"Schnürring" nervt!

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    • "Schnürring" nervt!

      Hallo zusammen,

      ich hatte früher eine vorübergehende/relative Phimose, mit 13-14 war die Vorhaut noch mit der Eichel verklebt und auch war der bereits damals vorhandene Schnürring auch nur sehr schwer hinter die Eichel zu streifen. Das hat sich jedoch irgendwie von allein erledigt (bin jetzt 21, weiß nicht mehr genau wie lange ich das hatte), konnte irgendwann immer mehr die Vorhaut nach hinten ziehen. Zwar mir ständigem "ziepen", aber das hat sich mittlerweile auch mehr gelegt (hab sie wohl unbewusst gedehnt...). Damals wurde nichts von Ärzten o. ä. angeschaut, habe mich nicht getraut irgendwen zu Fragen :/

      nun aber zu meinem momentanem Problem:

      Ich habe eine lange Vorhaut, es bildet sich auch im schlaffen Zustand ein kleiner Rüssel über der Eichel, wenn sie bedeckt ist. Vorne an diesem Rüssel ist auch der bis jetzt übrig gebliebene Schnürring. Mit dem zurückziehen Allgemein (schlaff/steif) der Vorhaut habe ich keinerlei Probleme, manchmal zieht es nur sehr leicht (nicht wirklich unangenehm), da der Schnürring halt doch immer noch zu eng für die Eichel ist.
      Wenn ich die Vorhaut komplett nach hinten ziehe ist natürlich dann auch der Schnürring hinten, und am Schaft schnürt dann eben dieser Ring den Schaft ein, sodass es aussieht als wäre er etwas eingequetscht. Dies ist vor allem im schlaffen Zustand so (dort sieht man dies deutlich), im erigierten Zustand sieht kam diese Einschnürung nicht so sehr. Wie gesagt tut dies nicht weh oder ähnliches.

      Letztes Jahr habe ich es einmal etwas zu heftig/lang getrieben, die Vorhaut ist stark angeschwollen und durch den Schnürring steckte diese dann sogar mal hinter der Eichel fest durch die Anschwellung, sah dann tatsächlich aus wie eine vollständige Phimose (war ja allerdings nur durch die Kombination von Schwellung und Schnürring so), habe sie aber dann mit Gewalt doch noch über die Eichel bekommen. Bin dann zum Urologen, der übrigens keinen so interessierten Eindruck machte, der sich das alles angeschaut hat (da war schon alles wieder verheilt). Habe ihn auch auf den Schnürring drauf angesprochen, er meinte aber das haben viele und ist in Ordnung, man könnte aber auch über eine Beschneidung nachdenken-habe ich aber gleich verneint weil ich meine Vorhaut gerne behalten möchte. Vor lauter Aufregung habe ich jedoch vergessen zu Fragen ob man den Schnürring wegdehnen kann, was ich jetzt seit ein paar Tagen versuche mit Bepanthensalbe, jedoch ohne Erfolg. Der Schnürring lässt sich irgendwie überhaupt nicht dehnen, die Vorhaut an sich schon, aber das ist ja nicht das Problem.

      Den Schnürring will ich übrigens hauptsächlich weghaben weil er beim Urinieren stark stört- ich ziehe beim pinkeln die Vorhaut so nach hinten, dass sie nur noch halb bedeckt ist, damit kein Urin in/an die Vorhaut kommt und alles frisch bleibt. Jedoch schnürt hier der Ring die Eichel zu und lässt sehr oft den Urinstrahl willkürlich ableiten (sehr nervig wenn man nicht an einem Stehklo steht!!). wenn ich die Vorhaut vollständig zurückziehe, bekomme ich schnell eine Erektion, das geht also nicht.
      Zudem bin ich verunsichert ob jetzt wirklich überhaupt Handlungsbedarf (aus med. Gründen) besteht, denn ich habe auf Wiki das Bild einer Phimose gesehen, die eben eigentlich nur aus diesem Schnürring hervorgeht, bei mir sieht es im schlaffen Zustand genauso aus, im steifen Zustand ist das Ganze nicht so ausgeprägt.:

      upload.wikimedia.org/wikipedia…/Phimotic_Ring_070726.jpg

      ->Auch frage ich mich, wieso der Urologe damals überhaupt die Beschneidung angesprochen hat, er meinte zwar man sollte sich es genau überlegen weil sie dann halt weg ist, aber er hat jetzt nicht gesagt dass es vollkommen ausgeschlossen werden kann mich zu beschneiden. :huh:

      Lange Rede, kurze Frage:

      Ist bei mir eine Triple-Inzision möglich? Habe davon in vielen Foren gelesen, das möchte ich unbedingt ausprobieren, um den Schnürring zu entfernen, er nervt mich nämlich schon ziemlich, zumal dann die Vorhaut viel einfacher auf- und ab zubewegen wäre.
      Und ist das Ganze an sich denn Handlungsbedürftig? Also müsste ich überhaupt irgendwas machen, wenn mich der Schnürring nicht nerven würde? Da ich den Schnürring ja selbst loswerden will befürchte ich, dass die Krankenkasse das nicht übernehmen könnte, was natürlich der Aussage des Urologen widerspricht, außer er ging davon aus dass ich die Kosten selbst tragen werde.

