Simon sagt auf Wiedersehen zur Vorhautdebatte

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    • Die Frage hatte ich mir auch schon gestellt. Bitte, bitte, bitte...

      Volker Beck hat heute Frau Seyran Ateş zu seiner Feindin erklärt.

      Frau Ates schrieb: "Genitalverstümmelungen werden oft als „Beschneidungen“ verharmlost und unter dem Deckmantel kultureller oder religiöser Zugehörigkeiten bzw. fragwürdiger medizinischer Begründungen entschuldigt.
      Medizinisch nicht notwendige Eingriffe am Genital verletzen das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und greifen die Würde des Kindes als Individuum an."

      und Volker Beck wurde da gleich wieder auffällig:

      "Wenn Frau Seyran Ates das Judentum aus Deutschland vertreiben will, soll sie nicht über ein Stück Haut reden, sondern es deutlich sagen. Dann hat sie mich zum Feind. Wenn sie das nicht will, soll sie ggf. sorgfältiger formulieren. Der Thread ist antisemitischer und antimuslimischer Populismus."
    • Es wäre sehr zu wünschen, wenn die Veranstaltung aufgezeichnet würde.

      Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Bernd Simon von der „Kieler Forschungsstelle Toleranz“.

      Die Landeshauptstadt Kiel hat sich zum Ziel gesetzt, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Zusammenleben in Kiel zu stärken. Extremistische Entwicklungen sollen verhindert, gruppenbezogene Vorurteile überwunden und die Akzeptanz von Vielfalt und Toleranz weiter entwickelt werden.
      Man würde gerne erfahren, ob von Simon die Schädlichkeit von BGM von Simon als "gruppenbezogenes Vorurteil" aufgefasst wird oder ob es gruppenbezogenen Vorurteile gegen vollständige Genitalien gibt und was mit "Akzeptanz von Vielfalt" gemeint ist und ob mit "Toleranz" Toleranz gegenüber elterlichen Genitlaverminderungswünschen oder Toleranz gegenüber der körperlichen Unversehrtheit von Jungen gemeint ist...

      wissenschafftzukunft-kiel.de/n…hungsstelle-toleranz.html

      There is no skin like foreskin
    • Der Link war auch nicht von mir sondern von Facebook gepastet.

      Auf Twitter findet sich folgender Tweet:

      "Bernd Simon from @kieluni now talking about tolerance. He just founded a tolerance research group in the psychological department at Kiel University. #toleranz #tolerance #toleranz21 #psychology"

      getweetet vom Account "Toleranz21", welches mit folgender Selbstbeschreibung aufwartet:

      "Initiative für Toleranzforschung Impressum:Institut für Jüdische Philosophie und Religion "

      twitter.com/toleranz21/status/1110921529091604480

      Zumindest da muss man nicht viel Toleranz für Vorhäute vermuten.
    • R2D2 wrote:

      und Volker Beck wurde da gleich wieder auffällig:

      "Wenn Frau Seyran Ates das Judentum aus Deutschland vertreiben will, soll sie nicht über ein Stück Haut reden, sondern es deutlich sagen. Dann hat sie mich zum Feind. Wenn sie das nicht will, soll sie ggf. sorgfältiger formulieren. Der Thread ist antisemitischer und antimuslimischer Populismus."
      Sorry, wenn ich damit langweile... hab grad 99 Zitate von Einstein gelesen...aber die finde ich alle so genial und irgendwo ist für alles was passendes dabei...auch für VB

      "Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen. Die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen."

      "
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • Simon sagt auf Wiedersehen zur Vorhautdebatte

      So könnte man das zusammenfassen, was sich Professor Bernd Simon da gestern Abend erdreistet hat.

      Der Aufmacher ist ja bekannt:



      Gleich in der ersten Zeile des Fließtextes: BESCHNEIDUNG

      Und die SHZ schrieb:

      SHZ wrote:

      Auf Einladung der Uni Kiel treffen sich das frühere Bundestagsmitglied Volker Beck und der religionskritische Schriftsteller Dr. Michael Schmidt-Salomon am Donnerstag, 9. Mai (18.15 Uhr, Christian-Albrechts-Platz 2, Audimax, Frederik-Paulsen-Hörsaal) zu einem Streitgespräch zum Thema Religion und Toleranz . Sie diskutieren über Fragen wie diese: Ist die Beschneidung jüdischer und muslimischer Jungen Körperverletzung? Gehören Kreuze in bayerische Dienstgebäude? Dürfen Lehrerinnen im Unterricht ein Kopftuch tragen? Professor Bernd Simon, Leiter der Kieler Forschungsstelle Toleranz der CAU, wird das Streitgespräch moderieren. Im Anschluss kann das Publikum mitdiskutieren. Alle Interessierten sind eingeladen.

      " Sie diskutieren über Fragen wie diese: Ist die Beschneidung jüdischer und muslimischer Jungen Körperverletzung?"

      Ach, echt jetzt? Pustekuchen! Verarscht, verarscht! Kein Wort dazu!

      Publikum noch stundenlang wartete auf "BGM".

      "Im Anschluss kann das Publikum mitdiskutieren." - aber bitte im Schweinsgalopp, hopp, hopp! Und jetzt werden keine weiteren Fragen mehr zugelassen!

      Und dann kam sie doch, die "böse" Frage. So ein Schiet!
      Und dann ging alles ganz schnell. VB durfte ein grauslig Sprüchlein aufsagen, dann kamen Zwischenrufe aus dem Publikum, Simons Duzkumpel Volker (bei dem sich Simon ausdrücklich bedankte, dass er ihm das Heiraten ermöglichte) kam ins Schwimmen - und dann, nach nur 59 SEKUNDEN, rief Simon mit süffisantem Lächeln (er fand das Wortspiel wohl sehr witzig):

      "Ich beschneide jetzt die Diskussion!!!"


      Eiskalt abgewürgt.

      Aber meine Damen und Herren, was beschweren sie sich denn? Sie kennen das doch von Supermärkten - so etwas nennt man "Lockvogelangebot"!
      Na, sie kennen das doch: da denken sie "super, das ist interessant, da muss ich hin!" und da stehen sie dann morgens um neune in der langen Schlange vor dem Geschäft - und dann heißt es "so ein Pech aber auch, dieses Produkt ist leider schon ausverkauft. Aber wenn sie schon mal hier sind, wir haben hier noch viele überteuerte Ladenhüter, dann sind sie doch den weiten Weg wenigstens nicht umsonst gefahren!"

      Und der Trick hatte funktioniert, der Hörsal war gut gefüllt, vielleicht 400? Leute.
      Worauf Simon sehr erleichtert war. Denn da sieht man doch, wie wichtig seine Forschungsstelle ist! Und das ist gut für die finanzielle Förderung.

      Und natürlich wurde die Veranstaltung mittendrin (man kennt das ja aus dem Privatfernsehen) von einem "Werbeblock" (Simon nannte das tatsächlich auch noch so) unterbrochen für diese "Toleranzforschungsstelle", die keine Toleranz für eine Debatte über religiös motivierte Genitalverstümmelung kennt. Und keine Toleranz gegenüber der genitalen Autonomie von Jungen, keine Toleranz gegenüber deren gesunden und vollständigen Genitalien.


      Diese Art von "Diskussionskultur" und "Lockvogelwerbung" sind einer deutschen Hochschule unwürdig. War zu meiner Zeit an meiner Uni nicht denkbar. Hätten wir Studenten (damals war das Wort noch nicht verboten) uns nicht gefallen lassen.

      Und diese Frage: "Ist die Beschneidung jüdischer und muslimischer Jungen Körperverletzung? "

      Ist einer universitären Forschungsstelle unwürdig, ist hochgradig peinlich. Infantil.

      Es war nie strittig, dass eine Körperverletzung eine Körperverletzung ist.
      Es war nie strittig, dass JEDE Zirkumzision eine Körperverletzung ist, auch die selbstbestimmte von Erwachsenen. Jede Operation ist eine Körperverletzung.

      Und: auch die Zirkumzision von Jungen, die nicht Kinder jüdischer oder muslimsicher Eltern(teile) sind ist eine Körperverletzung. Und eine Verletzung des Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit.
      Der §1631d BGB entrechtet alle Jungen. Er war vom Gesetzgeber religiös motiviert, aber er entrechtet alle Jungen.

      Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es in Politik, im Hochschulbereich und in den Medien inzwischen ein stillschweigendes Übereinkommen, eine Art ungeschriebenes Gesetz gibt das nur noch höchst selten durchbrochen wird: BLOSS KEINE BESCHNEIDUNGSDISKUSSION! Wenn so was aufkommt - sofort abwürgen!

      Wenn man überhaupt das Wort "Beschneidungsdebatte" in den Mund nimmt, dann aber so tun, als hätte es die nur 2012 mal kurz gegeben und wäre von "antisemitischen Untertönen" geprägt gewesen. Dann ist's politisch korrekt, dann wird man gefördert, dann fließen die Gelder.

      There is no skin like foreskin
    • Volker Kinderverräter Beck wrote:

      Bei der Frage "Beschneidung will ich ganz offen sagen, ich glaube ich war der erste deutsche Politiker, der sich nach dem Kölner Urteil - das meines Erachtens so klar wie Kloßbrühe verfassungswidrig war, ähm. ähm, dagegen ausgesprochen hat, dass wir das Judentum und den Islam in seiner Praxis der Beschneidung männlicher Jungen kriminalisieren und damit ein Ende des Judentums herbeiführten in unserem Land - was nicht mal die Nazis in dieser Form gewagt haben, die haben sich ans Schächtverbot gemacht und bei der Beschneidung nur...

      Michael Schmidt-Salomon wrote:

      Die Mehrheit der Juden beschneidet nicht

      Zwischenruf einer Frau wrote:

      Wie stehen sie denn zu der Beschneidung von Mädchen?

      Volker Kinderverräter Beck wrote:

      Die Mehrheit der Juden ist, äh, äh...alle jüdischen... alle jüdischen Vereinigungen
      *Zwischenrufe*

      Bernd Simon wrote:

      Ich beschneide jetzt die Diskussion...
      Zwischenrufe, Gelächter


      There is no skin like foreskin
    • ...was nicht mal die Nazis in dieser Form gewagt haben
      Mich wundert, dass auf diesen fürchterlichen Teilsatz keine Reaktion kommt.

      Diese Sudelei aus der untersten Kiste zerfällt in drei Komponenten

      1. nicht mal die Nazis
      2. in dieser Form
      3. gewagt

      Schläft hier wirklich alles?

      Es fällt schwer, an dieser Stelle nicht in Ironie oder Sarkasmus zu verfallen.

      3. Nicht gewagt? Waren die Nazis etwa Bangebüchsen? Wovor hatten die denn Angst? Vor den Juden? Vor der Reaktion der deutschen Bevölkerung? Die nichts gemacht hat, als die Juden in vielfältiger Form schikaniert wurden? Die nichts gemacht hat, als die Juden abtransportiert wurden? Vor der Reaktion des Auslands, das man längst mit Krieg überzogen hatte?

      Was hätten die Nazis zu befürchten gehabt, wenn sie die nicht-indizierte "Beschneidung" von Jungen verboten hätten? Nein, für die Nazis war das mit der Beschneidung aus ihrer Sicht ganz praktisch, hatten sie so in Zweifelsfällen ein zusätzliches Unterscheidungsmerkmal.

      Was für ein Geschichtsverständnis hat dieser Beck eigentlich?

      2. in dieser Form - hier setzt Beck den Massenmord an ca. 6 Mio Menschen mit dem Schutz von Kindern vor Genitalverstümmelung gleich. Es wäre halt nur "eine andere Form".

      1. nicht mal die Nazis - das ist eristische Dialektik aus Untererde.
      Soll transportieren: Wer Kinder vor Genitalverstümmelung schützen will, der ist noch schlimmer als die Nazis! Noch skrupeloser!

      Es wird heute so viel von Hassrede, oder Neudeutsch "hate speech" geredet, und dass dagegen schärfer vorgegangen werden soll.

      Was Beck da gesagt hat war Hetze und hate speech gegen Kinderschützer in Reinkultur.

      Es wäre die verdammte Pflicht und Schuldigkeit des Moderators, Prof. Bernd Simon gewesen, Beck an dieser Stelle zur Ordnung zu rufen. Aber es schien von Anfang an durch, dass Beck und sein Duzkumpel Simon "bestens miteinander können".

      Statt dessen rügt Beck jemanden aus dem Publikum, der verkürzend, aber treffend "Quatsch" zu Becks Gesudel gerufen hatte - für Beck offenbar eine willkommene Gelegenheit, von der Ausgangsfrage abzulenken:


      ...wenn sie lernen, den Anderen als Anderen wahrzunehmen, dann sagen sie nicht "Quatsch", sondern sagen ein Argument
      Wozu aber Simon niemandem mehr Gelegenheit gab.

      (sagt man "Quatsch", wenn man den anderen nicht als anderen, sondern als sich selbst wahrnimmt?)

      Die "unerwünschte" Ausgangsfrage von einem jungen Mann aus dem Publikum war:


      Hallo, meine Frage geht an Herrn Beck auch wenn ich befürchte, dass die Antwort ein bisschen länger dauert


      Zunächst ein Statement: ich bin wirklich enttäuscht - sie sind der König der Strohmann-Argumente
      des Abends gewesen, vielleicht können sie den Titel auch - bin ich zu leise? besser? Strohmann-Argumente
      [Beck: "klarer!"]
      klarer, ich nuschel, OK?

      Meine Frage richtet sich aber an ihr Nicht-Einschreiten des Staates im
      Sinne der Gleichberechtigung, was sie vorher geäußert haben - ich
      würde gerne fragen, wie sie z.B. zum Beschneidungsparagraphen stehen der
      ganz klar gegen die körperliche Unversehrtheit bzw. das verstößt - das
      Gesetz sagt aus, dass Kinder unter sechs Monaten ohne einen Arzt
      beschnitten werden können und ohne Betäubung und dich würde gerne
      wissen, wie sie dazu stehen. Vielen Dank! (Applaus)
      Die Befürchtung, dass die Antwort ein bisschen länger dauern könnte, war allerdings naiv. Das wurde dann ja von Simon "beschnitten". Mangels - TOLERANZ:

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