Betroffene gesucht für Videoprojekt zur Akzeptanz von Genitalverstümmelung

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    • Medienprojekt Wuppertal wrote:

      Ziele des interreligiösen und interkulturellen Filmes sind die Aufklärung über die Beschneidung und ihre Begründung im jüdischen und muslimischen Kontext, die Reflexion des eigenen Beschneidungserlebnisses, die interreligiöse Auseinandersetzung und Annäherung von jüdischen und muslimischen Jungen aufgrund der gleichen Erfahrung mit gemeinsamer abrahamitischer Begründung, das Kennenlernen von religiösen und kulturellen Zusammenhängen der Beschneidung für nicht-jüdische und nicht-muslimische Jungen, der Abbau von Stereotypen und Vorurteilen zwischen jüdischen, muslimischen, christlichen und nicht-religiösen Jugendlichen und die Unterstützung von Akzeptanz und Diversität.


      Klingt sehr seriös, ausgewogen und vor allem mit viel Empathie für negativ Betroffene. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie hier die Folgen religiösen und kulturellen Gruppendrucks kritisch analysiert und offengelegt werden.
      Halt, nein doch nicht. Das wird mit Sicherheit derselbe, verstümmelungsverharmlosende Sch..., wie wir ihn schon zur Genüge gesehen haben.

      Ja, das mag pessimistisch klingen. Für mich aber wohl eher realistisch, wobei ich mich äußerst gerne eines Besseren belehren ließe.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Was mir auch sehr übel aufstößt:
      warum dürfen "biodeutsche" Betroffene sich eigentlich nicht melden? Schließlich die größte Gruppe Betroffener in Deutschland?
      Zählen die nicht? Oder eben weniger?
      Die Reduzierung auf kulturell bzw. religiös Betroffene stellt konzeptionell von vornerein NICHT die Vorhautamputation und das betroffene Kind in den Fokus - sondern die Motivation der Verletzung, die Mechanismen der Verschleierung, also: die Perspektiven der Erwachsenen.
      Dient wieder dem Märchen, dass VA ein Thema von Minderheiten ist, deren Sitten und Gebräuche bis hin zur Verabschiedung verfassungsfeindlicher Gesetze ohne wenn und aber zu akzeptieren sind - es sei denn, man möchte als intorant, kulturunsensibel oder Schlimmeres gebrandmarkt werden.

      Kulturrelativismus anstatt Fakten, Empathie und Enttabuisierung.
    • Weguer wrote:

      Klingt sehr seriös, ausgewogen und vor allem mit viel Empathie für negativ Betroffene. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie hier die Folgen religiösen und kulturellen Gruppendrucks kritisch analysiert und offengelegt werden.
      Halt, nein doch nicht. Das wird mit Sicherheit derselbe, verstümmelungsverharmlosende Sch..., wie wir ihn schon zur Genüge gesehen haben.

      Ja, das mag pessimistisch klingen. Für mich aber wohl eher realistisch, wobei ich mich äußerst gerne eines Besseren belehren ließe.
      Ich bin da ganz bei Dir Weguer, vielleicht sollten wir denen das Buch "Ent-hüllt" zukommen lassen. Dann können die sich einlesen. Aber ich glaube nicht, das das die Wirklichkeit wiederspiegeln wird :(
      "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


      George Santayana (1863-1952)
    • Da steht nicht, daß sich Biodeutsche (der Begriff ist hier nicht ganz passend - auch Menschen deutscher Abstammung können Juden oder Moslems sein) sich nicht melden dürfen. Sie werden nur schlicht nicht gesucht.

      Außerdem gibt es keinen Grund, warum man Herrn Andreas von Hören als Geschäftsführer des Projektes nicht den ein oder anderen Brief zukommen lassen könnte, der grundsätzliche und besondere Bedenken an dieser Propagandaaktion ausdrückt.

      Ich habe leider auf Anhieb nicht herausgefunden, wie hoch der Zuschuss von der Stadt Wuppertal ist.
      Gruß
      Hickhack

      The post was edited 1 time, last by Hickhack ().

    • Allein diese Zeichnung auf der Webseite... ein Junge der sich lächelnd von Erwachsenen am Genital herumwerkeln lässt (was genau passiert, sieht man ja nicht - vielleicht ist es nur die "Voruntersuchung"). Genau so ist es sicher immer in der Praxis.

      Wie bei den Mädchen. Die lächeln ja auch immer, wenn sie vor Erwachsenen die Beine breit machen müssen.
    • Pizarro73 wrote:

      warum dürfen "biodeutsche" Betroffene sich eigentlich nicht melden?
      Aber dürfen sie doch! Sie müssen eben mal nur zum Islam übertreten. Das geht ganz schnell, ein kurzes Glaubensbekenntnis aufsagen - fertig! (Wieder austreten ist allerdings nicht erlaubt).
      Zum Judentum übertreten ist weitaus umständlicher, da muss man viel büffeln und ausserdem noch mal bluten.

      Ausserdem - es gibt doch jede Menge "biodeutsche" Muslime - einer ist gerade sehr in den Medien präsent.
      There is no skin like foreskin
    • Man soll ja nichts vorverurteilen. Aber wenn man sich die Seite genauer anguckt, fällt das Angesichts dieses Hintergrundes schwer.

      Dazu muss man sich mal anschauen, wie sich dieses "Medienprojekt" mit Religion auseinandersetzt, und zwar ganz besonders im Verhältnis Christentum / Islam / diverse andere Religionen / Ungläubige.

      Da gibt es tatsächlich eine DVD über "junge Christen". Damit stehen die Christen (ca. 60% der Bevölkerung) auf einer Stufe mit den in Deutschland omnipräsenten ;) Buddhisten (1 DVD) bzw. Hindus (1 DVD).

