Let’s face facts: FGM has something to do with religion

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    • Megan Manson erwähnt dort die Forderung nach FGM im religiösen Recht nach Imam al Shafii (asch-Schafii), deren Anhänger und geistliche Autoritäten etwa in Südostasien die dort bedeutendste islamische Rechtsschule bilden, die Schafiiten.

      Genitalverstümmelung von "Frauen" hat nichts mit Religion zu tun!

      Zum Thema eine fünf Jahre alte, leider noch immer aktuelle Quelle:

      "die schafiitische Schule des sunnitischen Islams – die einzige der vier Rechtsschulen, die Mädchenbeschneidung verpflichtend vorschreibt ... Die indonesische Regierung hob vor drei Jahren unter dem Druck von Muslimorganisationen ein bestehendes Verbot auf und erließ stattdessen Vorschriften, wie eine Beschneidung auszuüben sei." (Harter Kampf gegen die Beschneidung der Mädchen. WELT am 25.02.2014 | Von Hannah Wettig, Oliver M. Piecha.)

      welt.de/politik/ausland/articl…neidung-der-Maedchen.html

      Lediglich diese Aussage von Wettig und Piecha (welt 2014) überzeugt mich nicht:

      "Ganz anders als in Indonesien urteilen die religiösen Autoritäten in Ägypten. Dort hat die renommierte Al-Azhar-Universität für islamische Theologie FGM schon 2006 für verboten erklärt, weil sie Frauen physisch und psychologisch schade."

      Nein, Al-Azhar hat 2006 nicht definiert, was für Formen von FGM genau sie für unislamisch erklärt, hat beispielsweise darauf verzichtet, auch FGM Typ I und IV per Fatwa zu verbieten. Ein islamrechtliches Verbot aller Typen von FGM - I, II, III, IV - einschließlich aller Subtypen wie Typ Ia und Typ Ib - ist uns von Kairo aus bis heute nicht geliefert worden.

      Die vier sunnitischen Rechtsschulen erkennen sich wechselseitig an und hohe Autorität für das gesamte Sunnitentum hat Al-Azhar, durchaus ein wenig der Funktion des Vatikan im Katholizismus vergleichbar. Die islamische Lehrstätte schweigt zum Pro-FGM-Kurs der beiden südostasiatischen Islamräte MUI (Indonesien) und JAKIM (Malaysia), deren Ulama oder Muftis nicht im Traum daran denken, sunat perempuan / khitan bagi wanita zu verbieten.

      Vergleichbar die Lage zur FGM in Somaliland, ebenfalls schafiitisch geprägt. 2018 / 2019 sind die dortigen Scheiche und Muftis lediglich bereit, FGM Typ III islamrechtlich zu verbieten, gegen FGM Typ I sagen sie nichts.

      Al-Azhar hat offensichtlich auch keine Probleme mit Asiff Hussein aus Sri Lanka. Dieser, weder Gynäkologe noch überhaupt Mediziner, sondern ein bevorzugt zum Thema Islam publizierender Journalist und Historiker, rechtfertigt bestimmte FGM-Formen, die er allerdings nicht mutilation, Verstümmelung genannt wissen will, sondern female circumcision, weibliche Beschneidung:

      "Eine islamische Praktik, die den Frauen unerhörte Vorteile bringt."

      Female Circumcision – The Hidden Truth. Female Circumcision. An Islamic practice that brings untold benefits to women. By Asiff Hussein.

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      Aufklärerisch und leider so aktuell wie vor elf bzw. 13 Jahren

      A Cutting Tradition - by Sara Corbett - The New York Times 20.01.2008

      nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html

      Inside a Female-Circumcision Ceremony - by Stephanie Sinclair (Fotoserie, April 2006)

      https://www.nytimes.com/slideshow/2008/01/20/magazine/20080120_CIRCUMCISION_SLIDESHOW_index.html?action=click&contentCollection=Magazine&module=RelatedCoverage®ion=EndOfArticle&pgtype=article
      A foreskin is a birth right, not a birth defect.

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    • Die letzte Zuflucht für die "ganz was anderes"-Promoter sind dann die "medical benefits"
      Aber die "medical benefits"!

      "GGM -no medical benefits!"

      Und ich gehe jede Wette ein: setzt man genügend Forscherinnen, die ihre Töchter haben genitalverstümmeln lasse daran an dem Thema zu forschen - dann werden die "medical benefits" der GGM nur so purzeln. Besonders wenn diese Studien dann von Mäzeninnen mit GGM-Tradition gesponsort werden. Und dann findet sich gewiss auch eine Professorin Dr. Morrissa, die aus diesen Studien nette Meta-Studien fabriziert.

      There is no skin like foreskin