Säkuläre Grüne lassen Beschneidung unter den Tisch fallen

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    • Säkuläre Grüne lassen Beschneidung unter den Tisch fallen

      "Diese Kommission war vom (scheidenden) Bundesvorstand der Grünen bei den religionspolitischen Gesprächen Ende April für den Herbst 2013 zugesagt worden. In dem Beschluss des Bundesvorstandes heißt es u.a., dass in der Kommission "unter anderem über Themen, wie Staatsleistungen, Religionsunterricht, Beschneidung, Gleichstellung der unterschiedlichen Religionsgemeinschaften sowie anderer Weltanschauungen und die Trennung von Religionsgemeinschaften und Staat debattiert" werden soll mit dem Ziel, "einen Kommissionsbericht bis Ende 2014 vorzulegen, die innerparteiliche Debatte aufzugreifen und dieses Thema anschließend auf einer BDK zu beraten."


      In dem neuen Antrag der säkulären Grünen ist von Beschneidung nicht mehr die Rede.


      hpd.de/node/16801
      "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.
    • Das kann ich glücklicherweise

      korrigieren. Es gibt verschiedene Anträge. Der von der Bundesweiten Arbeitsgruppe säkulare Grüne beschlossene fordert die zügige Einberufung der religionspolitischen Kommission, zu der auch das Thema "Beschneidung" gehört.
      Im übrigen wurde auf der letzten Vollversammlung der säkularen Grünen die Erarbeitung eines Positionspapiers zu "Beschneidung" durch die SprecherInnen angekündigt. Unter den SprecherInnen sind Gislinde Nauy und Walter Otte. Ich denke, diese Namen stehen für sich.
    • Mit Verlaub, aber das ist kein Thema für einen Arbeitskreis "Religion", sondern für die Abteilung "Kinder-, Menschen- und Bürgerrechte". Dieses Feld meiden die Politiker zwar wie der Teufel das Weihwasser (siehe das Urteil zum Fingerabdruck im Pass), aber korrekt wäre es dort.
      Gruß
      Hickhack
    • bin absolut Deiner Meinung, hickhack.
      Wir nutzen trotzdem diese Chance, das Thema auf der Agenda zu halten.
      Bis jetzt war das Versprechen des Bundesvorstandes auf Einsetzen dieser Kommission eh nur ein Lippenbekenntniss da es bis heute nicht mal einen Terminvorschlag gibt. So wird zunehmend Unruhe innerhalb der Säkularen spürbar, inwieweit man sich an diese aufgezwungen Abmachungen mit dem Bundesvorstand überhaupt gebunden fühlt.
    • Pizarro73 wrote:

      Es gibt verschiedene Anträge. Der von der Bundesweiten Arbeitsgruppe säkulare Grüne beschlossene fordert die zügige Einberufung der religionspolitischen Kommission, zu der auch das Thema "Beschneidung" gehört.
      Im übrigen wurde auf der letzten Vollversammlung der säkularen Grünen die Erarbeitung eines Positionspapiers zu "Beschneidung" durch die SprecherInnen angekündigt. Unter den SprecherInnen sind Gislinde Nauy und Walter Otte. Ich denke, diese Namen stehen für sich.
      Auch in dem Antrag der sekulären Grünen ist von Beschneidung nicht die Rede.

      saekulare-gruene.de/kommission…taat-umgehend-einrichten/

      Auf der Vollversammlung der sekulären Grünen gab es einen "kurzen Bericht über die Arbeit am Beschneidungspapier."

      saekulare-gruene.de/dritte-vol…en-gruenen-am-05-oktober/



      Ich will mit diesen Angaben keine Wertung verbinden, sondern nur zur Dokumentation beitragen.
      "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.
    • Ich fürchte, der Weg des sekulären Flügels der Grünen bleibt steinig.
      Kretschmann kritisiert Laizismus

      Vor einer Verbannung des Religiösen aus dem öffentlichen Raum hat der Ministerpräsident Baden-Württembergs, Winfried Kretschmann (B’90/Die Grünen), gewarnt. Eine „radikale laizistische Trennung von Staat und Religion“ sei mitnichten ein Gewinn an Freiheit, sagte der Katholik am Freitag laut dem Evangelischen Pressedienst.


      =detail&news[id]=7197]http://www.pro-medienmagazin.de/politik.html?&news[action]=detail&news[id]=7197
      Art. 2 GG:
      (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Geschuldet der deutschen Vergangenheitsbewältigung gilt dieses Grundrecht ausdrücklich nicht, wenn die Person a) ein Kind und b) männlich ist, c) die Eltern entweder jüdischen oder muslimischen Glaubens sind und d) das kindliche Genital das Ziel der Versehrtheit ist.
    • In einer anderen Sonntagsrede hat Kretschmann folgendes formuliert:

      "

Jesus habe ausdrücklich zur Kritik aufgefordert, äußerte sich der erste grüne Ministerpräsident Deutschlands gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. "Die heutige Kirchenführung dagegen sieht in Kritik sehr schnell Illoyalität und Ungehorsam." Die Kirche müsse sich entscheiden: "Will sie, dass wir gehorchen, oder will sie uns überzeugen? Wir wollen in Glaubensdingen überzeugt werden und nicht gehorchen, weil das gar nicht geht."



      Zugleich warf er dem Papst mangelnde Diskussionsbereitschaft vor: "Die alten Traditionen - wir verkünden, Ihr gehorcht - haben die Oberhand gewonnen", sagte Kretschmann in einem Interview mit der "Badischen Zeitung" (BZ): "Zentrales Thema aller Gottsucher im 21. Jahrhundert und auch dieses Papstes ist das Verhältnis von Glaube und Vernunft". Wenn man in einer naturwissenschaftlich geprägten Welt nicht über solche Fragen öffentlich diskutiere und frage, was das praktisch für das Kirchenleben bedeute, "dann kann ich mir nicht vorstellen, dass man aus der Krise herauskommt", findet der Ministerpräsident klare Worte.

      

"Prüfet alles, das Gute behaltet". "
      "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.
    • Will jetzt nicht

      klug scheissen... ;)

      In der Begründung des V13 - Antrages der Säkularen Grünen, der am Wochenende mit großer Mehrheit angenommen wurde, ist der Beschluss vom 22.4.2013 zitiert und damit jetzt zusätzlich ein Bundesparteitagsbeschluss, dass das Thema "Beschneidung" Thema der Kommission wird. Ich weiß, dass ist jetzt nix zum an die Decke springen, aber immerhin ist es nun offiziell weiterhin Thema - im Gegensatz zu den anderen Parteien im Bundestag. Dieser Beschluss heißt natürlich nicht, dass er nicht weiterhin von zahlreichen Partei"größen" torpediert werden wird. Der geeignete Zeitpunkt für so ein ach so heikles Thema wird natürlich nie eintreten...als hätte die Pädophiliedebatte nicht deutlich genug vor Augen geführt, dass alles, egal was, was man an Heiklem unter den Teppich kehrt, einem irgendwann auf die Füße fällt.


      Beschluss des Bundesvorstandes vom 22.04.2013: „Der Bundesvorstand von Bündnis
      90/Die Grünen wird nach der Bundestagswahl 2013 eine Kommission zum Thema
      "Weltanschauungen, Religionsgemeinschaften und Staat" einrichten, um unter anderem
      über Themen, wie Staatsleistungen, Religionsunterricht, Beschneidung, Gleichstellung
      der unterschiedlichen Religionsgemeinschaften sowie anderer Weltanschauungen und
      die Trennung von Religionsgemeinschaften und Staat zu debattieren. Ziel ist es einen
      Kommissionsbericht bis Ende 2014 vorzulegen, die innerparteiliche Debatte
      aufzugreifen und dieses Thema anschließend auf einer BDK zu beraten"
    • Es wäre natürlich interessant zu erfahren, was in dem o.g. Arbeits- oder Positionspapier zur Beschneidung steht bzw. wie dies im AK Sekuläre Grüne und mit welcher Perspektive diskutiert worden ist.
      Andererseits hätte ich selbstverständlich vollstes Verständnis dafür, dass man darüber (noch) nichts an die Öffentlichkeit geben möchte.
      "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.