher, das zu glauben - einen Vergleich hat man ja nicht, und wird ihn auch nie haben.

      Und dann ist da noch der Druck, die Erwartungshaltung von allen Seiten. Von den eigenen Eltern, Geschwistern, von den Verwandten - die sich evtl. angeprangert fühlen, wenn man einen anderen Blick auf BGM entwickelt. Die das evtl. als Anklage empfinden: "was ihr gemacht habt, war falsch!".

      Das alles führt zu einem Täter-Opfer-Kreislauf, aus dem schwer auszubrechen ist. Da ist ja auch "das sich schließende Zeitfenster" - irgendwann können es die Eltern nicht mehr entscheiden, dann kann es nur noch der Betroffene, der Sohn. Das ist ein elterlicher Machtverlust.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf