"Ethik"komitee: "die Beschneidung des männlichen Kindes ...notwendig ...ist.

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    • "Ethik"komitee: "die Beschneidung des männlichen Kindes ...notwendig ...ist.

      Ja, ja, es gibt nicht nur einen teutschen Ethik-Verrat, es gibt auch ein unethisches Komitee:


      Innerhalb unterschiedlicher Einrichtungen der BBT-Gruppe ist es insofern möglich, religiöse Beschneidungen ohne Vorliegen einer medizinischen Indikation gemäß den Bestimmungen des § 1631d BGB durchzuführen.
      – Schmerz in den ersten Tagen nach dem Eingriff– Verlust der schützenden Funktion der Penisvorhaut (vor Schadstoffen, Reibung, Austrocknung, Verletzungen) – Verlust antibakterieller und antiviraler Funktionen– Kappen von Verbindungskanälen für zahlreiche Venen – erektile Dysfunktion – psychische Folgen– lokale Blutungen – lokale und systemische Infektionen – unzureichende Vorhautverkürzungen mit der Notwendigkeit einer Re-Zirkumzision aus ästhetischen Gründen oder wegen einer sekundären Phimose – zu starke Vorhautverkürzung – Verwachsungen der bleibenden Penishaut mit der Eichel – abnormale Wundheilung – Entzündung der Harnröhrenöffnung – Harnsperre wegen des Verbands – sekundäre Phimose – abnormale Kurvenhaltung des Penis – Hypospadias (zu weite und an der Unterseite des Penis mündende Öffnung des Harnwegs) – Epispadias (an der Oberseite des Penis mündende Harnöffnung) – Fistelbildung zwischen Harnröhre und Penishaut– Nekrotisierung des Penis – Amputation des Penis – Tod des Beschnittenen (vor allem bei Säuglingen) – allergische Reaktionen gegen Medikamente – Narben an Vorhautresten– Krampfaderknoten– Kastrationsängste bei vier- bis fünfjährigen Jungen
      Schreiben die selber aber - macht doch nichts - wird schon schiefgehen!


      Die bloße Verwendung von lokal anästhesierenden Salben (bspw. EMLA) ist nicht zulässig7.
      Echt jetzt? Aber wieso das denn nur? Die Bundesregierung sagt doch: das reicht völlig! Und der Bundestag hat es abgenickt.

      Und was ist mit den Eltern, die a la Paul Spiegel glauben, dass nur eine rituelle Verstümmelung ohne Betäubung koscher ist? Lassen die "Barmherzigen Brüder" die im Regen stehen?

      Die "Brüder" kennen sich bestens aus:


      Als Gebot von höchster Bedeutung zählt die religiöse Beschneidung im Judentum zu den obligatorischen Ritualen. Die Beschneidung des männlichen Kindes hat insofern eine essenzielle Bedeutung für die eigene jüdische Identität. ...

      Das männliche Kind jüdischer Religionszugehörigkeit wird in der Regel am achten Tag nach der Geburt beschnitten. Der Beschneidung, der sog. „Brit mila“ (wörtlich: Bund der Beschneidung) kommt eine große Bedeutung als Initiations-ritual zu, denn sie ist ein erinnerndes Zeichen für den Bund, den Gott mit dem Stammvater Abraham geschlossen hat. Die Belegstelle dafür findet sich im Buch Genesis /1. Buch Mose, 17,7ff. Dort heißt es: „Ich werde meinen Bund errichten zwischen mir und dir und deinen Nachkommen nach dir in allen Geschlechtern als ewigen Bund“. Mit der Beschneidung erfolgt also die Aufnahme des Kindes in diesen heiligen Bund und zugleich in die Gemeinschaft des einzelnen Juden mit seinem Volk.11Diejenigen Eltern, die unter Ausbleiben triftiger Gründe (bspw. Krankheit des Kindes) ihren Sohn nicht beschneiden lassen und dies auch im weiteren Verlauf des Lebens nach der Vollendung des 13. Lebensjahres nicht tun, stellen sich nach jüdischer Auffassung außerhalb dieses Bundes zwischen Gott und dem Volk Israel und nehmen zugleich in Kauf, dass dies ebenfalls für das entsprechende Kind gilt.12Zeitlich ist die Beschneidungszeremonie innerhalb der ersten acht Tage nach der Geburt des Kindes zu vollziehen. Rechtfertigungsgrund für das Verschieben der Beschneidung auf einen späteren Termin stellt ein körperlich instabiler Zustand des Kindes dar.13Verantwortlich für die Durchführung ist gewöhnlich die zuständige Kultusperson (Mohel) der über entsprechende medizinische Kompetenzen verfügen muss, um den Eingriff durchführen zu können. Wird die Beschneidung durch einen Arzt vollzogen, so wird von diesem erwartet, dass er sich der religiösen Bedeutung des Eingriffs bewusst ist: Es wird also primär eine kultische Handlung und kein medizinischer Ein-griff durchgeführt. Der klassische Ort der Beschneidung ist die Synagoge, wobei heute die Zeremonie ebenfalls im häus-lichen Bereich stattfinden kann. Auch kann die Beschneidung innerhalb einer Klinik, dann aber in der Regel durch einen jüdischen Arzt, durchgeführt werden.14Das Ritual wird in der Regel innerhalb eines feierlichen Rah-mens vollzogen. Das zu beschneidende Kind wird zunächst einmal von den der Feier Beiwohnenden mit dem Segens-spruch „Baruch ha-ba“ („Gesegnet sei der, der da kommt!“) begrüßt. Während der Beschneidung selbst liegt das Kind auf
      dem Schoß des sog. Sandak (Beistand), während der Vater des Kindes einen Lobpreis auf Gott spricht. Nach dem Vollzug der Beschneidung sprechen die Anwesenden den Segenswunsch „Wie das Kind in den Bund eingegangen, so möge es auch zum Torastudium, zur Ehe und zu guten Werken eingehen!“ Der Mohel erhebt einen Becher Wein, preist Gott, „der den Menschen von Geburt an geheiligt und dessen Fleisch mit dem Zeichen des heiligen Bundes gesiegelt hat“, und bittet Gott, das Kind unter seinen Schutz zu nehmen. Innerhalb der Beschneidungszeremonie erhält der Junge auch seinen jüdi-schen Namen.
      Was fällt auf?

      Viele, viele Worte - kein einziges Wort zur Frage der Anästhesie!
      Kein Wort zur Periah, kein Wort zu Schmerzen, Ein Lobpreis - und schon ist "nach der Beschneidung". Es scheint sich um eine ganz friedliche, rein symbolische Zeremonie zu handeln. :FP01 Kein Messer, kein Gebrüll, kein Blut, kein Absaugen, keine Ohnmachtsanfälle, keinerlei Komplikationen...


      Die Barmherzigen Brüder wrote:

      Die Penisvorhaut (Praeputium) stellt eine erogene Zone, insofern auch einen hochsensiblen Teil des Penis dar, weist ca. 20.000 Nervenenden auf und spielt dadurch in sexueller Hinsicht eine wichtige Rolle (Empfindsamkeit bei Geschlechtsverkehr und Masturbation). Zugleich schützt die Vorhaut die Eichel vor Austrocknung und Verhornung, hält sie also sensibel.


      Ach so. Na, dann ist das ja OK!
      Außerdem kann man das GELD ja gut gebrauchen. Wird ja privat bezahlt, gibt ja nicht nur den mageren Kassensatz! *Kotz*

      7 Vgl. Scheinfeld, J. (2013), Seite 275
      Ach! Dann sollte man den Scheinfeld aber auch komplett lesen!

      Stattdessen kommt ein Geseier von John Rawls und "Genitalverstümmelung ist doch vernünftig!"


