Wie habt ihr es angenommen

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    • Wie habt ihr es angenommen

      Die Frage geht vorwiegend an die Männer die sich im Erwachsenenalter selbst für eine Beschneidung entschieden haben, die anderen können aber auch gern ihre Erfahrungen in der Verarbeitung und des Annehmens was ihnen passiert ist mit ein bringen....

      Wie geht ihr 1. damit um, dass ihr den Ärzten "blind" vertraut habt und euch erst im Nachhinein bewusst wurde was der Eingriff wirklcih bedeutet??? Ich kämpfe so sehr damit, diesen Eingiff als kleinen Standard-Eingriff gesehen zu haben, dem Arzt und seinem Rat vertraut zu haben! Rückwirkend betrachtet hätten wir uns viel mehr Gedanken dazu machen müssen was so eine OP psychisch und auch körperlich für Langzeitfolgen für ihn haben kann!!

      Ich kann den Schmerz nicht beschreiben den ich täglich fühle seit dem ich weiß das es wahrscheinlich Unnötig war und was für Folgen es hat.... ich weine jeden Tag deswegen... die Schuldgefühle, der Schmerz ist unerträglich... für mich ist meine kleine heile Welt kaputt und mein Leben wird nie wieder das sein was es früher war....

      Wie habt ihr es geschafft das ganze zu akzeptieren, anzunehmenb und zu verarbeiten?

      Ich bin deswegen schon dabei psychologiche Hilfe zu suchen aber ich konnte bis jetzt leider erst 1x eine Sitzung haben und einen festen Platz mit wöchentlich Theraphie hab ich erst ab September.

      Ich komme mir vor wie in einem Albtraum aus dem ich nicht mehr aufwachen kann... mein letzter Gedanken Abends bevor ich schlafe kreist um das Thema und mein erste Gedanke wenn ich aufwache: scheiße das it jetzt deine Realität das ist wirklcih so passiert!

      Wie soll ich meinem Sohn jemals erklären wie wir es zulassen konnten seine Sexualität so nachhaltig zu verändern....

      The post was edited 1 time, last by Franzi1102 ().

    • Ich verfolge deine Posts hier schon einige Zeit mit. Was ich bisher noch nicht herausgelesen habe, welchen Stil dein Sohn "bekommen" hat.

      Ich musste mich aus medizinischen Gründen mit 18 Jahren beschneiden lassen, siehe hier (oder in anderen Posts von mir). Langezeitfolgen die mich einschränken habe ich glücklicherweise nicht.
      Ich möchte damit sagen: Nicht jede Beschneidung hat psychische oder körperliche Langzeitfolgen (im Sinne von eingeschränkter Sexualität), das wünsche ich auch deinem Sohn.

      Ich finde es auch gut, dass du dir Hilfe suchst, denn dein Sohn wird das früher oder später mitbekommen und das färbt dann auf ihn ab und er könnte dadurch selbst psychische Probleme entwickeln.
    • Ich möchte damit sagen: Nicht jede Beschneidung hat psychische oder körperliche Langzeitfolgen (im Sinne von eingeschränkter Sexualität), das wünsche ich auch deinem Sohn.
      Letzeres ist anatomisch unmöglich. Ich weiß nicht genau, was Du unter einer eingeschränkten Sexualität genau verstehst, aber dass die Entfernung von erogenem Gewebe samt sensorischer Nervenenden sich nicht auf die Sensitivität auswirken, ist unmöglich.
    • Sokrates wrote:

      Letzeres ist anatomisch unmöglich. Ich weiß nicht genau, was Du unter einer eingeschränkten Sexualität genau verstehst, aber dass die Entfernung von erogenem Gewebe samt sensorischer Nervenenden sich nicht auf die Sensitivität auswirken, ist unmöglich.

      ist aber nicht das subjektive empfinden und erleben der Betroffenen der entscheidende Punkt?

      Eine (Be)wertung anderer...immer falsch,immer übergriffig?
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • Urolüge wrote:

      Sokrates wrote:

      Letzeres ist anatomisch unmöglich. Ich weiß nicht genau, was Du unter einer eingeschränkten Sexualität genau verstehst, aber dass die Entfernung von erogenem Gewebe samt sensorischer Nervenenden sich nicht auf die Sensitivität auswirken, ist unmöglich.

      ist aber nicht das subjektive empfinden und erleben der Betroffenen der entscheidende Punkt?
      Eine (Be)wertung anderer...immer falsch,immer übergriffig?
      das seh ich auch so... ich kenne auch einige beschnittene Männer die nach eigenen Aussagen überhaupt kein Problem damit haben beschnitten zu sein und ihre sexualität als erfüllend empfinden! Denen sollte man auch nichts gegenteiliges einreden..... woran es letztendlich liegt ob ein beschnittener "Probleme " hat , hat denk ich viele Faktoren!
    • Urolüge wrote:

      ist aber nicht das subjektive empfinden und erleben der Betroffenen der entscheidende Punkt?

      Eine (Be)wertung anderer...immer falsch,immer übergriffig?

      Franzi1102 wrote:

      woran es letztendlich liegt ob ein beschnittener "Probleme " hat , hat denk ich viele Faktoren!
      Es geht um den rationalen Konsens, der in den Diskussionen um Thema Beschneidung fehlt:
      Es gibt sicherlich viele Leute die nur mit einem Auge, einer verstümmelten Hand oder querschnittsgelähmt ein erfülltes Leben führen TROTZ ihrer Behinderung/Beeinträchtigung/Verstümmelung.
      Das ändert nichts an der Tatsache das es eine Behinderung/Beeinträchtigung/Verstümmelung bleibt, die mein Leben immer negativ einschränken und nie positiv erweitern, unabhängig des subjektiven Empfindens.
      Jeder würde sich ein Leben ohne dieser Einschränkungen wünschen, wenn er die Wahl dazu hätte. Dass die Beschneidung nicht von allen als Verstümmelung angesehen wird, hängt einfach mit der generellen Unaufgeklärtheit und bewussten Missinformation zu diesem Thema in Kombination der Gefahr der eigenen Selbstdarstellung gegenüber Frauen/Partnern/Gesellschaft allgemein.
      Eine sanfte Lüge oder Verdrängung ist für die meisten die erste Wahl gegenüber der harten Wahrheit. Welcher Mann würde den bitte gerne von sich behaupten, dass er im Intimbereich Probleme hat oder sogar verstümmelt wurde?
    • zuka wrote:

      Es geht um den rationalen Konsens, der in den Diskussionen um Thema Beschneidung fehlt:Es gibt sicherlich viele Leute die nur mit einem Auge, einer verstümmelten Hand oder querschnittsgelähmt ein erfülltes Leben führen TROTZ ihrer Behinderung/Beeinträchtigung/Verstümmelung.
      Das ändert nichts an der Tatsache das es eine Behinderung/Beeinträchtigung/Verstümmelung bleibt, die mein Leben immer negativ einschränken und nie positiv erweitern, unabhängig des subjektiven Empfindens.
      Jeder würde sich ein Leben ohne dieser Einschränkungen wünschen, wenn er die Wahl dazu hätte. Dass die Beschneidung nicht von allen als Verstümmelung angesehen wird, hängt einfach mit der generellen Unaufgeklärtheit und bewussten Missinformation zu diesem Thema in Kombination der Gefahr der eigenen Selbstdarstellung gegenüber Frauen/Partnern/Gesellschaft allgemein.
      Eine sanfte Lüge oder Verdrängung ist für die meisten die erste Wahl gegenüber der harten Wahrheit. Welcher Mann würde den bitte gerne von sich behaupten, dass er im Intimbereich Probleme hat oder sogar verstümmelt wurde?
      Ja, es fehlt der rationale Konsens, bzw. eine sachliche Diskussion...den eigenen Maßstab, die eigene Wertung umzulegen auf andere, dass sehe ich als das größte Problem an...

      Beschnittene Männer, die darin kein Problem sehen da, gibt's welche die Beschneidung trotzdem nur für absolut med indizierte bzw selbstbestimmte und aufgeklärte Eingriffe sehen möchten...und welche ala " ich bin das auch, ergo ist das immer gut, kann man erlauben"...und dann gibt es Männer, die unter den Folgen ihrer Beschneidung leiden, die das nur für absolut med. Indizierte bzw. Selbstbestimmte und aufgeklärte Eingriffe sehen möchten...und welche, die sagen "ich leide darunter, ergo müssen ALLE beschnittenen Probleme haben, und die behaupten keine zu haben, Lügen, verdrängen...

      Was/wo ist die "Wahrheit "?
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • Urolüge wrote:

      zuka wrote:

      Es geht um den rationalen Konsens, der in den Diskussionen um Thema Beschneidung fehlt:Es gibt sicherlich viele Leute die nur mit einem Auge, einer verstümmelten Hand oder querschnittsgelähmt ein erfülltes Leben führen TROTZ ihrer Behinderung/Beeinträchtigung/Verstümmelung.
      Das ändert nichts an der Tatsache das es eine Behinderung/Beeinträchtigung/Verstümmelung bleibt, die mein Leben immer negativ einschränken und nie positiv erweitern, unabhängig des subjektiven Empfindens.
      Jeder würde sich ein Leben ohne dieser Einschränkungen wünschen, wenn er die Wahl dazu hätte. Dass die Beschneidung nicht von allen als Verstümmelung angesehen wird, hängt einfach mit der generellen Unaufgeklärtheit und bewussten Missinformation zu diesem Thema in Kombination der Gefahr der eigenen Selbstdarstellung gegenüber Frauen/Partnern/Gesellschaft allgemein.
      Eine sanfte Lüge oder Verdrängung ist für die meisten die erste Wahl gegenüber der harten Wahrheit. Welcher Mann würde den bitte gerne von sich behaupten, dass er im Intimbereich Probleme hat oder sogar verstümmelt wurde?
      Ja, es fehlt der rationale Konsens, bzw. eine sachliche Diskussion...den eigenen Maßstab, die eigene Wertung umzulegen auf andere, dass sehe ich als das größte Problem an...
      Beschnittene Männer, die darin kein Problem sehen da, gibt's welche die Beschneidung trotzdem nur für absolut med indizierte bzw selbstbestimmte und aufgeklärte Eingriffe sehen möchten...und welche ala " ich bin das auch, ergo ist das immer gut, kann man erlauben"...und dann gibt es Männer, die unter den Folgen ihrer Beschneidung leiden, die das nur für absolut med. Indizierte bzw. Selbstbestimmte und aufgeklärte Eingriffe sehen möchten...und welche, die sagen "ich leide darunter, ergo müssen ALLE beschnittenen Probleme haben, und die behaupten keine zu haben, Lügen, verdrängen...

      Was/wo ist die "Wahrheit "?
      Ganz genau so empfinde ich das auch!!!

      Ich hab mich ja meiner besten freundin geöffent warum es mir gerade so schlecht geht und sie hat mir dann erzählt das ihr Mann auch mit 7 Jahren aus medizinischen Gründen komplett beschnitten ist (bis dato wusste ich das garnicht, das Thema kam vorher irgendwie nie auf) und sie sagt, für ihn ist es überhaupt keine große Sache beschnitten zu sein und ihr Sexleben ist für beide sehr befriedigend ... sie haben ganz normal lange Sex,brauche kein Gleitgel, er kommt jedes Mal, ob mit Kondom oder ohne und beim oralverkehr spürt er auch was.... ich werde den Teufel tun und ihr oder ihrem Mann einreden, dass ihr Sexleben schlecht sein MUSS weil es anatomisch garnicht sein kann das er soviel fühl
    • ist aber nicht das subjektive empfinden und erleben der Betroffenen der entscheidende Punkt?

      Eine (Be)wertung anderer...immer falsch,immer übergriffig?
      Ich habe niemand bewertet, noch habe ich jemand anderes subjektive Empfinden abgesprochen. Deshalb habe ich auch erklärt, dass "Einschränkungen der Sexualität" relativ sind.

      Aber die Beschneidung führt eben ganz objektiv betrachtet zu einem Verlust an Sensitivität. Sensorische Nervenendigungen auf der Vorhaut, die nach der Beschneidung nicht mehr da sind, können eben keine Reize mehr wahrnehmen.
    • Urolüge wrote:

      den eigenen Maßstab, die eigene Wertung umzulegen auf andere, dass sehe ich als das größte Problem an...

      Urolüge wrote:

      nd welche, die sagen "ich leide darunter, ergo müssen ALLE beschnittenen Probleme haben, und die behaupten keine zu haben, Lügen, verdrängen...
      Sorry aber das ist mir bei so einem ernsten Thema zu relativistisch.
      Eine Beschneidung, ich nehme jetzt mal die radikale als Basis, hat für jeden negative Folgen der körperlichen Funktionen des Penis.
      Das ist ein anatomischer Fakt.
      Unabhängig davon wie sehr diese Beeinträchtigung jeder individuell wahrnimmt, sind sie da.
      Die unterschiedlichen Beschneidungs-arten + die ungleichen Ausgangspositionen (Beschneidung nach Geburt/Kindesalter, im erwachsenen Alter…)
      machen die subjektiven Erfahrungen noch schwieriger zu vergleichen.

      Mir ging es nicht darum generell Menschen, als Lügner zu bezeichnen, die sich zu diesem Thema nicht äußern, obwohl sie davon betroffen sind.
      Ich wollte lediglich das Argument der Selbstdarstellung mit einfügen, wieso wahrscheinlich die Dunkelziffer derjenigen, die unter den Folgen der Beschneidung leiden höher sein wird
      als die die sich öffentlich dazu äußern.
    • zuka wrote:

      Urolüge wrote:

      den eigenen Maßstab, die eigene Wertung umzulegen auf andere, dass sehe ich als das größte Problem an...

      Urolüge wrote:

      nd welche, die sagen "ich leide darunter, ergo müssen ALLE beschnittenen Probleme haben, und die behaupten keine zu haben, Lügen, verdrängen...
      Sorry aber das ist mir bei so einem ernsten Thema zu relativistisch.Eine Beschneidung, ich nehme jetzt mal die radikale als Basis, hat für jeden negative Folgen der körperlichen Funktionen des Penis.
      Das ist ein anatomischer Fakt.

      Das klingt für mich auch absolut logisch.... aber jetzt mal wirklich ganz wertungsfrei betrachtet, warum gibt es dann Männer die sich im Erwachsenenalter beschneiden lassen und sagen sie können
      keinen großen Unterschied oder nur eine leichte Veränderung empfinden? Lügen die alle???? ganz ehrlihc??? warum sollten sie???

      Ich probier es wirklich ganz objektiv zu verstehen und ich glaube jedem hier der Probleme hat, sogar eigentlich auch mehr als denen die keine haben, weil es für mich auch logisch klingt , dass wenn man so ein wichtiges körperteil abschneidet MUSS es schlecht sein!!

      Ich weiß ich hab auch keine Glaskugel und weiß nicht in wie weit mein Sohn später Probleme haben wird aber wenn man hier so liest geht man natürlich vom schlimmsten aus.... :(

      ich war einfach naiv als ich der OP zugestimmt habe und dachte, wie viele andere Menschen auch, beschnitten oder nicht ist nur ein optischer Unterschied, noch nie hat man was davon gehört das ´Männer deswegen sexuelle Probleme haben, sonst würden die Moslems und die Juden das ja schon lange nicht mehr machen wenn es so schlimme Auswirkungen hätte..... so waren leider meine Gedanken dazu!
      Klar hab ich alles probiert um ihm diesen Eingriff zu ersparen weil es einfach ein Ei.ngriff in seine Intigrität ist und jede OP Risiken hat, aber ale es dann nach 2 Jahren soweit war, war es jettz im ersten Moment auch kein Weltuntergang ... weil wir einfach von den ärzten nicht über die Folgen aufgeklärt wurden!
    • Es hat auch nicht jeder den "gleichen" Sex. Ich denke je wilder es zugeht umso weniger macht es einen Unterschied ob beschnitten oder nicht. Aber wenn es um "Slow Sex" bzw. viele feine Berührungen, Edging usw. geht wird es für Beschnittene durchaus kompliziert. Wobei beschnitten ja auch nicht gleich beschnitten ist wie wir alle wissen. Klar ist z.B. das Gefühl am Gefurchten Band sehr intensiv und eigentlich einzigartig aber eben nur auf sehr sanfte Stimulation. Davon merke ich beim normalen GV allerdings, zumindest bewusst, nichts.
    • Franzi1102 wrote:

      Das klingt für mich auch absolut logisch.... aber jetzt mal wirklich ganz wertungsfrei betrachtet, warum gibt es dann Männer die sich im Erwachsenenalter beschneiden lassen und sagen sie können
      keinen großen Unterschied oder nur eine leichte Veränderung empfinden? Lügen die alle???? ganz ehrlihc??? warum sollten sie???

      zuka wrote:

      Die unterschiedlichen Beschneidungs-arten + die ungleichen Ausgangspositionen (Beschneidung nach Geburt/Kindesalter, im erwachsenen Alter…)
      machen die subjektiven Erfahrungen noch schwieriger zu vergleichen.
      Die subjektiven Erfahrungen sind beim Thema Beschneidung schwer vergleichbar.
      Um es deutlicher zu sagen: Wir reden alle über das Thema Beschneidung, aber wir sind alle mehr oder weniger unterschiedlich beschnitten und das zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt.
      Unter anderem fallen deswegen subjektive Erfahrungen zum generellen Thema Beschneidung unterschiedlich aus.
      Wir reden nicht immer alle über das gleiche auch, wenn wir es denken.

      Franzi1102 wrote:

      ich war einfach naiv als ich der OP zugestimmt habe und dachte, wie viele andere Menschen auch, beschnitten oder nicht ist nur ein optischer Unterschied, noch nie hat man was davon gehört das ´Männer deswegen sexuelle Probleme haben, sonst würden die Moslems und die Juden das ja schon lange nicht mehr machen wenn es so schlimme Auswirkungen hätte..... so waren leider meine Gedanken dazu!
      So wie der meine. Das ist nicht ihr Fehler, wenn sie der Arzt mit der Expertise nicht aufklärt.
      Wir sind nun mal gewöhnt bei medizinischen Fragen unseren Ärzten zu vertrauen, und grob geschätzt geht das in 9/10 Fällen gut.
      Das Thema Beschneidung bildet hier die krasse Ausnahme, weil hier anatomische Fakten über Jahrzehnte hinweg ignoriert wurden.

      Franzi1102 wrote:

      Lügen die alle???? ganz ehrlihc??? warum sollten sie???
      Nein nicht alle, aber wie schon häufig erwähnt geht es um das Thema Selbstdarstellung und ehrlich zu sich sein.
      Wir sollen alle sexy und attraktiv auf das gegenüber wirken, Genitalverstümmelung passt in das Bild, was wir anderen von uns zeigen wollen, nun mal nicht rein.
      Deswegen kommen auch unter anderem solche Sätze wie beschnitten kann länger, es klingt positiver, obwohl dahinter nur die deutlich geringere Empfindsamkeit steckt.

      Oder um ein anderes Beispiel zur Verdeutlichung heranzuziehen: eine Frau wird an der Klitoris-spitze beschnitten, sie beschwert sich nicht.
      Das ändert nichts daran das die weibliche Beschneidung weiterhin geächtet wird, weil sie negative Folgen haben wird.
      Nur bei der männlichen scheint man gerne wieder nach Meinung statt Faktum zu gehen. Solange es welche gibt die sich nicht beschweren wird es wohl schon ok sein. Man kann ja auch ganz gut nur mit einem Auge sehen ;)
    • aspect wrote:

      Aber wenn es um "Slow Sex" bzw. viele feine Berührungen, Edging usw. geht wird es für Beschnittene durchaus kompliziert.
      Kann ich nicht bestätigen. Weil:

      zuka wrote:

      Die subjektiven Erfahrungen sind beim Thema Beschneidung schwer vergleichbar.
      Um es deutlicher zu sagen: Wir reden alle über das Thema Beschneidung, aber wir sind alle mehr oder weniger unterschiedlich beschnitten und das zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt.
    • aspect wrote:

      Aber wenn es um "Slow Sex" bzw. viele feine Berührungen, Edging usw. geht wird es für Beschnittene durchaus kompliziert.
      Und ich wiederum kann das zu 100 % unterschreiben. Mit feinen Berührungen kann ich nichts anfangen, Edging funktioniert bei mir nicht, das muss ich nach vielen gescheiterten Versuchen akzeptieren.
      Zu wenig Empfindsamkrit, zu wenige Reize.
      Verursacht durch zu großen Verlust an Nerven und sensiblem Gewebe (nehm ich einfach mal als sicher an).
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • zuka wrote:


      Unabhängig davon wie sehr diese Beeinträchtigung jeder individuell wahrnimmt, sind sie da.
      Die unterschiedlichen Beschneidungs-arten + die ungleichen Ausgangspositionen (Beschneidung nach Geburt/Kindesalter, im erwachsenen Alter…)
      machen die subjektiven Erfahrungen noch schwieriger zu vergleichen.
      die Beeinträchtigungen sind da...aber sie können auch das kleinere Übel sein, wenn z.B. ein Mann nach seiner Beschneidung sagt, dass er nun schmerzfrei Sex haben kann...

      Die unterschiedlichen Beschneidungsarten spielen glaub eine sehr große Rolle...wenn noch was innerer Vorhaut und Frenulum vorhanden, ganz was anderes wie wenn da alles weg...da kann unser Kopf vieles kompensieren, Wahrnehmungen, Sinnesreize verstärken,...wenn da aber nichts mehr da...ein Sextherapeut schrieb mir mal "Medizin ist für die Hardware, Psychologie für die Software zuständig. Die Software vermag vieles an Hardwarefehlern zu kompensieren...aber nicht, wenn ein zentraler Sensor total zerschossen..." Das war das Ende meines Weges in der Richtung...

      Subjektive Erfahrungen...kann...darf man die vergleichen?
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • Franzi1102 wrote:

      Das klingt für mich auch absolut logisch.... aber jetzt mal wirklich ganz wertungsfrei betrachtet, warum gibt es dann Männer die sich im Erwachsenenalter beschneiden lassen und sagen sie können
      keinen großen Unterschied oder nur eine leichte Veränderung empfinden? Lügen die alle???? ganz ehrlihc??? warum sollten sie???
      die Frage solltest du anders stellen...warum lassen sich Männer im Erwachsenenalter beschneiden?

      Da gibt es absolute med. Gründe, es die letzte Option ist wegen Schmerzen und Entzündungen...die empfinden es oft als Verbesserung
      (Hab mal einen Mann kennengelernt, der sich einen Fuß amputieren ließ wegen chronischen Schmerzen und Entzündungen, es war für ihn ein Gewinn, Verbesserung der Lebensqualität...)

      Dann gibt es Männer, die sich ohne jedwede Indikation beschneiden lassen, weil sie ihren völlig gesunden und normalen Körper als unhygienisch und unästhetisch empfinden ... und hinterher begeistert sind...hab mal guten Sex, wenn du dich vor dir selber ekelst?

      Niemand lügt da...es hat nur jeder eine andere Wahrnung?

      Selbst bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt A. Schopenhauer
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • Franzi1102 wrote:

      Ich weiß ich hab auch keine Glaskugel und weiß nicht in wie weit mein Sohn später Probleme haben wird aber wenn man hier so liest geht man natürlich vom schlimmsten aus....
      Wenn du hier liest, in einem Forum wo die schlimmsten zusammen treffen...ist glaub nicht gut, davon auszugehen, da den Maßstab /Befürchtungen für deinen Sohn zu setzen?
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • Urolüge wrote:

      Franzi1102 wrote:

      Ich weiß ich hab auch keine Glaskugel und weiß nicht in wie weit mein Sohn später Probleme haben wird aber wenn man hier so liest geht man natürlich vom schlimmsten aus....
      Wenn du hier liest, in einem Forum wo die schlimmsten zusammen treffen...ist glaub nicht gut, davon auszugehen, da den Maßstab /Befürchtungen für deinen Sohn zu setzen?
      da hast du völlig recht....ich bin gerade einfach sehr Pessimistisch eingestellt weil ich so traurig darüber bin dss uns das so passiert ist
    • Urolüge wrote:

      Subjektive Erfahrungen...kann...darf man die vergleichen?
      Darum geht es ja, wir reden häufig von "der Beschneidung", die aber je nach Stil völlig unterschiedliche Auswirkungen haben kann.
      Die Daten dazu sind meistens viel zu pauschalisiert, von denen die keinerlei Beeinträchtigungen verspüren weiß man meistens nie
      wie radikal sie beschnitten worden sind und wann, im Gegensatz zu den Personen die über schwerwiegende Probleme berichten und in der Regel
      sehr radikal beschnitten worden sind. In den meisten Diskussionen darüber werden aber beide Fälle so behandelt als würden sich beide in der gleichen
      Situation befinden, was nun mal nicht stimmt.
      Und das verwässert den Konsens.
    • Differenzierung, gerade wenn es um die möglichen Folgen einer Beschneidung geht.
      Nicht nur liegen zwischen Intakt und beschnitten große Unterschiede, sondern schon zwischen Teil- und radikal beschnitten.
      Und das wird zumindest in der öffentlichen Diskussion nie gemacht.
      Ich für meinen Teil würde sogar so weit gehen die low and tight Variante gänzlich zu verbieten, den sie stellt nichts weiter als
      eine Verstümmelung da, was nicht heißen soll das die weniger radikale Varianten nicht ähnlich schlimme Konsequenzen mit sich ziehen können.