      Ich hoffe ich konnte mein Problem verständlich schildern, falls etwas unklar ist oder ihr noch Fragen habt, bin ich natürlich gerne da!

      Danke auch im Voraus für die Antworten :D

      LG David
    • Such mal nach den Begriffen Phimostop und Phimocure, bevor du eine OP in Erwägung ziehst.
      Die legst du dauerhaft an und die funktionieren gut.
      • Die Vorhaut kann mit einer Rosenknospe verglichen werden. Wie eine Rosenknospe wird sie erst blühen, wenn die Zeit gekommen ist. Niemand öffnet eine Rosenknospe, um sie zum Blühen zu bringen (Dr. med. H. L. Tan).
      • Alle Wahrheit verläuft in drei Stadien: Im ersten wird sie verlacht. Im zweiten wird sie vehement bekämpft. Im dritten wird sie als selbstverständlich anerkannt (Arthur Schopenhauer).
      • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
    • Nicht zu vergessen dieses Teil
      mybestpart.com/phimose-dehnen/


      Zu Deinen Fragen:

      david_2015 wrote:

      Ist bei mir eine Triple-Inzision möglich?
      Ja logisch. Die Frage ist aber eher, ob der Eingriff nötig ist.



      david_2015 wrote:

      Und ist das Ganze an sich denn Handlungsbedürftig? Also müsste ich überhaupt irgendwas machen, wenn mich der Schnürring nicht nerven würde?
      Meiner Meinung nach nicht. Du hast keine Schmerzen und kannst Dich ausreichend waschen. Also "nötig" ist eine Behandlung damit nicht. Wenn Dich die Sache allerdings stört, sieht das anders aus.



      david_2015 wrote:

      Da ich den Schnürring ja selbst loswerden will befürchte ich, dass die Krankenkasse das nicht übernehmen könnte, was natürlich der Aussage des Urologen widerspricht, außer er ging davon aus dass ich die Kosten selbst tragen werde.
      Wenn alles nach rechten Dingen zugeht, dann musst Du den Eingriff selbst zahlen, weil nicht medizinisch indiziert. Es würde mich allerdings nicht wundern, wenn Dein Urologe Dir eine entsprechende Indikation stellen würde, um den Eingriff auf Kasse abrechnen zu können. Sein reflexartiger Vorschlag zu operieren deutet meiner Meinung nach drauf hin, welche Interessen er verfolgt bzw. wie gut er Bescheid weiß.

      Mein Rat ist: Dehne die Engstelle. Das mag etwas aufwändig sein, aber funktioniert, glaub mir. Haut kann durch Dehnen zum Wachsen angeregt werden, gesunde Haut noch deutlich besser als narbige. Wichtig ist, dass Du kontinuierlich, regelmäßig und ausrechend stark dehnst, ohne zu übertreiben und Verletzungen zu riskieren. Dann wirst Du nach wenigen Wochen auch erfolgreich sein.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Mein Tipp:

      wenn Du keine akuten Beschwerden hast, kannst Du ja mal unterschiedliche Salben versuchen.Man hat halt manchmal komische Haut an bestimmten Stellen, vielleicht kennst Du das ja auch von Deinen Lippen im Winter, da hilft auch Salbe. Meistens fehlt der Haut dann irgendwas und sie braucht einfach etwas Pflege, damit sie sich selbst gut regenerieren kann.

      Was genau bei Dir wirkt, musst Du selbst herausfinden. Kandidaten wären:

      - irgendwas mit Dexpanthenol (z.B. Bepanthen)
      macht die Haut weicher - verbessert die Zellregeneration (Heilsalbe)
      - eine Salbe / Lotion mit Vitamin E
      keine Ahnung - hab ich noch nicht ausprobiert
      - eine schwache Kortisoncreme (z.B. Hydrocortison - das ist sogar frei verkäuflich, aber nur in der Apotheke)
      macht die Haut dünner und hemmt Entzündungsreaktionen

      Wichtig: nimm Salben / Cremes ohne zusätzliche Geruchsstoffe und möglichst ohne Konservierungsstoffe. Also vielleicht doch eher Apotheke statt Drogerie.

      Teste einfach mal, was Dir hilft. Du merkst ja, was sozusagen "in die richtige Richtung" geht. Die durchschnittliche Regenerationszeit von Hautzellen beträgt ca. 6 Wochen, so lange wirst Du also vermutlich insgesamt mindestens salben müssen. Eine Verbesserung tritt vielleicht schon nach ein paar Tagen ein, aber salbe noch ein wenig weiter, wenn Du merkst, daß es Dir gut tut. Bei allem Freiverkäuflichen brauchst Du auch keine Angst zu haben, da etwas kaputt zu machen. Man sollte allerdings lieber regelmäßig und dünn auftragen als nur einmal die Woche und dann dick auftragen... zwischendurch natürlich sorgfältig nur mit warmen Wasser waschen, damit die Reste der "alten" Salbe weg sind.

      Wenn Du feststellst, daß es zwar schon besser wird, aber noch nicht ganz zu Deiner Zufriedenheit ausreicht, kannst Du auch mal zu einem Hautarzt gehen, da gibt es einige, die überhaupt gar nicht operieren.

      Fragen ? fragen :)

      LG und viel Glück