      Pluralismus als Bejahung der Vielfalt von Lebensformen


      Nennt man den Pluralismus in einem Atemzug mit Toleranz, so scheint es, dass dieser Pluralismus nicht die Zwischenstufe eines Weges darstellt, der auf eine Einheit hinausläuft – eine Einheit, die von Gleichheit der unterschiedlichen Lebensformen von Menschen geprägt ist. Im Gegenteil: Dieser Pluralismus, der von Toleranz geprägt ist, bejaht eine Vielfalt von Lebensformen und ist insofern intuitiver Ausdruck unserer Vorstellung einer gerechten Gesellschaft....



      Fakt ist also nun, dass es verschiedene umfassende Lehren und Vorstellungen zu dem gibt, was ein gutes Leben ist. Diese stellen laut Rawls die zentrale Herausforderung moderner demokratischer Gesellschaften dar. Bedeutend scheint, dass Rawls erkennt, dass es sich um einen Pluralismus handelt, in dem auch miteinander nicht vereinbare, aber, und das ist bedeutend gleichwohl vernünftige umfassende Konzeptionen und Vorstellungen von einem guten Leben existent sind. Rawls erkennt: Diese teilweise sehr subjektiven Vorstellungen von einem guten Leben sind jeweils vernünftig für die Menschen, die sich diese Vorstellungen zu eigen machen, und verfehlt wäre es, schlicht-weg zu unterstellen, dass nur bestimmte Konzeptionen eben vernünftig und andere unvernünftig seien. Jede dieser Vorstel-lungen enthält auf eine vernünftige Art eine eigene spezifische Konzeption des Guten. Für Rawls ist dies nicht verwunderlich, sondern vielmehr eine notwendige Folge, die sich aus dem Gebrauch menschlicher Vernunft ergibt.42



      Dass eine religiös motivierte Beschneidung aus der Perspektive des Judentums bzw. des Islams als Ausdruck der religiösen Zugehörigkeit notwendig zu sein scheint, steht in einem vernünftigen Zusammengang mit dem jeweiligen Glaubenssystem. Problematisch erscheint nun, dass keine der vorhandenen, vernünftigen, umfassenden Konzeptionen des guten Lebens jemals von allen bejaht werden kann.
      Also problematisch ist nur, dass nicht alle Genitalverstümmelung von Kindern OK finden. Dass wie die Brüder selbst schreiben "eine erogene Zone, insofern auch ein hochsensibler Teil des Penis dar, der in sexueller Hinsicht eine wichtige Rolle (Empfindsamkeit bei Geschlechtsverkehr und Masturbation) spielt. Und zugleich die Vorhaut die Eichel vor Austrocknung und Verhornung schützt, und sie also sensibel hält zerstört wird ist - unproblematisch!

      Mit solchen flotten Sprüchen kann man so ziemlich alles, was irgendwo auf der Welt Kindern angetan wird rechtfertigen:

      "Beschneidung" von Mädchen, religiös motiviertes Züchtigen von Kindern (soll ja auch in kath. Einrichtungen oft vorgekommen sein), Aufbohren des kindlichen Kinns mit immer größer werdenden Holzpflöcken, oder das Einsetzen von immer größer werdenden Holztellern in die Lippen... und natürlich haben auch die Pädophilen ihre "Vorstellungen zu dem gibt, was ein gutes Leben ist". Und auch so manche katholischen Priester, was lange, lange von höchster Stelle vertuscht wurde.

      Und viele Afrikanerinnen und Asiatinnen haben eben auch eine Vorstellung, was ein gutes, reines Leben für ihre Töchter ist. Da muss man doch tolerant sein!
      BBT-Gruppe, Barmherzige Brüder Trier gGmbH
      Erbarmet! Die Brüder kommen! (mit dem Messer)

      Gott schütze uns vor Sturm und Wind
      und vor Ethikern, die keine sind

      ethikkomitee.de/downloads/bbt-…eligioes-motivierte-b.pdf
      §1631d, die offene Wunde im Fleisch des Rechtsstaates