      Aaaber - es gibt ja auch noch den Islam!!! (ca. 2,4 bis 5,5% der Bevölkerung)

      Da gibt es erst mal eine DVD "Junge Muslime und Aleviten "

      Dann kommt es Schlag auf Schlag, z.B. 25 Dokumentarfilme zum Thema muslimischer Glauben, Kultur, Leben:

      Jung und Moslem 1

      Jung und Moslem 2

      Jung und Moslem 3

      Jung und Moslem 4

      Gefördert von wem? Man ahnt es: dem Bundesministerium für "alles, ausser Männer".

      Trotz Förderung Kaufpreis für alle 4: schlappe 160 130€
      Wer kauft so was? Bestimmt keine Muslime. Bestimmt auch kein Ottonormalverbraucher. Gekauft wird das von steuerfinanzierten Institutionen, der Steuerzahler kann also doppelt blechen für Islamwerbung.

      Besuch beim Propheten

      Muslimfeindlichkeit (Chisten- oder "Kartoffeln"feindlichkeit unter Muslimen gibt es ja gar nicht, bzw. ein Film darüber wäre nicht förderungswürdig)

      Ich vermisse gar nichts
      Dokumentation über Phillip, der als Christ zum Islam konvertiert ist.

      Vorbildlich! ;) Auch schon "unten ohne"?

      Da gibt es auch drei DVDs a 40€ über "Behinderte Liebe". Das hat aber anscheinend nichts mit verstümmelten Genitalien zu tun schade - das Thema GM hätte da doch gut mit hineingepasst, denn für manche ist das eine Behinderung.

      Natürlich gibt es auch etwas über "Mädchengewalt". Ja, Mädchen werden manchmal im Elternhaus verprügelt. Das ist wirklich schlimm. Jungen werden natürlich nicht verprügelt ("Wer seinen Sohn liebt, der schont die Rute nicht!") So etwas wird das Bundesministerium für Frauen gerne fördern.

      Demenz kommt scheinbar hauptsächlich in türkischstämmigen und russischstämmigen Familien vor, bzw. Demenz bei "Biodeutschen" ist offenbar nicht so interessant.

      Aber halt! Es gibt doch auch ein Projekt zum Thema Kinderrechte!
      Echt, kein Scheiss!


      Aufklärung über die Rechte von Kindern und Jugendlichen

      Ja super! Bestimmt auch das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit, oder?


      Reflexion und Auseinandersetzung mit der Einschränkung der Kinderrechte

      Ach so, verstehe! ;(



      ..Annäherung von jüdischen und muslimischen Jungen aufgrund der gleichen Erfahrung mit gemeinsamer abrahamitischer Begründung
      Sprich: "macht euch klar, dass ihr gemeinsam für den Erhalt der MGM kämpfen müsst, sonst verbietet die Mehrheitsgesellschaft das noch."

      Abbau von Vorurteilen, sprich: Das "Vorurteil", dass Jungen ein Recht auf vollständige Genitalien hätten. Das Vorurteil, eine Vorhaut hätte einen Sinn und einen Nutzen.


      Spätestens mit dem Satz - in Bezug auf MGM - ist alles klar:


      Vorurteilen ....christlichen und nicht-religiösen Jugendlichen und die Unterstützung von Akzeptanz und Diversität.

      Ja, nee ist schon klar. Akzeptiert das gefälligst, dass viele Muslime und Juden ihre Jungen genital verstümmeln.

      Diversität steht hier für nichts anderes, als: die einen Eltern lassen die Genitalien ihre Jungen in Frieden, die anderen lassen sie verstümmeln.
      Denn!, wenn alle Eltern die Genitalien aller Jungen in Frieden liessen, das wäre ja keine Diversität mehr. Und das würde dann ja nicht mehr gefördert, vom Bundesministerium für Frauen. ;(

      Ja, man soll nichts vorverurteilen. Aber ich fress' einen Besen, wenn da etwas anderes herauskommt als die übliche, beschissene MGM-Propaganda. Man will es sich doch bestimmt nicht mit der Frauenministerin verderben.
      There is no skin like foreskin
    • Positiv ist, das Schreiben erstmal zur Kenntnis genommen werden. Auf mein Schreiben an die Firma bekam ich innerhalb von 2 Stunden eine Rückantwort. Ich würde sagen, schreibt denen, dabei ist wichtig sachlich zu bleiben. Vielleicht erreichen wir ja was.
      "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


      George Santayana (1863-1952)
    • Ich male das mal vor meinem geistigen Auge aus (hoffentlich habe ich Unrecht):

      "Wir hatten heute eine Unterrichtseinheit über Beschneidung vs. Genitalverstümmelung"

      "Echt? Ey, erzähl mal!"

      "Da wurde so ein Film gezeigt, von mit ihrer Beschneidung bestens zufriedenen muslimischen und jüdischen Jugendlichen. Die fuhren da total drauf ab!"

      "Und war auch was über die Weiber?"

      "Klar, da wurde so ein Film mit schluchzenden Frauen gezeigt, die furchtbar unter ihrer Verstümmelung leiden. Und wie ein Mädchen - allerdings war das verpixelt - bei der Verstümmelung vor Schmerzen ganz schrecklich schrie."

      "Und dann?"

      "Dann sollten wir uns eine eigene Meinung davon bilden"

      Dass Schock-Bilder aus Ulwaluko oder selbstbewusste Frauen "stolz auf die durch Bongo verliehene Macht" gezeigt werden - das kann man bei der derzeitigen Windrichtung in den höheren Etagen von Politik und Medien nicht erwarten
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