Berlin, 1995: Serdar freut sich auf den kleinen Schnitt

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    • Berlin, 1995: Serdar freut sich auf den kleinen Schnitt

      Den Eingriff führt in vielen Fällen der einzige in Deutschland lebende türkische Beschneider Afik Özcan durch. Während früher ein scharfes Rasiermesser genügen mußte, arbeitet er mit einem elektronischen Messer.
      Hey, da sage mal einer, es gäbe keinen Fortschritt!


      Serdar gehört zu den über tausend türkischen Jungen, die jährlich in Berlin beschnitten werden.



      Er freut sich auf die Beschneidung: "Weil es Spaß macht. Ich werde ein Mann, und später werde ich heiraten." Serdars Wünsche sind aber noch die eines kleinen Jungen: Ein ferngesteuertes Auto, eine Spinne, eine Schlange und ein Spielhaus hat er auf die Geschenkeliste gesetzt. Traditionsgemäß werden dem Jungen zu diesem Anlaß auch Geldscheine und Goldmünzen geschenkt. Serdar weiß genau, was er mit dem Geld machen will: "Ich lege es auf die Bank, keiner kann es holen. Wenn ich groß bin, kaufe ich mir damit ein Auto."



      Özcan packt seine Sachen zusammen. Er ist ein routinierter Beschneider....



      Nach elfjähriger Tätigkeit als Beschneider in verschiedenen türkischen Städten kam Özcan 1971 nach Berlin und arbeitete zunächst als Krankenpfleger im Kreuzberger Urban-Krankenhaus. Vor acht Jahren kündigte er seine Arbeit und begann hauptberuflich als "Sünnetci" zu arbeiten. Nach langen Verhandlungen wurde sein türkisches Diplom vom Berliner Senat anerkannt.
      Wie geht denn das?




      Seitdem fährt der Mediziner quer durch die Republik und beschneidet etwa 200 Jungen im Jahr.

      Mediziner? Wie geht das ohne Studium der Humanmedizin?




      ...der grauhaarige Diplombeschneider...




      Inzwischen hat Özcan auch viele deutsche Kunden. Deutsche Männer, die moslemische Frauen heiraten oder zum Islam übertreten, lassen sich von ihm beschneiden.
      Na hoffentlich bereut da nicht der eine oder andere den Schritt, a la Nils Juel. (Was ist der Unterschied zwischen Liebe und Herpes? Herpes bleibt für immer)

      Jemand der gar kein Arzt ist darf in Deutschland Operationen durchführen? Ich dachte, das ist erst seit 2012 so?

      berliner-zeitung.de/wie-berlin…-kleinen-schnitt-16918990

      There is no skin like foreskin
    • 1959 beendete er in Ankara eine vierjährige Ausbildung als Sanitäter, Krankenpfleger und Beschneider.
      Das hört sich jetzt echt nicht nach einem Medizin-Studium an.

      Nur wenige Sekunden surrt das Elektromesser.
      Elektromesser?

      Dann noch ein kleiner Verband mit Salbe, und aus dem Knaben ist ein Mann geworden.
      schrieb die taz, ohne Anführungszeichen

      Als „Lohn“ für seine „Honorararbeit“, der er zwei- bis dreimal die Woche nachgeht, erhält er kleine Geschenke.

      Auch wenn Özcan von sich selbst als von einem „stadtbekannten Gesicht“ spricht und es ihn mit Stolz erfüllt, aus Tausenden Knaben Männer gemacht zu haben, hat er noch einen speziellen Wunsch: Gerne würde er den CDU-Bundestagsabgeordneten Heinrich Lummer wegen seiner „ausländerfeindlichen Äußerungen“ beschneiden.
      Auch noch Gewaltphantasien... aber die taz findet das sicher OK.

      Hm, Artikel von 1992.

      Aber bei Muslimen gibt es das ja lt. Bundesjustizministerium gar nicht. Die gehen ja zum Arzt. Nicht nur in Berlin, sondern auch in Düsseldorf:


      OpenPR wrote:

      ...an mindestens sieben Jungen von vier bis vierzehn Jahren gegen Zahlung

      von jeweils 200 Euro und mit Einverständnis der Eltern in
      Privatwohnungen ein Beschneidungsritual an den Genitalien durchgeführt
      zu haben bei dem er jeweils unter unsterilen Bedingungen einem nicht
      ungefährlichen und auch sehr schmerzhaften chirgischen Eingriff
      durchgeführt hat, bei dem die Vorhäut, die normalerweise die Eichel des
      Penis bedeckt abgeschnitten wird.

      There is no skin like foreskin
    • Es gab aber in der Vergangenheit bereits Urteile, die sich mit diesem Thema beschäftigt haben. So hat beispielsweise das AG Düsseldorf bereits im Jahr 2004 einen Beschneider wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Dies allerdings deshalb, weil der 77-jährige ein verschmutztes Besteck verwendet hat. An der Frage, ob die Beschneidung als solches gerechtfertigt war, wurde kein Anstoß genommen.
      Das Landgericht Frankenthal hat zu diesem Zeitpunkt die Einwilligung des neunjährigen Kindes für unerheblich erklärt. Auch hat es die Einwilligung der Eltern in den medizinisch nicht indizierten, von einem Nichtmediziner unter unsterilen Bedingungen durchgeführten körperlichen Eingriff als ebenfalls unwirksam erachtet.
      Ab und an ist mal einer aufgeflogen - die Spitze des Eisberges.
      Und heute verlegt man sich ganz legal auf die unter sechsmonatigen Kleinen.

      bdc.de/beschneidung-bei-minder…hts-koeln-vom-07-05-2012/

      There is no skin like foreskin